Heiß erwartete Alben, überraschende Singles und Bausas Tiefpunkt – Skinnys Wochenrückblick

Jaaa, der Rückblick kam eine Weile nicht mehr. Aber dafür gab es doch ganze viele andere Sachen. Außerdem hatte diese Woche so viel zu bieten, dass dieses Comeback auf jeden Fall eine gute Ausgabe wird. Und außerdem: Warum rechtfertige ich mich überhaupt?

Die nächsten Wochen werden rosig: Die Albumankündigung von Capital Bra gehört zwar mittlerweile eigentlich schon zum Alltag, das wird aber trotzdem wieder nett. Die anderen Announcements sind aber schon spannender: Reda Rwena kommt endlich aus den Puschen und hat nun mit starken Strukturen im Rücken ein festes Releasedate für sein Mixtape „Der Tijarist“. Das kommt am 19. Oktober über Sony – da hat wohl ein Major-A&R denselben Riecher wie ich gehabt. Das neue Video „Panther im Dschungel“ dämpft meine Vorfreude jedenfalls nicht.

Überraschend: Auch Kalim geht zum Major. Ich mochte ihn zwar bei AON, aber über Universal wird die Musik wahrscheinlich nicht unbedingt schlechter. Hauptsache das Album kommt auch wirklich wie angekündigt dieses Jahr. Noch überraschender, auch wenn es immer wieder Gemunkel gab: Rockstah ist zurück. Fast fünf Jahre hat es gedauert, nun erscheint am 26. Oktober das neue Album „Cobblepot“ vom König der Außenseiter. Das erste Video heißt „Der Pinguin“ und klingt zwar erstmal ungewohnt, aber auch verdammt gut und wurde außerdem wahnsinnig cool visualisiert. Mit Superhelden-Referenzen kriegt man mich zwar eh immer, aber da freue ich mich richtig drauf!

Was die Albumreleases angeht, war der vergangene Freitag zwar nicht so spannend. Die spannendsten Songs habe ich im Zuge der Ankündigungen ja eigentlich schon erwähnt. Aber ein bisschen mehr war da schon noch. Casper und Marteria haben mit „Chardonnay & Purple Haze“ einen überraschenden Song von ihrem Album raus gehauen. Als nicht nur stilistisch, auch wie gut der Track kommt, hat mich überrascht. Vor allem von Marterias Seite, bei Cas war mir klar, dass das funktioniert. Wann kommt eigentlich „Lord Level“?

Mit „Mach weiter“ wandelt Dazzle in den Fußstapfen von „Kuduro Actions“. Ob das das nächste große Ding wird? Keine Ahnung, ist ja schon sperrig, hat aber halt auch eine krasse Energie. Bin gespannt, wie’s bei dem BESTE-Boy weitergeht. Alligatoahs „Wo kann man das kaufen“ klingt wie das Intro eines 80er Action-Krimis und punktet (wie eigentlich immer) mit bissigem Humor. Spricht mich musikalisch jetzt nicht so krass an, aber mag ich trotzdem.

Der neue Song von RAF Camora und Bonez MC klingt wie der letzte und der nächste wird genau so klingen. Mehr will ich gar nicht dazu sagen, ist halt irgendwie echt uninspiriert, aber scheiße wird es dadurch trotzdem nicht. Ein anderes Duo legt da schon spannender vor: Blokkmonsta und KDM Shey hauen ihr Video „Monster mit Verlängerung“ raus und irgendwie liebe ich diese ungleiche Kombo jetzt schon. „Halo“ von Sero gefällt mir auch ganz gut, diese düstere, aber dennoch warme, Melodie hat es mir angetan. Alex hat übrigens ein Interview mit ihm geführt.

Mein Aufreger diese Woche war „Vagabund“ von Bausa. Eigentlich bin ich großer Bausa-Fan, aber für diese merkwürdige Metamorphose aus sexualethischer Desorientierung und Dschungelbuch live in Concert gehört ihm echt gehörig in den Arsch getreten. Warum macht ein so talentierter Kerl so einen Müll? Und warum kommt das auch noch gut an? Noch schlimmer war nur „Rille“ von Al Gear, Kay One und Hengzt – aber das kann ich einfach ignorieren. Immerhin kann man Baui zu Gute halten, dass man sowas noch nicht gehört hat. Mutig aber scheiße.

Naja, wer Bock auf gute Musik hat, kann sich meine Playlist geben. Der habe ich zwar den dümmlichen Namen „Harter, kalter Asphalt – kompromissloser, düsterer Straßenrap“ gegeben, aber das beschreibt halt einfach zu gut, was drin ist. Also viel Spaß damit, genießt die Woche und Adieu!

6 KOMMENTARE

  1. Für gut geschriebenen Musikjournalismus bin ich immer zu haben, aber der Text lässt nicht mehr viel von dem Begriff über. Man stolpert sich von Rechtschreibfehlern (raus gehauen) zu absoluten Nonsens-Formulierungen („merkwürdige Metamorphose aus sexualethischer Desorientierung und Dschungelbuch live in Concert)“, die weder Sinn, noch Verstand haben. Die einfachsten journalistischen Regeln werden mit den Füßen getreten („..zwar nicht so spannend. Die spannendsten Songs“// 5 x “eigentlich“ in acht Absätzen). Sorry, aber der Redakteur hat hier absoluten Mist abgeliefert und beweist völlige Ahnungslosigkeit im praktischen Journalismus. Bei vernünftigen Wochenrückblicken lese ich gerne wieder rein, bis dahin adieu!

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