20 Jahre Sido: Seine musikalische Entwicklung in 10 Songs

2004 – G mein Weg

„Ich bin der Typ, bei dem die Kritiker nicht einig sind / Sollen sie mich loben oder durchweg peinlich finden / Und sie sagen, ich verderbe ihre Kinder / Nur Geld, Sex, Gewalt, Drogen und nichts dahinter“.

Im Jahre 2004 erschien Sidos Debütalbum „Maske“, welches Aggro Berlin die erste goldene Schallplatte brachte, schließlich aber von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurde. Grund dafür war der Track „Endlich Wochenende“, auf welchem Sido angeblich den Drogenkonsum verherrlichend darstellen sollte – eine Anschuldigung, die der Berliner bis heute nicht nachvollziehen kann. Daraufhin erschien „Maske X“, worauf der Track „G mein Weg“ vorzufinden ist. Darauf zeigt sich Sido ruhiger, stolzer – man könnte fast schon sagen etwas erwachsener. „Sie hatten Recht, es geht mir besser als damals / Es fühlt sich gut an, wenn du deinen Laptop bar zahlst“Sido wusste seinen damaligen Erfolg zu schätzen und er wusste, dass er nicht mehr dahin zurückwollte, wo er herkam: Ohne Essen, Geld, Zukunft – ohne Rap.

Natürlich muss man auch noch „Mein Block“ erwähnen, der ebenfalls 2004 auf „Maske“ erschien und mit einem entsprechenden Musikvideo Sido den großen Durchbruch gewähren konnte. Denn natürlich war Sido zu der damaligen Zeit nicht der brave, bürgerliche Gute-Laune-Rapper, sondern immer noch der authentische und provokante Berliner mit der großen Schnauze: „Mein Block“ war eine Liebeserklärung an sein Ghetto.

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