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Ermittlungen gegen Kollegah und Farid Bang eingestellt

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Die Zeilen sind von der Kunstfreiheit gedeckt: Die Ermittlungen der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gegen Kollegah und Farid Bang wurden eingestellt. Dies gab ein Behördensprecher bekannt.

Von Kunstfreiheit gedeckt

Mit der Zeile – „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ hatten Farid und Kolle zuvor rund um den Echo  für einen Skandal gesorgt. Es wurde darüber diskutiert, ob den beiden die Nominierung entzogen werden solle. Nun gab ein Behördensprecher der Staatsanwaltschaft zu Protokoll, dass die eben genannte Zeile jedoch von der Kunstfreiheit gedeckt sei.

Keine Holocaust-Leugnung

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf erklärte, dass die Zeile „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ weder eine Billigung noch eine Verharmlosung der NS-Herrschaft und ihres Völkermordes sei. Der Vergleich von KZ-Insassen mit dem eigenen Körper möge geschmacklos sein, aber: Er stelle auch keine Leugnung des Holocausts dar.

Die Glorifizierung von Kriminalität und Gewalt sei nun mal ein „Wesensmerkmal“ von Gangsta Rap, so die Staatsanwaltschaft.

Abschaffung des Echos

Kollegah und Farid Bang waren trotz der Vorwürfe mit dem Echo ausgezeichnet worden. Danach kam es zu der Abschaffung des Echos.

Zuvor waren mehrere Strafanzeigen gegen die JBG-Rapper gestellt worden. Infolgedessen wurden die Texte der Rapper strafrechtlich geprüft.

Viel Heuchelei

Unser Chefredakteur Oliver Marquart hatte sich zuvor mit der Debatte rund um den Echo-Skandal, aber auch mit dem strukturellen Antisemitismus von Kollegah auseinandergesetzt.

Skinny Finsta – Dope (prod. Daltons/DJ Creep) [Video]

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Skinny Finsta droppt seinen neuen Track „Dope„. Der Beat wurde von den Daltons und DJ Creep produziert.

Von Memphis nach Heidelberg

Player-Gehabe, Designer-Mode und dicke Lunten – Skinny Finsta ist einfach dope! Jedenfalls ist das die Message von seinem neuem Song. Der Sound ist gewohnt dreckig und erinnert an die frühen Tage des Memphis-Trap.

Zuletzt veröffentlichte der Rapper aus Heidelberg sein Video „100 Schüsse“.

Neun weitere Newcomer, die 2018 abreißen werden

Ende von Rap am Mittwoch offiziell verkündet

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Jetzt ist es offiziell: Nach acht Jahren wird die Battlerap-Veranstaltung „Rap am Mittwoch“ eingestellt.

Das verkünden zwei der Organisatoren, Ben Salomo und Tierstar, in einem Video.

Ben Salomo will sich, auch aufgrund der Anfeindungen im Bezug auf seine jüdische Identität, insgesamt von Deutschrap zurückziehen. Das hatte er vor einigen Wochen in einem Interview erklärt.

Neue Pläne, neue Cypher

Tierstar indes hat schon neue Pläne. „Toptier Takeover“ geht schon bald an den Start und soll laut eigenen Angaben frischen Wind in die Szene bringen.

Rap am Mittwoch war eine Instanz im deutschen Battlerap und gab Künstlern wie Capital Bra und Karate Andi eine erste Bühne.

Deutschrap: 10 wegweisende Untergrund-Klassiker

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Deutschrap hat bereits einen weiten Weg hinter sich gebracht. Seit den Anfängen der frühen 90er Jahre mit Torch, den Fantastischen Vier, Cora E. und Advanced Chemistry ist einiges passiert. Eine Vielzahl von Rappern veröffentlichten seitdem Musik, die sich sowohl wirtschaftlich als auch künstlerisch in diverse Richtungen bewegte. Doch der Ursprung – der ließ sich jeweils an demselben Entstehungspunkt lokalisieren – dem Untergrund.

So erhoben sich in den letzten 30 Jahren verschiedenste Releases aus den Tiefen des Deutschrapkosmos. Die Werke unterschieden sich sowohl in Qualität, Machart, Soundbild und künstlerischem Anspruch.

Doch obwohl die wirtschaftlichen Mittel zu Beginn einer Karriere überschaubar sind, brennt das Feuer der Künstler meist um ein vielfaches stärker als am späten Abend ihres Werdegangs. Dies könnte ein Faktor sein, weshalb eine solch große Menge an hochqualitativen Untegrundveröffentlichungen existiert.

Die 10 wegweisenden Untergrund-Klassiker bieten einen Überblick über die frühen Werke einiger Rapgrößen, welchen das Kunststück gelang, bereits zu Beginn ihres Deutschrap-Abenteuers Meisterwerke zu schaffen.

Respekt vor nichts und niemandem

Westberlin Maskulin – Hoes, Flows, Moneytoes“ (1997)

King Kool Savas und Taktloss veröffentlichten 1997 Hoes, Flows, Moneytoes“. Rapper wie Prinz Pi und Fler betonten Jahre später, dass die Veröffentlichungen Westerberlin Maskulins zu ihren wichtigsten Einflüssen gehörten. Damit stimmen sie mit einer ganzen Generation von Rapfans überein, die die harten, skurrilen und wahnwitzigen Texte von Savas und Taktloss vergöttern:

„Nutte steig auf meine Latte. Ich hab‘ tighte Hoes mit 20 Kilo Titten, kein Problem, wenn ich spritze, holen Kinder ihren Schlitten“ – rappte Savas auf Hoes, Flows, Moneytoes“ und gab damit eine Kostprobe des überdreht-dreckigen Humors der beiden Berliner.

https://www.youtube.com/watch?v=zECI2Us0QHE

„Hoes, Flows, Moneytoes“ bedeutete Tabubrüche, Skills, Battleattitüde und Respekt vor nichts und niemandem. Rap sollte danach nie wieder so sein wie davor. Mit dem Mixtape ebneten sie den Weg für Battlerapper und den provokanten und harten Rap, der in den 2000ern mit dem Erfolg von Aggro Berlin und Co. die Massen begeisterte:

„Eisenschwanz Taktloss pimpt die Hoes / Mein Penis hat Rostschutz, bei den vielen feuchten Fotzen ist das vernünftig.“ (Westberlin Maskulin – „Horror“)

https://www.youtube.com/watch?v=Epu1OHRaQCg

„Kool Savas ist Power pur / Ich brauch‘ ’nen extra Bus für meinen Schwanz bin ich auf Tour / Ich lager‘ Flows im Flur und wenn der voll ist auch im Keller / Ich such Nutten aus der Luft mit Sonnenbrille und Propeller.“ (Westberlin Maskulin „Maskulin = Krieg“)

Mit Battlekingz“ aus dem Jahr 2000 folgte eine weitere Veröffentlichung. Danach trennten sich die Wege von Savas und Taktloss. Savas trat jedoch letztes Jahr bei dem vermeintlichen Abschiedskonzert von Taktloss auf. Wer weiß, was die Zukunft bringt – eine weiteres Westberlin Maskulin-Album würde mit Sicherheit für ähnliche Beisterungsstürme sorgen wie damals.

Summer Cem – Crew (prod. Mesh) [Video]

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Jetzt auch mit Video: Summer Cem veröffentlicht seine neue Single „Crew“, die nun auch mit einer stimmigen Visualisierung versehen wurde. Cems behäbiger Flows und der sonore Stimmeinsatz erinnern dabei etwas an das aktuelle Schaffen des Houstener Rappers Trae Tha Truth.

Der Song ist eine Mischung aus dem üblichen Representen und kurzen Passagen über seinen Werdegang. Der melodische Beat und der stilvoll platzierte Autotune gehen gut ins Ohr. Die hochwertige Produktion stammt von Mesh.

Zuletzt erschien der Song „Casanova“, der mit einem Gastbeitrag von Bausa als Videoauskopplung erschien. Der Song stammt von Summer Cems kommendem Album „Endstufe“, das am 6. Juli erscheint.

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Beyoncé & Jay-Z: Gemeinsames Album/ Video zu „Apeshit“

Beyoncé und Jay-Z stellen mal kurz klar, wer die Welt regiert. Sie tun das im Video „Apeshit“, das aus dem soeben erschienen Album „Everything Is Love“ stammt.

Das Video zeigt sehr viel Kunst (gedreht im Louvre) – und Ms. Carter ganz klar in der Hauptrolle.

Girls run the world

Nicht nur vor der Kamera: Während sie deutlich mehr Rap-Parts als ihr Gatte hat (und zeigt, dass sie locker besser rappt als 90% aller etablierten Rapper), bleibt Mr. Carter klar im Hintergrund. Offenbar hat auch er kapiert: Girls run the world.

Das Album indes kann nur hören, wer einen Tidal-Account besitzt. Oder genug Dreistigkeit. Jay-Zs letztes Soloalbum erschien einige Zeit nach Release später auch auf Apple Music. Könnte dieses Mal ähnlich laufen.

Bei Spotify dagegen wird’s vermutlich wieder nix. So rappt Beyoncé auf „Nice“:

„If I gave two fucks – two fucks about streaming numbers
Would have put Lemonade up on Spotify
Fuck you, fuck you, you’re cool, fuck you, I’m out (Ah!)“

Welche Verantwortung haben Rapper? Nazar & Teesy bei Realtalk #5

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Welche Verantwortung tragen Rapper? Sind ihre Inhalte nur nach der Kunstfreiheit zu beurteilen? Oder gilt es zu bedenken, dass sie einen großen Einfluss auf vor allem junge (beeinflussbare) Menschen haben?

Nachdem wir in den letzten beiden Folgen unseres Formats Realtalk mit Marcus Staiger, D-Bo, Helen Fares, Miriam Davoudvandi und DJ Freshfluke eher Vertreterinnen und Vertreter aus dem Backround des Rap-Kosmos zu Wort kommen ließen, haben Musti und ich uns für die nun fünfte Ausgabe wieder zwei Rapper ins Studio geholt: Nazar aus Wien und Teesy aus Berlin. Auch wenn man auf den ersten Blick vergeblich nach Ähnlichkeiten zwischen den beiden suchen muss, haben sie Meinungsstärke und Eloquenz gemein. Gute Voraussetzungen also für eine spannende Diskussion.

Und die haben wir geführt. Seit Tag eins stellt sich besonders harter Straßenrap immer wieder die Frage nach einer gewissen Verantwortlichkeit gegenüber seiner Hörerschaft und spaltet sich in diesem Punkt in mehrere zueinander konträre Lager. Höchste Zeit, dass dieses Thema auch mal in einer unserer Realtalk-Runden zum Tragen kommt. Als kleines Sahnehäubchen gibt es zu genau diesem Thema eine pointierte Abrechnung unseres Kollegen Skinny.

Als Album des Monats besprachen wir „Wolke 7“ von 187-Brecher GZUZ. Außerdem ging es um die Relevanz des Standorts für den musikalischen Erfolg eines Künstlers und um die Sound-Trends unserer Zeit … Und das waren bei weitem nicht alle Themen, die wir auf dem Tisch hatten. Seht einfach selbst: Viel Spaß mit der fünften Folge Realtalk, die wie immer in den heiligen Hallen unserer Freunde von ALEX Berlin aufgezeichnet wurde.

https://www.youtube.com/watch?v=SE46eu1sS0w&t=12s

Disslike mit Enemy: „Ich bin der beste Lyriker der Welt“ [Video]

Eine neue Folge von Disslike ist online. Diesmal ist Enemy mit von der Partie. Der Arztlack stellt sich den bösen und kritischen Kommentaren der Nutzer.

Enemy spricht über Kant, Marxismus, die Ästhetik seiner Musik und der ein oder andere Kommentar der User bringt ihn sogar zum Schmunzeln.

Zuletzt erzählte der Rapper und Medizin-Student bei Germania, wie er in zwei völlig verschiedenen Welten verkehrt. Auf der einen Seite unter Gangstern und Straßenjungs, auf der anderen Seite in der Welt der Intellektuellen.

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