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SSIO mit Statement zu Cover und Titel von „MESSIOS“

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SSIO ist kein Freund ernster Worte. Dieses Mal macht der Bonner jedoch eine Ausnahme. Anlass sind einige Kommentare rund um sein neues Album „MESSIOS“.

Der Titel sowie das Cover, das ihn mit wallender Mähne zeigt, sind wohl einigen sauer aufgestoßen. In den Vorwurf der Blasphemie mischen sich immer wieder auch rassistische Untertöne. Motto: Die Moslems nehmen uns unseren Heiland weg.

In einem ausführlichen Statement widmet sich der MESSIOS nun diesen Stimmen. Zunächst mal verortet er sie außerhalb von Rap, weshalb sie das Cover nicht einordnen könnten. „Dass das im 21. Jahrhundert noch passiert, wundert mich.“

Außerdem stellt er klar, dass er sich mit dem Cover nicht über Religionen lustig machen wolle. „Ich vergleiche mich nicht mit einem Heiligen (…) Wenn dann mache ich mich über mich selbst lustig.“

Kein Platz für Rassisten

Ganz direkt wendet er sich auch an die selbsternannten Kulturkämpfer: „Wer ist ‚ihr‘? Wer ist ‚wir‘? Was für ‚Eure Religion, unsere Religion. Euer Prophet, unser Prophet‘. Es ist ganz einfach meine Lieben, es gibt nur WIR ALLE oder DU ALLEINE“.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass „Lutschpastillen“ als Schimpfwort auf jeden Fall Potential hat.

Hier der ganze Post:

https://www.instagram.com/p/BzIc4LrC1ZH/

Übersicht: Deutschrap Releases Juli 2019

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Sommerloch? Von wegen! Auch im Juli stehen wieder einige namhafte Deutschrap-Releases bevor. Gerade der Beginn des Monats liefert einiges an neuem Playlist-Futter. Erst zum Ende des Monats, wenn die Festival-Saison voll im Gange ist,wird es etwas ruhiger.

Am 5. Juli erscheint unter anderem Kalims heiß ersehntes „Null Auf Hundert“.

Eine Woche später ist dann mit „Drama“ von Shindy das potenziell meist erwartete Deutschrap-Album dieses Jahres dran. Außerdem releast Sierra Kidd sein Album „TFS“.

Danach flacht der Release-Monat doch ein wenig ab. Erwähnenswert ist noch Milonairs „Blockpanorama“-Debüt „G.T.A.“, dass am 19.Juli erscheint.

Hier die Übersicht:

Wer löscht Jalils Musik im Internet?

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Fast der gesamte Musikkatalog Jalils, der zu seiner Maskulin-Zeit entstanden ist, ist überraschend aus dem Netz verschwunden.

Seine beiden Alben „Das Leben hat kein Air System“ und „Black Panther“ sind von den Streaming-Plattformen entfernt worden. Auch seine YouTube-Videos zu Singles wie „99Dms“ oder „Kleinkriminell“ wurden gelöscht. Lediglich „Nino Brown“ ist noch verfügbar.

Schnell machten sich – angefeuert durch einen Insta-Post von Jalil – Gerüchte breit, Fler wäre für die Löschung verantwortlich.

Unrealistische Ansprüche?

Fler entgegnet in seiner Darlegung der Situation gegenüber HipHop.de Universal habe die Musik sperren lassen. „Universal hat die Alben aus dem Katalog genommen, weil es keine Verträge zwischen Maskulin und Jalil zu den Alben gibt. Jetzt, wo Jalil Ansprüche stellt, die nicht realistisch sind, wurden die Sachen offline genommen.“

Nach den Aussagen von Fler hat auch Jalil mit HipHop.de gesprochen, um seine eigene Sicht der Dinge zu erläutern. Sein Statement zur Situation liest sich wie folgt:

„Geht auf Flers Kappe“

„Selbstverständlich geht das auf Flers Kappe. Universal würde nicht einfach Musik von mir offline nehmen, wenn er das als Label nicht angeben [würde], da Universal der Vertrieb der Musik ist.“

Auch zu den angeblichen Forderungen an Universal bezieht er Stellung:

„Die Ansprüche, die ich gestellt habe, waren die vereinbarten Konditionen, die FLER mir vorgeschlagen hat, da er als Label immer noch 2/3 bis 3/4 der Einnahmen gemacht hat. Ich habe keine Beträge verlangt, die über der vereinbarten und von IHM vorgeschlagenen Vergütung lagen. Als ich im Nachgang die Vergütung verlangt habe, die er mir als Vorschlag genannt hat, war es auf einmal ein Problem, mich so zu bezahlen und Rechnungen wurden gestellt mit Abstrichen, damit er Geld einspart.“

Wessen Aussagen man Glauben schenken will, kann jeder für sich selber entscheiden. Fakt ist, dass eine weitere Maskulin-Trennung im Nachgang einen bitteren Beigeschmack bekommt.

Lauryn Hill kommt für zwei Konzerte nach Deutschland

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Ready or not: Lauryn Hill kommt nach Deutschland. Sie wird sich im August die Ehre geben.

Im Rahmen ihrer Tour macht die Ex-Fugees-Rapperin und Soul-Queen auch zweimal hierzulande Halt.

Eine besonderen Vorstellung bedarf Lauryn sicherlich nicht. Die Ausnahmekünstlerin gründete mit Wyclef und Pras 1988 die Fugees. Nachdem das erste Album zwar hervorragend war, aber sich kaum verkaufte, schafften die drei mit „The Score“ den Durchbruch.

Auch ihr leider einziges Soloalbum „The Miseducation of Lauryn Hill“ ist bis heute ein Klassiker. Songs wie „Doo Wop (That Thing)“ oder „Lost Ones“ kennt jede*r. Ein sehr gutes Portrait von Tyron Ricketts kannst du auf JUICE.de lesen: Hier zum Artikel.

Hier die beiden Dates:

27.08. Köln, Tanzbrunnen
29.08. Berlin, Tempodrom

Achtung: Wir werden bald Tickets für die beiden Konzerte verlosen. Einfach Augen und Ohren offen halten.

Ein Date mit Lauryn Hill // Feature

Panini bringt Deutschrap-Stickeralbum

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Der vor allem für seine Fußball-Sammelbilder bekannte Panini Verlag bringt ein Deutschrap-Stickeralbum. „Das ist Deutschrap“ wird es heißen. Das kündigt man in einer Presseerklärung an.

Die Idee dazu hatten Larissa Fischer und Jannis Wenderholm. Sie haben ein Heft mit 48 Seiten, über 200 Künstler*innen und 212 Stickern (teilweise auch mit Glitzer) auf die Beine gestellt.

Wer genau dabei sein wird, ist noch offen. Wobei einige Teilnehmer*innen bereits klar sind: Auf dem Cover sieht man Olexesh, Capo, Nura, Luciano, Marteria und Nimo. Auf Instagram werden außerdem u.a. Sylabil Spill, Manuellsen, Mädness, Takt32, Reezy und viele mehr bestätigt.

Erhältlich ist das gute Stück ab dem 15. Juli. In jedem Snipes Store, auf Amazon oder ganz klassisch am Kiosk. Kostenpunkt: 3,50 € fürs Heft und 0,90 € pro Stickertüte.

https://www.instagram.com/p/By959MkgeyI/

MC Bomber – A Simple Song (prod. Tito Tentaculo) [Video]

Es ist 2019, aber ein paar deutsche Rapper glauben nach wie vor, ein paar spätpubertäre Potenzfantasien in Reime zu verpacken sei Battlerap. Oder sich als „sexueller Räuber“ zu bezeichnen ein gelungener Scherz. Oder sogar, uiuiui, Provokation.

Okay, so um 2000 herum habe ich mir tatsächlich selbst fast ausschließlich solche Texte angehört. Inzwischen aber lösen Zeilen wie „Ich ficke Edelhuren und sie kriegen Regelblutung“ bei mir nur noch irgendwas zwischen Ekel und Langeweile aus. Simple as that.

KEZ: „K.R.E.A.M.“, Vorwürfe an Azad, Dancehall-Hype, Savas & Arbeit mit Manuellsen

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Obwohl KEZ gerade einmal 25 Jahre alt ist, identifiziert er sich vielmehr mit den traditionellen Rap-Werten als mit den Themenschwerpunkten der neuen Generation.

Der „König im Schatten“ sieht sich als klassischer MC, legt hohen Wert auf inhaltlich ausgefeilte Lyrics und ist sich nicht zu schade, seinen Jugendhelden auf seinem neuen Album wieder und wieder Tribut zu zollen. Als ehemals glühender Fan von Azad hat er kürzlich glaubhaft dessen Entwicklung kritisiert und damit ein Erdbeben im Deutschrat-Kosmos ausgelöst …

https://youtu.be/zCOQyzEjf4w

Hanybal – Kein Limit (prod. Macloud)[Video]

Hanybal seziert in „Kein Limit“ das Leben auf der Straße. Und das sehr reflektiert. Weder glorifiziert er die Kälte und den Druck, noch distanziert er sich von oben herab.

Die Ausweg- und Sinnlosigkeit ist in jeder Zeile zu spüren:

„Ich hab‘ geträumt von Batzen
Bis ich merkte, dass ich nicht einmal schlafe“

Seinem Sound ist der Frankfurter stabil treu geblieben. Kein Afrobeat, kein Trap, kein gar nix. Dafür trockener, harter Sound von Macloud.

Hanys neues Album „Fleisch“ erscheint am 28. Juni.

[amazon box=“B07PFF7XFW“]

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