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Diddy zerstört Dekoration

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Wir alle kennen das. Man hat Geburtstag, plant irgendetwas Großes, möchte natürlich auch die geladenen Gäste beeindrucken und dann das: der Innendesigner hat es  trotz genauester Instruktionen einfach mal verbockt und das Arrangement sieht scheiße aus. Genau das ist unserem Freund Diddy passiert und dementsprechend ist der Gute natürlich vollkommen zu Recht ausgerastet.

 

"Er hatte ein Budget von 7000 Dollar und 12 Stunden Zeit, um den Raum ganz in Weiß zu gestalten, unter anderem mit 1000 weißen Rosen, riesigen Bildern von P. Diddy und Barack Obama und Stoffen im Wert von 2000 Dollar. Diddy fand es schrecklich, er riss die Stoffe von den Wänden, bekam einen Wutanfall und schrie: ‚Zeig mir die Quittungen, ich will mein Geld zurück!‚", erzählte ein nicht näher benannter Insider der US-Zeitung "New York Post".

 

Gut, man hätte sich vorher denken können, dass das alles etwas too much ist, wie man in Designer-Kreisen zu sagen pflegt. Andererseits hat der Rapper formerly known as Puff Daddy, P. Diddy and Sean Combs jedes Recht der Welt, überlebensgroße Bilder von sich und dem neuen Präsidenten der USA aufzuhängen, schließlich war es seiner Meinung nach ausschließlich seine Stimme, die Obama den Wahlsieg beschert hat.

Kanye West inkontinent?

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Wie das englische Boulevardblatt The Sun und nun auch mtv.de berichteten, gab es bei den diesjährigen European Music Awards in Liverpool eine kleine Panne.

Unter der Überschrift "Kanye macht den Pipi Diddy“ berichtete The Sun, dass Rapper Kanye West kurz vor seiner Show das dringende Bedürfnis verspürte, zu urinieren. Leider gabe es aber im Backstage anscheinend keine Toiletten oder Kanye konnte sie nicht finden oder er hatte schlicht und ergreifend keine Zeit oder er hat tatsächlich ein Problem mit dem Einhalten – also entschloss sich das Hip Hop Wunderkind den Großen zu nehmen und pisste einfach auf den Teppich.

Normalerweise fällt so etwas wahrscheinlich gar nicht auf. Irgendein Assistent macht den Dreck weg und keiner hats gemerkt. In diesem Fall aber teilte sich der spätere Award Gewinner seine Umkleide allerdings mit der Band TING TINGS und so wurde die Angelegenheit doch ruch- oder riechbar.

Drummer JULES DE MARTINO zeigte sich auf jeden Fall erstaunt in dem er feststellte, dass seine Band eine Menge Extras für ihren Backstagebereich bestellen würde, aber diese Leistung hätten sie definitiv nicht verlangt.
 

Warum eigentlich nicht? Die betreffenden Teppichstücke auf e-Bay und raus damit – irgendjemand wird das Ding schon kaufen.

 

Maeckes – „Zimmer 601“ Teaser

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Maeckes & Plan B sind nicht nur Rapper, sondern haben auch Ambitionen in einem ganz anderen Bereich, den wir euch proudly presenten. Die Jungs kommen mit ihrem HipHop-Comedy-Theaterstück „Zimmer 601“ nach Berlin um euch euren tristen Alltag lustiger zu gestalten. Also findet euch am 12., 13., oder 16. November im Kulturzentrum „Danziger 50“ ein, wir sind auch da. Um das Ganze anzuteasern hier mal Maeckes, hat zwar nichts mit „Zimmer 601“ zu tun, ist aber nur für euch. Vor allem für die, die nicht hingehen können. Nur bei rap.de.

Deichkind – Arbeit Nervt

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Wer oder was ist Deichkind? Was soll das sein? Was soll das darstellen? Die neuen Scooter? Die neuen Kraftwerk? The Residents?
Dass Ferris MC zum Beispiel den dicken Buddy ersetzt haben soll, oder ob der noch dabei ist, das merkt man an keiner Stelle. Und ehrlich gesagt ist das ist auch Scheißegal.

Das Problem an der Maskerade und am Klamauk von Deichkind, ist, dass ich immer das Gefühl habe, dass sie sich dahinter verstecken. Wenn sie sich in Unterhose auf die Bühne stellen oder ach so selbstironisch über ihre dicken Bäuche rappen, dann habe ich immer das Gefühl, dass sie ablenken wollen – ablenken von sich selbst. Angst vor der eigenen Coolness könnte man das auch nennen. Deichkind tun alles dafür, dass man sie nicht kritisieren kann, indem sie sich schon selbst im Vorfeld lächerlich machen, um demjenigen, der sie kritisieren könnte ein "Du hast es ja gar nicht verstanden“ entgegen zu schleudern.
Das ist bedauerlich, denn auf eine Art könnten Deichkind tatsächlich cool sein, nämlich dann, wenn sie eine Instrumental Platte aufnehmen würden. Die Beats sind Bombe! Ganz ohne Zweifel! Der Aufbau der Songs zeugt von großer Musikalität! Auf jeden Fall!

Die ganze Zeit frage ich mich, welcher der Texte von Deichkind am echtesten ist, aber schlagerartig verfremdete Stimmen oder märchenbuchartig anmutende Lyrik wie bei "23 Dohlen" – das klingt dann tief und bedeutungsschwanger – ist aber leider nur Oberflächenscheiß. 

"Arbeit Nervt" könnte zum Beispiel tatsächlich der Track gegen moderne Ausbeutungsverhältnisse sein und dass ein solcher Song funktionieren kann beweisen ja auch Manny Mark und Corus 86 in ihrem Song "Kein Bock auf Arbeit“.
Aber das, was Deichkind hier abliefern, klingt so ausgedacht und so nicht nach selbst erlebt, dass einem schlecht wird. Es geht hier ja noch nicht einmal um Erlebniswelten, die sie aus eigener Erfahrung kennen KÖNNTEN. "Arbeit Nervt" KÖNNTE ja der Song gegen die Medienbranche und ihre unbezahlten Praktikantenjobs sein, mit 16 Stunden Arbeitstagen ohne entsprechende Bezahlung. Selbstausbeutung und die Selbstverständlichkeit mit der erwartet wird, dass man heutzutage 150% mobil, flexibel und einsatzbereit ist: DAS NERVT TATSÄCHLICH. Bei Deichkind wird das aber alles abgeflacht zu einer Polemik gegen Sachsen-Anhalt, dem Land der Frühaufsteher und gegen eine Arbeitswelt, die es in Deichkind-Kreisen so gar nicht mehr gibt. "Früh aufstehn ist wohl eher so was für dich?“ Freunde, wann seid ihr das letzte mal vor 9 aufgestanden? Macht euch nicht lächerlich.

Deichkind leben in ihrer spießigen alternativen, aufgeräumten, flippigen Hamburger Schanze Welt und klar haben sie mit den Idealen einer Arbeiterbewegung nichts zu tun. Natürlich sind die alten Losungen wie "Hoch die internationale Solidarität“ nichts mehr wert, daraus aber Trinksprüche und Bierwurstreime zu machen, ist so müßig und angestrengt, wie Witze über George W Bush. Schon alleine deshalb, weil keiner mehr was damit anfangen kann und nur ehemals linksalternative Werber diese Botschaften überhaupt noch verstehen. Menschen, die irgendwann mal ihre Ideale aufgegeben haben, weil sie festgestellt haben, dass sie doch wie ihre Eltern werden, egal welche Drogen sie genommen haben. Menschen, die nun tatsächlich glauben, dass die wahren Revolutionäre bei der FDP zu finden sind. 

Und so zieht sich das weiter. Durch die ganze CD. Zwischen Selbstverarschung und Kinderreimen und einen einzigen Song habe ich gefunden, den ich wirklich, wirklich fühlen konnte und komischweise ist es genau der, der in seiner Unpersönlichkeit am meisten an Kraftwerk erinnert.  "Ich und mein Computer" ist eine Aufzählung von schwachsinnigen Computermeldungen und Computersituationen aus dem Alltag und jeder weiß, was es heißt, wenn das Kabel zu kurz ist, die Düse verstopft, Fehler Nummer 148 Auftritt, das Programm unerwartet beendet werden muss, die Festplatte zu voll ist und das Update veraltet ist… alles natürlich unter Zeitdruck, wenn gerade alles noch ganz schnell fertig und verschickt werden muss. Sanduhr, Sanduhr, Sanduhr, Sanduhr.
Da wird mir alleine vom Zuhören schon heiß und ich muss aufpassen, dass ich nicht gegen den Bildschirm boxe.

Ansonsten habe ich den Eindruck, dass hier ein paar Bohemiens auf Proleten machen. Ausgedachte Songs übers Saufen oder über Travelpussys. Hohoho, was für eine schmutzige Fantasie?!? Diese mitnehmbare Möse, die man in Sexshops auf der Autobahn kaufen kann.
Klar haben Deichkind das Ding ausprobiert, aber: DAS IST NICHT EUER Leben!!!! Eure Suche nach Authentizität ist einfach nur Trauer. Mister Truck Driver wird trotzdem lieber Bushido hören, oder Böhse Onkelz oder irgendwas anderes, wo er sich spüren kann und von dem er denkt, "der redet für mich". Ob diese Künstler dann tatsächlich authentischer sind, sei mal dahingestellt, aber Deichkind klingt noch nicht mal so.

Stellt euch doch einfach mal hin und sagt: "Das meinen wir auch so. Das ist ernst. Das ist, was wir sagen wollen. Diese Sachen lieben wir. Diese Sachen hassen wir. Dazu haben wir eine Meinung. Dazu haben wir eine Haltung."

Doch nein. Hier ist alles eins. Alles verschwimmt. Wahrscheinlich habt ihr dafür auch noch eine Erklärung und nennt es Dekonstruktivismus. In Wahrheit es aber einfach nur feige.

Aber vielleicht ist die Wahrheit auch nur einfach schlicht und ergreifend so erschreckend langweilig, wie die Textzeile aus "Hovercraft“:  "Jedes mal, wenn’s so weit ist, bin ich bereit, den ganzen Mist von gestern in die Tonnen zu treten/und abzuheben wie Raketen./Oh mein Gott warum kling ich wie sie/ich hab kein Feature gekriegt/ich nasch ne Tüte Colafläschchen/während Papa Stulle kriegt“ Nun gut.

Deichkind trauen sich ganz einfach nicht, sie selbst zu sein. Sie zeigen zu keinem Zeitpunkt Gesicht und sind trotzdem auf der Suche nach dem "Echten". In diesem Punkt sind sie vielleicht tatsächlich die authentischste Band für die Generation Neon um die 30.
Mutlos, angepasst und pseudowild.

Das ist schade. Bei diesen Beats. Wirklich schade.

Beats 6; Texte 0, deshalb 3 von 6 Punkten.

PS: Dass Deichkind auf dem Labeldruck der CD das Symbol der Dead Kennedys benutz haben, das ist… ach egal.
 

Kanye West gewinnt EMA

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Heute haben wir eine große MTV-Sammelnews für euch. Wie wir alle wissen, fanden gestern Abend in Liverpool, England, die European Music Awards statt. Hierbei werden in altbekannten Kategorien wie "Beste Band", "Bester Song" oder "Bester Künstler" vom europäischen Musiksender-Publikum per Internet unter jeweils fünf Nominierten derjenige bestimmt, der sich den Preis schließlich bei der zumeist Star-schwangeren und groß aufgezogenen Veranstaltung abholen darf.

 

Wie das so ist bei Awardverleihungen, gewinnen am Schluss dann doch meistens amerikanische Künstler und natürlich war es auch in diesem Jahr nicht anders. Verzeiht uns, wenn wir hier nicht alle Glücklichen aufzählen, sämtliche Sieger samt Platzierten lassen sich auf der MTV-Website einsehen. Bester "Urban-Act", wir glauben, dass das die neuere und trendigere Bezeichnung für den ehemaligen besten "Hip Hop Künstler" ist, wurde Kanye West, als beste deutsche Musiker wurden die Jungs von Fettes Brot ausgezeichnet und die sind ja auch irgendwie Hip Hop oder waren es zumindest mal. In der Wahl zum europäischen Lieblingsact schieden die Hamburger allerdings aus.

 

Letzteren Preis durfte Bushido sogar schon zwei Mal entgegen nehmen, die Zeiten, in denen der Berliner ein gutes Verhältnis mit MTV pflegte, scheinen jetzt jedoch vorbei zu sein. Der Sender nahm nämlich "Für Immer Jung", das aktuelle Video des Rappers, aus dem Programm, da der dort vertretene Featuregast Karel Gott ein Volksmusiker sei und dies nicht zur Zielgruppe passen würde. Bushido reagierte darauf, in dem er sämtliche seiner Videos von MTV und VIVA zurückzog. Dementsprechend werden diese in Zukunft nicht mehr im öffentlichen Musikfernsehen zu sehen sein.

 

Ob und wie sich das auf die Verkaufszahlen der zukünftigen Ersguterjunge-Releases auswirkt, bleibt abzuwarten.

Ali A$ – Acapella

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Eigentlich wollte uns Ali A$ aufs Oktoberfest einladen. Es wäre wahnsinnig witzig und interessant geworden, da wir aber in wirtschaftlich schwierigen Zeiten leben und eine Maß auf dem Oktoberfest mittlerweile geschätzte 53 Euro kostet, haben wir uns dagegen entschieden. Als Entschädigung hat uns der Münchner dann aber in der Redaktion besucht und nur für uns auf dem Redaktionsflur 16 Bars gerappt. Diese sind so exklusiv und neu, dass der Text bisher nur in seinem Handy existiert. Ist das was? Wir denken schon.

Außerdem haben wir dem jungen Mann noch ein paar Fragen gestellt, um das Rundum-Sorglos-Ali A$-Fanpaket abzurunden:
In deiner Single „Ich Bin Ein Star – Holt Mich Hier Raus“ sprichst du mal davon, ein Star zu sein, mal behauptest du das Gegenteil – wie ist des denn nun wirklich? Star oder nicht Star? Hop oder Top?

Naja, für viele Leute bin ich wohl sowas wie ein Star. Gülcan sagt mein Video auf Viva an. Die Leute sehen mich auf MTV und so weiter. Ich selber sehe mich als ein talentiertes Bumsgesicht mit Starpotential. Ein Star ist aber was anderes. Staiger ist ein Star.
Wie darf man sich deiner Zielgruppe vorstellen? Bitte genaue Analyse  mit ungefährem monatlichen Bruttoeinkommen. Wen triffst du auf deinen Konzerten?
Meine Fans sind die intelligentesten Dandys, die es in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt. Ihr Bruttoeinkommen sind 50 Euro Taschengeld. Ich treffe niemanden auf meinen Konzerten. Aber vielleicht können wir eine Meet and Greet Aktion über Rap.de ins Leben rufen.
Du arbeitest oft mit der Sorte Punchlines, die von Dipsetjüngern benutzt werden wie zum Beispiel „Du bist wie Jürgen, denn hinter dir steht nur ein Vogel“ .Magst du diese  Punchlinekings? Wer inspiriert dich? Wen bitest du?
Also die Frage ist ziemlich fett. Fett fürn Arsch. Ich bite meistens mich selber. Ich recycle gerne meine alten Texte. Inspiriert haben mich von den Amis: T.I., Jay-Z, Eminem, Big L, Mystikal. In Deutschland hat mich Samy Deluxe inspiriert. Was für eine schlechte Antwort. Aber die Frage war schon so dandyresk, dass es mir schwer fällt, was Kluges zu antworten. Ich schließe einfach mit ein paar Punches von mir ab:
– Ich hab mehr 16er aufgeschrieben als ein Steuerberater vor 2007.
– Ich hab dein Gesicht noch nie gesehen wie bei dem Nachbarn von Tim Taylor.
– Du Krüppel machst auf Gangsterboss und bist somit das Gegenteil von Kaiser Sose.
– Drückt mir die Daumen wie bei der Inquisition.
– Dein Rap ist nicht mehr tragbar wie für die Sphinx ne Brille.
– Du bist link wie der Bruder von Scofield.
– Deine Bitch ist immer trocken wie britischer Humor.
– Du bist wie n Kreis, du sparst an allen Ecken und Enden.
– Ich bin fly wie ein Chinese der grad frisch aus dem Knast kommt.
– Du nimmst öfter Schwanz in den Mund als einer mit Tourette Syndrom.
– Erst sagen sie ich sei ein Scheiss Versager und sind dann entgegenkommend wie Geisterfahrer.
Wo lag der entscheidende Unterschied bei der Arbeit am Album im Vergleich zu deinen Mixtapes?
Das Album ist geiler!
Für einen Newcomer bist du ja vergleichsweise alt – fühlst du dich auch so?
Ja und nein.
Du warst nur zweimal auf der Wiesn in diesem Jahr? Was ist das besondere an diesem Volksfest? Hat es deinen Charakter geprägt?
For me to know for You to find out! Hahahahaha. Ja die Wiesn ist geil! Kommt vorbei nächstes Jahr und dann führ ich euch rum. Ins Zelt und dann unter den Tisch. Hahahaha.

Mos Def verhaftet

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Dass der Kollege irgendwie eine Pressephobie hat, ist mir während seines Auftritts beim Rock The Bells in Amsterdam letzte Woche schon aufgefallen als Securities plötzlich anfingen, den Bereich vor der Bühne zu räumen und bekannt gaben, dass wegen Mr. Mighty Mos Def, den ich Jahre lang fast vergöttert habe, der Media-Room komplett annulliert ist.

Kann man vielleicht verstehen, dass man keinen Bock hat auf einen Haufen Reporter, die einem wie am Fliessband wahrscheinlich die gleichen Fragen stellen werden, während man eigentlich nur alle Drogen ausprobieren will oder bereits ausprobiert hat, die man in Amsterdam kriegen kann.

Gott sei Dank ist es in Amsterdam bei einer netten Bitte geblieben. Ganz anders ging Mos Def gestern Abend in Las Vegas ab. Während eines Events der MAGIC Fashion Convention, die zwei mal im Jahr stattfindet, griff Mos wahllos Fotograf Volker Corell an, riss ihm angeblich die Kamera aus der Hand und schmiss diese gewaltsam auf den Boden, bevor er einfach mit ihr davonlief.
Halb so wild. Denn sollte Corell, der ein offizieller Fotograf der Messe war, für Schmerzensgeld plädieren aufgrund der Schnittwunde, die er während dieser Auseinandersetzung an seiner linken Hand davontragen musste, winkt ihm eine hübsche Summe linderndes Urlaubsgeld.

Das Resultat ist ein Haftbefehl gegen Dante Smith a.k.a. Mos Def und eine Anzeige wegen Raub und arglistiger Zerstörung fremden Eigentums.

Was ist nur los mit Mr. Def Poetry Jam a.k.a. Mr. Thug is a Drug? Skandale mit seiner Ex-Frau Alana Wyatt-Smith wegen häuslicher Gewalt, kürzliches Baby-Momma-Drama und jetzt sowas? Sagt ihm  sein "Umi", er soll pöbeln und stehlen? Schliesst er sich einfach dem moralischen Zerfall im Rap an? Man weiss es nicht.

Auf der MAGIC Mode Messe ausgestellt, haben unter anderem noch folgende Künstler:
Unser Bright Spark Soulja Boy mit Yum Shoes-Stand, T.I. mit Akoo-Clothing-Stand, Paul Wall mit Expensive-Taste-Clothing, The Clipse mit Play Cloths, LL Cool J, Young Buck, Beyoncé und noch viel mehr dieser Multitalente! Ausfürlichere Infos und Fotos gibt es hier.
 

Eminem – The Way I Am

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Ich persönlich bin ein riesengroßer Fan von Eminem. Man kann seine Stimme nervig finden, man kann seinen Humor nicht mögen und ja, man kann auch der Meinung sein, dass der Gute vom Groß der Masse einfach überschätzt wird. Andererseits stellt der MC aus Detroit einen der kontroversesten, talentiertesten und vielschichtigsten Rapper dar, die es zum weltweiten Ruhm gebracht haben. Ein Grund also, die gefühlte fünfhundertste Biografie über Marshall Bruce Mathers den Dritten auf den Markt zu bringen. Genau dies ist jetzt mit "The Way I Am“ geschehen, einem Hip Hop-Bilderbuch, lediglich sparsam mit Text versehen. Dieser stammt übrigens von Sacha Jenkins, man möchte fast sagen dem Lars Amend Amerikas, der auch schon in einigen Bereichen für MTV tätig war.

An sich ist diese Biografie genau das, was man dem gemeinen US-Jugendlichen intellektuell zutraut: kurze Sätze, wichtige Dinge sind hierbei natürlich farblich wie größentechnisch hervorgehoben, eine beigelegte DVD (wenig spektakuläre Tour- und Backstagemitschnitte) und nicht zuletzt auch noch ganz viele große Bilder. Das ist Artwork-technisch alles sehr schön und interessant, trotzdem erwarte ich von einer niedergeschriebenen Form eines Künstlerlebens mehr Informationen und, man mag es mir verzeihen, auch mehr Text. Nichtsdestotrotz kann einen dieses Werk in seinen Bann ziehen, gemäß dem Fall, man zeigt überdurchschnittliches Interesse am Künstler Eminem. Interessante und zum Teil bisher unveröffentlichte Fotos werden ebenso geboten, wie Abdrucke originaler Lyrics-Zettel. Ein Gimmick für engagierte Hobby-Handschriften-Deuter? Warum nicht. Außerdem vermittelt sich einem der Eindruck, Eminem säße bei einem zu Hause und würde bei einer Flasche fruchtigen Weißweins etwas unzusammenhängend aber ehrlich und direkt Anekdoten aus seinem Rapper-Dasein erzählen.

Gerade die jüngeren Fans von Slim Shady dürften sich von „The Way I Am“ angesprochen fühlen. Leichte Kost in jeglicher Hinsicht, egal ob es sich thematisch um die raptechnischen Anfänge oder den Tod seines besten Freundes und Musikerkollegen Proof dreht. Trotzdem habe ich das Gefühl in dem Lied, welches dem Buch seinen Namen gab, ungleich mehr über das Innenleben des Reimgenies zu erfahren, als es hier auf rund 200 Seiten  möglich ist. Vor einigen Jahren erschien eine Biografie namens „Eminem – Whatever You Say I Am“. Der Autor Anthony Bozza hatte die Möglichkeit, den Künstler gerade in der Frühphase seiner Karriere begleiten zu können, und so wird einem zwar von einem Außenstehenden, aber nichtsdestotrotz informativ und tiefere Einblicke bietend eine weitaus ausufernde Geschichte erzählt.

So mag „The Way I Am“ die richtige Wahl für all jene sein, die eigentlich schon alles über den Werdegang des größten weißen MCs wissen und lediglich auf aufwendiges Artwork im Stile eines erweiterten Bildbandes Wert legen. Eine Kundenrezension eines großen Online-Portals drückte es wie folgt aus: „Ein hervorragendes Buch, auch und gerade für Leute, die nicht gern lesen, so wie Eminem selbst.“ Dem stimme ich in Teilen zu, allerdings ist die Zeit, in der ich ausschließlich Bilderbücher angeschaut habe nun auch schon eine Weile her und heutzutage  lege ich bei Büchern dann doch eher Wert auf Text. Man mag es mir bitte nicht verübeln.

 

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