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Tyler, The Creator – Goblin

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Rap ist wieder böse. Scheißböse sogar. Partys? Teure Autos? Vergiss es. Tyler, The Creator (nur echt mit Komma), Frontmann der Odd Future Wolf Gang Kill Them All-Posse ist ein kranker Bastard. Passenderweise hieß genau so auch sein erstes Album (Bastard“), dass noch zum freien Download auf der Odd-Future-Tumblr-Seite bereitgestellt wurde. Der Nachfolger Goblin“ hingegen erscheint beim englischen Renommier-Semimajor XL und ist kostenpflichtig.

An der Musik ändert dies aber wenig. Ein schleppendes, fast siebenminütiges Intro, das gleichzeitig der Titeltrack ist, eröffnet Goblin“ ausgesprochen zäh, roh und radiounfreundlich. In einem Gespräch mit seinem Psychiater kotzt Tyler sich alles von der Seele, was ihn fertig macht, der „Nigga“, der seine Mom gefickt hat, die Schattenseiten des plötzlichen Hypes um die Wolf Gang, Selbstmordphantasien und endlose Onanie-Orgien „...until my fuckin dick hurts“ – obwohl er jetzt angeblich mehr Bräute klarmacht, weil er ihnen erzählt, er sei Wood Harris (Schauspieler, u.a. The Wire): „Getting more pussy coz I tell bitches I’m Wood Harris“… damit ist die Richtung schon mal vorgegeben. Tiefe Einblicke in das Gehirn eines geisteskranken, narzistischen Losers, die Schattenseite des amerikanischen Traums, aber immer mit einem guten Schuss schwarzen Humor, mal ironisch, mal sarkastisch, mitunter auch zynisch. Das alles auf einem äußerst zähen, verschleppten Beatmonster mit bedrohlich grollendem Bass und sparsamen Drums. Willkommen in der Welt von Tyler.

Es folgt das bereits bekannte Yonkers“, das dazugehörige kongeniale Schwarz-Weiß-Video gab dem OFWGKTA-Hype nochmal so richtig Auftrieb. Der Song funktioniert aber auch ohne die eindringlichen Bilder hervorragend, Tylers tiefes Organ klingt verdammt noch mal nicht, als wäre der Kerl 19 (was er tatsächlich ist), sondern mindestens 43. Und ein notorischer Säufer und Kettenraucher obendrein (was er möglicherweise ebenfalls tatsächlich ist). Nach einem kurzen Hinweis, doch bitte nicht jeden Satz bierernst zu nehmen (zwinker, zwinker), dreht der Irre dann noch etwas mehr auf und haut mit „Radicals“ eine punkige Anti-Alles-Hymne raus, die sich gewaschen hat. „Kill people/Burn shit/Fuck school“ grölt die Hook. Töte Menschen, verbrenne Scheißdreck, scheiß auf die Schule. In gerade mal sechs Worten erteilt Tyler sämtlichen geistigen Errungenschaften der Aufklärung und des Humanismus eine schroffe Absage und setzt die ohnmächtige und daher blinde Wut eines jungen, hoffnungslosen, schwarzen Amerikaners dagegen.

Mit „She“ wird es nun vergleichsweise chilliger. Der begnadete Odd-Future-Sänger Frank Ocean steuert den Chorus bei, während Tyler seine Flirt- und Dateerlebnisse unbeholfen, aber verdammt ehrlich und mit sprichwörtlich entwaffnender Offenheit vorträgt. „I just wanna talk/ and conversate/ coz I usually don’t/ I just masturbate/ And if I found the courage to ask you on a date/ Would you say yes?“ Die beschriebene junge Dame gibt ihm dann tatsächlich keinen Korb. Mit „Her“ gibt es noch einen weiteren Track auf „Goblin“, auf dem Tyler sich verletztlich und angreifbar zeigt. Hier schildert er seine Schwärmerei für ein Mädchen aus der Nachbarschaft, das er anhimmelt, was sich bei ihm ungefähr so anhört: „Phantasies of dating that bitch/ My shit gettin hard“. Arg weit kommt er bei ihr aber nicht. „The closest I ever get to her was when I poked her on Facebook“ – hehe. Schlussendlich entschließt er sich, seinen Freunden nichts von seinem Misserfolg zu erzählen „Instead I lied that she had moved to Nebraska“.

Doch das wars dann auch schon mit Romantik. „Nightmare“ lässt es zwar musikalisch auch ein wenig ruhiger angehen, ist aber inhaltlich sehr bitter und hoffnungslos. „I told them I was their worst nightmare/This is hell you ain’t never gotta fight fair/ I float around as a ghost in the night air/ And when I daydream/ That’s how death seems“. Autsch. Tron Cat“, „Sandwitches“ und Transsylvania“ sind wenig überraschende, aber trotzdem sehr überzeugende düstere Songs, auf denen Tyler sein böses Image weiter pflegt: „I’m  Dracula, bitch/Don’t have a problem smackin a bitch (…) Bite her in her fuckin neck! Bite her in fuckin neck!“ („Transsylvania“). „Fish“ und „Window“ kommen mit geradezu sphärenhaft anmutenden, weitgehend drumfreien Instrumentalen daher, bevor „Golden“, eine schwere, drückende Hymne, aus Rap endgültig Gothic und Metal macht. Pow! Dann ist erstmal Schluss, die iTunes-Bonus-Tracks „Burger“ und „Steak Sauce“ sind allerdings auch unbedingt empfehlenswert. Ein Drücken der Repeat-Taste sowieso, denn es ist einfach herrlich, wie böse und gemein Rap dieses Jahr ist. Danke, Tyler. Definitely believe the hype.

Bushido erleidet Schwächeanfall

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Bushidos "V2.010" -Tour steht offenbar unter keinem guten Stern. Erst musste der Ersguterjunge-Boss sie im vergangenen Herbst wegen eines Bandscheibenvorfalls verschieben. Wie jetzt bekannt wurde, erlitt er nach der Show in Stuttgart am 2. Mai einen Kreislauf-Kollaps und musste notärztlich behandelt werden.

Nach dem Auftritt hatte der Rapper zunächst über Herzrasen und Atemnot geklagt. "Ich hatte Panik, konnte mich nicht mehr im Bett bewegen, mir war schwarz vor Augen", erklärte Bushido gegenüber bild.de. "Ich dachte, ich habe eine Lungenentzündung." Als auch am nächsten Morgen keine Besserung eintrat, wurde ein Notarzt gerufen, der eine schwere Virus-Infektion diagnostizierte und strenge Bettruhe verordnete.

Doch von so einer läppischen Grippe lässt sich der selbsternannte Endgegner natürlich nicht stoppen. Schon am nächsten Abend stand er wieder auf der Bühne – Antibiotika machten es möglich. "Ich bin zwar extrem angeschlagen, aber so lange mich meine Beine tragen können, mache ich weiter“, gibt er sich laut bild.de kämpferisch.

Nebenbei räumte Bushido noch mit einem Gerücht auf, das sein Freund Cosimo, Ex-DSDS– und jetzt Big-Brother-Kandidat und auch bekannt als "Checker vom Neckar“, in die Welt gesetzt hatte, nämlich, dass Bushidos Ex-Flamme Fernanda Brandao schlecht im Bett sei. "Fernanda ist definitiv nicht schlecht im Bett. Wir haben des Öfteren das Bett geteilt und sie ist ’ne super Liebhaberin“, stellte Bushido nun auf BigFM klar und fügte mit seinem unverwechselbaren Charme hinzu: "Wenn sie etwas kann, dann das.“ Ist ja auch schon was.

Jay-Z: Ärger wegen Sample

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Es ist nicht alles so leicht im Leben eines Jay-Z, wie es für den unbedarften Fan vielleicht aussehen mag. Klar, der Jiggaman bezieht ein absolutes Fantasie-Einkommen, hat Luxusimmobilien auf der ganzen Welt und noch dazu die vielleicht heißeste Sängerin des Planeten als Ehefrau. Aber was nutzt das schon, wenn man seine gesamte Freizeit vor Gericht verbringen darf – entweder, weil man selbst irgendwelche Copyright-Klagen führen muss oder von anderen genau deswegen vor den Richter gezerrt wird? Nein, er hat’s nicht leicht, der Jigga.

So sieht sich Jay Hova nun einer Klage wegen der nicht rechtmäßigen Nutzung des berühmten Samples seiner Hitsingle "Big Pimpin’" ausgesetzt, berichtet "The Hollywood Reporter". Das Original namens "Khosara, Khosara" stammt vom ägyptischen Komponisten Baligh Hamdi und fand als Soundtrack für den Film "Fata Ahlami" aus dem Jahr 1960 Verwendung.

Nun hat ein Gericht in Kalifornien eine Klage des Sohnes des 1993 verstorbenen Musikers gegen Jigga, die Plattenfirma Warner Music, den Musikverlag EMI Publishing, den Fernsehsender MTV (!) und unzählige andere Personen und Institutionen – darunter womöglich auch Deine Mutter – für zulässig erklärt.
In der Klageschrift heißt es, zwar seien die Rechte für die Benutzung des Songs geklärt worden, besagte Rechte hätten sich aber nur auf die komplette, unveränderte Nutzung des Liedes bezogen. Da Produzent Timbaland für "Big Pimpin’" jedoch nur einen Loop der ersten paar Sekunden des Songs verwendet hat, liege eine Abänderung des Originals vor, so die Argumentation von Kläger Osama Ahmed Fahmy.
Nach ägyptischem Recht wäre dafür erforderlich gewesen, die Zustimmung von jedem noch lebenden Nachkommen Baligh Hamdis einzuholen. Da jedoch weder Jigga noch Timbo ein Diplom in Obskuren Ägyptischen Urheberrechtsgesetzen haben, ist dies nicht passiert.

Doch es wird noch komplizierter: Timbaland hat gar nicht "Khosara, Khosara" gesampled, sondern eine gleichnamige Coverversion von Hossam Ramzy aus dem Jahr 1994. Inwiefern das etwas an der Sachlage ändert, ist noch unklar. Ebenso ist nicht bekannt, wie hoch die Summe ist, die der Kläger als Entschädigung fordert. 
 

LL Cool J bestreitet Gerüchte

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Nachdem vor einem Monat Mr. Cee in flagranti beim Oralverkehr mit einer Drag Queen erwischt wurde (wir berichteten), haben nun Gerüchte das Internet geflutet, denen zufolge auch Lady’s Love Cool James himself einer falschen Braut aufgesessen sein soll. Der angebliche Vorfall liegt allerdings schon einige Jahre zurück. Die transsexuelle Prostituierte Toni Newman, die als Mann geboren wurde, behauptete in einer Radiosendung, Sex mit LL gehabt zu haben.

Der Rapper habe sie in den späten Neunzigern an einem Block aufgegabelt, wo sie als Straßennutte angeschafft habe. Der Ort sei bekannt dafür gewesen, dass dort viele Transsexuelle auf den Strich gegangen seien. “I was a street prostitute and LL picked me up, back as a street prostitute walking the block what we called trannie now. There were lots of trannies walking that block, late at night back in the days. That’s how we all made our money….that was in the late ’90s, so about 13 years ago.” Weiter behauptete sie, der Rapper habe ihr für die geleisteten Dienste 500 Dollar bezahlt und sei sich jederzeit bewusst gewesen, dass sie eigentlich ein Mann gewesen sei.

LL ließ die Behauptungen umgehend dementieren, sein Manager bezeichnete die Darstellung Newmans via XXL Online als "pure Comedy“. In ihrem Buch "I Rise: The Transformation of Toni Newman“ will Newman noch mehr pikante Details über angebliche sexuelle Zusammenkünfte mit weiteren Prominenten berichten, unter anderem soll auch Schauspieler und Comedian Eddie Murphy unter ihren Kunden gewesen sein.
Hier das Interview mitToni Newman (via worldstarhiphop.com):
 

Bushido

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Die Skyline hat er längst erreicht, der Bordstein ist so weit weg, dass er ihn vermutlich nicht mal mehr mit dem Fernglas sehen kann. Ans Aufhören aber denkt Bushido offenbar noch lange nicht. Weder ein Bandscheibenvorfall im Herbst noch ein Schwächeanfall bei einem Auftritt in Stuttgart können ihn aufhalten. "Jenseits Von Gut und Böse", Soloalbum Nummer 10, steht kurz bevor. Und dieses Mal hat sich der meistgeliebte, meistgehasste Rapper Deutschlands etwas ganz besonderes einfallen lassen, was viele seiner hartnäckigen Hater besonders ärgern dürfte: Er ist einfach mal nach New York geflogen und hat dort Songs mit Producer-Pionieren wie DJ Premier und Swizz Beatz aufgenommen. Dazu hat er sich gleich noch ein Booba-Feature rausgelassen und sich damit einen seit längerem gehegten Traum erfüllt. Und er hat, wofür jeder Fan deutschsprachiger Soulmusik dankbar sein muss, Goldkehlchen J-Luv wieder ausgegraben, den er auf gleich drei Songs featured, darunter die erste Single "Vergiss Mich". Wir haben den EGJ-Boss bei den Dreharbeiten für das Video von ebenjener Single getroffen und mit ihm über seine Reise nach Amerika, seine Frustration als Labelboss und seine neugewonnene Leichtigkeit gesprochen.


rap.de: Mir kommt es so vor, als ob Deine Reise nach Amerika so eine Art Frischzellenkultur für Dich war.
Bushido: Auf jeden Fall. Beim letzten Album war das Problem, dass es gar nicht so richtig Hinsetzen und Musik machen war, sondern es war eher ein Nebenprodukt, das zum Film passen sollte.

rap.de: Warst Du da müde? War das eher so: Ich muss es jetzt machen?

Bushido: Nicht "Ich muss es machen", denn ich mache es ja gerne. Obwohl ich natürlich schon manchmal Musik machen muss, denn es ist ja mein täglich Brot. Aber es war schon eine komische Zeit, in der ich viel abgelenkt war. Es war nicht meine Lieblingszeit.

rap.de: Wegen des Films?

Bushido: Ja. Du musst mit Leuten reden, mit denen Du a) noch nie gearbeitet hast und die b) aus einem ganz anderen Genre kommen. Ich bin ja eigentlich auch kein Schauspieler. Das Filmbusiness ist ganz anders als das Musikgeschäft. Sich da immer so auf einen gemeinsamen Nenner kämpfen zu müssen, war extrem anstrengend. Das einzig Gute an der Sache war Bernd Eichinger, ihn als Person und Menschen kennen zu lernen, war sehr interessant. Der hat auch immer alles nach meinen Vorstellungen durchgeboxt. Bei allem, was ich angemerkt habe, meinte er, ja, das machen wir so. Aber der ganze Apparat drumherum war halt sehr anstrengend.
Bei der Produktion zu diesem Album war einfach folgendes anders: Als ich den Bandscheibenvorfall hatte und im Krankenhaus lag, war ich völlig ausgeknockt. Ich durfte nicht Auto fahren oder fliegen. Deswegen war ich bettlägrig. Ich wusste also, dass sich die Tour in den April verschiebt und ich zur Tour gerne ein Album herausbringen will.
 

Zuerst wollte ich es einfach machen wie immer, ohne mir viele Gedanken zu machen, aber dann dachte ich mir, nee, Alter. Irgendwie geht das nicht. Ich habe selber gemerkt, dass das, was ich gerade mache, nicht so das Gelbe vom Ei ist. Also habe ich die ersten Sachen gleich wieder komplett gelöscht und Beatzarre angerufen, und meinte: Formatier mal die Festplatte, Alter! Und dann habe ich Djorkaeff angerufen und meinte, schmeiß mal weg die Scheiße, die wir da gestern gemacht haben. Ich wollte ja immer schon mal mit anderen Leuten arbeiten, das hat aber nie so richtig geklappt. Weil ich mir natürlich auch viele Türen zugemacht habe, oder bei mir einfach automatisch viele Türen zugehen, obwohl ich das gar nicht so will. Also dachte ich mir, checken wir doch mal ab, was in Amerika so geht. Über DJ Desue habe ich dann einen Kontakt bekommen und plötzlich hatte ich die Option, mit Swizz Beatz zu arbeiten, mit DJ Premier, araabMUZIK und den Heatmakerz.
Dann bin ich zwei Wochen lang nach Amerika, hab das da alles eingetütet, hab teilweise auch dort aufgenommen. Und dabei habe ich gemerkt, dass ich wieder HipHop-Fan war. Ich war in den D&D-Studios. Da hängt immer noch alles rum, was da jemals produziert wurde, und dann kommt halt Premo rein, der Riesenfettsack, ich so: Boah, voll krass. Ich hatte alle Vinyls, die ganzen Gang-Starr-Platten, "Mass Appeal" und wie sie alle heißen. Und dann stehste da, der Typ gibt Dir die Hand und Du denkst, krass Mann, vor zwanzig Jahren hab ich Dich schon gehört und bin richtig als Fan damit auf dem Walkman herumgelaufen.
Premo ist voll Old-School-mäßig an die Sache herangegangen. Der hat gar keine Beats gehabt. Gar nichts. Der meinte dann nur, wenn Ihr nichts dagegen habt, würde ich jetzt mal kurz was machen.
 

Kaisa vs. Aggro

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Kaisaschnitt ist ja bekanntlich niemand, der ein Blatt vor den Mund nimmt. Der Berliner Ex-Horrorrapper sagt, was er will, wie er will und wann er will – was ihm eine treue Fanbase, aber auch immer wieder jede Menge Stress und Kontroversen eingebracht hat. Nun hat sich der KMK-Vorstand auf YouTube zu Wort gemeldet und eine volle Breitseite gegen Aggro TV geschossen.

Die Videoplattform entstand vor vier Jahren als Nebenprojekt des mittlerweile geschlossenen Plattenlabels Aggro Berlin und wurde vor allem durch seine "Halt die Fresse"-Reihe bekannt, in der sich verschiedene Deutschrap-Künstler in One-Take-Videos präsentieren. In einem YouTube-Clip erklärt Kaisa nun, warum er selbst oder einer der auf seinem Label gesignten Rapper nie bei "HDF" zu Gast waren – und ließ kein gutes Haar an Aggro TV.

Tatsächlich sei er einer der allerersten Künstler gewesen, die ein Video für "Halt die Fresse" aufgenommen hätten, erklärte Kaisa. Allerdings habe er sich selbst nicht in einer Reihe mit vielen dort auftretenden Künstlern gesehen und er habe nichts damit zu tun haben wollen. "Was da alles so rumspukt und sich in einer One-Take-Einstellung mit 1.000 Männern im Hintergrund profiliert“, sagte der Berliner Rapper.

Kaisaschnitt habe diese Kritik auch den Machern von Aggro TV überbracht, wonach sein "Halt die Fresse"-Video nie online gestellt wurde – aus vertraglichen Gründen, wie der Rapper mutmaßt. Selbiges sei ohne Begründung mit dem Video von Kaisas Schützling Nockout passiert, obwohl man dessen Clip nach Aufforderung von Aggro extra noch einmal bearbeitet habe, so der KMK-Vorstand: "Wir haben ja sonst nichts zu tun.“
Endgültig übergelaufen sei das Fass aber, als Aggro TV vor wenigen Tagen einen Ausschnitt der Rap-Dokumentation "Rap City Berlin Vol. 2" hochgeladen hatte, in dem Kaisa zu sehen war, was ausdrücklich gegen dessen Willen geschehen sei. "Ich habe Euch doch gesagt, ich möchte nicht in Eurem Programm dort erscheinen. Braucht Ihr das Geld? Gehen Euch die Klicks aus? Oder seid Ihr einfach nur dumm?“, ärgert sich der Rapper. Das Video ist mittlerweile aus dem Aggro-Channel  entfernt.

Kaisa weist auch auf die Tatsache hin, dass Aggro TV den dort performenden Künstlern keine Gage zahle. Dies sei die gleiche Situation wie mit YouTube, das derzeit mit der Rechteverwertungsgesellschaft GEMA einen Rechtsstreit austrägt, weswegen viele hochgeladene Musikvideos mittlerweile entfernt oder gesperrt sind. Zwar räumt Kaisa ein, dass "Halt die Fresse" für Newcomer immer noch eine gute Plattform sei, weil sich dadurch eine Menge Aufmerksamkeit generieren lasse, aber Künstler mit Namen würden sich dort unter Wert verkaufen, urteilt der 28-Jährige. Er selbst brauche zum Beispiel kein Aggro TV, weil er auch ohne deren Hilfe 4.000 CD’s verkaufe.

Das Video in voller Länge könnt Ihr unten begutachten: 

 

Gesteht Xatar doch?

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Seit Monaten zieht sich der Prozess gegen Xatar und seine mutmaßlichen Mittäter nun schon hin (wir berichteten) und erst vor zwei Tagen berichteten wir über den schleppenden Verlauf dses Verfahrens.  Gestern kam aber überraschenderweise plötzlich Bewegung in die Sache. Xatars Anwalt teilte laut Ludwigsburger Kreiszeitung mit, dass sein Mandant zu einem Geständnis bereit sei.

Der plötzliche Sinneswandel hat einen einfachen Grund: Der Vorsitzende Richter Geiger hat bei Verhandlungen hinter verschlossenen Türen, bei denen es um das Strafmaß im Falle eines Geständnisses ging, Xatar eine Haftzeit von vier Jahren in Aussicht gestellt, wenn er gestehen sollte. Dabei ist die Anrechnung der Untersuchungs– sowie der Abschiebehaft im Irak schon berücksichtigt. Die Haftzeit im Nordirak zählt sogar vierfach, weil Xatar dort unter sehr schlechten Bedingungen inhaftiert war und auch gefoltert worden sein soll.

Außerdem soll Xatar sich bereit erklärt haben, im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs Wiedergutmachungen zu zahlen, die Rede war von 75.000 Euro für den geschädigten Goldhändler und jeweils 10.000 Euro für die beiden Fahrer des Transporters. Diese Geste des guten Willens soll wohl ebenfalls zu einer Reduzierung der Haftstrafe beitragen. Weiter verschwunden bleibt allerdings die Beute: Gold in einem geschätzten Wert von 1,8 Millionen Euro.

Das ist dann auch der Hauptgrund, warum der zuständige Staatsanwalt bei dem Deal noch nicht mitspielen möchte, so die Ludwigsburger Kreiszeitung. Dieser poche darauf, dass die Angeklagten die Beute herausrücken bzw. verraten, wo sie zu finden sei. Die angebotene Wiedergutmachung sei "ein Witz“. Die Tatsache, dass die Anwälte der Angeklagten unter Verweis auf deren Einsicht und Reue nun eine geringere Haftstrafen forderten, sei für ihn Ausdruck einer, so wörtlich, "Basar-Mentalität“.
Wenn mit dem guten Mann angesichts von Xatars orientalischem Hintergrund da mal nicht einfach die Klischee-Geister durchgegangen sind.

Capone habe die Polizei nur angelogen.

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Weiter geht es im Streit zwischen Capone und Prodigy. Wie berichtet steht der von P in seiner Autobiographie geäußerte, schwerwiegende Vorwurf des "Snitchens" seitens des CNN-Rappers im Raum. Dieser gibt nun in einem Statement via Forbez DVD zu, sich der Polizei gegenüber zu einem Vorfall geäußert zu haben, in den der Bruder von Havoc, Killer Black, verwickelt war. Allerdings habe er die Polizisten gelogen und obendrein habe er auch gar nichts über den Vorfall gewusst: "Come to find out, the motherf*cker statement came back, they tried to use mine as a witness. But I lied. I didn’t know nothing about the crime!"

Diese Aussage erscheint ein wenig widersprüchlich, zumal das Gericht diese "Falschaussage" zum Nachteil von Killer Black verwendet hat. Berechtigt ist allerdings Cap‘s Frage, wieso ihn Prodigy niemals persönlich auf die Angelegenheit angesprochen habe.

Zum Abschluß läßt es sich Capone aber nicht nehmen, nochmal darauf hinzuweisen, daß er ein "G" sei und seine Pistole nach wie vor nicht nur zum Spaß durch die Hood trage: "My man, I’mma G. I bust my gun to the fullest in the hood."

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