Kaisa vs. Aggro

Kaisaschnitt ist ja bekanntlich niemand, der ein Blatt vor den Mund nimmt. Der Berliner Ex-Horrorrapper sagt, was er will, wie er will und wann er will – was ihm eine treue Fanbase, aber auch immer wieder jede Menge Stress und Kontroversen eingebracht hat. Nun hat sich der KMK-Vorstand auf YouTube zu Wort gemeldet und eine volle Breitseite gegen Aggro TV geschossen.

Die Videoplattform entstand vor vier Jahren als Nebenprojekt des mittlerweile geschlossenen Plattenlabels Aggro Berlin und wurde vor allem durch seine "Halt die Fresse"-Reihe bekannt, in der sich verschiedene Deutschrap-Künstler in One-Take-Videos präsentieren. In einem YouTube-Clip erklärt Kaisa nun, warum er selbst oder einer der auf seinem Label gesignten Rapper nie bei "HDF" zu Gast waren – und ließ kein gutes Haar an Aggro TV.

Tatsächlich sei er einer der allerersten Künstler gewesen, die ein Video für "Halt die Fresse" aufgenommen hätten, erklärte Kaisa. Allerdings habe er sich selbst nicht in einer Reihe mit vielen dort auftretenden Künstlern gesehen und er habe nichts damit zu tun haben wollen. "Was da alles so rumspukt und sich in einer One-Take-Einstellung mit 1.000 Männern im Hintergrund profiliert“, sagte der Berliner Rapper.

Kaisaschnitt habe diese Kritik auch den Machern von Aggro TV überbracht, wonach sein "Halt die Fresse"-Video nie online gestellt wurde – aus vertraglichen Gründen, wie der Rapper mutmaßt. Selbiges sei ohne Begründung mit dem Video von Kaisas Schützling Nockout passiert, obwohl man dessen Clip nach Aufforderung von Aggro extra noch einmal bearbeitet habe, so der KMK-Vorstand: "Wir haben ja sonst nichts zu tun.“
Endgültig übergelaufen sei das Fass aber, als Aggro TV vor wenigen Tagen einen Ausschnitt der Rap-Dokumentation "Rap City Berlin Vol. 2" hochgeladen hatte, in dem Kaisa zu sehen war, was ausdrücklich gegen dessen Willen geschehen sei. "Ich habe Euch doch gesagt, ich möchte nicht in Eurem Programm dort erscheinen. Braucht Ihr das Geld? Gehen Euch die Klicks aus? Oder seid Ihr einfach nur dumm?“, ärgert sich der Rapper. Das Video ist mittlerweile aus dem Aggro-Channel  entfernt.

Kaisa weist auch auf die Tatsache hin, dass Aggro TV den dort performenden Künstlern keine Gage zahle. Dies sei die gleiche Situation wie mit YouTube, das derzeit mit der Rechteverwertungsgesellschaft GEMA einen Rechtsstreit austrägt, weswegen viele hochgeladene Musikvideos mittlerweile entfernt oder gesperrt sind. Zwar räumt Kaisa ein, dass "Halt die Fresse" für Newcomer immer noch eine gute Plattform sei, weil sich dadurch eine Menge Aufmerksamkeit generieren lasse, aber Künstler mit Namen würden sich dort unter Wert verkaufen, urteilt der 28-Jährige. Er selbst brauche zum Beispiel kein Aggro TV, weil er auch ohne deren Hilfe 4.000 CD’s verkaufe.

Das Video in voller Länge könnt Ihr unten begutachten: 

 

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