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Ufo361 – ICHBIN2BERLINER (Snippet)

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Ufo361 droppt das Snippet von seinem kommenden Mixtape „ICHBIN2BERLINER“. Zusammengestellt wurde das Ding von WCTW. Das Mixtape kann als logische Schlussfolgerung seines letzten und ersten Werks „Ich bin ein Berliner“ verstanden werden, das im März diesen Jahres erschienen ist.

Das Cover, die Tracklist sowie alle Features sind bereits bekannt – Überraschungen sind nicht mehr zu erwarten. Jetzt heißt es abwarten und Çay trinken bis zum 30. September, dem voraussichtliche Releasedatum.

Juicy Gay – Helikopter (prod. Faileezy)

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Juicy Gay fühlt sich wie Ibitak und fliegt – höher als ein „Helikopter“. Kurz vor der splash!-Abreise hat er sich zusammen mit Timo Milbredt an ein Video zu eben diesem Track gemacht. Sehr passend, denn bekanntlich kehren bei der Festivalabreise oft schon erste Sehnsuchtsgefühle ein. Diese vermittelt nämlich der Track, allein schon durch das Sample des Beats, der von Faileezy produziert wurde. Über diesen flowt Juicy ganz locker und bringt trotzdem nur positive Gefühle mit sich.

Kürzlich veröffentlichte Juicy Gay die „Internet-EP“, aus der auch das Split-Video „Falle/Song für Bae“ ausgekoppelt wurde. Fernab davon releaste er allerdings auch noch „Satellit“ (der Junge hat’s wohl mit fliegenden Objekten) samt Visualisierung und den Track „Uzi“ gemeinsam mit Planemo.

Ahzumjot – Wach / Tag Drei

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Ahzumjot bringt mit „Wach / Tag Drei“ ein weiteres Video zu seinem Album „16QT02:Tag Drei“. Dieses erschien im Sommer zum kostenlosen Download. Anlässlich dazu sprachen wir mit dem Rapper und Produzenten und seinem Homie Credibil über seine Lyrics, Neid und Lebenspläne.

Willst du Ahzumjot und Lance Butters live sehen, kannst du dir die von rap.de präsentierte „Lassensedis“-Tour der beiden geben, die im November startet. Die Tickets gibt es hier.

Zwischen genial und generisch: Cover deutscher Alben (Kommentar)

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Noch bevor ich den ersten Song höre oder mir die Trackliste durchlese, sehe ich oft zuerst das Cover eines Albums. Zugegeben, manche Rapper tauschen ihre Cover öfter als Sido seine origin-Story, dennoch entscheidet auch das Bild, ob ich auf einen Artikel klicke oder ein Album kaufe – oder eben nicht. Und ein Albumcover ist eine so großartige Sache. Man kann damit seiner Musik ein Gesicht verpassen, ihr eine neue Ebene hinzufügen oder ein Zeitdokument schaffen.

Während viele Alben genau diese Chancen nutzen, gibt es ebenso viele, deren Albumcover langweilig und austauschbar sind. Sie sagen nichts wichtiges über den Rapper oder seine Musik aus. Deswegen sollen die negativen Beispiele auch überhaupt nicht die Person oder ihre Musik kritisieren, sondern lediglich die Gestaltung des Covers.

Nehmen wir als erstes Beispiel Prinz Pi, der als studierter Kommunikationsdesigner seine Artworks selbst oder zumindest mitgestaltet. Von seiner früheren Diskographie verbinde ich jeden Albumtitel sofort mit einem Bild. Grade „Donnerwetter“ und „Neopunk“, dessen Artdesign sogar eine eigene Ausstellung erhielt, zeichnen sich durch ein einheitliches und einzigartiges Design aus, das sich durch das Booklet und auch Videos zieht.

Schaut man sich die letzten Releases des Berliners an, frage ich mich, wo dieses Merkmal geblieben ist. „Rebell ohne Grund“, „Kompass ohne Norden“ und „Im Westen nichts neues“ sind nicht nur für sich langweilige Cover, sie sehen auch noch so gut wie gleich aus. Das ist sicherlich gewollt, jedoch kann ich die Musik gar nicht mehr mit dem Bild verbinden, da dieses austauschbar geworden ist. Der Sprung von kreativen, originellen Cover-Motiven zu generischen Portraits.

Auch viele andere Rapper präsentieren sich schlicht auf ihrem Albumcover. Sie schauen in, wahlweise auch neben die Kamera oder posieren vor ihr. Vielleicht soll es den autobiografischen Aspekt der Musik hervorheben, dass man mit seinem Gesicht zu seiner Musik steht. Da dieser Aspekt jedoch naheliegend ist und daher dieses Motiv schon oft benutzt wurde, erzielt es nicht die gewollte Wirkung und scheint abgegriffen. Besser macht es zum Beispiel Mudi, der zwar das gleiche Motiv wählt, es jedoch durch Familienfotos ergänzt.

Ein anderer Trend ist der mit Öl eingeriebene Oberkörper. Ich sehe, du hast ein McFit-Abo und die Zeit und das Durchhaltevermögen, dir einen stabilen Körper anzutrainieren. Meinen ehrlichen Respekt dafür. Und klar kann man seinen Körper präsentieren, wenn Kraftsport ein wichtiger Inhalt der Musik ist. Aber einfach nur dazustehen und den Arnold Schwarzenegger mimen ist reichlich einfallslos. Vielleicht wollen Rapper sich aber auch nur auf diese Weise für ihre homophoben Texte (natürlich nicht bei allen und ja, „es sind keine Homosexuellen gemeint“ usw.) bei den schwulen Zuhörern entschuldigen und ihnen mit ihrem Adoniskörper noch ein kleines Schmankerl auf den Weg geben.

Nun aber genug der Kritik. Es ist Zeit für ein paar Props, denn die viele Cover deutscher Rapper zeigen, wie man die musikalische Ebene kreativ in eine bildhafte umsetzt. Da wären zum Beispiel Collagen wie bei Pilz‘ „Kamikaze“ und Shindys „Dreams“ oder Zeichnungen wie zu Prezidents „Limbus“, Audio88 und Yassins „Halleluja“ und Kool Savas‘ „Essahdamus“. Aber natürlich können auch Fotos ein tolles Cover abgeben, wie Ali As‘ „Euphoria“ und „High und Hungrig 2“ von von Bonez MC und Gzuz. Vielleicht sollten alle Rapper daran denken, dass ich etwas von ihm sehe, bevor ich ihn höre und dass man, egal ob falsch oder richtig, von einem uninteressanten Cover auch schnell auf uninteressante Musik schließt.

Hugo Nameless, Planemo & Burak – Ahnbar (Box Film Father Remix)

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Box Film Father hat sich an einen Remix vom eigentlich orientalisch klingenden „Ahnbar“-Track von Hugo Nameless, Planemo und Burak gemacht. Der Text bleibt natürlich genauso selbstbeweihräuchernd wie im Original, wodurch zumindest die Aussage die gleiche bleibt. Der Remix gewinnt allerdings eine neue Atmosphäre. Die Kicks bleiben ähnlich intensiv, ein häufigeres Einsetzen der Snares und eine komplett andere Melodie sowie andere Instrumente sorgen aber für den eigenen Flair und zaubern daraus noch einmal einen ganz neuen Song, den man auch gehört haben sollte, wenn man das Original bereits kennt.

Der Originaltrack stammt von dem BASED-Sampler „Freebase Vol.1“. Auf diesem gehört Hugo Nameless neben Fruchtmax und Kulturerbe Achim zum Kerntrio. Mit „GMDK“„Fame“ und „High as Fuck“ gab es auch bereits drei Videoauskopplungen zu sehen. Von Burak gibt es momentan zwar noch nicht so viel weiteres an Musik zu hören, aber Planemo, der zweite Featurepart, hat schon einiges vorzuweisen. Er war nicht nur auch schon auf „GMDK“ vertreten, sondern hat bisher mehrere Soloreleases auf seinem souncloud-Account. Aber auch auf dem Nugod Cloud-Account. Dort erschien kurz vor dem heute releasten Remix der Track „Uzi“, auf dem Planemo neben Juicy Gay auf einem 101-Beat zu hören ist.

Samy Deluxe und Chefket kündigen „Gute Nacht“ EP für September an

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Samy Deluxe und Chefket veröffentlichen eine gemeinsame EP namens „Gute Nacht“ unter dem gemeinsamen Duo-Namen CHEFBAUS. Bereits seit längerem war klar, dass die beiden zusammen an Musik arbeiten. Nun wird „Gute Nacht“ bereits am 12. September digital erscheinen. Ob es die EP auch physisch zu kaufen geben wird, ist bis dato noch nicht bekannt.

Samy veröffentlichte dieses Jahr bereits „Berühmte letzte Worte“. Das letzte Album Chefkets liegt mit „Nachtmensch“ bereits ein Jahr zurück, jedoch lieferte er im Frühjahr die „Nachtmensch (Akustik EP)“, für die der Rapper einige Songs neu interpretierte.

Ferenc The Ji – Dieser Ferenc jetzt [Review]

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„Es ist dieser Ferenc jetzt“ und er präsentiert sich als facettenreicher MC mit einer Affinität für dichte Soundbilder, gut ausgewählte Samples und einem Händchen für glaubwürdige Szenarien.

Ference The Ji malt mit der ganzen Palette. Als Grundierung wählt er meistens eine dicke dröhnende Baseline, rahmt seine Werke mit trappigen Snares ein und würzt sie mit einer guten Prise Adlibs. Außerdem kann man zwischen durch vergessen, dass man einem deutschsprachigen Rapper vor sich hat – sowohl was den Sound angeht als auch durch die englischen Parts, die sich durch das komplette Werk ziehen. Ferenc führt den Hörer über den See. Was viele nicht wissen: Der Wiener hat einen großen Teil seiner Kindheit in den USA verbracht – das hört man durchaus.

Zu Beginn bedankt The Ji sich bei seiner Mutter für all die Mühe und Liebe, die sie in ihn investiert hat. So gehört sich das für jemanden mit guter Kinderstube. „Mama Made A God“ knüpft außerdem den blasphemischen Faden, der sich durch das komplette Album zieht – aber was ist ein Rapper, der sich nicht für den Größten hält? Die organischen Drums gepaart mit dem ersten 16er acapella zeigen auch gleich mal, was einen raptechnisch erwartet: Einen jungen Typen, der wortgewandt und ordentlich spitten kann.
„Level 2“ fährt mit seinem asiatisch klingenden Sample und den Knarrensounds ein filmreifes Szenario auf – bei vielen Tracks hört man nicht nur die Musik, sondern hat sofort Bilder dazu im Kopf.

So auch bei „#sovielbesseralsihr“. Hier sieht man Ferenc vor dem inneren Auge mit dicken Ketten und dunkler Sonnenbrille im Benzer anrollen – mit keinem Geringeren als Ali As auf dem Beifahrersitz. Stimmlich passen die beiden so gut zusammen, dass ich geneigt bin, eine geheimgehaltene Verwandtschaft zu vermuten. Richtigen G-Rap gibt’s mit dem Track „Kanye“ – an wen bietet sich eine Ode besser an, wenn man im gleichen Atemzug seine finanziellen Mittel und sein Swah unter Beweis stellen möchte. Unterstrichen wird das ganze durch einen abrupten Beatwechsel und ein heftiges 150 BpM Hardstyle Outro. (Beim ersten Hören habe ich überprüft, ob ich noch im Album bin, weil ich mich so erschrocken habe.)

Einen Liebestrack gibt es auch: Der Wiener hat sich „Verliebt in die Pussy“. Auch hier in der Mitte des Tracks einen schönen Cut, in dem der Beat sich verlangsamt und man durch Ferenc‘ Rosa Brille schauen kann, wenn man bei dem entspannten Sound nicht sowieso die Augen schließt. Dramaturgisch ist das Album unglaublich intelligent aufgebaut: Zu Anfang setzt er einem eine Portion Vergangenheit und Kindheit vor, um danach arrogant reinzubrettern und sich selbst zu beweihräuchern. In der Mitte liegt dann das ganz große Gefühl mit „Ehrlich“, wobei er anschließend direkt wieder auf die Kacke haut. „Seien wir mal ehrlich“ klingt deephousig und wavy. Ein sehr dichter Soundteppich, der direkt unter die Haut fährt – mein persönliches Highlight. Auch raptechnisch ist dieser Ferenc hier so on point, dass es einem die Härchen im Nacken hochstellt.

Mit Frauenarzt als Feature kann man sich vorstellen wohin es geht: Genau das meine ich damit, dass Ferenc ein Händchen hat Bilder, ganze Filme mit seinem Sound zu kreieren. „Clap Dat“ führt uns in die erste Reihe eines dunkel-feuchten Strip Clubs, in dem man vor lauter Ärschen meint, an einer Fleischtheke zu stehen. Das Pianosample zusammen mit dem Clap-Beat könnte ein echter Club Hit á la „Rack City Bitch“ sein – bringt die Bitches safe zum twerken, wobei Frauenarzt ja eh dafür bekannt ist, nackte Mädels an den Start zu bringen.

Im zweiten Teil vom titelgebenden Song „Dieser Ferenc jetzt“ treffen wir auf eine Businessman-Attitude, deren Ernsthaftigkeit von dem wunderschönen Cello Sample im wahrsten Sinne des Wortes unterstrichen wird. Inbrünstig und fast schon verbissen wirkt er auf diesem Track – aber das Ding hat Druck ohne Ende. The Ji beweist, dass er als Rapper bislang unterschätzt ist und hat mit „Dieser Ferenc jetzt“ ein Album abgeliefert, mit dem er sich sehen und vor allem hören lassen kann. Er ist authentisch und deswegen kauft man ihm sowohl die Eier-auf-den-Tisch Geschichten als auch die großen Gefühle ab. Man gewinnt nicht den Eindruck, dass hier ein Blaupausen ein-Lied-für-die-Street-eins-für-den-Club-und-eins-für-meine-Stadt Album zusammengewürfelt wurde – Ferenc ist einfach ein vielseitiger Künstler, dessen verschiedene Facetten hervorragend ineinander greifen.

Cr7z kündigt „Seraph7m“ EP für November an

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Cr7z meldet sich wieder mit etwas Neuem zurück. Im November soll seine neue EP „Seraph7m“ erscheinen. Zuletzt überzeugte der Rosenheimer mit ehrlichen Texten und seinem Gefühl für Reimtechniken in dem Album „Sieben Weltmeere“, das 2015 erschien.

Das gesamte Album war sehr gefühlsbetont und wurde in unserer Review als ein kleiner Meilenstein von einem Ausnahmekünstler bezeichnet. Welchen Fokus er bei der Thematik seiner neuen EP gesetzt hat, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Fest steht allerdings, dass Seraphim Engel darstellen, die einer höheren Instanz untergeordnet sind.

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