Tua: Seine musikalische Entwicklung in sieben Songs

Tua? Ist das nicht der von den Orsons? Ja, auch. Der aus Reutlingen stammende Rapper, Produzent, Sänger, Genie, Perfektionist, Musik-Ton-Chirurg (O-Ton er selbst) beginnt seine Karriere früh. Schon damals im Kinderzimmer fängt er an, sich mit Rap zu beschäftigen und eigene Songs zu produzieren. Es folgen Labelwechsel von Royalbunker bis Universal, Soundwechsel von Doubletime-Rap bis Dubstep, Phasen mit Drogen- und Alkoholexzessen bis hin zur kompletten Abszinenz. Eine turbulente Karriere liegt hinter dem Ausnahmekünstler – wir zeichnen sie mit sieben Songs nach.

2005: Kinderzimmer Productions

Im zarten Alter von 16 Jahren fing der jugendliche Tua mit dem Rappen an. Schon bald winkt auch das erste Signing beim Berliner Independent-Label Royal Bunker. Dort erscheint 2005 sein erstes, fast komplett selbst produziertes Album „Nacht“. Zwischenzeitlich flog der Reutlinger von einigen Schulen und brach seine dortige Laufbahn in der 12. Klasse endgültig ab. Eigentlich super Voraussetzungen als Gangsterrapper den großen Coup zu landen, aber damit wollte er schon damals nicht wirklich was zu tun haben:

„Hör zu das ist nicht Ghetto und Gangster“ („Flieg in die Nacht“ feat. Sucuk Ufuk)

Man könnte den Teenager als Musikfanatiker bezeichnen, aber auf keinen Fall als nerdigen Stubenhocker. Auf „Krieg“ rappt der junge Tua über eine ziemlich krasse Schlägerei – ohne Happy-End für das Opfer.

„Warum schaltet er sein‘ Kopf aus und schlägt so oft drauf
Dass der and’re halbtot ist und denkt nix, dabei droht das Gefängnis?“ („Krieg“)

In zeitgemäßer Doubletime-Manier spittet das Nachwuchstalent die schon damals melancholischen und gleichzeitig roughen Texte runter. Der sprichwörtliche Tua-Sound, steckt zwar noch in den Kinderschuhen, ist aber vor allem am Ende des Tracks schon deutlich rauszuhören.

1 KOMMENTAR

  1. Da hätte noch ne ganze Seite über die Stevia EP dabei sein müssen, sein meiner Meinung nach größtes Meisterwerk. Talentiertester Musiker Deutschlands.

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