Denyo

Als ich in der, für das Interview mit Denyo verabredeten Location eintreffe, ist der Hamburger noch im Gespräch – lässig lächelnd, als wäre Promotion der derbste Fun auf Erden. Ob er zwischen jenem und dem folgenden Gespräch mit eine Pause beanspruchen will, wird er vom Vertreter seiner Plattenfirma gefragt. „Nö“, meint Denyo, denn alles sei soweit cool. Ich komme, bevor ich meinen Recorder anschalte, fürsorglich noch einmal mit derselben Frage rum, weil ich halbprofessionell gelangweilte Interviews ungeil finde, und bekomme erneut bestätigt, dass hier alles total unproblematisch und relaxt von Statten geht. Schöne Sache. Hier präsentiert sich mal wieder der Sympathieträger, der vor, während und nach dem Gespräch auch Sympath bleibt. Da liegt es, absolut schlüssig, natürlich nahe, sich selbst zu multiplizieren und als The Denyos mit einer sympathischen Solo-Platte an den Start zu gehen.

Und während uns die Sonne eins lacht, und ich so mit Kuchen und er so mit Tee (den nächsten Medienpartner bereits im Nacken…), frage ich mich, ob eine „Bunch“ wie The Denyos, eigentlich noch auf „Minidisco“ klarkommen, und wo der Bartl den Most, beziehungsweise der Denyo die Reime herholt.  
 

 

rap.de: Stell dir vor, ich hätte deine Platte nicht bekommen und würde dich also bitten, mir die Platte nahe zu bringen, mit dem Stilmittel deiner Wahl…

Denyo: Ich soll dir sagen, was da los ist auf der Platte?

rap.de: Yep.  

Denyo: Das ist echt hart. Ich kann es ja mal versuchen.

rap.de: Versuche die Platte kurz zu umschreiben. Den Track „The Denyos“ beispielshalber als recht extraordinär beschreiben.

Denyo: Was bedeutet das denn? (lacht)  

rap.de: Extraordinär bedeutet, dass ich damit nicht gerechnet hab, und dass der Track sehr rockig ist.

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