Ercandize & DJ Katch – Ear 2 the Street Vol.2

Es ist endlich wieder soweit, die Mixtape-Reihe von DJ Katch und Ercandize geht in die zweite Runde. Beide haben bekanntlich ein Ohr für die Straße und um es der Allgemeinheit zugänglich zu machen, wird einfach alles auf CD gepresst, wenn eine nicht reicht werden eben zwei draus. So geschehen bei diesem Meisterschlag aus dem Hause Optik Records: Ein riesiges LineUp quer durch Deutschland mit 80 Tracks auf 140 Minuten.

Anders als sonst oft üblich hat man sich hier nicht nur einfach große Namen mit ins Boot geholt, sondern viel mehr aus ganz Deutschland MCs und Crews zusammen getrommelt mit denen man down ist, um hier vielen Talenten eine weitere Plattform zubieten. Doch anstatt es unter dem Motto „Talentförderung“ zu präsentieren, versucht man hier neue Maßstäbe in Sachen Mixtape zu setzen. Was auch geschafft wurde, denn eine solche Bandbreite auf diesem Niveau hatte man noch auf keinem Mixtape. Jedes Genre wird bedient aus den unterschiedlichsten Camps. Exclusive reiht sich an Exclusive und immer wieder taucht Ercandize auf und „zeigt euch die Rhymes die er schreibt“, und lässt damit so manche blass aussehen so wie in seinem Opener „Forever“. Mit sehr viel Power geht es auch im Folgenden weiter so wie in „Das ist der Pott“ mit Brenna&Desaster, Pillath, Short, MonsterKoree und Erc. Ein gelungener Representer Track, gefolgt von einem Olli Banjo in weniger guter Form, was vielleicht auch an dem 50Cent Beat liegen mag, der ihn nicht so gut aussehen lässt. Nachdenklicher wird es, wenn Erc, Separate, Prinz Porno und Charon über ihr Leben sinnen und sich so auch mal von einer anderen Seite zeigen.

Tefla & Jaleel geben sich auch die Ehre, die Frage ist ja, wie lange man die Jungs noch in dieser Form hören darf, die immer wieder mit ehrlichen Texten klare Ansagen machen und somit wirklich gute Arbeit abliefern. Natürlich darf hier auch ein Savas nicht fehlen, der Samys „Zurück“ neu verpackt hat und auch in der Optik-Bozz Music-Kollabo echt „Brennende Zeilen“ parat hat. Franky Kubrick sticht mit seinen beiden Beiträgen ebenso hervor wie der Braunschweiger F.R., um nur einige dieser wahnsinnigen Featureliste zu erwähnen.  

Durch die Anzahl der Tracks, die zwar oft auch nur ca. 1min lang sind (wer rechnen kann wird es geahnt haben), und durch die unterschiedlichen Mcs, zieht sich die Power nicht durch alle Tracks und lässt manche auch etwas herausfallen. Dennoch gibt dieses Mixtape einen schönen Einblick und lässt auf den Nachwuchs in diesem Land hoffen.  

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