Interview mit Curly: Cro, Freestyle-Battles, Drogenpolitik & Ghostwriting

Curly ist ein Tausendsassa. Der MC aus Berlin hat sich bereits auf unzähligen Freestyle-Bühnen, mit seiner früheren Band Le Grand Uff Zaque, als Dubstep-DJ und als Songwriter für diverse Künstler einen Namen gemacht. Als ständigen Antrieb begleitete ihn dabei die Liebe zur Musik und der Drang, sich ständig neu zu erfinden.
Stolz präsentierte uns Curly bei einer Listening Session im hauseigenen Studio unveröffentlichtes Material, das die nächsten Wochen das Licht der Welt erblicken wird. Curly-Fans erwartet ein fein ausproduzierter Trapsound, der durch seine kohärente Soundästhetik überzeugt und nur eine Schlussfolgerung zulässt: Curly befindet sich im Sommer 2018 auf der Höhe seiner Schaffenskunst und scheint nach mehr als zehn Jahren im Game endlich angekommen.

Dein Video „Venice Beach“ ist komplett digital und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in das GTA-Universum. Wie sah der Arbeitsaufwand aus?

Ich habe Timo Milbredt den Track geschickt. Gefühlt 24 Stunden später hat er mir das Video geschickt. Ich war übelst krass weggeflasht.
Im Intro steht auch noch Robin Tasi hat da noch mitgespielt und Chris Krein – Shoutout an die GTA-Gang. (lacht) Timo hat da einfach total detailgetreu ein ober krankes Video gemacht. Die hatten auf jeden Fall einen intensiven Arbeitsaufwand, der sicher auch mit viel Spaß verbunden war. Ich hatte gar keinen Aufwand. (lacht)

Warst du auch direkt happy mit dem Endprodukt?

Ja, auf jeden Fall. Es wurde nichts mehr verändert. Es ist exakt die gleiche Version, die sie mir direkt zugesendet haben.

Gab es sowas schon mal? Wie kamt ihr auf die Idee?

Kein Plan. Ja, das musst du Timo fragen. (lacht) Da fällt mir etwas Lustiges ein: Es gibt am Ende von „Venice Beach“ eine Szene, wo ich am Peer stehe. Und ich war schon ein paar Mal in Venice an diesem Peer in Santa Monica. Da dachte ich eines Abends als wir gechillt haben: „Boah, das wäre ja super geil, wenn ich nach den Szenen aus GTA plötzlich in echt an genau der gleichen Stelle am Peer stehen würde.“ Und dann sind wir einfach spontan nach L.A. geflogen.
Das nächste Video, das ich veröffentlichen werde, heißt Late Night“. Das setzt genau dort an, wo das erste aufgehört hat. Am Strand von Venice Beach.

Lass uns einen Rückblick wagen. Du bist deutscher Meister im Freestyle-Battle geworden, richtig?

Genau 2008, bei einem 1 on 1-Freestyle-Battle in Köln. Da habe ich das Finale in der Essig Fabrik gewonnen.
Damals haben ich und mein Homie, Kara Ben, aus Schopfheim, die ganze Zeit Battles gemacht.

Wir sind damals durch ganz Deutschland gefahren – von Battle zu Battle.

Auch oft im Pott und so. Und da konnte man halt auch Money gewinnen. Bis zu 1000 Euro für den ersten Platz. Das hat damals einfach voll Bock gemacht. Heute gibt es diese Freestyle Battles leider gar nicht mehr.

2 KOMMENTARE

  1. […]“Mein einziges No-Go ist Heroin. (lacht) Nee, Lean ist ok, aber ich bin nicht so der Lean Boy. „[…]

    Diese Aussage ist an Unbedarftheit wohl nicht zu übertreffen. Da Codein im Lean genauso zu Morphin im Körper metabolisiert wird wie Diacetylmorhphin(Markenname: Heroin), gibt es da schon mal eine große Gemeinsamkeit. Natürlich unterscheidet sich die Wirkung dennoch, vor allem in der Intensität, aber es ist und bleibt bei beiden eine klassische Opiatwirkung. Die Grenze verschwimmt deutlich.

    Darüberhinaus wurde Codein vor allem in Hustensaft- wie auch Tablettenform in den 1990er-Jahren als Substitut für Heroin in Deutschland(und anderswo)eingesetzt.
    Mittlerweile wird aber wieder vermehrt auf Methadon/Polamidon beziehungsweise gar Morphin oder Subutex in der Substitution gesetzt.
    Fällt da irgendjemandem etwas auf?

    Langes Thema!

    Es ist jedoch immer wieder erschreckend wie wenig Konsumenten über die Substanzen Bescheid wissen, welche sie einnehmen. Informiert euch!

    Auch „Sativa“ und „Indica“ ist schon seit langem(!)widerlegt, denn diese botanische Unterscheidung sagt nicht wirklich etwas über die Cannabinoide aus, welche in der jeweiligen Sorte vorhanden sind, letztlich hängt viel von der Genetik des Konsumenten ab, wie bestimmte Sorten auf ihn wirken, es ist indivduell – aber solche groben Unterscheidungen wie Indica etc. sind natürlich eine gutes Marketingtool um die Konsumenten zu ködern und den Rest erledigt dann der Placeboeffekt oder die Selbstsuggestion.

    Mit dieser Pflanze wird gerade viel Schindluder aus Profitgründen getrieben ; das was vollmundig versprochen wird, kann sie nicht wirklich leisten, obschon sie bei bestimmten Krankheiten durchaus Linderung verschafft.
    Es wird aber noch einige Zeit ins Land gehen bis das auch der Letzte realisiert hat. Es gibt nicht das Wundermittel schlechthin. Auch Vergleiche mit anderen Drogen hinken immer stark.

    Drogen sind das Sahnehäubchen im Leben, sobald sie täglich oder unbedarft konsumiert werden wird es oft kritisch. Ich bin für einen verantwortungsvollen Umgang mit allen Substanzen und einer ehrlichen Aufklärung ohne Glorifizierung oder Verteufelung!

    Amen.

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