Moe Phoenix veröffentlicht den Track „Ohne Dich“ inklusive Visualisierung, der von Unik produziert wurde.
Am Ende des Videos kommt auch noch der Hinweis auf ein neues Projekt aus dem Hause Life is Pain. Das neue Album von Moe Phoenix„Noa“ soll am 6. April 2018 erscheinen.
„Ohne Dich“ könnte schon die ersten Anzeichen für die musikalische Richtung sein, in die das neue Album gehen wird. Dabei setzt Moe auf pathetische Sprüche, die vor allem auf die besungene Familie bezogen sind.
„Ein Mann muss tun was ein Mann tun muss / Und die Belohnung kommt dann ganz zum Schluss / Für meine Liebe, für die Familie und meine Ziele.“
Kollegah und Farid Bang gehen ans Eingemachte. Der neue Song „Ave Maria“ ist nicht so fromm, wie sein Titel vermuten lassen könnte. Stattdessen gibt es auf der zweiten „JBG3“-Auskopplung die erwartbaren Punchlines auf einem ebenso erwartbaren Beat mit epischen Chören und Schussgeräuschen.
Dank einiger Andeutungen auch erwartbar: Das EGJ-Team wird direkt adressiert und kriegt ein paar Lines um die Ohren. Die Lines gegen Bushido, Shindy und Ali sind aber eher punchliniger als persönlicher Natur.
„Jung, Brutal, Gutaussehend 3“ erscheint morgen. Bislang gab es die beiden Videos „Gamechanger“ und „Sturmmaske auf“ als Vorgeschmack.
In einer Zeit, in der der Retrogott noch regelmäßig gemeinsame Huss & Hodn Alben mit Hulk Hodn machte, entstand das Album „Hardcore“, das aber aus unbekannten Gründe nie erschienen ist.
Zur Freude von Fans und Liebhabern des Musik-For-Free-Konzepts (also jedem) veröffentlicht Retrogott nun das Album zum kostenlosen Download.
Dabei handelt es sich um Songs, die 2013 zu einem komplett fertigen Album zusammengefügt worden sind, das aber niemals erschien. Damit die Tracks, von denen Teile schon 2009/10 entstanden sind, „nicht länger auf der Festplatte verschimmelt“, wurde das Album nochmals zum Mastern geschickt, um nun kostenlos in unsere Ohren zu gelangen.
Mosh36 veröffentlicht seinen Song „Limit“. Dazu hat sich der Berliner Kianush mit auf den Song geholt. Das ist nicht das erste Mal, dass die beiden miteinander rappen. Beide Künstler sind beim Label Life is Pain von PA Sports unter Vertrag.
Der Track ist allerdings nicht neu, sondern war bereits auf dem aktuellen Album „DZ“ von Mosh zu hören, welches seit dem 22. September erhältlich ist.
Zuletzt hat der Rapper aus Kreuzberg mit seinem Song „64 Bars“ für neuen Output gesorgt und schoss dort gegen einige Akteure in der Szene.
Jeyz bringt ein Tag vor Release sein Snippet zum Album „SMWDH“ an den Start.
Der Stil von Jeyz zieht sich scheinbar wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Neben der markanten Hausmannskost des Sizilianers gibt das Snippet beispielsweise einen Einblick in die Hitverdächtige Hook von Raf Camora.
Rassismus ist eine Krankheit, die es überall auf der Welt gibt. Leider. Ob in Europa, Nordamerika oder Asien. Überall verbreiten Rassisten Hass und Furcht, weil sie in ihren eigenen Idealen und Wertevorstellungen so festgefahren sind, dass es für sie unmöglich ist, über den eigenen Tellerrand zu blicken.
Toleranz, Achtung und Respekt sind Fremdworte für Menschen mit brauner politischer Gesinnung und in Zeiten wie AfD, Trump und Le Pen fragt sich die Gesellschaft, was aus den eigentlich fest verankerten Werten und Normen passiert ist.
Das Video von Joyner Lucas mit dem Titel „I’m Not Racist“ befasst sich eben mit genau dieser Thematik und es ist wirklich sehr, sehr gut umgesetzt. Auf der einen Seite gibt es den weißen, übergewichtigen Republikaner, zu dem auch die etwas abfällige Ausdrucksweise „Redneck“ passen würde. Auf der anderen Seite gibt es den Schwarzen mit Rastas, Schmuck und coolen Klamotten.
Von beiden Seiten werden die optischen Klischees bedient. Der Titel „I’m Not Racist“ erinnert etwas an die „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber….“-Debatte. Die weiße Partei wirft der Schwarzen immer wieder Stereotypen an den Kopf und trägt dabei eine Cap mit der Aufschrift „Make America Great Again“ – der Slogan von Trump bei seinem kontrovers geführten Wahlkampf. Das Video zeigt nicht nur den Kampf von Schwarz gegen Weiß. Es ist auch ein Beispiel für die Politik in Amerika. Demokrat versus Republikaner.
Wenn man auf den Text achtet, wirft der Weiße dem Schwarzen vor faul zu sein, keine Ziele im Leben zu haben, 2Pac zu feiern statt erfolgreiche Geschäftsmänner und stellt ihm die rhetorische Frage, warum er überhaupt Steuern bezahle, lässt immer wieder die N-Bombe fallen, aber betont partout am Ende des Öfteren, dass er doch kein Rassist sei.
Nachdem der Weiße seinen Monolog voll Hass und Wut beendet, ist der Schwarze an der Reihe und schildert die Sicht aus seiner Perspektive. Eine Perspektive, die der Weiße in dieser Ausprägung und Wucht wohl nicht kannte. Er geht auf die Sache mit 2Pac ein und sagt, dass er ihn wie einen Gott feiere, weil er sich für die Rechte und das Ansehen der Schwarzen eingesetzt habe. Zudem geht er auf viele andere Dinge ein, beispielsweise auf den Fakt, dass seine Großmutter eine Sklavin war und dass er nicht faul ist, sich bewirbt, aber ihn nie jemand zurückruft.
Am Ende des Videos zeigen sich beide Parteien einsichtig und nehmen sich in den Arm. Gab es solche Konzepte schon mal? Ja. Sind Stereotypen Unsinn? Natürlich. Wird in diesem Video etwas neues gesagt oder besprochen? Nein. Aber dennoch ist es wichtig zu sehen, dass man nicht immer einer Meinung sein muss, um sich am Ende des Tages zu respektieren.
Das Video illustriert: Kommunikation ist goldwert und keiner auf dieser Welt wird sich einen Zacken aus der Krone brechen, wenn er mal der gegenüberliegenden Partei zuhört, Respekt und Achtung schenkt und sich bereit für ein bisschen Empathie zeigt.
Johnny Pepp veröffentlicht sein neues Video „Message“. Das Berappen und -singen seiner eigenen Beats scheint ihm sehr zu gefallen, wenn man es anhand seiner lockeren Interpretation beurteilen möchte.
Im Juni erschien sein Mixtape „Hypnose“, doch für den Winter möchte er sich wohl noch ein weiteres mit einer „Message“ melden.
Für das neue Album stand Favorite an einem Scheideweg. Nach der letzten Veröffentlichung „Neues von Gott“ waren zwei Wege für „Alternative für Deutschland“ möglich: weiterhin bergab gehen und auf Rummelbeats mit krampfhaften Provokationen um sich werfen, oder sich auf die alten Qualitäten besinnen und den letzten Fehltritt vergessen machen.
Fav hat es richtig gemacht und haut uns witzige Sprüche (natürlich trotzdem provokanter Natur, aber eben nicht auf Teufel komm raus), schief gesungene und nicht minder eingängige Hooks und eine große Variation an Instrumentals um die Ohren, als hätte „NvG“ nie existiert. Genau das macht die amüsante Mischung aus, die dafür sorgt, dass das 14 Tracks starke Album ein äußerst kurzweiliges Erlebnis ist.
Genauso verhält es sich auch mit der Themenauswahl der Songs, die teilweise wie gewohnt aus den typischen, belanglos zusammengewürfelten Punchlines und Pointen besteht. Im Kontrast dazu gibt es aber eben auch einige Themensongs, bei denen sich der Essener ausgiebig über seine Heimatstadt, die Liebe oder einen heißen Sommertag auslässt. Vor allem die gefühlsduseligen und persönlicheren Tracks kommen dieses Mal nicht zu kurz.
Mit „Baby“ und „Wir beide“ sind gleich zwei Songs dabei, die man durchaus als Liebesballade bezeichnen kann, aber natürlich nicht ohne den Irrwitz des Harlekin auskommen. „Westside Ryder“ treibt das ganze auf die Spitze: in der Zuckerguss-triefenden Schnulze verliebt Fav sich über beide Ohren in eine Frau. Aber nur wegen ihres fahrbaren Untersatzes, so ist der Song eigentlich dem PS-starken Jaguar der Angebeteten gewidmet.
Die Instrumentals reichen vom obligatorischen hyperaktiven 16bit-Synth-Orgel-Gedüdel bei „On the Mission“ über die Klavierballade „Baby“ bis hin zu kratzigen Gitarren auf „If I can’t“. Die große Variation an Sounds innerhalb der Tracklist und über das gesamte Album hinweg sind eine große Stärke der meisten Favorite-Alben, die auch hier wieder zum Vorschein kommt. Der große Ohrwurm bleibt allerdings aus.
Favorite will eine „Alternative für Deutschland“ sein und erfüllt das gewissermaßen schon fast indem er nicht mit der Zeit geht. In erster Linie scheint es sich bei dem Titel aber um Provokation zu handeln. Dennoch: Dass „AfD“ eben nicht mit der Zeit geht, ist seine größte Stärke. Das Album ist ein Anachronismus, der in seiner altbackenen aber noch immer authentischen Art erfrischend ist. Und das obwohl Favorites Humor gerade in einer Zeit von Sexismus- und Rassismus-Debatten fragwürdiger denn je ist, auch wenn er hier ab und zu im Plüschkostüm daher kommt.