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Offener Brief von Paris an Def Jam

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Daved D´s HipHop Corner hat kürzlich einen an Def Jam gerichteten Offen Brief von Oaklands Guerilla-MC Paris veröffentlicht.

In dem Dokument fordert Paris „das einflussreichste HipHop-Label der Welt“ zum Umdenken auf. Nach der Ermordung Jam Master Jays dürfe die alte „wir vertreiben Produkte, die den Geschmack der Strasse reflektieren“-Philosophie nicht mehr gelten, denn laut Paris müssen Jugendliche erst einmal mit positiven Verhaltensmustern in Berührung kommen, um diese selber annehmen zu können.

Die Label-Bosse sollen wieder mehr von ihren Künstlern und Produkten verlangen, als die monotonen Darstellungen von Geldgeilheit, Sex und Gewalt, die derzeit inhaltlich dominieren. Paris macht die Musikindustrie also mitverantwortlich für das in den USA herrschende „Klima der Gewalt“.

Ferner brachte Paris sein Unverständnis über die Auswahl der Acts durch die Labels zum Ausdruck. So würden die „Bling,Bling-Rapper“ gefördert, systemkritischen Crews wie Public Enemy oder Dead Prez aber nur Steine in den Weg gelegt.

Zum Schluss appelliert Paris an Def Jam, sich um Jays Hinterbliebene zu kümmern und erinnert an die Bedeutung, die Run DMC für den Aufstieg des Labels hatte.

JMJ´s Mörder von Überwachungskamera aufgenommen

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Es gibt neue Untersuchungsentwicklungen im Mordfall Jam Master Jay: Im Studio installierte Überwachungskameras sollen den unbekannten Täter gefilmt haben. Die New Yorker Polizei hat sofort alle relevanten Bänder beschlagnahmt, allerdings gibt es bisher weder Informationen zur Auswertung der Videos, noch zur Identität des vermummten Schützen.

Derweil hat Def Jam-Gründer Russel Simmons für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung von 100.000 $ ausgesetzt. Der Bruder von JMJ´s Bandkollegen Run hofft, die schleppenden Ermittlungen auf diese Art anzukurbeln.

Jam Master Jay (a.k.a. Jason Mizell), der legendäre DJ von Run DMC, wurde am vergangenen Mittwoch von einem Unbekannten in seinem eigenen Merrick Boulervard Studio niedergeschossen. Jay erlitt schwerste Kopfverletzungen und starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Urieco Rincon, ein 24jähriger Mitarbeiter, wurde am Bein getroffen als der Schütze um etwa 1.30 Uhr (19.30 New Yorker Zeit) das Feuer eröffnete. NYCs Polizei konnte noch keine Angaben zur Identität oder zum Motiv des Täters machen. Jay hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

Goodie Mob bricht auseinander

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Nach Monaten der Spekulation resultierend aus den Solo-Ambitionen der einzelnen Mitglieder steht jetzt fest, dass sich der Goodie Mob trennen wird.

Cee-Lo, Khujo, Big Gipp und T-Mo haben insgesamt drei gemeinsame Alben veröffentlicht: 1995 debütierten sie mit „Soul Food“, 1998 folgte „Still Standing“ und 1999 schließlich „World Party“, das allerdings in den meisten Plattenkritiken verrissen wurde und rückblickend wohl den Anfang vom Ende des Goodie Mobs markierte.

Seitdem veröffentlichte Cee-Lo sein äußerst erfolgreiches Solo-Debut „Cee-Lo Green And His Perfect Imperfections“, Big Gipp und T-Mo arbeiten noch an eigenen Solo-Alben. Khujo wurde bei einem Autounfall so schwer verletzt, dass man ihm ein Bein vom Knie an abwärts amputieren musste.

Diese Entwicklungen führten zu immer lauter werdenden Trennungsgerüchten, zu denen sich Cee-Lo in einem Interview kürzlich folgendermaßen äußerte: „Selbst wenn ich keine weitere (Goodie Mob-)LP aufnehmen wollte, wären wir vertraglich immer noch zu fünf weiteren Alben verpflichtet. Als wir angefangen haben, waren wir noch Kinder, bei „Get Up, Get Out“ war ich 17 Jahre alt. Seitdem habe ich mich zum Mann entwickelt, habe geheiratet, meine Frau hat Kinder bekommen, wir haben ein gemeinsames Haus und, genau wie die anderen Jungs auch, habe ich mich für eine Religion entschieden.“

„Wir haben früher immer persönliche Dinge in unsere Musik einfließen lassen, nur ziehen wir inzwischen nicht mehr am selben kreativen Strang. Da wir uns mit Religion und spirituellen Dingen auseinandersetzen, kann ich nicht sagen ´Hey, ich bin ein Christ` und dann kommt der nächste und sagt `Ich bin dies und das` – unsere Zusammenarbeit ist inzwischen wie allzu selbstherrliche Versionen eines einzigen Songs, einfach nicht mehr dasselbe.“

Damit wäre der Goodie Mob wohl die erste HipHop-Crew, die sich jemals wegen spiritueller Differenzen getrennt hätte (bei A Tribe Called Quest war das auch B.S., wie man jetzt sieht). Wahrscheinlicher ist, dass die Beträge, die bei einem Solo-Deal herausspringen, wieder einmal verlockender waren, als jeden Cent mit den anderen Gruppen-Mitgliedern teilen zu müssen.

Jam Master Jay bei einem Überfall getötet!

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Der DJ der legendären HipHop Crew Run DMC wurde in der Nacht zum Donnerstag in einem Plattenstudio im New Yorker Stadtteil Queens erschossen. Der Mörder von Jam Master Jay konnte fliehen, über sein Motiv wird gerätselt. Der 37jährige Jason Mizell, wie Jay mit bürgerlichem Namen hieß, erlitt einen Schuss in den Kopf. Der Täter schoss auch noch einen zweiten Mann an, der 25jährige Urieco Rincon wurde mit Beinverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand ist nicht lebensgefährlich. Jay hinterlässt seine Ehefrau und drei Kinder. Viele Kollegen und Fans trauern um Jam Master Jay, ihr Idol oder ihren Freund! Auch wir fühlen mit und betrauern den Verlust eines der Pioniere des Rap. Jam Master Jay R.I.P.

8500 Zuschauer beim Battle of the Year 2002 in Braunschweig

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Am vergangenen Samstag fand in Braunschweig der „Battle of the Year 2002“ statt. Ausgetragen wurde die „Breakdance-Weltmeisterschaft“ in der Volkswagen-Halle. 8.500 begeisterte Zuschauer sorgten für eine angemessene Atmosphäre, als die Crews am frühen Abend gegeneinander antraten.

14 Gruppen hatten sich durch die Vorentscheidungen in ihren Heimatländern gekämpft, um jetzt bei dem von Spax und Trix (UK) moderierten Event ihre atemberaubenden Fähigkeiten präsentieren zu können. Leider hatten sich drei Mitglieder der französischen „Wanted“-Crew Verletzungen zugezogen, so dass die Zuschauer auf die Performance der Vorjahressieger verzichten mussten. Die Show der teilnehmenden Gruppen sollte das Publikum allerdings für die Absage der Champs entschädigt haben, denn von den atemberaubenden Moves und dynamischen Choreographien der internationalen Konkurrenz wird man in Breaker-Kreisen noch lange schwärmen.

Den dritten Platz machten schließlich die Schweizer Crew „Deep Trip“ und „Top 9“, die den weiten Weg aus Russland auf sich genommen hatten, untereinander aus. Die Russen setzten sich tatsächlich durch und avancierten so zur großen Überraschung des Wettkampfs. Im Finale trafen die Koreaner „Expression“ auf die „Vagabonds“ aus Frankreich. Der Jury fiel es sichtlich schwer, sich auf einen Sieger zu einigen, denn der Battle ging in die „Verlängerung“. Erst nach einigen Extra-Einlagen standen die Koreaner als Gewinner des „Battle of the Year 2002“ fest, die Franzosen konnten sich mit dem Titel für die beste Show trösten.

Desue und Tomekk kriegen nicht genug

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Und wir dachten schon, die Sache hätte sich erledigt. Aber nein, Deutschlands Beef-Pioniere Desue und Tomekk haben wieder Spaß miteinander. Dabei war alles so ruhig in den letzten Monaten. In Interviews umkurften die beiden Streithähne geschickt alle Fragen, die den Disput zwischen den DJs auch nur im Entferntesten hätten betreffen können. Unglücklicherweise rutschte Desue in Bezug auf seinen Kontrahenten kürzlich folgender Satz ´raus: „Der ist ja verrückt, dass er immer wieder damit anfangen muss.“ „Starker Tobakk“, dachte sich der DJ mit der Brille und verklagte Desue kurzerhand. Gerichtstermin ist nun Dienstag, der 28.10. Vielleicht sollten die beiden einfach Kohle sparen und die Vorzüge der modernen Medienlandschaft nutzen. Schließlich strahlt RTL seit diesem Wochenende „Celebrity Deathmatch in echt“ aus, „Promi-Boxen“ oder wie das heißt. Da ließe sich bestimmt kurzfristig was arrangieren…

Eminem demnächst im Kino

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Eminem goes Hollywood! Ems erster Streifen „8 Mile“ kommt ab dem 30. Januar 2003 in die deutschen Kinos. Die Story seines Debuts orientiert sich an seiner eigenen Biographie, allerdings ohne den Anspruch, sie authentisch wiederzugeben. Em spielt einen – wer hätte das gedacht ­ MC aus Detroit, der sich nicht nur gegen die etablierte Konkurrenz, sondern auch gegen fiese Plattenbosse und seine Mama, verkörpert von Kim Basinger, durchsetzen muss. Für Em bleibt zu hoffen, dass die Hollywood Version seiner Lebensgeschichte besser ankommt, als die von Mariah Carry in „Glitter“, die damals ja auf ein ähnliches Konzept setzte. Na ja, selbst wenn Handlung und Übersetzung nicht das gelbe vom Ei sein sollten, können wir uns immer noch an dem von Em und Dr. Dre gemeinsam produzierten Soundtrack erfreuen.

Savas vs. Landesanstalt für Medien

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Eigentlich verkauft sich Savas` aktuelle Single „Till ab Joe“ auch so schon sehr ordentlich, trotzdem gab es jetzt noch etwas kostengünstige Promotion von der Landesanstalt für Medien/NRW, die dem Sender Viva verboten hatte, den Mitschnitt eines Savas Konzerts weiter auszustrahlen. Die offizielle Begründung lautet wie folgt: “Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat dem Musiksender Viva die Ausstrahlung eines Konzertmitschnitts der Gruppe „Kool Savas“ ab sofort untersagt. Das im Juni 2002 ausgestrahlte Konzert verstößt laut LfM gegen das Verbot, kinder- und jugendgefährdende Sendungen im Fernsehen zu zeigen.“

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