Vor kurzem fand in Dallas, Texas der dritte HipHop-Summit statt. Nach dem ersten Treffen in New York und dem Summit in L.A. Anfang diesen Jahres folgte die HipHop-Community diesmal der Einladung des Texaners The D.O.C., der von der Veranstaltung in L.A. so begeistert war, dass er unbedingt ein weiteres Summit in seinem Heimatstaat ausrichten wollte. The D.O.C, dessen Stimme durch einen Auotunfall direkt nach der Veröffentlichung seiner Debüt-LP auf ein leises Flüstern reduziert wurde, durfte neben zahlreichen regionalen Politikern und Vertretern von Bürgerrechtsgruppen auch Soul-Göttin Erykah Badu, Run von Run-DMC, Minister Benjamin Mohammed von der Nation of Islam sowie den Vorsitzenden des Organisationskomitees, Def Jam-Gründer Russel Simmons, begrüßen. Das Treffen in Dallas stand unter dem Motto „Taking back Responsibility: Empowering our Youth“, ein weise gewähltes Thema, denn über 1000 Jugendliche nahmen tatsächlich an der Veranstaltung teil, ein großer Erfolg für die Organisatoren. Ziel des HipHop-Summits ist es, HipHop-Künstlern, Vertretern der Platten-Industrie und der Wirtschaft, Bürgerrechtlern und Politikern ein gemeinsames Forum zu bieten. Am letzten Tag des Summits gründete man das Hip-Hop Summit Action Network Youth Council unter der Führung von The D.O.C. Ziel dieser neuen Tochterorganisation soll die Koordination von Programmen sein, welche die Lebensqualität verschiedener Nachbarschaften in Dallas, Ft. Worth in Verknüpfung mit der HipHop-Kultur verbessern sollen. „Ich denke, es war ein bescheidener Anfang von großen Dingen, die auf Dallas, Ft. Worth zukommen“, kommentierte ein entschlossener D.O.C. die Entwicklungen während des Treffens, „der Schlüssel sind die Kinder. Wir müssen sie jetzt erreichen, bevor sie auf die schiefe Bahn gelangen. Die ältere Generation muss sich um die Jüngeren kümmern, anders geht es nicht. Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Vielleicht glauben uns die Leute in Dallas jetzt, dass wir es ernst meinen. Ich werde alles tun, um sicher zu gehen, dass das passiert.“ Erykah Badu betonte in einem Vortrag, dass es im HipHop darum gehen sollte, die Wahrheit zu sprechen und Ungerechtigkeiten anzuprangern. Oder wie sie es formulierte: „We need to bum rush the system with truth!“ Wooorrd,Erykah!!
Stimmt für die Revolution!
Am Montag, dem 21.10. steht sie im Laden, die wunderschöne 5-Track-EP „Revolution“ unseres rap.de/records-Artists MELLOW MARK. Wie geil ist das denn: 5 tolle Songs, inklusive dem unglaublichen Revolution-Reggae-RMX feat. GENTLEMAN…
Jetzt brauchen wir deine Hilfe! Gib Mellow Mark deine Stimme und trage deinen Teil dazu bei, dass der Anteil guter Musik in TV, Radio und überhaupt steigt. Die „Revolution“ braucht dich!
Hierhin surfen und das Richtige tun: MTV Select
und
MTV Webcharts
Revolte ist mehr als Che Guevara auf T-Shirts!
Def Jam und L.L.Cool J gehen getrennte Wege
Zu den Gründen äußerte sich L.L. folgendermaßen: Def Jam und ich versuchen gerade herauszufinden, wo wir stehen. Mein Vertrag läuft aus und wir werden sehen, wie es weitergeht. Im Moment sieht es so aus, dass ich weiterziehe. Ich weiß weder wo ich hingehen werde, noch wie es für mich laufen wird. Es gibt kein böses Blut, keine Negativität zwischen uns. Es ist nicht so, als würden wir uns gegenseitig hassen. Wir haben eine ganze Weile zusammengearbeitet, jetzt ist die Zeit für einen Tapetenwechsel gekommen.. Das ist ein Teil des Business. Man muss wachsen. Def Jam ist ein tolles Label, das weiterhin Erfolg haben wird. Und wenn Gott es so will, werde auch ich weiterhin erfolgreich sein.
L.L. Cool J bringt gerade eine US-Promo-Tour für seine demnächst erscheinende Ten-LP hinter sich. Sein zehntes Album wird gleichzeitig in absehbarer Zeit das letzte gewesen sein, das auf Lyon Cohens Label veröffentlicht wird.
Leider verläuft die Promotion für L.L.s neustes Werk nicht so reibungslos wie erhofft. Eine unabhängige Gruppe von Vertreibern droht jetzt nämlich mit dem Boykott der Scheibe, weil L.L. sich aus Termingründen weigert, ihren Läden im Rahmen der Promo-Tour einen Besuch abzustatten. Denn L.L. muss schnellst möglich zurück nach Hollywood, um seinen neusten Streifen Swat abzufilmen und hat deshalb wohl nur für die ganz großen Läden Zeit. Vielleicht sollte Mr. Smith, bevor er auf Labelsuche geht, erst einmal seine Prioritäten neu ordnen.
HipHop von der Insel
HipHop von der Insel muss nicht immer gleichbedeutend sein mit London, oder allgemeiner gesagt, mit England. Auch in anderen Teilen Großbritanniens gibt es talentierte MCs. Nun machen sich im schottischen Glasgow Rapper auf, aus dem Schatten der lokalen Szene zu treten und ihren Bekanntheitsgrad auch auf das Festland auszuweiten. Belles in Monica heißt die Crew um die MCs Kruze und Red sowie DJ Dema, deren dritte 12” „What D’Ya Need“ gerade in England auf den Markt gekommen ist. Auf ihrer Website belles.demon.co.uk, kann man mehr über die Jungs erfahren und sich außerdem die Single runterladen! Das Album „Resistance“ soll Ende des Monats folgen.
Checkt das!
Exklusives Prelistening auf mellowmark.de
Als Support-Gast auf der Saian Supa Crew-Tour hat er sich bereits in die Herzen vieler gespielt, die ihn noch nicht kannten: Mellow Mark – HipHop-Songwriter und Reggae-Gitarrist aus Hamburg. Nachdem sein Videoclip zu „Revolution“ (VÖ der EP: am nächsten Montag, 21.10.) auch auf MTV rotiert und immer mehr Menschen auf Mellow Marks neuartigen Gitarren-Soul-HipHop-Style abfahren, gibt es nun auf seiner Website ein Schmankerl für die Fans: Jeden Tag bis zum Release kann man man sich auf www.mellowmark.de einen weiteren Song von der „Revolution“-EP anhören, natürlich auch das grandiose GENTLEMAN-Feature beim Revolution-Bushhouse-RMX. Mit Gentleman folgt übrigens gleich im November die nächste große Deutschland/Österreich/Schweiz-Tour. Fleißig, fleißig!
DJ Premier gründet eigenes Label
Nachdem inzwischen jeder namenhafte Produzent von Dr. Dre bis zu den Neptunes ein eigenes Label besitzt, hat sich jetzt auch Gangstarr-Mastermind Dj Premier ein Herz gefasst und eine eigene Produktionsfirma, Year Round Records, an den Start gebracht. Als ersten Act hat Premo die NYGz unter Vertrag genommen, deren erste Single „Giantz Ta Thiz b/w Strength“ am 11. Oktober exklusiv auf Vinyl erschienen ist. Ex-Screwball-Mitglied Poet steht im Moment in Verhandlungen mit Year Round, die Chancen für eine Zusammenarbeit stehen aber gut.
Gordon Franklin, leitender Angestellter bei Year Round, formulierte die Label-Philosophie folgendermaßen: „Das Klima, in dem sich HipHop entwickelt, ändert sich ständig. Wir bei Year Round Inc. wollen den Menschen weiter authentische HipHop-Musik bieten, ohne dabei die Basis zu vergessen, die unsere Kultur und Kunst hervorgebracht hat.“ Man darf gespannt sein…
Autoren von „Fear of a Kanak Planet“ auf Lesung-Tour
Die beiden Autoren Murat Güngör (Ex-Kanak Attak) und Hannes Loh (ehemals Anarchist Academy) reisen mit ihrem kürzlich erschienen Buch „Fear of a Kanak Planet“ quer durch Deutschland, außerdem sind Abstecher nach Zürich und Wien geplant.
Güngör und Loh werden Passagen aus ihrem gemeinsamen Erstwerk vortragen, welches sich kritisch mit der Entwicklung der deutschen Rapszene und ihrer diversen Stilrichtungen (Deutsch-Rap, Turkish HipHop usw.) auseinandersetzt.
Unterstützt wird das Autoren-Duo dabei von jeweils einem ortsansässigen Rap-Act. So wird beispielsweise in Heidelberg Linguist mit dem Publikum diskutieren, in Wien wird Schönheitsfehler mit von der Partie sein und das Kölner Publikum darf sich auf einen Besuch der Microphone Mafia und Ade von den Brothers Keepers freuen.
Wer sich also aus einer erfrischend anderen Perspektive mit dem Thema HipHop in Deutschland (bzw in Österreich, der Türkei, der Schweiz und in Frankreich) auseinandersetzen will, checkt die Termine bei unseren Events & Tourdates.
Viel Spaß!
Mitglied der legendären Cold Crush Brothers verstorben
Die legendären Cold Crush Brothers haben ihr jüngstes Mitglied verloren. Eric Hoskins, besser bekannt als Money Ray, unterlag am 4. Oktober im Alter von 38 Jahren einem Krebsleiden. „Wir waren alle geschockt, als seine Krankheit diagnostiziert wurde, denn er war das jüngste und, so dachten wir alle, somit auch das gesündeste Mitglied unserer Crew“, erinnert sich Charie Chase in einem Statement an die ärztliche Untersuchung vor fünf Wochen, bei der Money Ray erstmals von seiner Krankheit erfuhr. Money Ray hatte seine Karriere als Tänzer in einer Formation namens „The Smurf Twins“ begonnen. Als bei einem Konzert einer der Cold Crush Brothers nicht erschien, ersetzte ihn kurzerhand Money Ray, der bereits damals sämtliche Texte der CCB auswendig konnte. Seitdem war Money Ray ein fester Teil der legendären Crew, die unter anderem Grandmaster Caz und Kay Gee zu ihren Mitgliedern zählt. Unter HipHop-Fans gelten die Cold Crush Brothers als Pioniere, denen es dank ihrer berühmten Bühnenshows, ihrer atemberaubenden Freestyle-Skills und ihrem Auftritt im Oldschool-Streifen „Wildstyle“ gelang, auch beim Mainstream-Publikum einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Beileidsbekundungen könnt ihr den verbleibenden Mitgliedern auf www.coldcrushbrothers.com zukommen lassen.




