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MoTrips Bruder Hassan rappt für Seenotrettung

Was macht eigentlich… MoTrips älterer Bruder Hassan? Der ihn einst zum Rap brachte und selbst als Elmo eine Zeitlang aktiv war?

Er rappt – und zwar für WDR Cosmo. In einem kurzen Clip bricht er intensiv die derzeitige Krise im Mittelmeer herunter, die von der deutschen Öffentlichkeit nach wie vor entweder ignoriert oder auf abstrakte vermeintliche Rechtsnormen reduziert wird. Dabei sollte Seenotrettung absolut unumstritten sein.

Mit klaren Zeilen erinnert er daran, was da tatsächlich passiert:

„Diese Grenzen, ich reiße sie ein
Ich will einfach nur rein
Wir warten während man nach einem Schuldigen sucht
Doch ein sicherer Hafen wär‘ für uns schon genug“

Hier der ganze Part:

https://www.instagram.com/p/Bz8N2QdiLQ1/

„Trap Tape“: Gewinne eine von drei Skinny Finsta-Kassetten

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Tape bedeutet bekanntlich Kassette. Du erinnerst dich vielleicht: So ’ne viereckige Dinger, die man in andere viereckige Dinger (Kassenrekorder) steckte.

Skinny Finsta jedenfalls erinnert sich definitiv. Er hat den Titel seines neuen Releases „Trap Tape“ wörtlich genommen und veröffentlicht das gute Stück nicht nur digital, sondern auch – genau – auf Kassette.

Wir haben für euch drei der Tonträger aus alter Vorzeit gesichert. Wenn du eine davon gewinnen willst, schick uns eine Mail mit dem Betreff „Trap Tape“ an win@rap.de. Gewinner*innen werden von uns ausgelost und benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Pete Boateng – Rolling Stone (prod. Nobody’s Face & BergerBeats) [Video]

Pete Boateng (nicht verwandt oder verschwägert) landet den nächsten Coup: „Rolling Stone“ ist kein Rock’n’Roll, sondern vielmehr eine beschwingte Reggae-Rap-Fusion.

Am Beat haben Nobody’s Face und BergerBeats ganze Arbeit geleistet. Und im Video sind u.a. SSIO, Chefket und Kid Simius zu sehen. Ersterer sogar mit einer Sprechrolle.

Vor seiner eigenen Karriere war Pete vor allem als Backup für Marteria und SSIO unterwegs. Geboren wurde er in Duisburg, mittlerweile lebt er aber in Berlin.

„Rolling Stone“ ist bereits seine zweite Single. Davor brachte er „Nur ein Traum“ an den Start, auf dem Megaloh und Marteria zu Gast waren.

Pete Boateng feat. Marteria & Megaloh – Nur ein Traum [Video]

Animus und Azad beenden Zusammenarbeit

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Animus und Azad haben ihre Zusammenarbeit beendet. Das teilt Animus auf Instagram mit.

Er wolle seinen eigenen Weg gehen, begründet der Heidelberger diesen Schritt. Deshalb habe er seinen Vertrag bei Bozz Music nicht verlängert.

Damit bleibt es bei zwei Releases, die er über Azads Label hatte. Das Album „Beastmode 3“ war 2018 dort erschienen. Ebenfalls letztes Jahr erschien die EP „Poet“.

Zuletzt hatten Animus und Azad im Fokus gestanden, als KEZ in seinem Song „Intro“ behauptet hatte, der Kugelschreiber hätte die Texte für AZs Album geschrieben.

 

Ufo361: Feature mit Future steht

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Für Ufo361 geht ein lange gehegter Traum in Erfüllung: Er hat einen gemeinsamen Song mit seinem erklärten Idol Future recorded.

Das gibt der Berliner noch vom splash!-Festivalgelände bekannt. Dort hatte der US-Star ihn bei seinem Auftritt auf die Bühne geholt.

https://www.instagram.com/p/Bz55Crzhw0g/

Doch damit nicht genug: Ein Instagram-Post zeigt die beiden zusammen, dazu schreibt Ufo: „Song mit Future steht! Ich habe davon geträumt, habe in etlichen Songs erwähnt, dass Future mein Idol ist und jetzt bin ich im Studio mit ihm und wir haben einen kaputten Track gemacht!“

Auf sein kommendes Album „Wave“ wird der Track es allerdings nicht mehr schaffen – aus Zeitgründen. Auf dem Album danach aber werde er „safe“ dabei sein. „Wave“ erscheint am 9. August.

https://www.instagram.com/p/Bz6YkJ0hnAG/

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Mehr Hintergründe zu Ufo und Ami-Features findest du hier:

Ufo361: »Future wollte 100.000, das habe ich zugesagt« // Titelstory

Kommentar: Deutschrap ist noch nicht bereit für die Hype Awards

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Nachdem Kollegah und Farid Bang den Echo in die Knie gezwungen hatten, reagierte die Rap-Industrie prompt mit einer eigenen Preisverleihung. Motto: „Alles hat seinen Preis – jetzt auch die Straße“. Die Hype Awards machten es sich zur Aufgabe, der HipHop-Kultur in Deutschland eine eigene Auszeichnung zu widmen, um die gegenwärtigen Chart- und Streaming-Erfolge angemessen zu würdigen.

Es waren noch keine 24 Stunden nach der Verleihung vergangen und schon hatten es sich namhafte YouTuber, Musikjournalisten und sonstige Experten zur Aufgabe gemacht, den Fremdscham-Charakter dieser Veranstaltung genüsslich auszuschlachten. Peinliche Parodien, Kritik an der Qualität der Live-Acts, schlechte Stimmung und holprige Moderationen wurden besonders amüsiert beackert.

Mainstream oder nicht?

Ich halte aber sehr wenig davon, einzelnen Menschen nun die Schuld an der Misere zu geben, weil ich glaube, dass diesem Cringe eine viel tiefer greifende Ursache zugrunde liegt. Es hat mit den Wurzeln der HipHop-Kultur zu tun. HipHop war schon immer ein Gegenentwurf zum Mainstream. Es war eine „counter culture“ mit eigener Identität, die sich eben nicht mit den allgemeinen bürgerlichen Werten deckte. HipHop lebt von seiner Antihaltung, von der Direktheit und Unangepasstheit.

Natürlich haben sich diese kulturellen Besonderheiten im Zuge des gegenwärtigen ökonomischen Erfolgs aufgeweicht. An den Hype Awards lässt sich nun erkennen, dass HipHop zwar wirtschaftlich bei sich angekommen ist, kulturell jedoch nicht. Man ist sich nicht wirklich einig, ob man nun zum Mainstream gehört, den man eigentlich immer abgelehnt hat, oder ob man sich immer noch als das einstige Gegenmodell zur bürgerlichen Gesellschaft begreifen möchte. Ebendiese Unsicherheit im kulturellen Selbstverständnis machte diese Veranstaltung so skurril.

Rebellisches Selbstverständnis dominiert

Ich glaube, dass das ursprüngliche, rebellische Selbstverständnis in Form einer trotzigen Attitüde immer noch dominiert. Aus diesem Grund funktionieren Rapper*innen auf den klassischen Veranstaltungen wie dem Echo deutlich besser, weil man hier die Möglichkeit hat sich von der spießigen Mehrheitsgesellschaft abzugrenzen. Durch eigene kulturelle Symbole wie etwa Kleidung, Verhalten und Sprache konnte man die Grenzen zum Rest der Bevölkerung entschlossen markieren.

Man könnte sagen, dass der Echo von diesem Deal gelebt hat. Rap-Künstler*innen konnten ihre Rolle als Rebell*innen demonstrieren, um sich somit vom bürgerlichen Milieu zu distanzieren. Spießer können mit dem Finger auf die schmuddeligen Rapper*innen zeigen, wohingegen diese wiederum durch ihre ignorante Performanz die eigene Identität kultivieren konnten. Gefühlt war man dort immer fehl am Platz, ging aber trotzdem hin, weil man ja doch irgendwie die Anerkennung der Gesellschaft genießen wollte. Man tat dies aber immer mit einer gewissen Antihaltung.

Widerspruch seit Geburt

In diesem Widerspruch bewegt sich die HipHop-Kultur bereits seit ihrer Geburt. Man möchte ankommen, aber irgendwie auch nicht. Beziehungsweise nicht um jeden Preis. Und genau dieser Deal wurde mit den Hype Awards nun begraben. Die Veranstaltung gleicht zwar einer klassischen Preisverleihung, bietet den Künstlern aber nicht die Chance, sich von der spießigen Mehrheitsgesellschaft abzuheben, weil sie schlichtweg nicht anwesend ist. Man weiß also noch nicht wie man sich verhalten soll, wenn da niemand ist, von dem man sich abgrenzen kann.

Darüber hinaus gibt es ohne das soziale Gegenüber der bürgerlichen „Normalbürger*innen“ keinen wirklichen Zusammenhalt innerhalb der Szene . Das sieht man etwa daran, wie viele sich nun hämisch auf einen kleinen Texthänger während Enos Auftritt stürzen. Ich bin mir sicher, dass die jetzige negative Bewertung seiner Performance im Rahmen einer klassischen Preisverleihung deutlich positiver von der Szene aufgenommen worden wäre, weil man dann geschlossen gegen den Mainstream gestanden hätte.

Mehr Solidarität!

Man wäre solidarisch als HipHop-Community aufgestanden und hätte ihn abgefeiert und supportet. Doch beim Hype Award konnte diese Gruppendynamik „Wir gegen die“ nicht aufkommen. In diesem Sinne: Ja, es stimmt, dass die Hype Awards awkward waren. Aber trotzdem würde ich mir wünschen, dass wir aufhören, uns gegenseitig zu zerfleischen und stattdessen lieber geschlossen als Kultur solidarisch füreinander einstehen. Das wäre nämlich HipHop.

Was die Hype Awards nächstes Jahr besser machen müssen

Azad – Schutzengel (prod. Gorex) [Video]

Azad ist dein Schutzengel. Wenn du ungerecht behandelt wirst – nicht verzweifeln. Der Bozz regelt das.

Versprochen hat er uns bekanntlich ein Album im alten Stil, ohne Trap, ohne Autotune. Und nach den bisherigen Singles zu urteilen hält er dieses Versprechen auch.

Der alte Azad ist zurück. Gerade so, als wäre er nie weggewesen.

Apache 207 – 2 Minuten (prod. Worstbeatz) [Video]

Apache 207 macht einfach mal weiter. „2 Minuten“ heißt das neue Video. Und klar, der Mannheimer ist jetzt schon Newcomer der Stunde.

Nix ist für die Ewigkeit, weiß der Pfälzer – und deswegen braucht er nur 2 Minuten. Und wenn er nachts in der Booth hängt, sucht er seinen Schlaf. Aber safe ohne dich. Tja.

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