Start Blog Seite 3684

Übernahme

0

Seit letztem Jahr hielt der Musikkonzern Sony BMG schon 50% der Anteile am 1996 von den Fantastischen Vier gegründeten Label Four Music. Nun wurden auch die weiteren 50% aufgekauft. Dies Berichtete Edgar Berger, CEO von Sony BMG Deutschland, der Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung.

Der Musikgigant habe erkannt, dass das nationale Produkt weiterhin gefragt sei. Das Musikgeschäft sei eine Herausforderung. Auf dem deutschen Markt konnte Sony BMG nach der letzten Halbjahresbilanz erstmals am Konkurrenten  Universal Music  vorbeiziehen  und diesen  als Marktführer ablösen.  Der A&R Bereich wurde ausgebaut, Anteile an vielen Labels gekauft.

"So haben wir jetzt auch die restlichen 50 Prozent an Four Music erworben. Es wird seinen Charakter als Independent-Label behalten." sagte Berger dazu. Da sich das Geschäft in den letzten Jahren stark verändert hat, baut Sony BMG auf neue Ziele und Strategien.

"Wir wollen nicht über den Preis wachsen, sondern über gute Acts. Ich bin ein optimistischer Realist. Die Ticketpreise für Konzerte haben sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt – das Plattengeschäft hat sich in den letzten fünf Jahren fast halbiert. Die Menschen geben also weiter Geld für Musik aus, nur in anderer Form."

Für die HipHop Heads bleibt zu hoffen, dass er mit seinen Aussagen bezüglich Four Music Recht behält.

Klagewelle Pt. 2

0

Snoop Dogg arbeitet zur Zeit an seinem achten Album "Blue Carpet Treatment", welches unter anderem Warren G, R. Kelly, Pharrell, Timbaland, will.i.am, James Ingram, Ne-Yo, Jermaine Dupri, Janet Jackson, Akon und Stevie Wonder featured. Außerdem werkelt er noch an dem Film "A Womans Touch" und einem Animationsfilm zum Album.

Unterdessen wurde er in der letzten Woche von EMI-Blackwood verklagt, da er versucht hatte, sich aus seinem 4-Alben-Vertrag heraus zu winden. Laut New York Daily News habe Calvin "Snoop Dogg" Broadus im letzten Monat ebenfalls Klage gegen EMI eingereicht, bei denen seine beiden LPs "Da Game Is To Be Sold Not To Be Told" und "Top Dogg" erschienen waren. Die Begründung war ein kalifornisches Gesetz, das ihm den automatischen Ausstieg aus seinem Vertrag nach 7 Jahren ermögliche.

EMI wehrte sich nun seinerseits mit einer Klage vor dem Manhattan Supreme Court und argumentierte mit der Tatsache, dass Snoop immernoch 2 Alben schuldig sei und der Vertrag in New York unterzeichnet wurde, weshalb das kalifornische Recht hierbei keine Anwendung finde.

VA – Hustle & Flow

0

Hustle & Flow ist ein packendes Drama von Craig Brewer, das realistisch ins Milieu von Rappern und Gangstern eintaucht. Regisseur und Autor Craig Brewer verzichtet weitgehend auf Klischees und überzeugt mit neuen Gesichtern wie dem von Terrence D. Howard (Ray) und Taraji P. Henson (Shug).

Der Film erzählt die Story des Zuhälters DJay (Terrence Howard) der auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist und einen intensiven Wunsch verspürt, etwas aus seinem Leben zu machen. Gemeinsam mit seinem früheren Kumpel Key (Anthony Anderson), der inzwischen Tontechniker geworden ist, und mit Kirchenmusiker Shelby (DJ Qualls) fängt er an, eigene Raps zu texten und ein Album aufzunehmen. Als DJays Vorbild Skinny Black (Ludacris) die Hood besucht, entscheidet er sich endlich, Nägel mit Köpfen zu machen. Die Musik ist ein immer größer werdender Bestandteil des Films und sorgt einerseits für Freundschaft und Verständnis unter den Figuren, zeigt zugleich aber auch die Schattenseiten des Musikgeschäfts.

Hustle & Flow ist ein gelungener Film, weil er sich technisch zurücknimmt und ganz die Geschichte in den Mittelpunkt stellt. Um etwas über das Leben auf der Straße zu lernen, verbrachte Schauspieler Howard einige Zeit mit Juicy J von der bekannten Crunk-Gruppe Three 6 Mafia aus Memphis. Noch eine Besonderheit ist, dass die Tracks "Whoop That Trick" und "Hustle & Flow" aus der Feder von Al Kapone stammen.

Charteinstieg auf 4 und 24

0

Der Aggroberlina Fler ist in der letzten Woche mit seinem neuen Album "Trendsetter" auf Platz 4 der deutschen Albumcharts eingestiegen. Auf der Platte sind unter anderem Sido, G-Hot, Deso Dogg und Tony D  zu hören.  Nach seiner ersten Single "Papa Ist Zurück", steht seit dem 30. Juni nun auch "Cüs Junge" feat. Muhabbet in den Läden.

Auch einer seiner größten Gegenspieler, Eko Fresh, kann von einem gelungenen Comeback sprechen. Sein neuer Longplayer "Hart(z) IV" stieg von 0 auf 24 in die Charts ein. Die Single "Gheddo" mit Bushido belegt immernoch Rang 19.

Nach Zahlen steht es also 1 zu 0 für Fler. Trotzdem wird an beiden Beispielen der weiter laufende Siegeszug von deutschem Rap sichtbar. Fler und Eko sind oben angekommen.

Insolvenz für Death Row

0

Eine Richterin entschied am Freitag (07. Juli), dass es rechtliche Vergehen in der Buchführung von Suge Knights Label Death Row Records gab. Die Abordnung eines Insolvenzverwalters ist beschlossene Sache, Knight gab zu, seine Bilanzen fast ein Jahrzehnt lang nicht geprüft zu haben.

Dennoch widersprach sein Anwalt Daniel McCarthy der richterliche Begründung, die Buchführung sei verwirrend. Er betonte, das Label sei in Tha Row umbenannt worden und Knight verhandele gerade über einen Vertriebsdeal für die lukrativen kommenden Geschäfte. Er will Hitalben von u.a. 2Pac, Snoop Dogg, Dr. Dre und Tha Dogg Pound veröffentlichen.

Suge Knight selbst war bei der Verhandlung nicht anwesend. Wie seine Anwälte erklärten, habe er sich bei einem Motorradunfall verletzt und betrauere zudem gerade einen Todesfall in seiner Familie.

Doch mit dem Richterspruch ist noch nicht alles zu Knights Problemen gesagt. Nebenher läuft noch eine neu Klage der früheren Geschäftspartner Lydia und Michael "Harry O" Harris gegen ihn. Die beiden behaupten, ihnen gehörten 50% des Labels, denn Harry O habe 1,5 Millionen Dollar in Death Row Start-Up-Fonds investiert, als Knight inhaftiert war. Er musste ihnen erst kürzlich 107 Millionen Dollar zahlen.

Berichten zufolge habe das Label Anlagen im Wert von 1 und 10 Millionen Dollar, sei jedoch mit ca. 100 Millionen Dollar verschuldet.

Release verschoben

0

Lloyd Banks wird sein Album "Rotten Apple" doch nicht wie geplant am 18.Juli auf den Markt bringen. Wie ein Interscope-Sprecher verlauten ließ, wurde das Releasedate um knapp 2 Monate, auf den 19. September verlegt. Die Gründe dafür sind noch unklar.

Wie rap.de bereits berichtete, werden neben Banks auch 50 Cent, Young Buck, Tony Yayo, Scarface und Rakim zu hören sein. Für die Produktionen zeichnen sich Timbaland, Havoc, Eminem, Ron Browse und Sha Money XL verantwortlich. Executive Producer werden besagter Sha Money XL, sowie 50 Cent sein, der bereits auf der ersten Single "Hands Up" gefeatured ist.

Da Muzicianz – Da Muzicianz

0

Warum sich dieses lustige Trio rund um D-Roc von den Ying Yang Twins Da Muzicianz nennen muss, wird aus folgendem Statement ersichtlich:„We’re rappers but we feel like we put our voices on the beat to create another part of the instrument; a different pitch of some sorts.“ Aha… sie sind also mehr Instrumente als Rapper. Somit wäre klargestellt, dass hier kein lyrisches Feuerwerk in Forme eines NAS oder Raekwon zelebriert werden dürfte. Wer hat das bei den Ying Yang Twins jemals erwartet?

Dafür werden alle Clubheads, Freunde Mr.Collipark’s und Anhänger des neuerlichen Snap-Music-Hypes definitiv zufrieden gestellt. Schöne Mucke für den Weg in den Club also. „Bust It Wide Open“ macht den Anfang, zeigt beattechnisch ein gutes Niveau, jedoch lassen die Skllz der Muzicianz hierauf schon einige Lücken erkennen. Schnippsig geht es weiter mit „Crazy Man (ft. Geeskie, Kuzin Big Boyy & Countrie Biggz)“, „Til Yo Back Git So‘ (ft. Geeskie)“ und dem wahrscheinlich baldigen Tanzflächenfüller „Girls I Know (ft. Fabo (D4L))“. Laffy Taffy continues… Für MiamiBass-Liebhaber gibt es dann auch noch Schmankerl in Form von „Camera Phone (ft. Mr.Collipark)“, „Strip Leader (ft. Kaine & Smitty J)“ und „Pop That“, bei denen Mr.Collipark zurück in sein altes Alter Ego DJ Smurf schlüpft, welches ja die SoSoDef-Bass-Series geprägt hat wie kein Zweiter.

Das brachiale„Get Yern“ ist ja auch schon seit geraumer Zeit unterwegs und kann somit nicht mehr wirklich verblüffen, zieht jedoch immer noch ganz gut. Krachen lassen es die Herren noch mal mit „Gyrate“, welches anfangs etwas verwirrend daher kommen mag, hört es sich doch wie ein viel zu hoch gepitchter Techno-Abklatsch von „Wait“ an. Tut trotzdem seinen Job.

So kann man es auch mit dem gesamten Werk halten – nichts Besonderes, nichts Innovatives aber funktionieren tut es trotzdem ganz gut… zumindest im Club.

Yo Gotti – Back 2 Da Basics

0

Freunden des gepflegten Südstaaten-Rap sollte dieser Yo Gotti ein Begriff sein. „Back 2 Basics“ ist nicht der Einstieg des jungen Mannes sondern vielmehr sein 4.Album. Der Vorgänger „Life“ schaffte es independent um die  40 – 50.000 Stück zu verkaufen, was ja relativ ansehnlich scheint. Größter Erfolg des Memphis-Native war jedoch sein Beitrag zu „Hustle & Flow“, John Singleton’s Erzählung über einen Down South-Pimp (Terence Howard), der schlußendlich zum Rapper avanciert. Mit „Shawty Violating (Wup That Hoe)“ etablierte er sich binnen kürzester Zeit als „der“ Newcomer des Südens und konnte mit etlichen Mixtape-Tracks und der Überkombo zu „Gangsta Party“, welches er gemeinsam mit Bun B & 8Ball berappte, seinen Status weiter steigern. „Back 2 Basics“ soll ihn nun in die Top-Liga der Southern Grillz hieven.

Einen Distribution-Deal mit Cash Money hat er ja schon in der Tasche und somit war es an der Zeit, zusammenzuführen, was in Zukunft öfters zusammenfinden wird.„I Got Them“ featuret Lil Wayne und den scheidenden Cash Money-CEO Baby. Ein starker Einstand, der mit harten Bassschlägen und noch härteren Snaredrums eingeleitet wird. Thematisch beruft sich Yo Gotti bei seinem 4.Werk auf seine Fähigkeiten als Hustler und den hiermit gewonnenen Geldhaufen sowie die Erfahrungen, welche er in der Phase gesammelt hat. Somit werden die Präsidenten fleißig verteilt („Spend It Cuz U Got It (ft. Allstar)“), der Beruf manifestiert („Full Time“ & „I’m A Thug“), der Echtheitsgehalt der neuerlichen „Gs“ geprüft („U A Gangsta Rite?“) und nebenbei Krieg in den vier Wänden des Lieblingsclubs zelebriert („Shawty (ft. D’Nero)“ & „Shawty Violating (Wup That Hoe)(ft. La Chat)“).

Trotz des enorm niedrigen Bekanntheitsgrades der Produzenten (Carlos Broady, Fate Eastwood, Swizzo, J$Mil.) ist das Album schön bouncig und gut durch produziert. Scott Storch hat sich für 10.000 Dollar, wie es Yo Gotti anfangs von„That’s What They Made It Foe (ft. Pooh Bear)“ kundtut, nieder gelassen und einen mehr als brauchbaren Beat gelacet, der jedoch eher für einen netten Sonntags-Cruise durch das fränkische Ghetto zu gebrauchen ist als für die Tanzfläche. Emotional wird es auf „We Gonna Be Alright“, wo sich Yo Gotti ausführlich mit der Inhaftierung seines Bruders beschäftigt und am Ende seine Schlüsse daraus zieht.  

Bleibt festzuhalten, dass es nicht „das“ Album des Jahres ist, jedoch gibt es auch keine großartigen negativen Punkte zu erwähnen. Ein wenig einseitig vielleicht, jedoch nicht unangenehm. Neben seinen neuen Feinden, der Three 6 Mafia, etabliert sich Yo Gotti jedenfalls als Memphis größte Hoffnung.

Featured