Yo Gotti – Back 2 Da Basics

Freunden des gepflegten Südstaaten-Rap sollte dieser Yo Gotti ein Begriff sein. „Back 2 Basics“ ist nicht der Einstieg des jungen Mannes sondern vielmehr sein 4.Album. Der Vorgänger „Life“ schaffte es independent um die  40 – 50.000 Stück zu verkaufen, was ja relativ ansehnlich scheint. Größter Erfolg des Memphis-Native war jedoch sein Beitrag zu „Hustle & Flow“, John Singleton’s Erzählung über einen Down South-Pimp (Terence Howard), der schlußendlich zum Rapper avanciert. Mit „Shawty Violating (Wup That Hoe)“ etablierte er sich binnen kürzester Zeit als „der“ Newcomer des Südens und konnte mit etlichen Mixtape-Tracks und der Überkombo zu „Gangsta Party“, welches er gemeinsam mit Bun B & 8Ball berappte, seinen Status weiter steigern. „Back 2 Basics“ soll ihn nun in die Top-Liga der Southern Grillz hieven.

Einen Distribution-Deal mit Cash Money hat er ja schon in der Tasche und somit war es an der Zeit, zusammenzuführen, was in Zukunft öfters zusammenfinden wird.„I Got Them“ featuret Lil Wayne und den scheidenden Cash Money-CEO Baby. Ein starker Einstand, der mit harten Bassschlägen und noch härteren Snaredrums eingeleitet wird. Thematisch beruft sich Yo Gotti bei seinem 4.Werk auf seine Fähigkeiten als Hustler und den hiermit gewonnenen Geldhaufen sowie die Erfahrungen, welche er in der Phase gesammelt hat. Somit werden die Präsidenten fleißig verteilt („Spend It Cuz U Got It (ft. Allstar)“), der Beruf manifestiert („Full Time“ & „I’m A Thug“), der Echtheitsgehalt der neuerlichen „Gs“ geprüft („U A Gangsta Rite?“) und nebenbei Krieg in den vier Wänden des Lieblingsclubs zelebriert („Shawty (ft. D’Nero)“ & „Shawty Violating (Wup That Hoe)(ft. La Chat)“).

Trotz des enorm niedrigen Bekanntheitsgrades der Produzenten (Carlos Broady, Fate Eastwood, Swizzo, J$Mil.) ist das Album schön bouncig und gut durch produziert. Scott Storch hat sich für 10.000 Dollar, wie es Yo Gotti anfangs von„That’s What They Made It Foe (ft. Pooh Bear)“ kundtut, nieder gelassen und einen mehr als brauchbaren Beat gelacet, der jedoch eher für einen netten Sonntags-Cruise durch das fränkische Ghetto zu gebrauchen ist als für die Tanzfläche. Emotional wird es auf „We Gonna Be Alright“, wo sich Yo Gotti ausführlich mit der Inhaftierung seines Bruders beschäftigt und am Ende seine Schlüsse daraus zieht.  

Bleibt festzuhalten, dass es nicht „das“ Album des Jahres ist, jedoch gibt es auch keine großartigen negativen Punkte zu erwähnen. Ein wenig einseitig vielleicht, jedoch nicht unangenehm. Neben seinen neuen Feinden, der Three 6 Mafia, etabliert sich Yo Gotti jedenfalls als Memphis größte Hoffnung.

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