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Monte Cristo – Silverfall

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Die Entwickler von Monte Cristo haben mit Silverfall ein episches Action-Rollenspiel der allerfeinsten Sorte auf den Spielemarkt geworfen.

In einer magischen Stadt  kämpft man als Held gegen die Zerstörung Silverfalls. Zu Beginn des Spiels kreiert man seinen Helden nach eigenen Belieben. Zur Auswahl stehen dem Spieler verschiedene Rassen. Dazu gehören Mensch, Elf, Goblin oder Troll. Das Tutorial führt den Spieler schnell in die Story und den Ablauf des Rollenspiels. Dieser beschreibt, dass teuflische Kräfte in Gestalt von Dämonen es auf  Silverfall abgesehen haben. Als Held bekämpft man die Schattenwesen mit verschiedenen Kampftechniken oder Zaubersprüchen, die der Held nach einiger Zeit und Erfahrung erlernt. Diese Erfahrungen machen sich dann auch beim Helden bemerkbar. Heisst, dass sich der Charakter durch den Spielverlauf unterschiedlich entwickelt. Gleichzeitig werden immer mehr Spielelemente sichtbar und begeistern den Spieler. Doch nicht nur die Vielfalt an Optionen begeistern. Ebenso abwechslungsreich und schön anzusehen ist das Leveldesign. Ob in der Stadt, im Waldgebieten oder im Sumpf – die Grafik und der Umfang überzeugen auf ganzer Linie.

Als innovatives Element steht der Kampf zwischen Natur und Technik im Vordergrund. Das heisst, dass der Charakter während seines Abenteuers eine Tendenz zu einer Seite entwickelt. So kann man beispielsweise Tiere für den Kampf  beschwören, wenn man sich auf der Seite der Natur befindet. Auf der anderen Seite stehen andere Mittel zu Verbesserung der Fähigkeiten zur Verfügung. Wobei auch nach abgeschlossenen Szenarien vier verschiedene Punkte auf die Fähigkeitsbäume verteilt werden können. Es gibt verschiedene Bäume, die zum einen die Weiterentwicklung des Charakters im Kampf sowie in der Magie oder sonstige Attribute verbessern. Bei der Verteilung gibt es mehrere Möglichkeiten, um dann die zahlreichen Aufgaben und Herausforderungen zu bestehen. Neben der Möglichkeit, mit Ware und Gegenständen zu handeln, kann auch die Beute aus dem Kampf reibungslos verscheuert werden. Zusätzlich wird man im Verlauf des Spiels auf mehr oder weniger geeignete Begleiter treffen. Es besteht auf jeden Fall die Möglichkeit, Gruppen aus bis zu 8 Personen zu schließen. Die Geschichte sowie die Fähigkeiten jedes Einzelnen werden dem Helden oftmals zugute kommen oder ihm auch mal die Haut retten.

Die Steuerung des Charakters lernt man schnell, da diese auch sehr simpel gehalten worden ist. Rasch bewegt man seinen Helden mit Hilfe der Dreh- und Zoomfunktion durch die Landschaften. Auch Kampfattacken gehen schnell von der Hand. So macht Silverfall einen sehr guten Gesamteindruck, welchen ich auch allen Fans dieses Genres ans Herz lege. Nebenbei hat mich auch die Atmosphäre durch den Soundtrack begeistert.

Auch Multiplayer werden bei Silverfall auf ihre Kosten kommen. Neben Lan-Battles mit bis zu 8 Spielern wird sich auch im Internet eine gewisse Community  zusammenfinden.

P.S.: Wer eine stylische Silverfall-Tasse gewinnen möchte, hat hier die Gelegenheit dazu.

Keny Arkana vs. Front National

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Als wären die Verkaufszahlen des vergangenen Jahres nicht schon positiv genug gewesen, lassen sich auch im ersten Quartal 2007 die Fans nicht lumpen und kaufen fleißig weiter. Diams hat mit  ihrem Album „Dans Ma Boulle“ nun endgültig die Million (!!!) geknackt, während Sopranos „Puisqu’il Faut Vivre“ und „Jusqu’à La Mort“ der Mafia K1 Fry mittlerweile am Gold-Status kratzen.

Weniger erfreulich erging es unterdessen Keny Arkana. Ein Missbrauch zweier Lieder der stark politisch orientierten Rapperin aus Marseille hat in der französischen Rapszene und weit darüber hinaus einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Aktivisten der Front National hatten das Video zu „La Rage“ und dem Track „Nettoyage Au Karcher“ verfälscht, um Werbung für die rechtsextreme Partei des Präsidentschafts-Kandidaten Le Pen zu machen. Das Ganze wurde wenige Tage vor der Wahl im April in diversen Internetforen der Front National und auf bekannten Videoplattformen veröffentlicht. Keny Arkana reagierte unverzüglich und stellte die Antwort „Le Front De La Haine“ („Die Hassfront“) ins Internet. Zu den Vorkommnissen nahm sie offiziell wie folgt Stellung:

„Als Vertreterin einer Revolution von unten erinnere ich daran, dass ich keinen der Kandidaten unterstütze, am allerwenigsten die der Front National und ihre rassistischen, fremdenfeindlichen und hasserfüllten Anhänger. Der Clip ist das genaue Gegenteil der Werte, für die ich immer eingestanden habe. Ich bleibe im Bezug auf diese hinterhältige und skandalöse Verfälschung meiner Musik und meiner Message nicht gleichgültig. Das beweist wieder einmal, dass die Propaganda der Front National auf nichts als Lügen und Verleumdungen beruht. Der Kampf geht weiter, Vive La Résistance!“

Keny Arkana wird auch auf dem Debütalbum von Kalash L’Afro zu hören sein. Der Rapper ist bereits seit 1997 aktiv,  hat schon auf zahlreichen namenhaften Compilations, wie zuletzt „Illegal Radio“ oder dem Soundtrack zu „Taxi 4“, mitgewirkt. 2005 veröffentlichte er das Mixtape „Ghettoven“. Sein Erstling „Cracheur de Flammes“ kam gestern (14.05.) auf den Markt. Weitere Features kommen u.a. von Soprano, Lino und Mystic.

Bereits am 30. April erschien das neue Streetalbum  von Salif, Teil des Duos Nysay, der auf Kool Shens Label IV My People gesignt ist und bereits 1999 mit dem Titel „Eeny, Meeny, Miny, Mo“ bekannt wurde. Die Scheibe mit dem Titel „Boulogne Boy“ hat, man höre und staune, einen starken Bezug zur Skinheadkultur. Mit vertreten sind Alonzo von Psy4 De La Rime, TLF und JMI Sissoko. „Boulogne Boy“ stieg direkt auf Platz 55 der französischen Albumcharts ein.

Besonders gute Nachrichten gibt es für alle Fans der Mafia K1 Fry zu vermelden. Mafia-Urgestein Manu Key lässt mit seiner neuen LP „Prolifique Part.2“ nicht mehr länger auf sich warten. Am 21. Mai wird das Teil in den (französischen) Läden stehen. Mit Produktionen von Animalson, Jakus, D Sheer, Moz, Nino und Mehdi, sowie raptechnischer Unterstützung von La Fouine, Kery James, Mala, Kennedy und vielen anderen, dürfte uns ein weiterer Leckerbissen erwarten. Damit nicht genug, ist die Mafia gerade auch dabei eine Re-Edition des im Januar erschienenen 4. Albums „Jusqu’à La Mort“ zu mastern. Beiden CDs wird auch noch jeweils eine DVD beiliegen.

Außerdem sei noch auf die Compilation „Traffic“ hingewiesen, die ebenfalls ab 21. Mai erhältlich sein wird. Darauf sind viele französische Rapgrößen wie Kamelancien, Alibi Montana, Ol Kainry, Nessbeal, Youssoupha, Sefyu, Kery James vertreten.

Alte Heimat hinter sich gelassen

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Der Mitgründer von Def Jam Records und Grammy Gewinner Rick Rubin hat seiner alten Heimat Warner Bros. den Rücken gekehrt, um gemeinsam mit Steve Barnett die Führung von Columbia Records zu übernehmen.
Der inzwischen 44-jährige Rubin hatte Def Jam 1982 mitgegründet und sich später mit Russell Simmons zusammengeschlossen. Die beiden sind für die ersten Aufnahmen von Def Jam Künstlern wie LL Cool J, Public Enemy, den Beastie Boys und anderen verantwortlich. Rubin verließ Def Jam bald und gründete 1988 sein eigenes Label Def American, das später in American umbenannt wurde.
Rick Rubin lobte die Entscheidung der Columbiabosse, mit ihm zusammen zu arbeiten mit den Worten: “And you have to give them a lot of credit for having the vision to enlist a music maker instead of a more traditional choice.” Rubin wird die Künstler, die bei American Records unter Vertrag stehen für einen Vertriebsdeal mit zu Columbia bringen. Zu seinem Label gehören unter anderem Alben von Johnny Cash, Slayer, Neil Diamond, The Black Crowes, Danzig, The Jayhawks.
Trotz seines neuen Vertrages mit Columbia kann Rubin auch in Zukunft weiter für andere Labels produzieren.

 

Rza geht Schach spielen

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Rza, Kopf des Wu Tang Clan, und die internationale Schach Ikone Josh Waitzkin haben sich  der Reihe von Stars angeschlossen, die am 19. Mai an der zweiten Hip-Hop, Chess & Life Strategies Exhibition in San Francisco teilnehmen werden. Bei der Veranstaltung werden Hip Hop Künstler; Kampfsportler und Schachspieler gegeneinander antreten, um sich in einer friedlichen Umgebung auf intellektueller Ebene zu messen.
Waitzkin machte seinen ersten Schritt in die Welt des Schachs bereits in den 1980er Jahren, als er noch ein Kind war. Der Weg zu seiner ersten nationalen Schachmeisterschaft lieferte die Vorlage zu dem Film „Das Königsspiel“ mit Laurence Fishburne. Seit dem hat er den Titel noch acht Mal gewonnen, er ist außerdem Weltmeister in Tai Chi Chuan Push Hands und lernt brasilianisches Jiu Jitsu. Er ist der Autor des Buches "Attacking Chess“, wichtiger Repräsentant der Games Chessmaster und hat zuletzt das Buch "The Art of Learning“ geschrieben“.
Rza und der Wu Tang Clan haben die Verbindung von Schach und Hip Hop bisher mit Songs wie “Da Mysterties of Chessboxin’” populär gemacht. Momentan befindet sich der Produzent in den letzten Aufnahmen zum kommenden Clan-Album “8 Diagrams”.
Die beiden Stars vertreten die Ansicht “…positive aspects of Hip-Hop, chess and martial arts can effectively empower young American minds.”
Zu den weiteren Stars der Verabstaltung gehören Casual und Tajai von den Hieroglyphics, DJ Q Bert, Paris, Boots Riley von The Coop sowie der Filmemacher Kevvy Kev und noch einige andere. Das Ganze läuft als non-profit Veranstaltung, die sich nur mit freiwilligen Spenden finanziert hat und für das Publikium völlig kostenlos sein wird

Wird Abu-Jamal hingerichtet?

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Vor fast 26 Jahren wurde der amerikanische Polizist Daniel Faulkner bei einer Schießerei umgebracht. Seitdem sitzt der des Mordes Beschuldigte im Knast – Mumia Abu-Jamal.
Der Fall um diesen Journalisten, ehemaligen Black Panther Mitglied und selbst im Gefängnis aktiven Bürgerrechtler und Gesellschaftskritiker hat seither für viele Diskussionen, Aufrufe, Proteste, Boykotte und Demonstrationen gesorgt. In der ersten Gerichtsverhandlung wurde er zu Tode verurteilt, was jedoch zwanzig Jahre später wegen der rassistischen Verhandlungsführung damals aufgehoben wurde. Ein richterliches Urteil oder endgültiger Schuldspruch blieb aber bisher aus.
Das könnte sich jetzt diese Woche ändern. Am Donnerstag, dem 17. Mai, findet eine mündliche Anhörung vor dem 3. Bundesbezirksgericht in Philadelphia statt. In der Gerichtsverhandlung wird dann entweder wieder einmal ein neuer Gerichtstermin festgelegt oder das Todesurteil von 1982 wieder in Kraft gesetzt und ein Termin für die Hinrichtung muss beschlossen werden. Oder aber Abu-Jamal wird weiterhin seine lebenslange Haftstrafe ohne Urteilsspruch absitzen. Mumia-Unterstützer haben zu einem Protestaufmarsch vor dem Gerichtsgebäude in Philadelphia aufgerufen.

Bioware / 2k – Jade Empire Special Edition

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Was lange währt, wird endlich gut. Diesem ausgelutschten Spruch aus dem Glückskeks kann man im Falle eines Jade Empire nur Folge leisten. Zumal das Szenario aus dem Land der Glückskekse entnommen ist. Eigentlich ist es ja kein neues Spiel, schließlich kam die Originalversion des Action-Rollenspiels auf der Xbox bereits im Oktober 2005 heraus. 1,5 Jahre später erscheint Jade Empire nun in einer Special Edition auf dem PC. Dies löst bei PC-Spielern Besorgnis aus, ist eine Konsolenumsetzung meist nur ein liebloser Angleich mit veralteter Grafik und miserabler Steuerung. Doch man kann an dieser Stelle Entwarnung geben: Jade Empire Special Edition ist gut gelungen. Was so alles im Land der Drachen, Dämonen, Geister und Glückskekse abgeht, werdet ihr auf der folgenden Reise ins Jadereich erleben.

Schon wenn man die Verpackung des Spiels in den Händen hält, kann man erkennen, dass Bioware und 2k sich Gedanken gemacht haben. So wird Jade Empire in einer stabilen Steelbook-Verpackung ausgeliefert. Diese ist verschönert mit hübschen Artworks aus dem Spiel (sogar innenseitig) und einem geprägtem Logo. Die Verpackung macht auf dem Schreibtisch und im Regal richtig was her. Weitere Extras wie ein Artwork-Heft und ein einem Kinoplakat angehauchtem Spieleposter werten den Lieferumfang enorm auf. So kontert man die lieblosen Raubkopien! Täuschen lassen sollte man sich nicht vom Titel: Die „Special Edition“ ist eigentlich die normale PC-Version, sie verdeutlicht nur den Unterschied zur Xbox-Version. Aber nicht nur im Regal benötigt man einen Sonderplatz für Jade Empire: Das Spiel besetzt über 7 GB Speicher auf der Festplatte. Dafür ist das Spiel recht anspruchslos: Auf einem normalen Spiele-PC läuft das Spiel ohne Probleme, die Anforderungen auf der Verpackung sind sehr realitätsnah.

Intro und Hauptmenü sind schön gestaltet. Hier kann man in den Optionen Veränderungen an Grafik, Sound und Gameplay vornehmen, Minispiele spielen (man kann so einige freispielen), Spielstände laden oder ein neues Abenteuer in mehreren Schwierigkeitsgraden (ein neuer im Vergleich zur Xbox-Version) beginnen. Hier kann man sich dann auch einen passenden Charakter aussuchen. Mehrere männliche und weibliche Helden stehen zur Auswahl. Wenn man möchte, kann man auch ihren ersten Kampfstil (schneller, ausgewogener oder starker), Namen und Startwerte ändern – oder einfach so lassen. Bereits hier bemerkt man ein für Rollenspielfans nicht ganz so schönes Detail des Spieles: Der Charakteraufbau ist relativ simpel inszeniert. So gibt es lediglich drei Charakterwerte – Körper verbessert die Ausdauer, Geist den Fokus (für eine Art Bullet-Time sowie dem Benutzen von Waffenstilen) und Seele das Chi (Energie, mit der man Magiestile, Chi-Attacken, Selbstheilung und Verwandlungen benutzen kann). Außerdem bilden sich jeweils aus zwei der drei Werte gesprächsverändernde Faktoren. So sorgen Körper und Geist zum Beispiel für die Fertigkeit zum Schmeicheln. Bei einem Levelaufstieg erhält man Punkte für die Charakterwerte und für die Kampfstile, mit denen man ausdauernder, schneller oder stärker wird.

Doch erst mal etwas zur Story. Jade Empire spielt sich in einer Anlehnung des alten China ab. Es gibt die Mauer, die Kaiserstadt und die ganze Architektur erinnert daran. Man selber startet mit seinem Charakter in „Zwei Ströme“, einem lauschigen Fleckchen Erde fernab jeglicher Stadt. Als Waise ist man in der hiesigen Kampfschule aufgewachsen und zum besten Schüler herangereift. Alles scheint toll – doch da bahnt sich Furchtbares an. Der Meister des Spielers, Li, erzählt von der wahren Bestimmung und vielen vielen Geheimnissen. Tatsächlich wird man nach einem sehr kurzen Kampftutorial, einer Charaktereinführung der ansässigen Bevölkerung und dem Erkunden des Dörfchens schon mit den ersten Ärgernissen konfrontiert: Piraten treiben ihr Unwesen in der Stadt und löschen alles aus, was sich ihnen in den Weg stellt. Wenige Kämpfe später steht man auch schon vor dem Anführer des Überfalls. Der Kampf ist hart und mehrere Wellen an Gegnern (darunter Geister, welche SEHR häufig im Spiel auftauchen) müssen besiegt werden. Im richtigen Moment bekommt man Gott sei Dank Hilfe von Meister Li. Doch hinter diesem Überfall steckte mehr als bloßer Diebstahl und man wird in die tieferen Geheimnisse des Charakters eingeführt. Nach einer Entführung und der Befreiung des Teammitgliedes „Morgenstern“ (welche Geister besser wahrnehmen kann als normale Menschen) wird der Spieler Zeuge eines grausamen Schauspiels (inklusive noch einer Entführung – diesmal Meister Li). Daraufhin macht sich der Spieler auf die Suche nach seinem oder ihrem Meister.

Auf dem Weg erkundet man verschiedenste Regionen und lernt noch viel verschiedenere Wesen kennen. Hier spielt Jade Empire seine Vorzüge richtig aus. Die Atmosphäre ist in jedem Gebiet einfach super. Ob Wälder, Moraste, Städte oder Himmelsreiche – man fühlt sich, als wäre man mittendrin. Und hier merkt man auch, dass dieses Spiel von den Machern von „Star Wars: Knights of the old Republic“, kurz „KotoR“ ist. Der grafische Stil ist zwar anders, aber im System sehen sie doch recht ähnlich aus. Auch wenn Jade Empire, wohl auch aufgrund des zeitlichen Unterschieds, wesentlich bessere Effekte besitzt. Allerdings hat KotoR einen großen Vorteil: Die Areale waren wesentlich großflächiger angelegt. Bei Jade Empire läuft man meist auf sturen Pfaden entlang. Doch dies ist nur manchmal störend, meistens bewundert man eh die schöne Umgebung.

Einen weiteres Mal bemerkt man, dass Jade Empire auf KotoR basiert, wenn man Gespräche führt. Aber das ist keineswegs schlecht. Die Gesprächsfreiheit ist ein großes Plus an Jade Empire. So kann man nett oder genervt, skrupellos oder verachtend mit dem Gegenüber reden. Dies kann manchmal Situationen grundlegend verändern und zu Kämpfen führen oder diese verhindern. Durch Schmeicheleien, Drohungen oder intuitive Antworten kann man zusätzliche Informationen erhalten – wenn man Erfolg hat. Hierbei sei erwähnt: Der Textumfang von Gesprächen ist RIESIG. Fünfminütige normale Gespräche sind keine Seltenheit. Einen sehr großen Teil des Spieles verbringt man mit Gesprächen. Je nach Verhalten kann man, ähnlich wie die Machtgesinnung in KotoR, den Weg der offenen Hand (Harmonie) oder den der geschlossenen Faust (Chaos) wählen. Dadurch ändern sich die erhältlichen Stile, Juwelen und Nebenaufgaben. In einer Mission beispielsweise kann man wählen, ob man eine himmlische Fuchsgottheit oder ihren Nemesis, einen Menschen manipulierenden Dämonen, tötet. Man hat also einen gewissen Anreiz, das Spiel ein zweites Mal auf einem anderen Weg zu beschreiten. Bei den Gesprächen wirken die Gesprächspartner stets authentisch. Die deutsche Lokalisation ist zwar nicht perfekt, aber durchaus vorzeigbar. Dazu sollte man erwähnen, dass das Spiel wohl auch durch die Dialoge eine USK 16-Einstufung erhalten hat, man sollte also nicht mit allzu laschen Wortwechseln rechnen.

Und auch sonst hat man, trotz der eingeschränkten lokalen Möglichkeiten, doch viel Handlungsfreiraum. Man kann schon mal eine Stunde oder mehr mit dem Erkunden einer Stadt verbringen oder meist auch eine Fülle an Nebenaufgaben nachgehen, bevor man sich der Hauptstory widmet. In der Kaiserstadt zum Beispiel kann man in der Arena kämpfen, eine Kampfsportschule völlig auf den Kopf stellen (positiv sowie negativ) und auf dem hiesigen Friedhof, deren Verstorbene nicht verstorben bleiben wollen, für Ruhe und Ordnung sorgen.

Und die Art zu handeln hängt auch von den Gesprächen ab. Gewisse Konflikte lassen sich allerdings nicht vermeiden und so geht das Spiel nahtlos in den Kampfmodus über. Dabei visiert man automatisch einen der Feinde an, mit TAB kann man die Ziele wechseln. Hierbei unterscheidet sich Jade Empire im Vergleich zu KotoR, die Kämpfe sind schnell und dynamisch, allerdings weniger strategisch. Wobei gewisse Taktiken verstanden werden müssen. So verfügt man über eine leichte Attacke, die auch als Combo verfügbar ist, über eine einzelne starke Attacke sowie einem Rundumschlag. Außerdem kann man gegnerische Angriffe blocken. Alle Möglichkeiten sind einem Schere-Stein-Papier-System zugeordnet: So unterbricht ein schneller Angriff oder ein Rundumschlag eine langsame Attacke, welche aber die Deckung durchbricht, die wiederum schnelle Schläge verpuffen lässt. Dazu kommt eine Fülle von Kampfstilen, die sich in Kraft, Schnelligkeit und Kampfstilklasse unterscheiden. Meistens wird man mit waffenlosen Stilen kämpfen, aber man kann auch Waffenstile einsetzen, welche dann bei Benutzung Fokus kosten. Gefundene oder gekaufte Waffen verbessern erlernte Waffenstile. Dann gibt es Unterstützungsstile, die zusätzliche Effekte wie Lähmung oder Vergiftung erzeugen, selber aber kaum Schaden machen. Magiekampfstile können den Gegner von der Ferne angreifen, benötigen aber viel Chi zum Benutzen. Noch mehr brauchen die Verwandlungsstile, bei denen man sich zum Beispiel in einen Kröten- oder Pferdedämon verwandelt. In dieser Form ist man gegen gewissen Schaden immun und teilt verdammt viel Schaden aus. Verschiedene Gegnerarten sind gegen gewisse Kampfstilklassen immun.

Allerdings benötigt man meist eh nur die Standardkampfstile, allerdings ist jeder Stil sehenswert und jeder wird in Versuchung kommen, mal den ein oder anderen in den Kampf einzubauen. Ein kleiner Nachteil: Man hat zwar Teamkameraden, ist allerdings immer nur zu zweit unterwegs. Die Kameraden können entweder mitkämpfen oder den Spieler stärken. Allerdings wurde der Charakteraufbau gänzlich weggelassen.

Die Grafik kann sich trotz der 1,5 Jahre alten Urversion noch sehen lassen. Bioware und 2k haben glücklicherweise noch ein wenig an den Effekten geschraubt, um das Alter und den Konsolenursprung zu vertuschen. Mit Erfolg, die Landschaften sehen fantastisch aus (vor allem die Himmelsregionen sehen toll aus) und die Charaktere wirken relativ glaubwürdig, beim Kämpfen und beim Sprechen. Auch der Sound ist gelungen. Der asiatische Flair kommt sehr gut rüber und Dungeons haben eine gruselige und bedrohliche Atmosphäre.

Zwischendurch kann man auch diverse Minispiele spielen. So fliegt man in einem Vertikalshooter mit einem Fluggerät durch die Lüfte und erledigt Piraten, die sich einem in den Weg stellen. Sieht ganz nett aus, ist aber eher was für zwischendurch.


Jade Empire
ist wohl ein Spiel, welches man liebt oder bei welchem man früher oder später einschlafen wird. Das kommt dabei ganz auf den Spieler an. Leute, die Action suchen, werden hier nur bedingt fündig. Das liegt an den vielen Gesprächen, die man zu führen hat – und möchte man von diesem Spiel einigermaßen etwas mitbekommen, führt kein Weg daran vorbei. Dies ist aber auch das große Plus, welches vor allem Rollenspielfreunde freuen wird. Man kann eine Menge erfahren, viele Charaktere kennen lernen und sich in dem asiatischen Flair wohlfühlen. Negativ zu bemängeln ist der simple Charakteraufbau und die starren Räumlichkeiten, in denen man sich bewegt. Positiv dagegen die trotz dieser beschränkten Raumgegebenheiten gefühlte Freiheit, der (Liefer-)Umfang, die Interaktivität in den Gesprächen und die Atmosphäre dank Grafik und Sound. Ich selber bin begeistert von dem Spiel und empfehle euch, es anzutesten. Und wer sich immer noch nicht sicher ist, kann sich ja einen Glückskeks besorgen, der einem die Antwort abnimmt.

Heimatgeschichten mal anders

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Rapper und Produzent David Banner wird in seiner neuen Cartoon Serie “The Crook’d ‘Sipp” seine Ansichten über seinen Geburtsstaat Mississippi ins Fernsehen bringen. Die Serie läuft bei der amerikanischen Version von The Cartoon Network und gehört zu dessen Spätprogramm Adult Swim. Im Zentrum der Sendung steht die Familie Beauregard, eine weiße Familie, deren Mentalität auf der des Anfangs des 19. Jahrhunderts stehen geblieben ist, die aber in der heutigen Zeit klar kommen muss.
Banner wird dabei die Stimme der Hauptperson von “The Crook’d ‘Sipp” übernehmen und den Charakter Virgil sprechen. In der Serie ist Virgil außerdem Teil der Gruppe Sweet Tea Monsters, die laut Banner ein Album veröffentlichen werden, dass auch die Zuschauer vor dem Fernseher kaufen können. Für David Banner stellt das neue Format eine Möglichkeit dar, eine Vielzahl von Themen anzusprechen, die er in gleicher Form in seiner Musik nicht zum Thema machen konnte.
“The Crook’d ‘Sipp” läuft Samstagnacht um 00:15 Uhr auf dem amerikanischen Cartoon Network.

How keepin´ it real went wrong

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In der Nacht zum 11. Mai wurde Jayceon Taylor, besser bekannt als Rap Artist The Game, in Kalifornien festgenommen. Das Besondere ist, das die Verhaftung auf einen Verdacht zurückgeht, der sich noch auf Ereignisse im Februar dieses Jahres bezieht. Game wird verdächtigt bei einem Freiplatz-Basketballspiel einen anderen Spieler mit einer Waffe bedroht zu haben.
Jetzt wurde Game´s Haus in Glendale, Kalifornien von der Polizei für mehr als drei Stunden durchsucht, bevor diese den Rapper in ein nahe liegendes Revier abführten.
Seine Kaution wurde auf 50,000 US Dollar gesetzt, die Game auch relativ schnell hinterlegte, womit er wieder auf freiem Fuß ist.

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