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Massiv & Manuellsen – Heimatland (prod. NMD & Beatzeps)

Credit: Nora Kugok

Die Frage, was Heimat für einen bedeutet, können viele eben nicht mit dem Namen eines Landes beantworten. Auch Massiv und Manuellsen haben sich in ihrer Single „Heimatland” mit der Thematik befasst. Beide beschreiben auf einem emotionalen Beat ihre Erfahrungen mit Ausgrenzung und Rassismus. Daraus hat sich ein Gefühl der Rastlosigkeit entwickelt. Scheinbar sind sie auch nach so langer Zeit auf der andauernden Suche nach Geborgenheit und Akzeptanz. Die wohl wichtigste Message des Songs ist, dass man dieser ungerechten Situation aber niemals mit Hoffnungslosigkeit und Wut entgegentreten sollte.

„Und wenn sich einer mal gedanklich verfährt
Dann umarm ich ihn und wünsche ihn ein goldenes Herz
Durch uns’re Adern fließt der ein und selbe Schmerz
Doch verlieren tut man alles, wenn man ’ne Fahne verehrt”

Das Kollaboalbum „Ghetto” kündigten die beiden Rapgrößen bereits letztes Jahr an. Vor Kurzem veröffentlichten sie die energiegeladene Titelsingle „Ghetto”. Es ist natürlich davon auszugehen, dass bis zum Release am 10. September noch weitere Songs folgen. Davor veröffentlichte Massiv den Solo-Song „Ohne Dich Zu Küssen” und Manuellsen übernahm für Rola einen Part auf „Yalla Bye”.

Neem – Lavender Extreme (prod. ProDK & Exlplenty)

Neem ist das neuste Signing auf Enemys Label GMG Music. Nun veröffentlicht der junge Künstler mit „Lavender Extreme” seine erste Single. Stilistisch trifft er den Zeitgeist. Trappige Beats, verautotunete Adlibs und ein eingängiger Singsang-Flow bestimmen das Erfolgsrezept.

„Fresh und so clean, riech nach Lavender Extreme
Sie kennt nicht mal mein Namen, ich sag ihr, nenn mich einfach Neem
Sie schreibt mir nächsten Morgen und ich lass sie dann auf seen
Die Gang und ich komm rein und wir sind alle am fliegen”

„Lavender Extreme” markiert Neems erste Veröffentlichung seiner Karriere. Mal sehen, wie es weitergeht.

https://www.youtube.com/watch?v=dhj8xiGSj-0

Dú Maroc feat. Hemso – Rapido (prod. Chryziz)

In seiner neuen Single „Rapido” ist Dú Maroc zusammen mit Hemso ganz schön schnell unterwegs. Dafür sorgen nicht nur die Sportwagen und der treibende Beat. Sie hauen auch die Lines mit ordentlich Tempo raus. Denn wer mit Drogen dealt und mit zwielichtigen Personen verkehrt, ist es wohl gewohnt, immer etwas unter Zeitdruck zu stehen. Auch das Geld und den Erfolg wollen die beiden so schnell wie möglich erreichen.

„In meinen Adern nie ein Gramm Koks
Deshalb komm ich durch die Tür wie ein Rammbock
Nachricht wegen halber Tonne und ich mach klar
Für jede Anfrage hab ich den Kontaktmann”

Bereits mit dem Track „Goodfellas” meldet sich Dú Maroc musikalisch ins neue Jahr zurück. Davor koppelte er unter anderem die Singles Druck” und „Calle” von seinem Longplayer Cortado aus. Hemso veröffentlichte zuvor mit Kilomatik den Song „THC im Blut”.

Genetikk – Vielleicht

Genetikk veröffentlichen ihre neue Single „Vielleicht”. Auf dem Track gibt es weniger angriffslustige Stimmungsmache als auf den letzten Tracks, vielmehr beschäftigt sich Kappa mit nichts Geringerem als dem Sinn des Lebens. Er beschwört hoffnungsvolle Stimmung, auch wenn das Leben manchmal schwer zu sein scheint.

„Vielleicht ist grad alles grau, doch die Sonne kommt bestimmt
Und die Stimme in mei’m Kopf sagt mir: „Hör nicht auf die Stimmen”
Die Antwort, die du suchst, kennt nur der Wind
Versuch nicht es zu verstehen, das macht alles keinen Sinn”

Nachdem Genetikk ihr neues Album „MDNA” eigentlich schon in diesem Monat veröffentlichen wollten, ist der neue Termin nun auf Oktober datiert. Neben „Vielleicht” droppte das Duo bislang die Singles „Antiassimiliert”, „Requiem” und „Patriot”.

Teuterekordz – Vodka Apfelsaft (prod. Arkona)

Teuterekordz veröffentlichen ihre Single „Vodka Apfelsaft”. Wie der Titel bereits vermuten lässt, geht es bei den Jungs aus dem Prenzlauer Berg auch dieses Mal wieder um ihre Lieblingsthemen – Saufen, Rumatzen und Bespaßung aus nichtigen Gründen.

„Erstmal Ring Center, dann East Gate
Dit heißt Käsekuchen und nicht Cheesecake
Die Quintessenz meines Schaffens sind Pinte häng‘ und Scheiße quatschen”

Im März veröffentlichten Teuterekordz zusammen mit der Glengang das Album „Hundertvier”. Daraus koppelten sie die Single „Alkohol Bass Pberg” aus.

Schubi AKpella – Alle Gleich (prod. Caz & Joskee)

Schubi AKpella ist das jüngste Signing auf 385idéal. Seit 2020 ist er Teil des Label-Rosters. Auf seiner neuen Single „Alle Gleich” stellt er seine Skills zur Schau. In gekonntem Doubletime stellt er fest, dass für ihn alle anderen Rapper gleich klingen.

„Hatt nur ein Ziel, Fans rasten aus
Kickdown, läuft wie geplant
Aber dennoch Stress, wann kommt der Vertrag?
Ich schreib von Tag zu Tag, hab nächtеlang kein Schlaf
Jetzt bin ich bei idéal”

Noch hat Schubi kein größeres Release vorzuweisen. Im letzten Jahr hat er allerdings schon diverse Singles veröffentlicht, die ihm eine baldige Veröffentlichung garantieren.

Bozza – Ich Seh Dich (prod. Jumpa, Magestick & Joezee)

Bozza beweist mit seiner neuen Single „Ich Seh Dich”, wie wichtig es ist, auch ernsthafte Themen in der Musik zu behandeln. Seine Lines beschäftigen sich mit Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit. Es ist scheinbar normal geworden, dass viele genau diese negativen Gefühle vor Freunden und Familie verstecken möchten. Der Rapper zeigt auf dem melancholischen Beat viel Empathie und ermutig dazu, offen und ehrlich über dunkle Gedanken zu sprechen. Denn es ist in Ordnung, manche Phasen im Leben nicht alleine bewältigen zu können.

„Niemand von dein Freunden hat im Laufe der Zeit
Verstanden, du willst aufhör’n, es reicht
Tanzt im Regen, damit keiner zuschaut, wie du weinst
Aber Schweigen ist manchmal der lauteste Schrei”

Der neue Song ist seit einiger Zeit die erste Solo-Single des Hamburgers. Davor droppte er zusammen mit Kalazh44 den Track „Keine Liebe” und übernahm auf dem Song „Goldraub” von 1986zig einen Part. Auch auf der Single „Tut mir Leid” des Producer-Duos Miksu und Macloud war er zusammen mit Fourty zu hören.

Azzi Memo – Parashoot (prod. Sott & Paix)

Azzi Memo droppt seine neue Single „Parashoot”. Neben Lines über Ware aus Übersee supportet er auch ordentlich seine Frankfurter Hood. Er regiert zusammen mit seinen Jungs, die im Video verpixelt wurden, das Drogengeschäft und gönnt sich die ein der andere besondere Nacht. Mittlerweile scheint er diesen Lebensstil nicht mehr aus Geldsorgen zu verfolgen, sondern schlichtweg, weil er Gefallen daran gefunden hat. Der lässige Beat transportiert zusätzlich dieses Gefühl.

„Wir leben schnell, gebe Kickdown auf den Beat
Brauch dieses Adrenalin, Baby,
Bin nicht ich selbst, doch geb ’n Fick drauf, sie woll’n Bricks kaufen
Meine Taschen gefüllt, ich will mehr, ich will mehr”

Die neue Single ist neben „Plain Jane” die zweite Auskopplung des kommenden Albums „Vibez ’n‘ Flowz”. Der Longplayer soll bald auf dem Markt erscheinen, wann genau, ist noch nicht bekannt. Im letzten Jahr veröffentlichte der Azzlackz-Künstler die Platte „Gelato”. Aus dieser gingen unter anderem die Tracks „Sonnenuntergang” und „Feelings” hervor.

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