Baba Saad

Das Jahr 2011 war für viele deutsche Rapper ein gutes. Auch für den Bremer Baba Saad. Nach längerer Pause meldete sich der Straßenrapper mit seinem neuen Album "Halunke" zurück und konnte damit einen achtbaren 15. Platz in den Albumcharts verbuchen. Für nächstes Jahr hat Saad bereits einiges angekündigt: Pünktlich zur Tour erscheint ein neues, altes Album von ihm. Außerdem wird er kurz vorher endlich bekannt geben, wer denn nun das ominöse neue Signing auf seinem Halunkenbande-Label sein wird (bislang hat Saad nur so viel verraten, dass es sich um einen Top 10-Rapper handelt, was die Auswahl aber gerade nach diesem Jahr nicht unbedingt einfacher macht). Und ein nigelnagelneues Soloalbum soll es auch noch geben. Grund genug, Saad kurz vor Weihnachten noch einmal zum Gespräch zu bitten.

rap.de: Aus welchem Zeitraum stammen die Songs für “Abgelehnt“?

Baba Saad: Ich glaube mich zu erinnern, dass sie aus den Jahren zwischen 2005 und 2009 stammen. Also, da sind nicht nur Songs drauf, die auf meinem letzten Album gewesen wären, das bei Erguterjunge rauskommen sollte. Da sind auch Songs drauf, die wir zu “Carlo Cokxx Nutten 2“-Zeiten gemacht haben. Ich habe mich ein bisschen auf die Suche gemacht. Ich wollte den Leuten, die mir seit Jahren die Treue halten, auch mal was aus der “CCN 2“-Zeit anbieten. Da merkt man auch, dass meine Stimme ganz anders ist.

rap.de: Inwiefern anders? Tiefer?

Baba Saad: Nee, nee, nee. Tiefer geht nicht. Ich bin mit meiner Stimmlage am tiefsten Punkt angelangt (lacht). Ein bisschen heller und bisschen jünger. Man merkt bei den meisten Songs auch, dass ich da übertrieben hungrig war.

rap.de: Soll das heißen, dass du inzwischen schon satt bist?

Baba Saad: Natürlich nicht. Ich habe immer Appetit. Aber mit 19 ist man eben hungriger als jetzt. Auf jeden Fall habe ich früher auch anders gerappt, das ist ja auch ganz klar.

rap.de: Von der Technik und den Reimschemata her?

Baba Saad: Kompromissloser. Ich hab mir in letzter Zeit viele meiner alten Sachen angehört. Und ich persönlich finde die älteren Sachen viel besser als die neuen. Warum auch immer. Obwohl man sich ja mit der Zeit verbessert und bessere Reime und Flows benutzt, aber irgendwie war das früher bisschen cooler, kompromissloser einfach. Einfach scheiß drauf. Klar muss das passen, du kannst nicht Haus auf Maus reimen, aber diese Kompromisslosigkeit, dieses scheiß drauf, lass mich mal einen geilen Song machen – das finde ich cool. Deswegen hat mich das “Abgelehnt“-Album inspiriert, mich wieder auf meine alten Stärken zu besinnen.

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