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Skinnys Wochenrückblick KW18: Ein Todesfall, eine Strafanzeige & eine Talkshow

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Wirklich viel ging die vergangene Woche nicht ab, zumindest nicht quantitativ betrachtet. Es war aber dennoch einiges los – allem voran ein tragischer Todesfall.

Texta-Mitgründer Huckey erlag im Alter von 51 Jahren dem Kampf gegen seine Krebserkrankung. Persönlich kannte ich Huckey nicht und auch mein Bezug zur Musik der Linzer Crew könnte durchaus größer sein, ungemein sympathisch waren mir die Raps der Truppe allerdings schon seit ich als Teenager zufällig auf den Song „Nachtmensch“ stieß (der zwar ein Solosong von Skero ist und den ich natürlich altersbedingt viele viele Jahre nach dem ursprünglichen Release erst entdeckte) und jede Zeile auf mein eigenes verkorkstes Schlafverhalten beziehen konnte. Dass Huckey ein lieber Kerl war, dessen kann man wohl auch ohne ihn gekannt zu haben sicher sein. Mögest du in Frieden Ruhen und viel Kraft an alle Hinterbliebenen!

Nach einem solchen Thema eine Überleitung zum Alltagsgeschehen zu finden, ist schwierig. Also springen wir einfach ins kalte Wasser: Bushido saß mal wieder bei Maischberger, die doch nach eigener Aussage sein Sperma will. Damals zum Thema Erziehung, heute zum Thema politisch korrekte Sprache.

Bushido bei Maischberger

Viele Worte muss man darüber eigentlich nicht verlieren, es ist der übliche Bushido-Talkshow Ablauf: Während mit anderen Gästen gesprochen wird, schaut Bu verträumt in der Gegend herum, schließlich wird er selbst mal wieder mit bösen bösen Textzeilen seinerseits konfrontiert, fährt die übliche Verteidigungsstrategie gegen die üblichen Vorwürfe.

Die anderen Gäste haben mal wieder keine Ahnung von der Materie, entlarven ihre eigene Doppelmoral und diskutieren weltfremd über Begriffe wie „Zigeunerschnitzel“, ohne dass ein Betroffener zugegen ist, um seine Perspektive zu schildern. Dass Bushido, der selbst schon durch derartige Äußerungen auffiel, sich allerdings vehement gegen die Verwendung des N-Worts stemmt, fällt positiv auf.

Strafanzeige gegen Kolle und Farid

Um gleich in diesem Themenkosmos zu bleiben: Irgendein Hanswurst  (bzw. zwei Hanswürste) haben Strafanzeige gegen Kollegah und Farid Bang gestellt. Wegen Volksverhetzung. Aufgrund der Auschwitz-Zeile. Dass die nicht durchkommt, sollte wohl klar sein. Dass Kollegah und Farid im Juni die Auschwitz-Gedenkstätte besuchen wollen, ist… naja – interessant.

Ob das nun ein Versuch zur Einsicht und ein Schritt in die richtige Richtung ist, oder doch nur Schadensbegrenzung, um die Wogen zu glätten, wissen wohl nur die beiden. Im Gegensatz zu vielen anderen wichtigen Diskussionen ist diese hier jedenfalls eine kontraproduktive Farce, die tatsächlich antisemitische Äußerungen (auch seitens Kollegah) verwässert und ein Politikum aus geschmacklosen Stilmitteln und kalkulierten Tabubrüchen macht.

Die Songs der Woche

Jetzt aber zur Musik, auch wenn die Woche ein bisschen mager ausfiel: Mit „Richard Lugner“ schmälert Nazar meine Vorfreude auf „Mosaik“. Dieser Heititeiti-Partysound ist nicht das, was ich von ihm hören möchte. Ich hoffe sehr, dass das Album sich eher nach dem intensiven Intro ausrichtet. Mit „Acker jeden Tag“ legt Ufo361 eine Single vor, die einen Großteil seines neuen Albums „808“ in den Schatten stellt – warum nicht gleich so?

Dú Maroc hat sich ein Haftbfehl-Feature gesichert, das mal wieder zeigt, dass Hafti einer der krassesten Rapper hierzulande ist. Der Mann flowt einfach immer anders, als man es erwartet – wahnsinnig starker Part, der den Gastgeber übel in den Schatten stellt.

Blokkmontas Projekt als Crack B klingt wirklich vielversprechend. Wunderbar roh rappt Blokk mit Sprechstimme authentisch im 2000er-Vierspur-Style und fängt so einen spannenden, fast verloren geglaubten Spirit ein – übrigens mit einem Silla in Höchstform. Massiv bewegt sich mit „C’est la vie“ leider in eine ganz komische Richtung und biedert sich unangenehm an zeitgeistige Trends an, die ihm nicht sonderlich gut stehen. Bitte lass das, Massiv„BGB X“ war doch der Wahnsinn, mach doch weiter so (und sprich Donnie Brasco bitte mit kurzem o aus, das triggert mich irgendwie ungemein).

Letztlich gibt es nur noch zu sagen: Zieht euch mein „Real Rap Stories“-Interview mit Omik K rein und Nazar, Massiv, reißt euch mal zusammen, Jungs! Adieu!

Die wundersame Rapwoche mit Mauli und Staiger #18 (Podcast)

Mauli und Staiger waren bei ihrer launigen Wochen-Rückschau wieder in Topform.

Abgehandelt werden in unserem Lieblings-Deutschrap-Podcast wieder alle aktuellen Themen, darunter auch Kanyes Liebe zu Trump. Einen Gast gibt es diese Woche nicht, macht aber auch nix.

Politik spielt auch wieder eine Rolle – schließlich war gerade der 1. Mai. Staiger hat den Tag genutzt, um ihn Chemnitz gegen Nazis zu demonstrieren. Und dann gibt es ja auch noch Kategorien wie „Zitate raten“.

Chimperator: Songs und Playlists statt Alben

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Chimperator passt seine Strategie der Digitalisierung an – und bringt in Zukunft keine Alben mehr auf den Markt. Stattdessen werden nur noch einzelne Songs veröffentlicht – die dann nachher eine Playlist ergeben.

Das kündigt Chimperator-Boss Sebastian Schweizer im Interview mit der Stuttgarter Zeitung an.

„Wir haben gemerkt, dass die Leute einzelne Tracks streamen und weniger ganze Alben am Stück – weil auf Spotify und anderen Diensten der nächste Song und der nächste Künstler immer nur einen Klick entfernt sind“, so Schweizer.

Album ist nicht tot

Ganz vom Album verabschieden will man sich damit aber nicht. „Das Album wird nicht aussterben“, ist Schweizer überzeugt. Im Klartext: Es wird nach wie vor reguläre Alben von Chimperator zu kaufen geben.

Statt vorab nur zwei bis drei Singles herauszubringen und dann das ganze Album, ist die Vorgehensweise nur eine andere. „Die Tracks sammeln wir auf einer Playlist, und irgendwann ist die Playlist das Album.“ Drake hat es mit „More Life“ ja schon vorgemacht.

Teesy macht’s vor

Der erste Chimperator-Künstler, der die neue Herangehensweise umsetzt, ist Teesy. Dessen neues Album „Tones“ erscheint am 24. August. Vorher werden alle Songs als Single erscheinen.

Mit Kopfwunde auf 187-Tour, Perso bei Schlägerei verloren, Pornos statt Beats auf USB-Stick: Omik K erzählt Real Rap Stories

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Omik K macht harten Rap. Der klingt nicht nur authentisch, er ist es auch, wie unter anderem die drei Real Rap Stories, die er hier zum Besten gibt, belegen. Die zeigen einerseits, wie willensstark und diszipliniert der Leipziger sein kann, andererseits, wie wenig er auf sich selbst achtet. Mit einer gefährlichen Kopfwunde eine Tour mit der 187 Strassenbande spielen? Kein Ding für Omik K! Den Fehler, einen falschen USB-Stick mitzubringen, macht er jedenfalls auch mit Kopfwunde kein zweites Mal.

https://www.youtube.com/watch?v=GovtS7b2NHQ

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Sierra Kidd feat. TJ_babybrain – Shawty Flick (prod. Sierra Kidd) [Audio]

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Sierra Kidd droppt seine neue Single „Shawty Flick“ bei Spotify zusammen mit TJ_babybrain aka Taddl. Den Beat hat Sierra selbst produziert.

Shawty ist Sierras Affäre und es scheint ein auf und ab mit den beiden zu sein. Auch TJ_babybrain, ein Alter Ego des Rappers Taddl, hat seinen Teil dazu zu sagen.

Zuletzt veröffentlichte Sierra Kidd sein Video „Sterne Zurück“ und kündigte sein neues Album „Real Life“ für den 17. August an. Ob die Single auf dem Album erscheint ist nicht klar, liegt jedoch nahe.

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Sierra Kidd – Day One [Audio]

Prinz Pi – Meine Welt (Eine Dokumentation) [Video]

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Prinz Pi gewährt uns einen kleinen Einblick hinter die Kulissen seiner Welt: „Meine Welt“ ist seine Dokumentation, die von Easydoesit gedreht wurde.

In dem 13-minütigen Clip erzählt der Berliner über seine Bindung zur Musik und zu HipHop. Er berichtet von seiner Arbeitsweise beim Songwriting oder die Erleichterung bei Tour-Auftritten.

„Es gehört zu meinem Arbeitsprozess dazu, auch unschöne Sachen zu erleben, oder zumindest, mich damit auseinanderzusetzten.“

„Die Tour ist der dankbarste Moment,[…] es ist ein Druck-rauslassen, eine Erleichterung. Man geht in dem Moment total auf.“

Im vergangenen Jahr veröffentlichte Pi sein Album „Nichts war umsonst“ über sein Label Keine Liebe Records.

Prinz Pi erzählt Real Rap Stories über Sentino, verrückte Rentner und Stürze beim Splash!

Enemy – Bella (prod. Veteran & Zeeko) [Video]

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„Bella“ ist Enemys neues Video aus seinem Debüt-Album „Portami Via“ . Mediterrane Vibes und eine Bella-Donna (italienisch=schöne Frau). Für den melodiösen Beat sind Azzlack-Produzenten Veteran und Zeeko eingesprungen.

Enemy ist ein Gangster und für Frauen ist in seinem Herz leider kein Platz… zumindest lässt er uns das wissen.

Sein Album „Portami Via“ ist letzten Monat über sein Label Generation Azzlack erschienen. Zuletzt veröffentlichte er die Videoauskopplungen zu „Portami Via“, „Es ist E“ und „Azizam“.

Diar feat. Enemy – Cousins (prod. Sott & ProDK) [Video]

FairS feat. Lemur – Krieg (prod. MecsTreem) [Video]

FairS und Lemur befassen sich in ihrem neuen Video mit einem ernsten Thema: Krieg. Das gemeinsame Fazit fällt ernüchternd aus – Frieden gibt es wohl erst, wenn der letzte Mensch tot ist:

„Wozu gemeinsam leben, solange wir uns töten können?“

Traurig, aber zumindest momentan sehr realitätsnah. Das Video stammt aus FairS‘ Album „Aberdeen“, das bereits draußen ist.

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