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Sunz of Man – Savior’s Day

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Wu-Tang again? Yeah, again and again…

Nach ihrem in 1998 erschienenem Debütalbum “Last Shall Be First”, melden sich Hell Razah, Prodigal Sunn und 60 Second Assasin aka „Sunz of Man“ wieder zurück und präsentieren uns ihr neuestes Werk. Mit ihrem aktuellen Album „Saviorz Day“ versucht die bekannteste Formation aus dem Wu-Tang Clan Umfeld an ihren Erfolg des ersten Albums anzuknüpfen.
Was kann man von diesem Album erwarten? Mit „Saviorz Day“ bieten uns „Sunz of Man“ HipHop- Kunst vom Feinsten. Mit Einflüssen aus Gospel und Soul gemischt, mit tiefsinnigen, teils biblischen Botschaften und soliden Beats trumpfen die RZA– Schützlinge kräftig auf. Im Gegensatz zum vorigen Album, wo noch mit einem eher mysteriösen Image gespielt wurde, wird diesmal mehr Wert auf melodische und harmonische Klänge gelegt. Insgesamt wirkt das Album deutlich reifer und durchdachter. Vor allem die atmosphärischen Samples und die partiell auftauchenden Liveinstrumente sind adäquat in Szene gesetzt worden und überzeugen den HipHop Liebhaber vollends.

Für das aktuelle Album holte sich die Band kompetente Unterstützung aus der Wu-Tang Clan Familie. So sind diesmal Produzenten-Legende RZA sowie Ghostface Killah und Method Man mit von der Partie. Einziges Manko des Albums ist die relativ kurze Spielzeit von ca. 56 Minuten.

Fazit: Hervorragender Mix aus Gospel und Soul gepaart mit eindrucksvollen Reimen und atmosphärischem Gesang. Wer auf HipHop nach Wu-Tang Manier steht, wird den Kauf dieser Scheibe auf gar keinen Fall bereuen. Wer denkt das HipHop bereits tot sei, wird hier eines Besseren belehrt. Kauft euch diese Perle!!

Die RZA Saga geht weiter

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RZA, der am Wochenende das HipHop Open gerockt hat, stellte sich nach seinem furiosen Gig den Fragen seiner Fans. Auf die Frage, was in Zukunft von Ihm zu erwarten sei antwortete er, dass er den Soundtrack zum neuen Film des Hollywood Mega Regisseurs Quentin Tarantino produziert hat.
Das seine Musik einen Kinostreifen perfekt untermalen kann, hat er ja schon mit Ghost Dog bewiesen.
Wenn Ihr Euch mehr Info über den Martial Arts Streifen mit Uma Thurman in der Hauptrolle besorgen wollt sei euch ein Besuch der Seite www.kill-bill.com nahegelegt. Da gibts auch erste Loops zu hören.

12-Inch-Report-II – Wildchild, Aceyalone uvm

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Zwei 12-Inches kämpfen diesmal ganz hart um Platz 1 der Charts: „Code Red“ von Wildchild (Stonesthrow) und „Lost Your Mind“ vom Freestyle Fellowship Member Aceyalone (Project Blowed) sind beide so dick, dass mehr als ein klares Unentschieden bei der Entscheidungsfindung leider nicht drin ist. Als ich vor einigen Wochen mit dem neuen Wildchild-Album bemustert wurde, hörte ich erst mal nicht so richtig hin, dabei aber immerhin noch, dass der Lootpack-MC irgendwas von wegen „Bounce With Us“ vor sich hinbrabbelte. Da meine persönlichen Erfahrungen mit „Bounce“-Platten eher derart sind, dass ich sie nicht machen möchte, war ich für kurze Zeit ein wenig besorgt. Natürlich hätte das nicht sein müssen, denn dass man bei Stonesthrow und den Jackson-Brüdern (Oh No und Madlib) unter bouncen etwas anderes versteht als andernorts, ist eigentlich klar. Kein Wunder daher auch, dass das von Oh No produzierte „Code Red“ mit den mächtigen dunklen Streichern, der pumpenden Kickdrum und den zersplitterten Claps ein Brett vor dem Herrn ist, auf dem Wildchild eigentlich rappen kann, was er will. Zu einer Hammer-12 gehört aber eben auch eine Hammer-B-Seite, und da kommt mit Madlib dann der Mann ins Spiel, der inzwischen ja so weit draußen ist, dass er auch ein paar Jahre Pause machen könnte, ohne eingeholt zu werden. Für „Party Up“, dessen Hook „Ms. Hook“ Vinia Mojica featuret, hat „The Beat Constructor“ mal wieder eine seiner legendären Basslines springen lassen und eine sommerlich flirrende Atmosphäre gezimmert, die bestens zu den aktuellen Temperaturen passt. Kann man übrigens prima in Erick Sermons „Music“ mixen und umgekehrt.

Doch nun zu Aceyalone: RJD2 liefert die A-Seite und ist für Madlib ja eh einer der wenigen würdigen Gegner überhaupt. Für die Funkbombe „Lost Your Mind“, eine Uptempo-Nummer, hat er auf den seinen Produktionen sonst anhaftenden Staub verzichtet und ein glasklares Stück Glück arrangiert. „Well here we go – it´s two-thousand-fo – and my flow ´s still tighter than what your ´s might have been … working this mike is nat-a-ral – for me to come weak is not a-lowed” – Ace One ist einfach The Voice und der Flowgott in einer Person, da reimen sich dann auch Dinge, die sich eigentlich nicht reimen. Ach ja – und die B-Seite… Hört sie euch einfach an. Seit DJ Vadims „Combustible/Ghetto Rebels“ war ich nicht mehr so froh, wie bei diesen beiden 12-Inches…

Jut, man muss sich ja auch wieder einkriegen, also anderes Thema: „Graffwriters/Ignorance“ heißt die aktuelle Auskopplung der Narcissists auf Pias. Kennt man diese Typen noch nicht und wirft man „Graffwriters“ an, ist man doch etwas irritiert. Zum Beat: Wie kann jemand auf die Idee kommen, einen Beat komplett auf dem weltbekannten Bass-Intro von Labi Siffres „I Got The Blues“ aufzubauen, aus dem auch Kollege Mathers (allerdings eine andere Stelle) schon ausgiebig gesamplet hat? Egal wie sich das Ergebnis anhört, bestimmte Dinge sind einfach ein wenig zu offensichtlich und gehen dann auch eher nach hause. Die Typen klingen wie Looptroop, rappen über das Looptroop-Lieblings-Thema „Graffiti“ und bringen anschließend im Oldschool-Remix einen Loop, der auf einem der abgegriffensten Breaks des HipHop-Sounduniversums aufbaut. Wenn Grandmaster Flash damit rumspielt, ist das o.k., aber was soll das bitte auf einer Scheibe aus 2003?

Bei Hum Drums setzt Madlib gemeinsam mit Declaime auf der Declaime 12-Inch „Enjoy your Stay/Life“ die Madlib-Invazion fort, wobei Declaime Backup von Dudley Perkins bekommt, der sich gelegentlich auch in die Aufnahmekabine geschlichen zu haben scheint. Message-mäßig kommen beide Tracks als positive Ansagen rüber (“It´s your life – live it”), Declaimes Stimme ist einzigartig, wie üblich. Wer ihn schon kennt, wird wissen, dass sein Flow manchmal etwas pausenlastig sein kann – so hätte ich mir auch auf der B-Seite („Life“) gelegentlich etwas mehr Zug zum Tor gewünscht, bei dem Beat hätte sich das jedenfalls angeboten. Genau letzterer ist es nämlich, der diese 12 beinahe unbezahlbar macht, der schon alleine Grund genug ist, das Teil zwei Mal zu kaufen. Was für ein Brett – die verwendeten Drumsounds äußerst analog, dazu ein stakkato-mäßiger Elektrobass, hier und da ein paar Soundsprengsel und Vokalfetzen eingestreut – der Lootpack-Produzent zeigt sich einmal mehr von seiner besten Seite, und so garantiert „Life“, dass trotz der Omnipräsenz des Mannes aus dem Stones Throw-Lager kein Madlib-Overkill eintritt.

Ebenfalls auf Hum Drums erscheint mit „Relax N´ Chill/A Fly Love Song“ gerade ein Ausschnitt des Pase Rock-Solo-Albums „Bullshit As Usual“, das dieser unter seinem Alias Vaughn La Rock veröffentlichte. Von dem nur in Japan und dort auch nur auf CD erschienenen Album hat sich Hum Drums mit „Relax N´ Chill“ und „A Fly Love Song“ zwei extrem entspannte Nummern für die Vinyl-Veröffentlichung gesichert. Während „Relax N´ Chill“ vor allem durch dem Titel geschuldete, super-gechillte Saxophon- und Piano-Samples besticht, dominiert in „A Fly Love Song“ ein leicht hypnotischer Piano-Triller, der durch ein smoothes Gitarren- und ein weibliches Vocalsample ergänzt wird. Beide Beats stammen von einem Typen namens Dem Boogie, der auch schon einige Fat Jon-Tracks gehört zu haben scheint, so dass man fast geneigt ist, mal wieder an eine Alter-Ego-Veröffentlichung zu glauben. Vaughn La Rock lässt darüber seinen von den Five Deez-Releases hinlänglich bekannten Flow gleiten, der sich bei „Relax N´ Chill“ vor allem an seine Angebetete richtet („I´m thinking about nothing but my hand on your thighs…“), über „A Fly Love Song“ muss diesbezüglich wohl nicht viel gesagt werden. Hingewiesen sei aber fairerweise noch darauf, dass dieses Musikschmuckstück gegenwärtig nur als Promo über Hum Drums/Grooveattack erhältlich ist. Doch keine Sorgen: Wer hier noch kein Glück hat, kann sich auf die in ein paar Monaten erscheinende offizielle Version freuen, die dann auch noch Remixe von 3582 (Fat Jon & J. Rawls) mitliefern wird.

Nachdem uns die gerade Genannten J. Rawls und Fat Jon unter ihrem gemeinsamen Alias 3582 dieses Jahr schon mit der sommerlichen 7-Inch „Vanessa From Venezuela/Late Night“ beglückt haben, kommt – ebenfalls auf Hum Drums – nun ein weiterer Release im 12-Inch-Format. Er enthält die Titel „The E“ (im Original von J. Rawls, im Remix von Fat Jon) und einen „Bad As They Come“-Remix (Fat Jon), beide Songs warten mit Raps von Fat Jon auf. Die Platte bildet die Lead-Off-Single für das für Oktober zu erwartende Album „Situational Ethics“ – wer auf J. Rawls und Fat Jon steht, wird hier nichts falsch machen. Schönes Ding.

Seit einigen Wochen auf Motor/Universal zu haben: „Fäule“ von den Beginnern. Keine normale Maxi, sondern eine EP (2-fach-Vinyl), die außer dem Titelsong noch die Tracks „Schiss“ und „Wer bistn Du?“ sowie diverse Remixe von Simon Vegas und Bubblez bereithält. Nachdem das Thema Deutschrap beinahe völlig in der Bedeutungslosigkeit versunken war, schicken sich die Hamburger an, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, und dafür kann man nur dankbar sein. „Fäule“ ist natürlich auf Hit produziert, und das funktioniert, auch wenn ich die Raps deutlich mehr als den Beat mag. Wenn Denyo mit „Nicht die Routine irgendeiner deutschen Rap-Kapelle – denn inhaltslos muss scheitern so wie Westerwelle – dann doch eher die Routine eines Willi Brandts – wir haben die Musik, die süß schmeckt, wie Philly Blunts“ daherkommt, klingt das tatsächlich locker aus dem Arm geschüttelt, und das würde man deutlich mehr deutschsprachigen MCs wünschen. „Schiss“ erklärt uns, dass Angst-Haben doch ganz normal ist – am amüsantesten dabei für mich, dass Eisi Eiz in den Hooks ein bisschen Ozzy Osborne-mäßig daherjammert. Unterm Strich ein positiver Vorbote des Albums.

Böse groovy und soulig kommt Larry Gold mit der Auskopplung „Feel So Good/Ain´t No Stopping Us Now“ (BBE/Rapster Records) – ein erstes Lebenszeichen seiner demnächst zu erwartenden „Larry Gold Presents Don Cello And Friends/Classic Philly Soul“ in der mittlerweile legendären „Beat Generation“-Produzenten-Serie auf BBE, in der bereits Pete Rock, Jay Dee, Marley Marl, DJ Spinna, Jazzy Jeff und King Britt ihre Produzenten-Scheiben veröffentlichten. Während die A-Seite „Feel So Good“ feat. Nanda für mich etwas zu rund, nett und nicht so zwingend wirkt, hält die Album-Version von „Ain´t No Stopping US Now“, auf der Black Thought von den Roots ein Gastspiel gibt, einen halben Klassiker bereit. Zunächst macht Black Thought die streicherbedingt geschmeidige Sache natürlich etwas rauer, und dann ist der Beat einfach killer – dick, wie die Kick-Drum verdampft, großes Dance-Floor-Potential.

Immer umtriebiger wird auch B9000 Records aus Belgien, wo beispielsweise schon Mr. Complex´ „Rhapsody“ oder L Fudges „Love Letters“ erschienen. Vor einigen Wochen kam dort nun eine 12 von Rasheed aka Maylay Sparks („leisure/3mc´s“), deren melancholische A-Seite „leisure“ Grand Agent featured. Das Sample hat Kollege Wiz von der RAG natürlich schon viel früher gefunden, weil da atmo-mäßig ja auch einfach RAG draufsteht, so dass man die Jungs um Galla und Aphroe aus Bochum automatisch ein wenig vermisst. Unterm Strich ein solider Track mit ansprechenden Scratches von DJ „The White Shadow Of Norway“. Der B-Seiten-Titel „3mc´s“ featuret Malik B und Louis Logic und dümpelt auf einem Bass-Sample angenehm vor sich hin. Den Vocal-Scratch „Just The Man That ´s On The Mike“ kennt man spätestens seit DJ Honda (II), und so wird die 12-Inch denjenigen, die die angesprochenen anderen Platten bereits besitzen, doch ein wenig wie ein Zitat-Mix bereits bekannter HipHop-Zutaten vorkommen. Allen anderen sei sie ans Herz gelegt, natürlich auch denen, die gerne Samples wiedererkennen, was ja durchaus Spaß machen kann, solange sie nicht völlig offensichtlich, überstrapaziert und durch sind.

Etwas Angenehmes noch zum Schluss: Mobb Deep haben auf Landspeed mit „Double Shots/Favourite Rapper“ v.a. mit der A-Seite „Double Shots“ mal wirklich absolut partytaugliches Material an Land gespült, was natürlich auf dem streichersample-dominierten Dance-Beat, aber auch auf den passenden Raps beruht. So heißt es in der Hook: „Just party – don´t get yourself shot – leave all the drama back home at the block – get the bar double shots going down straight chillin – while the dj playin what i´m feelin“. Das macht Spaß, und man fühlt sich auch zu hause im Club.

MTV Video Music Awards 2003

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Endlich wurden heute die verbindlichen Nominierungen für die MTV VIDEO MUSIC AWARDS 2003 bekannt gegeben. Die Veranstaltung findet am 28. August in der Radio City Music Hall in New York statt, und moderiert wird das ganze von Ulknudel Chris Rock. Die meisten Nominierungen gingen an die Kings of Rotation Missy Elliott, Eminem, 50 Cent und Justin Timberlake. Missy´s Video zu dem Song „Work it“ (Director: Dave Meyers) wurde in acht Kategorien nominiert: Video Of The Year, Best Female Video, Best HipHop Video, Best Direction In A Video, Best Art Direction In A Video, Best Special Effects In A Video, Best Editing In A Video und Best Cinematography In A Video. Nachdem wir kurz durchgeatmet haben, geht es weiter mit Eminem (Loose Yourself) und 50 Cent (In Da Club), die jeweils in fünf Kategorien nominiert sind. In vier Kategorien können sich die beiden um den Award prügeln: Video Of The Year, Best Male Video, Best Rap Video und Viewers Choice. In der fünften Kategorie steht Eminem dann bei Best Video From A Film in Konkurrenz mit Britney Spears, JC Chasez und Madonna. 50 Cent könnte sich dann noch den Award als Best New Artist In A Video in sein Vitrinenschränkchen stellen. Justin Timberlake, der zwar in sieben Kategorien nominiert ist stelle ich hier mal hinten an, denn mal abgesehen von seinen Produzenten, hat seine Musik ja nicht wirklich viel mit HipHop zu tun. Wer sich dennoch über seine Nominierungen, und die der anderen Künstler näher informieren möchte, der surfe doch über den angegebenen Link zur Seite von MTV. Schönes Wochenende!

Hip Hop Kemp 2003

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Das Hip Hop Kemp, eine kostengünstige Alternative zu Splash, Flash und Hip Hop Open wurde letztes Jahr in der Tschechischen Republik geboren. Dies soll aber keinesfalls abwertend klingen, im Gegenteil, denn für echte HipHop-Heads lässt dieses Festival keine Wünsche offen. Das Festival findet in der Stadt Pardubice statt. Auf dem Gelände des Schwimmbads Cihelna tummelten sich bereits letztes Jahr um die 3.500 HipHop-Begeisterte und genossen Sonne, kühles Bier, Swimming Pools und natürlich jede Menge feinsten Live-HipHop von insgesamt 25 Bands aus 11 Ländern. In diesem Jahr erwartet euch vom 15. bis zum 17. August ein noch größeres Festival mit einem exquisiten Lineup. U.a. konnten die Veranstalter Mr. Lif, Edan, die K-Otix, Akrobatik, DJ Vadim, DCS, die Waxolutionists und Looptroop für Live-Sets gewinnen. Natürlich fehlt es auch nicht an lokalen HipHop-Bands, Crews aus Polen, Ungarn und der Slowakei. Die Preise für die Tickets können sich wirklich sehen lassen, und wurden für Frühbucher extra gestaffelt. Bestellt man sich die Tickets zwischen dem 01.06.03 und dem 31.07.03 kosten sie ca. 20 Euro. Zwischen dem 01.08.03 und dem 18.08.03 kosten die Tickets dann ca. 24 Euro, was aber für drei Tage HipHop-nonstop definitiv nicht zu hoch gegriffen ist. Tageskarten sind ebenfalls für ca. 12 Euro erhältlich, allerdings nur direkt am Eingang des Festivals. Zu bestellen sind die Karten unter dem angegebenen Link. Diese Seite ist auf Tschechisch sowie auf Englisch abrufbar, wenn es mit eurem Tschechisch auch nicht so gut steht wie bei mir. Insgesamt bleibt zu sagen, dass es sich hierbei um eine wirklich gut durchorganisierte Veranstaltung handelt, die qualitätsmäßig unseren lokalen Events in nichts nachsteht Das Hip Hop Kemp 2003 besitzt auch eine sehr schöne Website (ebenfalls bei Bedarf auf Englisch abrufbar), auf der ihr alle nötigen Informationen bekommt, wie z.B. aktuelles Lineup, Lageplan usw.. Also Sachen gepackt und ab nach Tschechien, denn ihr wisst ja, Reisen bildet. Hier ein kleiner Nachtrag: An das Festivalgelände ist natürlich ein Campingplatz angeschlossen, auf dem ihr für ca. 3 Euro euer Zelt platzieren könnt. Tickets könnt ihr übrigens auch über eventim.de ordern.

Splash 2003 Mixtape

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Seit gestern steht nun das offizielle Splash 2003 Doppel-Mixtape in den Läden und wartet darauf, als Futter für eure Walkmen und Tapedecks zu dienen. Auf zweimal 90 Minuten, gemixt von Phlatline Sound, DJ Shusta und DJ Kenny D, erwarten euch Exclusive Tracks, Dubplates, brandneue Songs und Classics der diesjährigen Headliner. Gehostet wird das ganze von Sentence, einem Berliner MC, der ebenfalls exklusives Material beigesteuert hat. Also kaufen und schon mal aufwärmen, in zehn Tagen ist es soweit! Hier nochmal ein paar Fakten. Dancehall/ Reggae-Tape u.a. mit: Degree, Sizzla, Seeed, Buju Banton, T.O.K., Beenie Man, Bounty Killer. HipHop-Tape u.a. mit: Gang Starr, Massive Töne, De La Soul, Beginner, Redman, Tefla & Jaleel, Brand Nubian.

Warcraft III : The Frozen Throne

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Meine Herren. Erst hat uns ja Blizzard mit Warcraft III das Echtzeitstrategie-Nonplusultra umdie Ohren gehauen, und jetzt legen die locker mal eben mit dem Addon ein Paket nach, dasbesser als alle Full-Price Veröffentlichungen ist. Und das ist eigentlich noch untertrieben. Esist schon unglaublich, wie viel Blizzard auf die eine CD gequetscht hat: eine neue Kampagnemit 26 Levels, neue Helden für alle Völker, neue Einheiten, ein neues Gebiet (Dschungel) und ein Ork-Rollenspiel, das mal eben besser als alle Veröffentlichungen des letzten Jahres ist. Ich ziehemeinen Hut.
Jetzt bleibt eigentlich nur noch die Frage, WIE gut es ist. Die Grafik hat sich seit demHauptprogramm kaum verbessert, lediglich die neuen Einheiten sehen ein wenig besser aus,aber sonst ist auch nix Wesentliches dazugekommen. Gut, das neue Dschungelset ist rechtfein. Der Sound bietet wie immer allererste Qualität, obwohl wie schon bei Warcraft III diedeutsche Synchronisation eher lächerlich wirkt.
Bleibt eigentlich nur noch das Gameplay, und da haben die Entwickler im Vergleich zu derohnehin schon sehr gut spielbaren Vorlage noch einen drauf gesetzt: Nie war einStrategiespiel derart ausbalanciert, derart komplex und trotzdem intuitiv, nie erleichterteneinem Programmroutinen den Alltag (Formationen, Ressourcenabbau etc.) besser und vorallem diskreter, es ist einfach rundum noch mal einen Tick besser als das Original. Die neuenEinheiten und Fähigkeiten fügen sich nahtlos in die bisherige Balance ein und lassen wirklichalle Seiten ausgeglichen sein. Und: Es gibt jetzt endlich Schiffe, mit denen man seine Truppenin Transportern über Wasserstellen bringen kann! Leider hat Blizzard nur eine Seeschlacht indie Kampagne eingebaut, da hätten ruhig mehr drin sein können. Dafür hat uns einengöttlichen Rollenspiel-Modus gebastelt, in dem die in der normalen Kampagne antipräsentenOrks die tragende Rolle spielen, bzw. Rexxar, der Bestienmeister plus ein oder zwei weitere(natürlich neue) Helden. Ihr durchstreift mit Rexxar, der übrigens einen Bären namens Mischabeschwören kann (!?), die neuen Orklanden und erfüllt Aufträge von den verschiedenstenCharakteren. Dabei steigt ihr ganz rollenspielmäßig auf und findet ne Menge Gegenstände.Die Karten, die extra für Frozen Throne entwickelt wurden, sind durchgehend gut, und auchdie Kampagne spielt sich flüssig. Standardaufträge wie Basis-errichten-und-dann-Feind-plattmachen sind die Ausnahme. Mal geht es durch einstürzende Höhlen, dann kämpfen wirmit drei Armeen gleichzeitig zu Land, Wasser und Luft, mal sollen wir jemanden aus derKlemme helfen usw.
Die Story setzt nach dem Fall Arthas (Warcraft III) ein und führt ein neues (leider nicht selberspielbares) Volk ein, die Nagas, fischähnliche… Fische halt. Auf jeden Fall gibt es wiedereinige Wendungen und Rückgriffe auf WC3, also ist es besser, man hat dasHauptprogramm bereits durchgespielt, um alles, was da so vor sich geht, zu verstehen. AlleKarten sind deutlich größer als die der Vorgänger und besitzen mit ca. 60 Minutendurchschnittlicher Spielzeit einen etwas höheren Schwierigkeitsgrad.
Dazu gibt es wieder eine Unmenge an fordernden Nebenquests und neue Unholde und undund… Ihr merkt schon, ich könnte hier aufhören, weil ich eh nur schreibe, wie toll dasSpiel ist. Das einzig Negative, das mir einfällt, ist, dass derSchwierigkeitsgrad wie schon im Hauptprogramm ziemlich hoch angesetzt wurde, also nichtsfür Neueinsteiger.

Fazit: Wer WC3 besitzt und es zumindest mag, wird Frozen Throne lieben. Wer es nichtbesitzt, sollte es sich jetzt für 19€ kaufen, denn ohne WC3 läuft Frozen Throne nicht. Also:Sureshot-Buy, unbedingt kaufen. Das beste Add-On aller Zeitenfür das beste Echtzeitstrategiespiel (…aller Zeiten. Sorry an alle „Generals“). So gut, dass manes spielen sollte, anstatt darüber zu reden. Was ich jetzt auch gleich machen werde..

Pro:
– Perfekte Balance zwischen den Völkern
– Perfektes Gameplay
– Perfekt designte Missionen
– Perfekte Unterhaltung
– Perfekte Integration der neuen Einheiten und Fähigkeiten
– Perfekte Atmosphäre
– Perfektes Spiel
– Perfekte Preis-Leistung

Contra:
– Es ist erschreckend, wie viel Zeit man mit Frozen Throne verbringen kann
– Man träumt nachts von den Fischmonstern und von Rexxar dem Bestienmeister… Erklär das mal deinen Freunden
– Ich würde ja jetzt normalerweise schreiben „irgendwann ist es zu Ende“, aber nochnicht mal das stimmt, der (perfekte) Map-Editor ist ja mitgeliefert und Mods undMaps gibt’s auch überall.
– Soziale Kontakte brechen ab, man muss eine Brille tragen, die Haut wird käsebleich,Licht schmerzt in den Augen. Alles nur wegen einem gefrorenen Thron.
– Hah! Einen echten Nachteil habe ich aber gefunden: Frozen Throne kommt imSommer raus. So verpassen wir den Sommer. Wär es im Winter herausgekommen,hätten wir den Winter verpasst und das wär ja egal gewesen.
– Na gut: Zweifelhafte deutsche Synchronisierung.

Singleplayer: 7
Multiplayer: 7
Developer: Blizzard Studios
Publisher: Blizzard Ent.
Spieler: 1-16
USK: 16

Ol’ Dirty Bastard – „The Trials and Tribulations of Russell Jones“

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Brooklyn… Zoo!

Russell Tyrone Jones aka Ol’ Dirty Bastard, das wohl exzentrischste und verrückteste Mitglied des Wu Tang Clan, meldet sich nach seinen endlosen Drogen- und Gefängniseskapaden massiv zurück und beweist allen Kritikern, dass noch mit dem alten dreckigen Bastard gerechnet werden muß.

Nach seinen vorherigen Alben „Return of the 36 Chambers: The Dirty Version“ und „N**** Please“ holte sich der Rapper diesmal famose Unterstützung von renommierten Rappern wie Mack 10, Big Syke, C-Murder, Too Short, Sunz of Man und E-40, um erneut die Hip Hop Welt ins Staunen zu versetzen.
Was bereits bei seinem zweiten Album zu erkennen war, wird auf diesem Album fortgesetzt. Ol’ dirty Bastard oder „Dirt McGirt“, wie er sich zur Zeit nennt, entfernt sich immer mehr von dem Wu Tang- style und tendiert nunmehr zum eher melodiösen und innovativen Sound. Bereits bei seinen ersten von 18 Tracks, bemerkt man den leicht angehauchten R’n’B Touch, was dem Ganzen eine interessante Note verleiht und auch nicht unbedingt in die Mainstream Richtung geht.

Mit seiner sehr extravaganten Art und Weise Wortakrobatik und fette Beats zu vereinen, begeistert er langjährige Ol’ Dirty Fans aufs neue. Auch seine notorischen humoristischen Einlagen sind uns zum Glück erhalten geblieben. Einziges Manko des Albums ist die verhältnismäßig kurze Spielzeit von ca. 49 Minuten.

Fazit: Wer kann dem alten dreckigen Bastard schon wiederstehen? Mit seinem frischen melodiösen Style und seiner bewährten direkten Art, ist der Verzicht der Wu Tang Familie und vor allem der Entsagung von einzigartigen Einflüssen und Producer- Fähigkeiten eines RZA auf diesem Album durchaus verschmerzbar. Holt euch diese Scheibe!!

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