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Puppetmastaz

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Das Marionettenhafte in der Musikindustrie ist wahrlich keine Neuentdeckung, auch wenn hier immer wieder neue Standards gesetzt werden. Sei es durch Fernsehsendungen, die zur öffentlichen Selbsterniedrigung der Untalentierten einladen oder vermeintlich "glaubwürdige" Musiker, denen jede Form von außermusikalischer Schlammschlacht recht ist, um die eigenen Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben. Höchste Zeit also, dass mal Fachleute zu Wort kommen und uns erklären, wie das so als "echte" Puppe zwischen all den humanoiden Laiendarstellern mit unsichtbaren Fäden dran ist. Die Abordnung der Puppetmastaz, Mr. Maloke, Pit und Croucholina, haben sich lange genug zwischen den Menschen getummelt, um uns im Gespräch anlässlich der Veröffentlichung ihres ersten Longplayers Einblicke in Kung-Fu, den Mittelpunkt der Erde, Polen und die Rolle der "Creature" im Rap-Biz zu geben. Netterweise bleiben dabei ihre "Schatten", wie sie die marionettenspielenden Menschen nennen, da, wo sie hingehören, nämlich im Hintergrund. Und was bleibt, ist das unzensierte Wort der Creatures.
rap.de: Ihr seid also die Verkörperung des Begriffs "Pet Sound", die kleinen Tiere, die den Menschen den Sound bringen?
Mr. Maloke: Ja, klar, wir sind gekommen, um den Planeten ins Schwingen zu bringen und eine Atmosphäre zu erzeugen, die die Menschen aus ihrem gewohnten Trott raus- und zu ihren Roots zurückbringt.
rap.de: Müssen wir also von Außerirdischen gerettet werden?
Croucholina: Sie sind schon da, in den Köpfen der Menschen.
Mr. Maloke: Ja, sie sind schon da, denn die Menschen stellen immer das Eine und das Andere in Frage.
rap.de: Bringt ihr also das Außerirdische in die Musik wie Sun Ra?
Pit: Es geht hier nicht um Aliens.
Mr. Maloke: Weißt du, wir bringen die Creature zurück zu den Aliens. Die Creature kommt nicht aus dem Weltall, sondern lebt im Sumpf, unter der Erde, zwischen deinen Haaren…
Croucholina:… oder in deinen Turnschuhen.
Mr. Maloke: Die Creature ist etwas, was in dir ist, und wir bringen sie zum Vorschein.
Pit: Es ist ein bisschen, als würde man den Toten Leben einhauchen.
Croucholina: Ja, als würde man Elvis wiederbeleben.
Mr. Maloke: Yeah, wir haben Elvis Presley, wir haben Elvis Costello. Sie sind beide in unserer Crew, und sie warten nur darauf, dass ihr ihnen zuhört. Also was die ganze Alien-Geschichte angeht: Manche Menschen fühlen sich entfremdet, weil sie immer das Eine mit dem Anderen vergleichen. Aber wenn du dich an das Eine hältst, wirst du immer da sein, wo du hingehörst.
rap.de: Also geht es eher um Unity?
Mr. Maloke: Es geht darum, es roh und ungeschliffen auf Street Level zu halten.
Croucholina: Yeah, keep it real and stick to the one.
rap.de: Stehen Creatures deshalb auf HipHop?
Mr. Maloke: Wir machen eigentlich nur HipHop, weil wir nicht die richtigen Instrumente für Country-Music haben. Wir wollten einen Kontrabass und so haben.
rap.de: Wenn man euch ein Banjo gäbe, würdet ihr dann wie Johnny Cash spielen?
Mr. Maloke: Ja, könnte sein.

rap.de: Was war zuerst da, die Creature oder die Musik?
Mr. Maloke: Zuerst war da die Creature. Wir fluchten und schimpften auf der Straße, bis so etwas wie ein Rhythmus dabei rauskam, eine Art Beatbox. Und als wir aufhörten zu reden, prasselte der Regen aufs Dach und machte diesen Krach, der auf einmal wie HipHop klang, bis dann schließlich die Prosetti Brüder vorbeikamen und sagten, dass sie uns produzieren würden.
Pit: Freestyle kommt auch von den Straßen Rumäniens. Für einen Penny freestylen kleine Zigeunerkinder auf der Straße. Eigentlich geht es bloß darum, der Sache einen Namen zu geben. Mr Maloke zum Beispiel kommt aus Crooklyn, New York, und vor etwa 140 Jahren hat er schon den HipHop erfunden. Da wusste er schon, dass HipHop existiert.
Mr. Maloke: HipHop war sogar schon da, lange bevor ich Kung-Fu erfand.
Croucholina: Weil Musik die Nahrung der Liebe ist, muss man einfach immer weiter machen.
rap.de: Wie bringt ihr denn auf eurer Platte rüber, dass Creatures am Werk sind und nicht etwa Menschen, die vorgeben, Puppen zu sein.
Mr. Maloke: Unsere Haltung ist wie der Geruch, der von einem Stück du-weißt-schon ausgeht. Es ist dieser neue Gestank, den wir über die Welt bringen und der ehrlich ist. Nicht wie diese Politiker, wie Bush oder Westerwelle, die tun, als wären sie Marionetten der Medien, und in Wirklichkeit sind sie Menschen. Das ist nicht fair.
rap.de: Wie können Menschen denn den Creature Funk verstehen, haben sie selber so was wie Funk oder Groove?
Mr.Maloke: Wir stellen die animalische Seite des Menschen dar. Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Das ist typisch für die Menschen, sie haben zwei Seiten, das ist das ganze Drama ihres Lebens. Dr. Jekyll, der immer kontrolliert ist, und Dr. Hyde, der ständig den kranken Scheiß startet. Wir lassen den Doktor direkt weg, wir sind der ill shit.
rap.de: Ihr bringt also das Tier im Menschen zum Vorschein?
Croucholina: Jeder Mensch hat den Creature Funk in sich. Du musst dich an das Eine halten und es in deinem Goldenen Zentrum finden.
Mr.Maloke: Wer suchet, der findet.
Pit: Und wenn du es nicht findest, dann schau in unsere Augen. Da wirst du es finden.
rap.de: Könnt ihr also zwischen euren verschiedenen Identitäten hin und her wechseln?
Pit: Einmal wachte Mr. Maloke auf und war Dracula.
Croucholina: Oder Frankenstein. Kennst du Frank Stone?
Mr.Maloke: Manchmal liege ich in meiner Metallkiste rum und frage mich, wann dieser Schatten endlich auftaucht, um mich loszulassen. Doch wenn sie ihren Arsch hochkriegen, sind wir bereit loszulegen.
Pit: Manchmal treiben wir uns auch im Mittelalter rum, da sind unsere Wurzeln. Wir stehen ziemlich auf Schwerter, Mann-gegen-Mann-Gefechte. Leute wie Bush sollten ihre Truppen minimieren und Duelle austragen. Präsident gegen Präsident. Saddam vs. Gerorge W.
Mr. Maloke: Ja, eine große Arena drum herum, reichlich Popcorn und jede Menge Geld verdienen.
Croucholina: Und dann können wir wetten, wer gewinnt.
rap.de: Was haltet ihr von anderen Puppen wie den Muppets?
Croucholina: Miss Piggy ist gefickt. Ich muss sie immer und immer wieder dissen. Sie ist immer voll auf Alkohol und Drogen. Ich glaub, sie kriegt ihre Drogen von Kermit oder irgendwelchen Medien-Typen-Dealern, die um sie rumlungern. Ich meine: Der älteste Erfolg ist der von gestern, wie Freddy Quinn mal gesagt hat.
Mr. Maloke: Ich glaube, bei den Muppets lief eine zwiespältige Geschichte ab. Die Puppen wurden in New York gemacht, aber die Show wurde in London aufgezeichnet. Ich glaube nicht, dass das gut für die Puppen war. Die Schatten der Puppen sollten immer mit den Puppen abhängen, damit sie präsent sein können.
Pit: Wenn die Muppets auf einer Pepsidose durch die Gegend fliegen, dann ist das traurig. Es gibt einige gute und witzige Puppen, doch es ist, als gehörten die Puppen jemandem, als würde sie jemand kontrollieren. Sie benehmen sich nicht wie Puppen. Doch wir Puppen von den Puppetmastaz sind unsere eigenen Herren und Meister.
Pit: Wir glauben nicht an Gott, wir glauben an die Goldene Mitte.
rap.de: Und was ist die Goldene Mitte?
Pit: Es ist ein warmer, leuchtender Ort.
Croucholina: Es ist wie eine einzelne Schüssel Reis.
Mr. Maloke: Es ist der Mittelpunkt der Erde.
Croucholina: Manchmal machen wir ein Picknick da.

rap. de: Gibt’s da Radio, und was spielen sie?
Mr. Maloke: Sie spielen eine Menge indischer Musik.
Pit: Aber auch alles Mögliche, wie Barock.
Mr. Maloke: Es ist irgendwo zwischen Indien und Kreuzberg. Und sie haben sogar blauen Himmel. Aber es führt auch ein anderer Weg direkt in die Hölle. Ich ging dahin, hatte ne Menge Spaß, kam zurück und ging direkt ins Aufnahmestudio. Und da hab ich mir die Lunge rausgeschrieen.
rap.de: Ihr wart im Goldenen Zentrum und in der Hölle. Wie ist es denn, danach in Berlin in einem Club aufzutreten?
Pit: Wie Helloween.
Mr. Maloke: Berlin ist immer noch ein Ort, der die Mädels zum Tanzen bringt. Und wenn die Mädels tanzen, dann bin ich fasziniert vom Glanz der Nylonstrümpfe. Wenn du den Lesern irgendetwas sagen willst, dann, dass sie Nylonstrümpfe tragen sollen.
Croucholina: Ja, auch die Jungs.
Mr. Maloke: Wenn du so klein bist wie wir, siehst du immer nur die Beine und die sollten dann bitte glänzend und hypnotisierend sein.
Pit: Sie könnten auch mehr rumhüpfen. Die Leute sind meiner Meinung nach überinformiert durch die Kultur, sie sind überfüttert. Jeder kennt schon alles, hat alle möglichen Fotos und Filme gesehen und so weiter. Deshalb bewegen sie sich nicht, wenn sie ausgehen. Weil sie den Topact jeden Abend sehen können. Schau dir da lieber mal die Leute auf dem Dorf an.
Mr. Maloke: Ja, wir waren in Polen. Ich glaube, dass nicht viele Menschen in Polen Fernsehen oder tolles Entertainment haben. Aber die Leute sind abgegangen wie nirgendwo sonst auf der Welt. Poland is the shit! Es gibt einen polnischen Schriftsteller, der sagt: Wir sind das Alltägliche, Gewöhnliche, das einen Einbruch macht in das hermetische Abstrakte.
rap.de: Glaubt ihr, dass die Menschen über euch lachen oder dass sie euch auslachen?
Croucholina: Sie lachen mit uns.
Pit: Hoffentlich.
Mr. Maloke: Ich mache eine Aussage und die Leute lachen? Hallo? Warum lacht ihr. Ich mag das nicht, schließlich bin ich der Typ, der Kung Fu erfunden hat. Dafür will ich Respekt.

rap.de: Einerseits seid ihr politisch engagiert als Wesen, aber auf der anderen Seite seid ihr lustig. Wie funktioniert das?
Pit: Das fehlt doch in der Politik.
Mr. Maloke: Guck dir doch die Tagesschau an. Ich kann mir das nicht mehr ansehen. Die Art und Weise, wie sie sprechen, macht mich krank.
rap.de: Könntet ihr euch vorstellen, die Tagesschau zu moderieren, als Creature-Variante von Ulrich Wickert?
Mr. Maloke: Ja. Wenn sie mir einen Beat und Informationen geben und mich freestylen lassen über das, was geschieht, sicher. Ich glaube, eine Menge Leute würden das mögen, das ist wirklich direkt. Doch ich fürchte die Reporter in ihren lächerlichen Trenchcoats wollen Objektivität.
Croucholina: Ich vermisse den Hofnarr. Das war der beste Job überhaupt, denn der Hofnarr stirbt nie, außer wenn er schlechte Witze macht.
rap.de: Ihr seid also eine moderne Variante der Hofnarren?
Mr. Maloke: Es ist unsere Position in der Gesellschaft. Und für dich ist es doch dasselbe. Die ganzen Medien-Typen sind doch nur Hofnarren in diesem Spiel.
Croucholina: Der Hofnarr ist der Einzige, der Witze über den König machen darf. Und der König hört gerne Witze über sich selbst, da er dann über sich lachen kann.
Mr. Maloke: In Amerika macht niemand außer vielleicht Eminem und Xzibit Witze über Bush, oder? Ich höre zumindest kaum was. Es ist eine kritische Zeit. Und wenn der Narr seinen Mund hält, geschieht vielleicht etwas Schlimmes und Krankes.
rap.de: Der Narr ist also eine Figur, die Entertainer und politische Person zugleich sein kann?
Mr. Maloke: Ja. Und feiern. Das ist das, was wir gelernt haben.
rap.de: Könnt ihr nicht eure eigene Partei gründen?
Mr.Maloke: Wir haben es mehrmals versucht, aber sie wollten uns nicht. Im Reichstag haben sie gesagt: Haut ab und geht in den Zoo, oder so was!
rap.de: Was macht ihr als nächstes, wenn ihr das Album draußen habt?
Mr. Maloke: Wir werden einen eigenen Fernsehkanal eröffnen und diese Hologramm-Dinger überall in Deutschland aufstellen.
Croucholina: Und es wird gratis Turnschuhe für alle geben.
Mr. Maloke: Yeah, das waren die Puppetmastaz. Vielen Dank.

Rakim verlässt Aftermath

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Wie sein Manager verlauten ließ, hat Rakim das Aftermath Camp verlassen. Nach einem Krisengespräch zwischen ihm und Interscope/Aftermath wurde sein Vertrag nun gestern aufgelöst. Zur Zeit ist er auf der Suche nach einem neuen Label und hält sich in New York auf, um seinem fast fertigen Album den letzten Feinschliff zu verpassen. Genaueres zur Trennung wurde bis jetzt nicht bekannt. Nächste Woche gibt es wahrscheinlich mehr News, und dann melden wir uns zurück. Das offizielle Statement von Rakims Manager gibt es unter dem angegebenen Link.

Verlosung von Culcha Candela-Freitickets

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Hey ihr da draußen. Wer Lust hat, am Freitag den 18.07.03 mit Culcha Candela eine Tour auf dem King Rider Bus durch Berlin zu starten, der sollte an unserem Gewinnspiel teilnehmen. Die Band wird einem ausgewählten Publikum live auf dem King Rider so richtig einheizen. An ausgewählten Straßen und Plätzen in Berlin wird der Bus stoppen, und Culcha Candela wird den Passanten eine exklusive Live-Show bieten. Hiermit wird auch gleichzeitig auf den „Culcha Clash“ aufmerksam gemacht, der am 19.07.03 (Samstag) in der Arena stattfindet. Wir verlosen 3×2 Freitickets für die Busfahrt+Culcha Clash. Schickt einfach eine E-mail an gewinnen@rap.de mit dem Stichwort „Culcha Candela“ und eurer Telefonnummer, damit wir euch benachrichtigen können. Viel Glück!

Hip oder Hop? Ferris-Track zum Download

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Am 06.10.03 erscheint das neue Album „Audiobiographie“ von dem Wahlhamburger Ferris MC. Vorab gibt es exklusiv unter https://www.fourservice.com/popstarz den kontroversen Song „Popstarz“ zum runterladen. Laut Pressemitteilung wird erwartet, dass die Radio- und Fernsehstationen des Landes sich weigern werden diesen Track aufgrund seines Textes zu spielen. Meiner Meinung nach auch nicht wirklich von Interesse, da Ferris ja bereits mit seiner Partnerin Vanessa von „DsdS“ (Deutschland sucht den Superstar) auf den einschlägigen Musiksendern mit dem Song „Fiesta“ rotiert! Welche Taktik hier verfolgt wird ist mir persönlich ein wenig schleierhaft! Ladet den Song runter und bildet euch eure eigene Meinung.

Sprüher aufgepasst!

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Wie der Spiegel heute berichtete, plant Bundes-Justizministerin Brigitte Zypries eine Gesetzesänderung zur härteren Verfolgung von Grafitti-Künstlern. Nach der noch geltenden Gesetzeslage, müssen Täter nur dann mit einer Verurteilung wegen Sachbeschädigung rechnen, wenn die „Substanz“ einer Sache, in diesem Falle der Wand, verletzt wurde. Diese Verletzung liegt beispielsweise dann vor, wenn die Farbe beim Auftragen in die Wand einzieht, und somit nur unter erheblichem Aufwand zu entfernen ist. Bei scheinbar geringem Schaden, wenn auch hohen Reinigungskosten, gehen die Verfahren meistens folgenlos aus. Auch der Versuch, Zivilrechtlich vorzugehen scheitert im Normalfall, da den meist jugendlichen Tätern das Geld zur Reinigung fehlt. Zypries setzt sich für den Vorschlag des Bundesrates ein, den Täter bereits bei einer „nicht unerheblichen Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes gegen den Willen des Eigentümers“ zu bestrafen. Schade, dass der Politik nicht ebenso kreative Gesetzesentwürfe zur Minderung der Gewalt gegen Ausländer, oder von Sexualdelikten einfallen. Wie dem auch sei, „Grafitti can´t be stopped“, auch nicht bei der möglichen Durchsetzung dieses Gesetzes im Herbst.

Black & Bruised

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Black & Bruised

Ready… Fight!!!
Boxkämpfe sind spannend, schweißtreibend und vor allem sehr unterhaltsam. Das dachte sich auch das Entwicklerteam von Digital Fiction aus den USA, als sie sich an die Kreation dieses Spiels begaben. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Boxspiele, an denen man sich virtuell auf die Zwölf hauen kann. Jedoch gibt es wenige, die derart actionlastig und simpel sind wie Black & Bruised. Was dem Zocker sofort ins Auge fällt, ist die Cartoon-Grafik bzw. die Cel-Shading-Figuren, mit denen man gegen andere Gegner antreten muss. In Black & Bruised hat man die Wahl zwischen 18 irrwitzigen Figuren wie dem drahtigen Pharao, dem irischen Jüngling oder gar dem glatzköpfigen Knastbruder, die sehr stark an die humoristisch angehauchten Figuren bei Ready 2 Rumble erinnern. Jede Figur hat seine individuellen Stärken und Schwächen, die sie in sechs verschiedenen Modi wie Turnier, Training, Einzelmatch, Zweispieler-Duell, Survival- und Karriere Modus einsetzen muss. Betritt man einmal die völlig abgedrehte Welt der 18 Boxer, die jeweils ihren Lebensunterhalt aus einem anderen Grund mit Boxen verdienen, erkennt man sehr schnell, dass es sich hier um einen knallharten Sport handelt! Sobald die ersten Fäuste fliegen, bekommen Gesichter und Körper schnell blaue Flecken, und man kann sich vor Schwellungen kaum noch retten. Wer also als Sieger dastehen möchte, sollte gut vorbereitet sein und sich vor den gefährlichen Attacken der Rivalen in Acht nehmen.

Lets Get Ready to Rumble!
Bevor ihr euch in den Ring wagt, solltet ihr euch erst in den Trainings-Modus begeben und etwas an eurer Technik sowie an eurer Verteidigung arbeiten. Hier könnt ihr euch eine Figur aussuchen, mit der ihr euch an einem Dummy auslassen könnt. Wie jeder schnell merken wird, ist das Kampfsystem im Vergleich zu anderen Boxspielen wie Rocky oder Knockout Kings, sehr simpel gehalten. Mit den Feuerknöpfen verteilt ihr rechte und linke Haken, die ihr mit zusätzlicher Hilfe der Schultertaste zu Uppercuts oder Rippenschlägen abwandelt. Insgesamt stehen euch 8 verschiedene Attacken zur Verfügung, die sich natürlich zu effektiven Combos verbinden lassen. Combos sind in diesem Spiel auch äußerst wichtig, da ihr auf diese Weise eure Rivalen sehr schell ausknocken könnt. Ein nettes Feature sind die 18 verschiedenen Power-Ups. Mit Hilfe von Power-Ups wie Autoblock, Energiesauger, Heavy Punch oder dem äußerst effektiven Lähmungszauber, befindet man sich schnell auf der Siegerstrasse, sofern man diese auch clever einsetzt. Nach dem Absolvieren des Trainings, hat man nun die Möglichkeit gegen echte Gegner anzutreten. Der einzig erwähnenswerte Modus ist der Karriere-Modus. Hier hat jeder Boxer seine eigene Geschichte, die euch als FMV präsentiert wird. Der Karriere-Modus besteht aus sechs Kämpfen, in denen ihr auf verschiedene Art und Weise eure Rivalen außer Gefecht setzen müsst. Dabei wird nach Laune über bis zu zwölf Runden á 2 Minuten gekämpft. Gewinnt ihr fleißig genügend Kämpfe, winken euch viele Extras wie zusätzliche Boxer oder alternative Outfits.

Grafik

In punkto Grafik gibt es bei Black & Bruised nicht viel zu bemängeln, sofern man auf Cel-Shading-Grafik steht. Die humoristisch animierten Cel-Shading-Boxer stehen bei diesem Spiel im Rampenlicht. Die 2D-Hintergründe und Spezialeffekte sind eher Beiwerk.

Sound

Beim Sound hat man sich bei Digital Fiction sehr dezent zurückgehalten. Die Erzählerstimme, welche in der Anfangssequenz und im Karriere-Modus die Geschichte der Boxer wiedergibt, ist zwar noch vergleichsweise angenehm, jedoch lassen die Stimmen der Boxer sehr zu wünschen übrig. Entweder passen sie nicht zu den jeweiligen Figuren, oder man versteht kaum, was sie von sich geben. Die eingespielte Musik der jeweiligen Boxer ist allerdings schön klischeehaft in Szene gesetzt worden und passt wie die Faust aufs Auge. Der Surround-Aspekt im Bereich der Highend-Unterstützung ist bei diesem Spiel auch nicht von großer Bedeutung.

Fazit

Black & Bruised ist mit Sicherheit eine spaßige Angelegenheit für zwischendurch, aber leider auch nicht mehr. Wer auf Cel-Shading-Grafik steht, wird hier ne Menge Spaß haben, denn die Figuren sind echt witzig und abwechslungsreich in Szene gesetzt worden. Auch die erspielbaren Extras und die Power-Ups sind motivierend. Wer allerdings nach einer Box-Simulation in Knockout Kings Tradition sucht, ist bei diesem Spiel sicherlich verkehrt. Das Kampfsystem ist ein riesiger Dorn im Auge des Spielers, denn außer einem stupiden Knöpfe- Gehämmere wird sonst nichts abverlangt. Auf Dauer ist das Spiel aufgrund der schlichten Steuerung und der geringen Anzahl an Manövern sehr eintönig und langweilig. Als spaßige Boxkeilerei für die jüngere Generation ist das Spiel sicherlich eine Alternative, alte Haudegen entscheiden sich lieber für Knockout Kings oder Rocky.

Pro
– spaßige Boxkeilerei mit Cel-Shading-Optik
– nette Gesichts- und Hintergrundanimationen- witzige Boxer
– erspielbare Extras

Contra
– stupides Kampfsystem
– wenig Langzeitmotivation
– Soundkulisse enttäuschend- fade Handlungsstränge der Boxer

Entwickler: Digital Fiction, USA
Hersteller: Vivendi
USK: ab 6 Jahren
Spieler: 1-2
Bewertung: 3 / Für’n Aufzug
System: Playstation 2

Hassickdir 3

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Ein Mann, ein Mikrofon, eine Bühne, Krieg. Die Wortgewalt in Person ist zurück. Fuat Manzer stellt auf dem diesjährigen Splash (Royalbunker-Showbühne) sein neues Werk „Hassickdir 3“ vor, dass ihr dort auch in Form einer CD erstehen könnt. Auf dem Album erwarten euch Features mit u.a.: Ceza, Mic Check, Yener, Sahtiyan, Dooman, Zootra, GK und Einz. Es wird also in gewohnter Weise Punchlines regnen, und wer Lust hat, sich von dem Mensch halb Panzer persönlich überrollen zu lassen, der sollte Fuats Auftritt auf dem Splash 2003 nicht verpassen! Checkt dort auch die neuen Fuat/ Entürktainment T-Shirts.

Keith Murray von Def Jam gedroppt?

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Gerüchten zufolge soll Keith Murray, dessen Album „He´s Keith Murray“ kurz vor der V.Ö. über Def Jam/ Universal steht, von seinem Label gedroppt worden sein. Bei einem Treffen in Houston-Texas soll er einen Angestellten von Def Jam angegriffen und dafür gesorgt haben, dass dieser ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Angeblich wollte er damit seine Unzufriedenheit über die Promotion- Kampagne zum Ausdruck bringen, die Def Jam anlässlich seines Album- Releases gestartet hatte. Eine offizielle Stellungnahme des Labels gibt es bis jetzt noch nicht, jedoch wird das Album wie angekündigt ab dem 14.07.03 in den Läden stehen. Wie es weitergeht wird sich zeigen.

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