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Fat Joe und Cuban Link im Clinch

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Zwischen Fat Joe und Cuban Link ist es am Abend des 13.12.03 zu einem ordentlichen Zusammenstoss gekommen. Cuban Link war zu Promozwecken in einem Club aufgetreten in dem sich, zur gleichen Zeit, ebenfalls Fat Joe aufgehalten hatte. Nach dem Fat Joe hatte verlauten lassen, dass Cuban Link im Musicbusiness nie Fuß fassen werde, kam es zu einer Schlägerei vor Ort. Da dies nicht der erste Vorfall zwischen den beiden Rappern gewesen ist, überlegt die Staatsanwaltschaft nun ob es zur Anzeige gegen Fat Joe kommen wird. Dieser wiederum behauptet aber inzwischen zum besagten Zeitpunkt nicht im Lande gewesen zu sein, da er sich mit seiner Familie auf einer Urlaubsreise befunden habe. Vielmehr sei sich Cuban Link für keinen Publicitygag zu schade um seine eigene Vermarktung anzuschieben. Cuban Link hält weiterhin an seiner Version der Geschichte fest.

C-Murder doch nicht schuldig?

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Der, wegen Tötung eines 16-jährigen, zu lebenslanger Haft verurteilte C-Murder darf mit einer Neuaufnahme seines Falles rechnen. Während sein Bruder Master P. schon seit längerer Zeit versucht das Verfahren neu in Gang zu bringen sind inzwischen neue Zeugen aufgetaucht die eine Wende in diesen Prozess hervorrufen könnten. Unter Eid wurde z.B. eine Frau vernommen, die unmittelbar vor der Schießerei einen Mann mit Waffe gesehen haben will der, nach ihren Aussagen, jedoch definitiv nicht C- Murder gewesen sei. Die Schießerei selbst habe sich nicht mitbekommen, wohl aber eine Schlägerei zwischen C-Murder und dem Opfer. Die Ermittlungen gehen also weiter…

Pharrell nun auch als Klamotte

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Nach Jay-Z, 50 Cent und der G-Unit Footwear Collection hat Reebook bereits den nächsten Coup in der Tasche. Mr. „Omnipräsent“ Pharrell Williams möchte ebenfalls nicht länger nur Geld aus seinen Musikproduktionen ziehen, sondern auch in Sachen Mode dazu verdienen. Ab Sommer nächsten Jahres wird es unter den Namen „Ice Cream“ und „Billionaire Boys Club“ Shirts, Jeans, Sportswear und selbstverständlich auch Sneakers zu kaufen geben. Einige Stücke seiner Fashion-Line wird Pharrell sogar höchst selbst entwerfen, denn er sei, laut eigener Aussage, immer schon gewillt seinen kreativen Output für mehr als nur Musik zu nutzen.

Lauryn Hill mash up the Vatikan

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Auch in diesem Jahr lud die katholische Kirche wieder diverse Ausnahmekünstler zum weihnachtlichen Vatikan-Livemusik-Special. Das komplette Spektakel wurde aufgezeichnet vom italienischen Fernsehen, welches inzwischen sicherlich gut zu tun hat, mit der Überarbeitung und Zensierung einiger Auftritte. Speziell die Lauryn Hill Session wird es wohl in stark gekürzter Form auf dem Bildschirm zu sehen sein. Ms. Hill hatte die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ihre Einladung genutzt um zunächst ordentlich, auf Kosten der Kirche zu wettern. „I’m not here to celebrate, like you, the birth of Christ, but to ask you why you are not in mourning for his death in this place. Holy God has witnessed the corruption of your leadership of the exploitation and abuses which are the minimum that can be said for the clergy. I realize some of you may be offended by what I’m saying, but what do you say to the families who were betrayed by the people in whom they believed?“ Das der Vatikan, auf Grund dessen, nicht wirklich erfreut gewesen sein wird lässt sich wohl an fünf Fingern abzählen.

Free`Z – Keine Zeit

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Free`z, die neue Pflanze aus dem Münchener Blumentopf schickt sich an, eigene Wege zu gehen. Der 26-jährige Rapper und Produzent aus München wird uns noch in der ersten Hälfte des kommenden Jahres mit einem Album erfreuen und schickt vorab schon mal einen kleinen Appetizer ins Rennen. Die Maxi Keine Zeit (feat. Heine Selassie a.k.a. Heinemann)ist, dem Titel zum Trotz, schön chilliges Machwerk. Wenn man, wie diese beiden Herren, keine Zeit für jeglichen Bullshit hat, den der Alltag einem so bietet, kann man durchaus schon mal eine Hymne auf die Geilheit des Lebens anstimmen. Außerdem wurde mitgedacht und, dem aktuellen Hype entgegenkommend, eine nette Dancehall-Version des Songs auf die Scheibe gepackt. Den Singerpart übernimmt hierbei Caramellow, ein Newcomer der hiesigen Dancehall-Szene, der mich ein wenig an den Erfurter Wortstepper, ebenfalls Dancehall-Nachwuchs, erinnert. Als Bonus befindet sich mit So Sexy ein weiterer Track auf der Free`z-Maxi. Dieser bedarf, meiner Meinung nach, nicht wirklich vieler Worte. Die Aussage ist ziemlich eindeutig. Lady „X“ wird hier mit reichlich Lorbeeren bedacht und sorgt für diverse Körperregungen des Fröstelnden. Beattechnisch wird Free`z hier unterstützt von Raptiles Haus-und-Hof DJ Roger Rekless. Der Anfang ist also gemacht, und interessierter als zuerst gedacht erwarte ich das folgende Album, denn dies sollte in Sachen Free`z noch nicht Alles gewesen sein.

Queen Omega – Pure Love

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Pure Love, das Album von Trinidad Gal Queen Omega, ist mittlerweile schon ein paar Tage auf dem Markt, verdient aber durchaus an dieser Stelle eine nachträgliche Erwähnung. Denn das Album ist nice und ein Muss für Roots und Foundation Liebhaber.

Beim anhören der auf dem Album befindlichen Songs fühlt man sich gelegentlich um mindestens zehn Jahre zurückversetzt, was nicht bedeuten soll, dass die Tunes überholt wirkten. Vielmehr ist man geneigt zu sagen, früher war eh alles besser – Respekt an Queen Omega.

Bevor die Rasta Lady Ende 2000 von Greenhouse Family Member Micky D. (unter anderem auch verantwortlich für die Erfolge eines Junior Kelly) nach London, für die Aufnahmen ihres Erstlings Queen Omega, geholt wurde, konnte sie bereits ordentliche Erfolge in Sachen Calypso- und Socamusik verbuchen. So gewann sie zum Beispiel im zarten Alter von neun Jahren in ihrer Heimat San Fernando/Trinidad den ersten Preis einer Talente-Show.

Stimmlich schwankt die Queen zwischen soften, melodiösen Arrangements aber auch schon fast hardcore anmutenden Toastings, vergleichbar mit einer frühen Lady Saw. Die Liste ihrer Partner bei Live-Auftritten liest sich wie ein Who is Who der jamaikanischen Spitzenentertainer. So stand sie u.a. schon mit Glen Washington, Junior Kelly, der kompletten Marley-Belegschaft und Luciano auf der Bühne. Einige erinnern sich bestimmt auch an Titel wie Hypocrites und Parasites oder Warning, auf welchem sie von den Senioren Sizzla und Capelton gefeaturet wird.

Das wohl interessanteste Feature des aktuellen Werkes Pure Love ist wohl Ninja Man für Bad Man Cant Make Love. Man mag angesichts dieser Vereinigung die Nase rümpfen, passt Ninja Man auf den ersten Blick nicht wirklich zu einer Conscious Lady wie Queen Omega. Aber lasst euch gesagt sein: Ninja Man rides again – die Combi passt!

Arg ins Grübeln gekommen bin ich bei dem Titel Cant Stop I, eine smoothe und doch bestimmte Hymne auf das holy Herb. Angestrengt habe ich mir den Kopf zermartert, auf welchem Original Song dieser Titel wohl basieren mag, und bin letztendlich auf so unglaubliche Namen wie Phil Collins oder Petula Clark gestoßen. Beide besingen The Groovy Kind Of Love was wiederum zu dem von Queen Omega gewählten Thema passt wie ein Schuh zum Anderen.

Bleibt nur zu sagen, Pure Love ist ein Album mit Format, und Queen Omega eine Foundation-Vertretetin, wie sie im Buche steht.

DJ Fangkiebassbeton – Volxfangk

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Was für ein seltsamer Name, sagt man sich, wenn man das aka von Dirk Kels liest – DJ Fangkiebassbeton. Der in Köln wohnhafte DJ und Produzent ist aber auch alles andere als ein einfach zu kategorisierender Musiker. Aber ungewöhnliche Namen machen nicht nur neugierig, sondern sorgen auch oftmals für gute Musik, wie am Beispiel von Peanut Butter Wolf gut zu illustrieren ist. Am Anfang sagt man erst mal: Ey, was issen das für´n Name, nach dem Hören der Musik geht das über in: Krasser Name -und die Musik ist Hammer!

Ähnlich war es bei DJ Fangkiebassbeton, als ich ihn das erste Mal im Hawaiihemd in der HipHop-Show bei Viva gesehen habe. So einen Namen vergisst man nicht, vor allem dann nicht, wenn auch die Musik etwas Besonderes ist. Sein neues Album Volxfangk ist mal wieder ein kleines, analoges Meisterwerk geworden, entstanden bzw. produziert mit zwei 1210ern, einem Stanton Mixer und einem 8-Spur Harddiscrecordingsystem von Roland. Also ganz ohne Computer.

Das ist umständlich, genau. Aber eben das macht ja auch den Reiz aus. In guter alter Handarbeit hat Fungkie die einzelnen Loops hintereinander kopiert und nicht, wie am Rechner, einfach arrangiert.
Das er das gut kann, hat er schon auf seinen Mixtapes und sonstigen vorigen Werken eindruckvoll bewiesen. Aus Hunderten von Soundschnipseln ein Ganzes zu machen, will gekonnt sein.

Sein Stil geht eindeutig in Richtung Hörspiel, mit der Atmosphäre von Soundtracks. Es ist ihm wichtig, verschiedene Stimmungen zu erzeugen. Das schafft er durch Geräusche, Stimmensamples und natürlich Musik, hervorragend.

Da er das Ganze ja nicht auf dem Computer arrangiert, muss er das Meiste von dem Ablauf eines Tracks, oder gar des Albums, schon im Kopf entwickelt haben, bevor er es aufnimmt. Musikalisch setzt er sich dabei keine Grenzen.Die Einflüsse kommen aus HipHop, Funk, Soul, Jazz, Soundtracks, Klassik, aber auch Hörspielen, Volksmusik, Country und diversen ungewöhnlichen Scheiben.
Fangkies ziel ist es, dass die ganze Mischung dann harmonisch zusammengestellt wird. Das hat er auf Volxfangk definitiv geschafft.Aber Volxfangk ist noch mehr. Es ist ein Konzeptalbum. Wenn man die Platte in einem durchhört, und dafür lohnt es sich allemal ein wenig Zeit einzuplanen, erzählt sie einem eine Geschichte. Diese ist, laut Abgabe des „Erbauers“, so verschlüsselt, dass sie sich jedem individuell eröffnet. Man kann aus der CD also wunderbar seine eigene Welt herausfiltern.

Damit ist allerdings immer noch nicht alles erzählt, was ihr wissen solltet.Denn Dj Fangkiebassbeton hat sich noch etwas einfallen lassen. Das Cover ist nicht einfach nur ein Cover. Wenn man sich das Foto anschaut und mal versucht, sich so richtig dort hineinzudenken, kann man die Story der Platte sowie jeden einzelnen Track auf dem Cover wiederfinden. Das geht, probiert es mal aus!

So, bevor ihr wegen Informationsüberfluss aufhört zu lesen, höre ich auf und sage nur noch abschließend, dass dieses Platte wirklich ganz besonders viel zu bieten hat: funkige Musik, witzige Textpassagen, eine Geschichte, ein gelungenes Coverartwork und einen sympatischen Produzenten und Mastermind dahinter! Darauf solltet ihr euch mal einlassen!

Battle Rapp / Megaloh – Game Set Match

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Game Set Match – das ist doch mal eine Ansage! Die Berliner Megaloh, (abgeleitet von megalomania, zu Deutsch Größenwahn) D.Battle und A.Rapp gehen forward und zeigen auf gleichnamiger EP mit welchem Wasser sie gewaschen sind. In ihren Texten wird ein um`s andere Mal beschrieben, welche Wege die drei Herren künftig beschreiten wollen. Unterstrichen wird dies mit Titeln wie: Der Wille Machts (Megaloh) oder Wir Steigen Auf (Battle Rapp). Alle Beats auf Game Set Match wurden produziert von Level Eight-Mastermind KD Supier und sind mindestens ebenso wicked wie das Video zur Single Game Set Match. Keinen Fernseher am Stizzo? Kein Problem, denn das Video ist auch auf der CD zu finden. Ebenso wie die Instrumentals zu Game Set Match und Der Wille Machts und, als Special, der Level Eight Remix. Noch nicht genug? Level Eight Enterprise kündigt bereits die nächsten labeleigenen Veröffentlichungen für das folgende Jahr an. So dürfen Fans schon mal gespannt sein auf die Compilation Hauptstadt Flava, auf der, wie der Name bereits verspricht, die HipHop-Creme de la Creme Berlins gefeaturet werden wird. Außerdem für 2004 in den Startlöchern: die Donnerapkingz-LP und das inzwischen fällige Solowerk von Megaloh. Hört sich nach siegessicherem Feldzug an. Game-Set-Match eben.

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