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Bush Babees

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Seit 1996 war es still um die Bush Babees. Mit ihrer Europa-Tour meldeten sich Mister Man, Kaos und Y-Tee nun wieder zurück. Der Auftakt für den im nächsten Jahr anstehenden Release eines neuen Albums.

rap.de: Seit dem letzten Album „Gravity“ ist eine lange Zeit vergangen. Woran lag das?
Mr. Man: Wie waren sehr beschäftigt. Wir haben Platten produziert, Songs geschrieben, wir hatten Gast-Appearances, sind auf Tour gewesen, haben Drehbücher geschrieben und Filmregie geführt. Wir haben eben andere Sachen gemacht. Wir haben nicht als Bush Babees Platten veröffentlicht, haben aber dennoch gearbeitet.
rap.de: Es gab also keine Probleme mit dem Label, so wie das bei anderen Künstlern der Fall war?
Mr. Man: Nicht wirklich. Wir konnten unsere Sachen sehr leicht veröffentlichen. Nur das Marketing und die Promotion-Maschinerie von Warner Brother war nicht das, was wir für unsere Platte brauchten. So haben wir uns entschieden, das Label zu verlassen. Sie haben uns gehen lassen. Danach haben wir independent gearbeitet. Wie ich schon sagte, haben wir produziert. Wir haben eine Produktionsfirma mit dem Namen Mastertrack Audio. Wir gehen ins Internet. Die Präsenz kommt im Januar. Wir produzieren für Beenie Man, Mos Def, Talib Kweli, De La Soul, Jermaine Dupri, eine Masse an Leuten. Das ist gut. Jeder Künstler hat Probleme mit seinem Label. Es ist nur die Frage, wie du mit diesen Problemen umgehst. Wir haben begriffen, dass unsere Musik sehr wichtig, stark und verschieden ist. In diesem Fall kann man sich nicht erlauben, missbraucht zu werden. Bei Warner wurde unsere Musik missbraucht. Es war an der Zeit zu gehen. Wir sind gegangen, jeder von uns hat darüber nachgedacht, was er tun möchte. Jetzt wissen wir es, und wir sind nicht in dieser Missbrauchs-Situation. Wir sind in der Lage, mehr zu teilen, bessere Musik zu machen und sie für jeden zu veröffentlichen.
rap.de: Also gab es nach „Gravity“ zunächst einen stärkeren Fokus auf das Geschehen hinter den Kulissen?
Mr. Man: Ja. Aber auch davor. Wir haben eine Menge mit Rawkus zusammengearbeitet. Wir hatten da eine Single draußen. Haben Mos Def und Kweli nicht nur produziert sondern auch bei einigen Songs mitgemacht.
rap.de: Kommt ein neues Album?
Y-Tee: Definitiv. Wir arbeiten gerade daran. Es wird in der ersten Hälfte 2004 herauskommen. Deswegen haben wir die Tour gemacht. Eben um uns in die Gedächtnisse der Leute zurückzubringen. In Deutschland haben wir mit Samy Deluxe und Afrob gearbeitet. Wir sind zurück, um das wieder aufzugreifen, was wir zurückgelassen haben. Es war ein guter Platz für die Tour, denn Deutschland steht sehr hinter HipHop. Wir wollten sicherstellen, alle Städte mitzunehmen, damit nach der Album-Veröffentlichung im nächsten Jahr der gleiche Support da ist.
rap.de: Wie fandet ihr Europa auf der Tour?
Mr. Man: Ich liebe es. Es ist beinahe so, dass ich sagen könnte, ich möchte hierher ziehen. Ich werde definitiv viel mehr Zeit hier verbringen. Mit einigen Künstlern zusammenarbeiten. Die Szenerie ist schön, die Leute sind ganz anders, die Kommunikation ist anders, die Sprache ist anders. Es ist interessant. Ich habe hier eine gute Zeit.
Y-Tee: Reggae ist hier ebenfalls groß. Ich fühle mich wie zu Hause. Überall bekommt man gute Musik, viele Reggae-Unterstützer und gutes Gras. Wie er schon sagte, haben wir darüber geredet, uns hier eine Wohnung zu nehmen.

rap.de: Wie sind Stimmung und Support im Vergleich zu den USA?
Mr. Man: Ich weiß nicht, ob ich das vergleichen kann. Wir haben in den USA seit Jahren keine Shows mehr gemacht. Wir haben die Zeit im Studio verbracht. Ich weiß aber, dass es hier eine Wertschätzung gibt, die in den USA nicht existiert. Dort gibt es so viele Künstler, ein Überschuss an HipHop und Rap-Music. Die Leute können den Wert der Musik, die wir haben, gar nicht schätzen. Hier können die Leute nicht genug davon bekommen. Es ist ein ganz anderes Level an Respekt da. Den gleichen Respekt, den das Publikum für mich als Künstler hat, den habe ich für das Publikum. Ich schätze das alles sehr.
rap.de: Kann es sein, dass US-Künstler in den 90ern Europa noch gar nicht wirklich als Markt erkannt haben? Schließlich waren ja Shows noch eher eine Seltenheit.
Y-Tee: Ich denke, in den 90ern gab es wenig Respekt von Seiten der Labels. Die Labels hatten keine Wertschätzung für die Gruppen. Sie dachten nicht, dass es finanziell Sinn machen würde. Sie gingen mit der Einstellung heran, die verkaufen nur 500 Tausend Platten, die sind es nicht wert, nach Europe auf Tour zu gehen. Das ist die falsche Mentalität. Wie schon gesagt. Deutschland hat auf HipHop gewartet, und niemand kam. Ich denke, das war eine Sache der Labels.
rap.de: Ihr seid stark durch jamaikanische Musik geprägt. Wo liegt da die Wurzel?
Y-Tee: Ich bin Jamaikaner. Ich bin nicht dort geboren, meine Familie stammt aber daher. Ich bin als kleines Kind nach Jamaika gezogen, bin mit 16 zurück nach Amerika gekommen. Für mich ist es ein Teil von mir. Es wird immer in unserer Musik sein. Mr. Mans Familie kommt auch von den West Indies, aus Trinidad. Es ist eben ein Teil von uns. HipHop und Reggae – es fing zusammen an.
rap.de: Werden diese Einflüsse auch auf dem neuen Album zu hören sein?
Y-Tee: Natürlich. Dieses Mal werden wir kontrollierter sein. Wir sind älter und schlauer geworden. Haben mehr Erfahrungen.
Mr. Man: Größer, stärker und schneller.
Y-Tee: Man wird aktuelle Reggae-Tunes auf dem Album hören. Alle Arten von Musik. HipHop und Reggae, Reggae und HipHop.

 

rap.de: Auf dem ersten Bush Babees Album gab es den Song „We Run Things“ mit der berühmten Hookline. (“It’s like this, it’s like that. We represent the hiphop an not the rap”) Wie denkt Ihr über HipHop heutzutage und diese allgegenwärtigen Stereotypen?
Mr. Man: Es kommt darauf an, wer der Pimp ist. In der Situation zwischen dir und einem Plattenlabel ist es nicht gut, sich verhuren zu müssen. Wenn du dein eigenes Plattenlabel hast und dich selbst zum Pimp machst, dann ist das gut. Ich bin nur ein Künstler. Ich schätze jeden Standpunkt, denn wir brauchen sie, um alles auszubalancieren. Wir brauchen Vielfalt. Man darf es nicht verbieten. Wir brauchen das. Wenn es keine Jiggy-Leute gäbe, bräuchte man auch nicht die Gegenbewegung. Wir brauchen beide Seiten, weil sie sich gegenseitig ausgleichen.

rap.de: Aber Elemente wie B-Boying und Graffiti sind heutzutage stark unterrepräsentiert.
Y-Tee: Ich denke, diese Elemente existieren, sie sind nur nicht im Mainstream. Tanzen war immer ein großer Teil von HipHop. Es verändert sich ein wenig. Die Leute nehmen, dank HipHop, Tanzen jetzt viel ernster. Vor 20 Jahren wollten viele Leute Tänzer werden. Was für ein Tänzer? Ein Stripper? Heute werden Tänzer viel stärker respektiert. Jennifer Lopez hat als Tänzerin angefangen. Puffy hat als Tänzer angefangen. Graffiti ist ebenfalls noch da. Die Graffiti-Künstler sind jetzt Architekten und haben Klamotten-Labels und verdienen Millionen Dollar. Der Punkt ist, HipHop entwickelt sich weiter, denn HipHop sind nur Leute. Ich denke, wenn wir weiterhin HipHop-Parties machen, Breakdance-Zirkel machen, dann werden die Kids reifer und machen weiter. HipHop ist ein Teil von uns allen. Wenn man seinen Teil beiträgt, braucht man sich keine Sorgen darüber machen, ob das jetzt zu jiggy ist. Mit der Zeit wird sich alles ausbalancieren.
rap.de: Werdet Ihr nach der Album-Release wieder auf Tour gehen?
Mr. Man: Sicher. Wir genießen es. Es ist Spaß. Wir werden bereits im Januar wieder in Berlin sein. Am 16. Januar in der X-Box-Lounge.

 

rap.de: Ihr sprecht über all die Sachen, die ihr seit eurem letzten Album gemacht habt. Wie wichtig sind diese Dinge für euch?
Y-Tee: Wir wollten immer Sachen machen, wo wir stark drin sind. Ich wollte schon immer Filme drehen, visueller sein. Ich glaube, so können wie HipHop besser und mehr Leuten zeigen. Mr. Man hat eine Dokumentation gedreht. Wenn die richtigen Leute, mit Wissen um HipHop, Filme machen, dann können Leute etwas lernen. Bilder sind wichtig, Fernsehen ist sehr stark, stärker als Radio heutzutage. Ich wollte dabei sein. Ich habe Drehbücher geschrieben, ein wenig geschauspielert, den Film „The Blues“ gedreht.
rap.de: Was sind die Pläne nach der Tour?
Mr. Man: Zurück ins Studio. Ich lebe da. Wenn wir nicht für uns eine Platte machen, dann machen wir die Platte eines anderen. Wenn nicht das, dann Musik für Videospiele, Werbung, Film. Ich bin Musiker, das ist alles, was ich tue.
Y-Tee: Die Zeit, wo uns niemand gesehen hat, waren wir beschäftigt. Wir haben das Label verlassen, sind durchs Leben gegangen, sind älter und schlauer geworden, haben Sachen gelernt. Mr. Man ist ein besserer Produzent, ich schreibe besser. Wir starten das jetzt unabhängig, allein. Wir haben größere Ressourcen und mehr Kraft. Wenn wir loslegen, dann werden wir alles überfluten. Wir machen das Schlag auf Schlag – jeden Tag. 2004 ist es wieder an der Zeit. Auf mastertruckaudio.com kann man alles sehen, was wir tun. Wir werden, wie gesagt, in Europa stärker agieren. Zusammen mit Samy und Afrob, Gentleman, Joy Denalane, all die Leute, die wir getroffen haben und mit denen wir in Kontakt stehen. Ich freue mich darauf.

Outkast wegen Song verklagt

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Rosa Parks erlangte 1955 Ruhm unter der schwarzen US-Bevölkerung, nachdem sie sich weigerte sich in die hintere Reihe eines Busses zu setzten, obwohl es ein Gesetz in den USA war. Outkast widmeten der Ikone 1998 einen Song in dessen Chorus: „Ah ha, hush that fuss, everybody move to the back of the bus. Do you wanna bump and slump with us? We the type of people make the club get crunk“ zum Besten gegeben wurde. Der oberste Gerichtshof der USA hat nun grünes Licht für die Anwalte Parks’gegeben da es ersichtlich ist das der Song die benannte „kommerziell ausnutzt“.Der selbe Gerichtshof verhalf auch schon George W.Bush zu seiner ruhmreichen Präsidentschaftswahl.Von Seiten Outkast ’s gibt es auf diesen Vorwurf noch keine Reaktion, aber Eric Parker vom Vibe-Magazin sagte dazu: „Die Verkäufe des Albums wurden durch den Song garantiert nicht beeinflusst und die Vorwürfe sind für mich auch nicht ersichtlich“ Das Album Aquemini wurde bisher über 2 Millionen alleine in den USA verkauft, sollte dem Vorwurf stattgegeben werden würde der Song Rosa Parks auf zukünftigen Veröffentlichungen nicht mehr auftauchen.

Dieter Gorny im Stress

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Geheime Deals funktionieren, das weiß wohl jeder, nur so lange wie sie auch wirklich unter Verschluß bleiben. Nach monatelangen Mutmaßungen ist nun eines der größten und gleichzeitig auch unsaubersten Geheimnisse der Musikindustrie geplatzt. Der Musiksender Viva hält Teile seiner heiß begehrten Clip-Rotation heimlich exklusiv für die Plattenfirma Universal reserviert, während alle anderen Labels Woche für Woche um die Platzierung ihrer Künstler in der Newcomer Rotation des Senders bangen müssen. Angeblich habe sich Universal-Chef Tim Renner, schon im September 2002, in einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Viva Boss Gorny Sendeplätze für ca. 50 Videos vorab gesichert. Dafür sollen an Viva gut eine Million Euro gezahlt und Gewinnbeteiligung an jeder verkauften Platte zugesichert worden sein. Außerdem sollen Newcomer von Universal mit den Worten, „unterschreibt euren Plattenvertrag bei uns, und wir garantieren, dass ihr bei Viva gespielt werdet“ geködert worden sein. Renner distanziert sich bisher von diesen Behauptungen, da diese, seiner Auffassung nach, größtenteils unrichtig sein sollen. Die übrigen Labelchefs wettern. „Viva ist nur ein wichtiges Medium für die Musikindustrie, solange es glaubwürdig ist“, sagt Sony-Music-Chef Balthasar Schramm und BMGs Thomas Stein meint: „Die Musikindustrie hat schon mit genügend Problemen zu kämpfen. So ein Vorgang sollte nicht noch zusätzlich schlechtes Licht auf die Branche werfen.“ Man kann es drehen und wenden wie man will. Der Viva Stern scheint zu sinken und „Oberindianer“ Gorny muss, mit Sicherheit nun medienrechtliche Konsequenzen fürchten

‚Time Crisis 3‘

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Reload! … Es darf wieder munter drauf los geballert werden. Ausgerüstet mit G-Con 2 und fester Entschlossenheit, schickt euch Namco mit Time Crisis 3 in neue Missionen, in denen ihr euch erneut gegen gemeine Schurken zur Wehr setzen müsst.
Story
Die friedliche Mitteleerinsel Astigos wird von der Zagoria Föderation terrorisiert und wurde bereits zu 80 Prozent besetzt. Die Zagoria Föderation hat an strategischen Punkten auf der Insel Raketen stationiert, die eine Bedrohung für Lukano sowie weitere Nachbarländer darstellt. Als Spieler schlüpft ihr in die Rolle eines der beiden Spezialagenten Alan Dunaway oder Wesley Lambert, mit der Mission, Raketen aufzuspüren, sie zu vernichten und somit dem Bösewicht Giorgio Zott das Handwerk zu legen.
Gameplay
In punkto Gameplay hat sich Namco gehörig ins Zeug gelegt und präsentiert uns in Time Crisis 3 jede Menge neue und interessante Features. Wie gewohnt ballert ihr euch aus der Ego-Perspektive durch Scharen von Söldnern. Time Crisis- like bekämpft ihr die Schurken zu zweit. Entweder ihr schnappt euch euren Kumpel, oder der Computer übernimmt den Part eures Kumpans. Insgesamt besteht das Spiel aus 3 Levels á 3 Abschnitte. Nach einer kurzen Zwischensequenz beginnt die geballte Ladung Action. Zu Beginn befindet ihr euch am Strand, wo euch bereits die erste Horde an Terroristen Paroli bieten möchte. Weitere Schauplätze sind ein Schiffswrack, ein idyllisches Waldgebiet, Lukanos Innenstadt, und im Grand Finale bekämpft ihr den berüchtigten Giorgio Zott in dessen geheimem Stützpunkt.
Bezüglich der Neuerungen und Veränderungen im Gameplay-Bereich fällt in Time Crisis 3 sehr schnell der erhöhte Schwierigkeitsgrad auf. Selbst im einfachsten Schwierigkeitsgrad dauert es eine Weile, bis ihr euch die „Free Play-Option“ erspielt habt. Die ist absolut notwendig, denn ohne diese Option wird es äußerst schwer bzw. nahezu unmöglich, den Story Mode durchzuspielen. Je weiter ihr im Spiel avanciert, desto mehr anwendbare Goodies spielt ihr frei.
Time Crisis 3 zeichnet sich ebenfalls durch das neue Waffensystem aus. Ihr habt nun die Möglichkeit, zwischen Handfeuerwaffe, Maschinengewehr, Schrotflinte oder Granatenwerfer auszuwählen. Die einzelnen Waffen wählt ihr aus, während ihr euch in der Deckung befindet.
Durch das neue Waffensystem wird nun ein taktisches Vorgehen abverlangt. Während ihr Infanteristen eher mit der Handfeuerwaffe beseitigt, ist es bei Scharfschützen oder mit kugelsicherer Weste ausgestatteten Gegnern vorteilhafter, das Maschinengewehr oder gar die Schrotflinte zu zücken. Gegenüber Panzern, U-Booten oder Flugzeugen hilft nur der Granatenwerfer. Geht euch die Munition aus, solltet ihr besonders auf spezielle Gegner achten, die eine leicht gelbliche Uniform tragen. Je öfter ihr diese mit euren Kugeln „perforiert“, desto mehr Munition wird euch zugewiesen. Sollte es dennoch passieren, dass euch die Munition ausgeht, kein Panik, die Munition für die Handfeuerwaffe ist unbegrenzt.
Bewerkstelligt ihr es letzten Endes, euch bis zum Endgegner zu ballern, erwartet euch ein spannendes Finale in cineastischer Manier.
Habt ihr den Story Mode durchgespielt, erwartet euch mit dem neuen Rescue Mission Mode eine weitere spannende Herausforderung. Hier übernimmt ihr die Rolle von Alicia Winston, Daniel Winstons kleiner Schwester und Mitglied der Armee von Lukano. In diesem Modus erfährt ihr die Vorgeschichte zu Astigos Besetzung durch die Zagoria Föderation und Daniel Winstons Geiselnahme. Alicias Ziel ist nämlich, ihren Bruder zu befreien, der von der Zagoria Föderation als Geisel genommen wurde. Der Rescue Mission Mode bietet jede Menge Abwechslung. Hier wird dem Zocker in insgesamt 14 knallharten Missionen alles abverlangt. Entweder schießt ihr euch den Weg durch Massen von Gegnern, oder ihr eliminiert strategisch die Terroristen im Sniper-Modus. Habt ihr nach einiger Zeit auch diesen Modus gemeistert, solltet ihr euch und eurer G-Con 2 eine wohlverdiente Pause gönnen. Ihr solltet nicht allzu lange spielen, denn dieses Game beinhaltet jede Menge Suchpotenzial!
Technik
Die Grafik in Time Crisis 3 ist wohl der größte Schwachpunkt des Spiels. Obwohl optisch gesehen sicherlich der beste Time Crisis Teil, sind die Verbesserungen zum Vorgänger kaum erkennbar und können mit anderen aktuellen Spielen nicht mithalten. Auch die Lippensynchronisation lässt oftmals zu wünschen übrig. Die Animationen der Figuren sind jedoch vorzüglich gelungen und sehen sehr realistisch aus. Auch Explosionen und zertrümmerte Gegenstände sind makellos in Szene gesetzt. Die einzelnen Level sind zwar recht kurz ausgefallen, aber dafür sehr abwechslungsreich konzipiert.
Der Sound ist ein echtes Plus in diesem Game. Die tollen Soundeffekte bei zerschossenen Flaschen oder explodierenden Vehikeln können sich sehen lassen. Auch die Stimmen der jeweiligen Charaktere hören sich diesmal recht erträglich an. Die Stimmen sind zwar immer noch nicht hollywoodtauglich, aber im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen deutlich passender.
Fazit
Mit Time Crisis 3 hat Namco erneut voll ins Schwarze getroffen. Der lang ersehnte dritte Teil derTime Crisis-Reihe ist mit noch mehr Action als die Vorgänger ausgestattet und versetzt dem Gamer endlose Adrenalinstöße. Durch Verbesserungen im Gameplaybereich und im Waffensystem werden dem Zocker diesmal mehr Möglichkeiten geboten. Durch die Auswahl von vier verschiedenen Waffen ist nun taktisches Vorgehen Trumpf. Auch der Sniper Modus im Rescue Mission Mode bietet eine nette Abwechslung. Leider wird das Gesamtbild durch mäßige Grafik, fortwährende Flimmern und Ruckler etwas beeinträchtigt. Auch der Zweispieler-Modus ist leider nicht verbessert worden. Besitzt man keinen überdurchschnittlich großen Fernseher, bringt einem dieser Modus wenig Freude. Trotz dieser Schwächen ist Time Crisis 3 derzeit der beste Action Shooter auf dem Videospielmarkt. Für Lightgun-Fetischisten definitiv ein absoluter Pflichtkauf!

Pro:
abwechslungsreiches Gameplay
reizvoller Rescue Mission Mode
neues Waffensystem
kurze Ladezeiten
massenhaft Extras

Contra
teilweise Ruckler
starkes Flimmern
mäßige Grafik

Entwickler: Namco
Hersteller: Sony
USK: ab 16 Jahre
Spieler: 1-2
Bewertung: 5 / Gelungen
System: Playstation 2

R. Kelly – The R. In R&B – The Greatest Hits Video Collection

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R. Kelly, mit diesem Namen verbindet man R&B-Musik vom Feinsten. Zwar steht das R. in R.Kelly für Robert, aber so ganz zu Unrecht trägt die Collection den Titel The R. In R&B nun auch wieder nicht. Wie es sich für einen Superstar seiner Kategorie gehört, musste nach 26 Platin-Auszeichnungen endlich mal eine Greatest Hits Collection her. Der 32-Jährige hat in seinem Leben schon so einiges mitgemacht  inklusive einer Schussverletzung als Kind. Sicherlich hat er viele Erlebnisse mit seiner Musik bzw. seinen Videos verarbeitet. Logischer Vorteil der DVD gegenüber der CD ist eindeutig der, dass man nicht nur seine tolle Songs hört, sondern sich auch gleichzeitig die alten und neuen Videos anschauen kann.

Dabei macht der Zuschauer eine Zeitreise durch die bunte Videoclip-Welt von R.Kelly. Angefangen von frühen Hits mit ihren anzüglichen Texten wie „Bump ’n Grind“ (1993) und „She’s Got That Vibe“ (1992), über weltbekannte Balladen wie If I Could Turn Back The Hands Of Time oder Gotham City. Natürlich dürfen auch die neuen Clubtracks wie Ignition  Remix und das ganz aktuelle Thoia Thoing nicht fehlen.

Auf der DVD findet man wirklich die Creme de la Creme seines Schaffens, es kommt selten vor, dass man die Songs nicht schon einige Male im Radio gehört hat  was natürlich für den Weltruhm dieser Lieder spricht. Zur kompletten Supercollection fehlen lediglich ein paar Songs wie z.B.: I Belive I Can Fly, Home Alone, Half On A Baby und Did You Ever Think. Vor allem ist es um den SpaceJam Soundtrack und Megahit I Belive I Can Fly schade, sicherlich einer der Songs, die man einfach mit R.Kelly verbindet. Doch das tut der Collection keinen Abbruch. Es gibt ja genügend andere Spitzensongs auf der DVD.

Insgesamt gibt es auf der DVD 18 Videos + 5 Remixe auf der Bonus-DVD (keine Videos).Auch eingefleischte R.Kelly Fans werden unter den Remixen evtl. den einen oder anderen unbekannten Track finden. Stimmekräftige Unterstützung bei den Remixen holt sich R.Kelly unter anderem von Busta Rhymes, Baby, Boo & Gotti und Camron.

Als Fazit kann man sagen, dass diese Greatest Hits Video Collection sehr gelungen ist. Die alten Videos schaut man sich einfach immer wieder gerne an. Dadurch, dass ein paar Songs fehlen, ist die Collection zwar nicht perfekt, aber trotzdem ist das Ganze vor allem für Fans von erstklassiger R&B-Musik bzw. von R.Kelly ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Jedi Mind Tricks – Visions of Ghandi

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Gangstarr, The Beatnuts, Eric B. & Rakim und jetzt endlich auch Jedi Mind Tricks. Eine gestandene Zwei-Mann-Kapelle hat sich rausgeputzt. Aus dem tiefsten Philly Underground stampften sie schon die Amber Probe (EP) und traten so Mitte der Neunziger einigen Premo-Beat-Anhängern auf die Füße. Dreckiger Sound, abgehobene und vor allem abstrakte Beats von Stoupe the Enemy und eine rauhe, wutentbrandte Stimme von Vinnie Paz ließen die Band nicht zu den anderen Big Names aufsteigen. Nein, sie besetzten eine ganz eigene Nische; und füllten diese aus. Zwar haben JMT nicht viel mit den sagenhaften Jedi aus Star Wars gemeinsam, vielmehr soll der Name wohl parabelhaft für deren Geist stehen.

Und jetzt ist es da, das dritte Album. Visions Of Ghandi. Aha, klingt ja interessant, mal hören. Und wirklich, visionär kann man es nennen. Immer noch die roughen und sphärischen Beats, pompös wie mit Canibus auf The Rage Of Angels, orchestral und bolerohaft wie A Storm Of Swords. The Wolf und Kublai Khan marschieren militärisch in die Gehörgänge. Und bis jetzt noch der, wenn auch fortgeschrittene, Sound von Jedi Mind Baby…. Doch wenn man als Produzent ganz oben in der Liga mitspielen will, muss sich da nicht mehr sehen lassen? Stoupe lässt mehr sehen: Lateinamerikanische Rhythmen, getragen von verspielten Gitarren und leichten Bläsern, arrangiert der gebürtige Puerto-Ricaner mit Frauenstimmen und erzeugt FLAIR. So zu hören bei Blood In, Blood Out, Nadia Cambia und dem wirklich guten Rise Of The Machines. Diese harmonischen Klänge und flüssige Beats fügen sich wirklich gut in das Gesamtbild ein. An Abwechslung mangelt es also wirklich nicht.

Auch die Liste gefeatureter Künstler kann sich sehen lassen: Canibus und Crypt the Warchild, Kool G Rap, Planetary, Non Phixion und Ras Kass, Tragedy Khadafi und und und. Bei beinahe jedem Lied bekommt man quasi gratis eine Kostprobe anderer Player dazu. Nicht etwa als Lückenfüller, nein, hier kann man hören, wie sich die Gäste in den Bann der überwiegend großen Produktionen ziehen lassen. Besonders stolz war man auf die Aufnahmen im Hause Chung King, NY, wo auch schon die Beastie Boys und Public Enemy arbeiteten.

Bei allem Lob über Stoupes Musik, ich finde Vinnie Paz kann bei dieser Entwicklung nicht immer ganz Schritt halten. Klar ist er ein rougher MC, doch selten kommt er über Battle Lyrics hinaus, und wenn, dann nur um George W. Bush und dessen Krieg in die Hölle zu schicken. Sehr viel Gehaltvolleres oder auch mal Positives ist nicht zu hören. Das darf man nicht falsch verstehen, er rockt immer noch. Doch eben ohne die Evolution, die die Beats vormachen.

Und ob Ghandi mit derart vielen Verwünschungen und bösen Flüchen einverstanden gewesen wäre, bezweifel ich…

DJ Hype & Katmando – Funkvergnügen

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Die beiden deutschen HipHop-Veteranen DJ Hype und Katmando, sie mögen mir diese Bezeichnung verzeihen, aber sie sind nun mal schon eine ganze Weile in dieser Szene aktiv, hatten eine Idee, die im Grunde genommen schon längst überfällig war. Nur hat sich bisher niemand an die Sache rangetraut, zumindest ist es nicht bis zu mir vorgedrungen. Insofern gehe ich erst mal davon aus, dass Hype und Katamando mit ihrer Idee und insbesondere der Umsetzung ganz weit vorne liegen.

Funkvergnügen heißt das Werk, eine Mix-CD der besonderen Art. Die beiden haben sich in die tiefsten Tiefen der Plattenläden in Deutschland begeben und sind aufgetaucht mit einigen sehr funkigen, zu weil skurrilen, deutschen Breaks und Raregrooves.Es gab nämlich durchaus Musiker, die ihre Liebe zu Funk und Soul in den 70er und 80er Jahren auch mit deutschen Texten auslebten und, ob man es glaubt oder nicht, das hat was! Das macht Spaß!

Gut eine Stunde Hörvergnügen ist die Session lang geworden. Eine kleine Zeitreise durch eine deutsche Musiksparte, die bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat. Gut, es war auch nicht alles Gold, was glänzt, aber einige Highlights sind auf jeden Fall dabei, wie man auch auf der CD hören kann. Die Angabe von Interpreten und Titeln fehlt, man kann also nur raten oder die Protagonisten dazu bringen, die Titel herauszurücken. Sicherlich kein leichtes Unterfangen.

Funkvergnügen by Marc Hype & Katmando solltet ihr im gutsortierten Fachhandel bekommen können. Die Suche danach lohnt sich auf alle Fälle.

Pahel – Natur des Menschen

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Der Ruhrpott steht bei den meisten Leuten in Deutschland durchaus für Tiefgründigkeit. Allerdings eher im Sinne des Bergbaus, als im Lyrischen. Doch gerade im deutschsprachigen HipHop hat der Ruhrpott weit mehr zu bieten als herkömmlich Battleromantik.

Kommen wir gleich zur Sache und somit zur vier Mann starken Crew Ruhrpott AG, kurz RAG. Auf ihren Alben Unter Tage und Pottential überzeugten sie vor allem durch ihre lyrischen Fähigkeiten sowie einen hohen Produktionsstandard.Inzwischen haben sich Aphroe, Galla, Mr. Wiz und Pahel dazu entschlossen, dass erst einmal die Zeit für Soloprojekte angebrochen ist.

Galla, inzwischen in Berlin wohnhaft, ist fast fertig mit seinem Album, wie er mir mitteilte. Sein Freund und RAG-Partner Pahel ist bereits einen Schritt weiter. Der in Bochum wohnhaft gebliebene MC mit Wurzeln in Lettland (Mutter) und Brasilien (Vater) hat bereits vor einigen Wochen seine erste Single, Sahara, mit dem Raggamuffin Old-Schooler Daddy Freddie veröffentlicht. Ein sehr gelungener Partytrack im Raggamuffin-Flow!

Nun steht sein Solo-Album Natur des Menschen in den Läden. Wie der Titel schon andeutet, ist es ein nachdenkliches, eher kopflastiges Werk geworden  im positiven Sinne, sollte man wohl noch anfügen, denn es scheint Leute zu geben, die noch leichte Berührungsängste haben, wenn man von vornherein betont: Achtung, hier darf man auch mal die Denke anknipsen. Dabei geht es bei der Natur des Menschen sowohl reimtechnisch wie auch musikalisch sehr ausgefeilt und homogen zu. Also keine Angst vor zuviel Input, denn auch hier geht es in erster Line um Musik!

Und die ist sehr abwechslungsreich, mal ruhig, melancholisch und verträumt, mal aggressiv und druckvoll; positive Gefühle werden genauso verarbeitet wie negative. Für Pahel war es wichtig, sich nicht verstellen oder verbiegen zu müssen, nur um seine Musik zu verkaufen. Er ist sich der schwierigen Marktsituation bewusst und nimmt mit realistischer Gelassenheit zur Kenntnis, dass andere MCs an ihm vorbeigezogen sind und nun das größere Geld machen. Das Rad der Zeit bleibt nun mal nicht stehen. In dem Song Lieg Ich Richtig gibt er uns einen tieferen Einblick in seine Gedanken zu diesem Thema. Das ist auf jeden Fall einer meiner Lieblingstracks auf dem Album. Das Gesangssample einer russischen Sängerin, das der Atmosphäre des Songs die richtige Tiefe verleiht, ist einfach großartig ausgewählt und eingesetzt. Ein warmes nachdenkliches Stück über die zwei Seiten des Ruhmes.

Wie bereits erwähnt, liegen die Stärken des Albums auch auf der musikalischen Line. Der junge, talentierte Produzent Monroe, Hauptverantwortlicher in Sachen Beats, verleiht dem Album einen eigenständigen, warmen Klang. Den Namen sollte man sich schon einmal vormerken, von ihm werden wir sicher noch mehr hören.

So ganz Solo bleibt Pahel auf seinem Album aber nicht. Er hat eine Reihe von illustren Gästen eingeladen, die sicherlich seiner Natur entsprechen. Da wären Rheza, Requeijao, Floez, Lunafrow, Torch, Marius No.1 Backdraft, Crown Nubian und Funky Chris zu nennen, die ihre Parts zu dieser Platte beitragen.

Mit Themen wie der neuen Handygesellschaft, die Suche nach der eigenen Identität, Beziehungen, Leidenschaft oder auch einfach das Feiern im Club, bietet Pahel den Facettenreichtum, den man von einer Platte erwarten darf, die sich Natur des Menschen nennt. Vor allem für die Leute, die so ein wenig den lyrischen bzw. inhaltlichen Anspruch im dt. HipHop vermisst haben, bietet dieses Album eine willkommene Alternative.

Die Natur des Menschen hat sicherlich auch noch ihre kleinen Schwächen, aber die bleiben hier außen vor. Man darf sich ja wohl auch mal nur mit den positiven Dingen beschäftigen, und die überwiegen hier fraglos.

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