Queen Omega – Pure Love

Pure Love, das Album von Trinidad Gal Queen Omega, ist mittlerweile schon ein paar Tage auf dem Markt, verdient aber durchaus an dieser Stelle eine nachträgliche Erwähnung. Denn das Album ist nice und ein Muss für Roots und Foundation Liebhaber.

Beim anhören der auf dem Album befindlichen Songs fühlt man sich gelegentlich um mindestens zehn Jahre zurückversetzt, was nicht bedeuten soll, dass die Tunes überholt wirkten. Vielmehr ist man geneigt zu sagen, früher war eh alles besser – Respekt an Queen Omega.

Bevor die Rasta Lady Ende 2000 von Greenhouse Family Member Micky D. (unter anderem auch verantwortlich für die Erfolge eines Junior Kelly) nach London, für die Aufnahmen ihres Erstlings Queen Omega, geholt wurde, konnte sie bereits ordentliche Erfolge in Sachen Calypso- und Socamusik verbuchen. So gewann sie zum Beispiel im zarten Alter von neun Jahren in ihrer Heimat San Fernando/Trinidad den ersten Preis einer Talente-Show.

Stimmlich schwankt die Queen zwischen soften, melodiösen Arrangements aber auch schon fast hardcore anmutenden Toastings, vergleichbar mit einer frühen Lady Saw. Die Liste ihrer Partner bei Live-Auftritten liest sich wie ein Who is Who der jamaikanischen Spitzenentertainer. So stand sie u.a. schon mit Glen Washington, Junior Kelly, der kompletten Marley-Belegschaft und Luciano auf der Bühne. Einige erinnern sich bestimmt auch an Titel wie Hypocrites und Parasites oder Warning, auf welchem sie von den Senioren Sizzla und Capelton gefeaturet wird.

Das wohl interessanteste Feature des aktuellen Werkes Pure Love ist wohl Ninja Man für Bad Man Cant Make Love. Man mag angesichts dieser Vereinigung die Nase rümpfen, passt Ninja Man auf den ersten Blick nicht wirklich zu einer Conscious Lady wie Queen Omega. Aber lasst euch gesagt sein: Ninja Man rides again – die Combi passt!

Arg ins Grübeln gekommen bin ich bei dem Titel Cant Stop I, eine smoothe und doch bestimmte Hymne auf das holy Herb. Angestrengt habe ich mir den Kopf zermartert, auf welchem Original Song dieser Titel wohl basieren mag, und bin letztendlich auf so unglaubliche Namen wie Phil Collins oder Petula Clark gestoßen. Beide besingen The Groovy Kind Of Love was wiederum zu dem von Queen Omega gewählten Thema passt wie ein Schuh zum Anderen.

Bleibt nur zu sagen, Pure Love ist ein Album mit Format, und Queen Omega eine Foundation-Vertretetin, wie sie im Buche steht.

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