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Jermaine Dupri und So So Def expandieren

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Der 32-jährige Rapper und Besitzer des Labels So So Def, Jermaine Dupri, hat große Pläne. Er plant die Eröffnung eines sogenannten „Def Cafe“ in Atlanta. Das Geschäft soll 24 Stunden am Tag geöffnet sein. Des Weiteren arbeitet So So Def TV an einer Serie, die der MTV-Sendung „Lifestyles Of The Rich And Famous“ ähneln soll. Und auch die Toys’R’us‘ und anderen Spielzeugläden dieser Welt sollen mit So So Def Artikeln ausgestattet werden. Neben Eminem, 50 Cent und 2Pac werden in Zukunft auch Figuren von JD, Da Brat und dem Bonecrusher stehen. Hauptsächlich möchte sich JD doch weiterhin dem Veröffentlichen neuer Künstler und Songswidmen. So So Def war Mitte der 90iger ein ziemlich populäres Label, dass mit Künstlern wie Kris Kross, Usher, Da Brat und Lil Jon als Produzent (Bass-Allstars) enormen kommerziellen Erfolg hatte. Mittlerweile versucht JD mit Hilfe von Künstlern wie J-Kwon, Bonecrusher, den Youngbloodz und Daz Dillinger (ehemaliges Dogg Pound Mitglied) seine Street Credibility wieder zurückzugewinnen. Mit Erfolg!

Digable Planets Reunite!!!

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10 Jahre nach der Trennung hat das HipHop Trio Digable Planets sich wiedervereint.1993 schossen sie mit ihrem Debütalbum "Reachin‘ (A New Refutation of Time & Space)" auf den Markt und bekamen für die Single "Rebirth of Slick" auch gleich einen Grammy verliehen.

Viele Fans waren nach der Trennung enttäuscht und wünschten sich eine Rückkehr des Trios um Ladybug Mecca, Butterfly (aka ISH) und Doodlebug (aka Cee Knowledge). Alle drei Künsler waren zwar in diversen Projekten tätig, traten aber kaum mehr in den Mittelpunkt der Medien.

Ihre Musik, dh. die von Digable Planets, wird jedoch immer noch und immer wieder gerne gespielt. Ob in Clubs, im Radio, Unterwegs oder Zuhause. Jetzt kommt neuer Schwung in die Sache, denn die drei haben den Kontakt zueinander wiederhergestellt, haben die Meinungsverschiedenheiten endlich aus dem Weg geräumt und somit, wie aus zuverlässiger Quelle bekannt wurde, wieder Fahrt aufgenommen, ein neues Digable Planets Album zu produzieren.

Wir dürfen also gespannt sein und glauben es natürlich erst, wenn wir es in der Hand haben. Wie die Planets mit der heutigen Situation des Musikbiz zurechtkommen wirdsicherlich auch spannend. Auf jeden Fall wird es Zeit für einen weiteren Versuch. "It´s Cool Like Dat!"

FMK und DJ Nicon – Gegen Den Rest

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Dominance Records, ein Label aus Dessau in Sachsen-Anhalt, veröffentlichen mit Rapper und Labelchef FMK und dem Optik-Produzenten und Savas-DJ Nicon ihre erste Single.

„Gegen Den Rest“ heißt das Stück, das dem Titel entsprechend ein Battle-Song ist. FMK versucht, sich zu representen und zu zeigen, warum er und sein Label die Besten sind. Allerdings fehlen hierzu die schlagkräftigen Punchlines.

Die Single beinhaltet vier Versionen. Der „Video Cut“ wurde von Ras’n’Mogul produziert und kommt mit Scorpions „Send Me An Angel“-Sample daher. Lobenswert! Auch der „Über Dem Rest Mix“ von DJ Nicon kommt mit coolen Strings daher, was bei mir starke Commodore-Erinnerungen wach ruft. Tighter Beat! Auch kommt FMK auf diesen zwei Versionen flowtechnisch cool rüber. Version Nummer Drei, auch von Ras’n’Mogul, und Version Vier, eine Freestyle-Dub-Version, hätte man sich sparen können.

Big Derill Mack – The Hardest Is Back

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Er war Gründungsmitglied von MOR, ist Ex-Mitglied der Flying Steps und nun wieder zurück am Mic. Nachdem er sich als Breaker die ein oder anderen Knochen gebrochen hatte, will er nun die von schlechten MCs brechen. Denn Rapper könne sich ja schließlich nicht jeder nennen, sondern nur solche, die hart an sich arbeiten, so wie ein Breaker hart üben müsse, bis er sich mit anderen misst. Doch das soll auch für Big D gelten, der sich sehr weit aus dem Fenster lehnt, als sei ihm das Mic bereits in die Wiege gelegt worden.

Denn auf insgesamt 16 Tracks gibt sich Big D wie der Boss, mit einer außergewöhnlichen Stimme, jedoch nicht außergewöhnlich, denn sowohl die Themen als auch der Style sind so oder so ähnlich schon mal da gewesen und hauen einen nicht wirklich um.

Übergangsterstyle hätte als Battletrack schon gereicht, denn dieser zählt bestimmt zu den Übertracks der Scheibe. Inhaltlich hätte man danach sicherlich mehr erwarten können, besonders von einem, der schon länger im Game ist, wie Big D. Doch die Wut gegen Toys zieht sich durch fast alle Songs, jedoch ohne Namen zu nennen.

Der Track mit MOR (Von der Wiege bis zum Grab) wertet das Gesamtwerk auf und gesellt sich zu den wenigen hörenswerten Tracks der Platte, die einen Vorgeschmack auf das Anfang 2005 erscheinende Solo-Album von Big D bieten soll. Als Producer sind Pro Dues, Kaiser Soze , DJ Dice und Big Bennay vertreten, um nur einige zu nennen. Dass dabei auch gute Beats entstanden sind, liegt nahe, doch so richtig rausreißen können die das Gesamtwerk dann auch nicht.

Wie man dem Pressetext entnehmen kann, hat sich bei Big D „die ein oder andere Auswirkung des modernen Lebens eingeschlichen“. So ist Gras und Schnaps kein seltener Begleiter im Studio und eben auch nicht weniger präsent auf diesem Release.

Übrigens stellt RoyalBunker mit dieser VÖ ein neues Konzept vor: Street CD nennt sich die neue Idee – weg mit unnötigem Schnickschnack, einfach billig herstellen und billig anbieten. Doch keine Sorge: Richtige Albumproduktionen wird es auch weiterhin bei RB geben. Die Street CD soll jedoch in Zukunft sehr dienlich für Zwischenreleases und Debütreleases junger Künstler sein.

Am 27.09.04 erscheint die Maxi „Wilder Mann – Wilde Bitch“ von Rhymin Simon erscheinen, die neben diversen Remixen noch 3 non-Album-Tracks enthält. Darauf stellt der wilde Mann Rekorde in der Verwendung des Wortes „Bitch“ auf. Es geht hier nicht darum, etwas mitteilen zu wollen: Hauptsache möglichst viele Schimpfwörter! Scheiß auf Beats und Message! Wenn für euch das guter Rap is !?!

Nelly – Suit/Sweat

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„Sweat“ ist das HipHop-Album von Nelly, der dieses Jahr zwei Alben in Einem releaset. Das dreizehn Track starke Album ist durchgängig jiggy gehalten und definitiv clubtauglich.

Auf fast jeden Song findet sich ein Feature mit Gästen von Christina Aguilera bis zu Mobb Deep, und das ist auch gut so. Hört man sich nämlich sämtliche Nelly-Parts auf „Sweat“ an, wird schnell klar, dass der Gastgeber von seinen Gästen lebt und alleine kaum überzeugend ist. Schade eigentlich, denn Cornell Haynes kann ja schon ein gewisses Talent vorweisen, das ihm auch keiner absprechen will.

Die Instrumentals bewegen sich auch eher im Rahmen, was heißen soll: Man findet keine wirklichen Totalausfälle. Wirklich zwingende Beats sucht man allerdings auch vergeblich.

Das Hauptproblem des gesamten Werks ist aber, dass sich der Herr aus Nellyville nicht entscheiden konnte, ob er nun lieber singen oder straighten Rap machen will. So macht er beides nur inkonsequent. Anspieltips sollen trotzdem nicht vorenthalten werden. In „American Dream“ kann man gerne mal reinhören. Das Thema ist zwar banal, die Umsetzung aber geht in Ordnung. Auch „Another One“ ist ein typischer Nelly-Song, der nach vorne geht und deshalb eigentlich gut anzuhören ist.

Zusammengefasst kann mich das Werk über weite Strecken allerdings nicht komplett überzeugen. Bleibt zu Hoffen, dass die R`n`B – Version besser umgesetzt ist.

Da wäre zunächst zu klären, was denn wohl „besser“ ausmachen könnte. Die Sache mit „Suit“ ist folgende: Das Album klingt ziemlich genau wie sein großer („Suit“ hat nur elf Stücke zu bieten) Bruder „Sweat“! Natürlich ist hier der Softness-Faktor höher – ist ja das R´n`B-Album, aber das nur ein ganz klein wenig.

Nellys Zielgruppe scheint ziemlich klar – darum Ladys: Ohren angelegt, denn im ersten Titel „Play It Off“ geht Nelly direkt mit Pharrell Williams (welch Überraschung) in die Vollen. Man kann das „Produkt“ durchaus sexy nennen, zum All-Time-Classic wird es die Nummer dennoch nicht schaffen.

So geschehen z.B. seiner Zeit bei „True“ von Spandau Ballet. Wer erinnert sich nicht an diese – nun ja – Schmusenummer von diesen komisch frisierten Typen aus den Achtzigern? Bereits tausendfach gesampelt, hat nun auch Nelly erkannt, dass sich der Titel hervorragend umbauen und für R´n´B-Songs verbraten lässt. Schade nur, dass „N Dey Say“ eine eher halbherzige Sache geworden ist.

Dafür klingen die Singer-Tunes – „My Place“ feat. Jaheim oder „Nobody Knows“ feat. Anthony Hamilton – nice.

„Suit“ kommt sicher nett, für so Sachen wie Liebe machen. Besonders klingt aber anders. Oder wie der Kollege SK 1 sagen würde: Durchgängig jiggylike und clubtauglich.

VA – Schmuf Hamburg Sampler Vol.1

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Das neue Hamburger Independent-Label Schmuf Hamburg kommt mit seinem Sampler, seinem Namen alle Ehre machend, ziemlich smooth daher. Doch keine Angst! Die Künstler des Labels, TemmyTon, Bo Flower, Schmiddlfinga, Spensa’n’Hill und Markante, können auch in anderen Sparten mithalten.

Speziell TemmyTon kann mit ihrem Reggae-Flow überzeugen. Auch Bo Flower, den man vielleicht von der Gruppe Aufnahmezustand oder durch sein Debüt-Album „Nimm ’s Persönlich“ kennt, hinterlässt mit seinem smoothen Flow einen bleibenden Eindruck.

Produziert wurden die zwölf Songs dieses Samplers von den Hausproduzenten des Labels, Mac.C.Million und Bo Flower. Etwas gewagt finde ich persönlich die Zusammenarbeit mit den Rock-Sängern, Pesca und Alex, die beide stark nach Depeche Mode klingen.

Beattechnisch wird hauptsächlich chilliger HipHop, smoother Reggae, aber auch Dancehall und pumpender HipHop geboten.

Die inhaltliche Palette ist weit gefächert. Man redet vom Wetter, Träumen, HipHop, dem Label. Als erstes Solo Release des Labels ist TemmyTon geplant. Alles in allem ist der Sampler ein gutes Werk mit extremen Chillfaktor!

Sprachtot – 68 Richtzahlen

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Sprachtot kommt aus Mannheim-Neckerstadt und ist im dortigen Untergrund schon seit längerem ein Begriff, vor allem als ausgezeichneter Freestyler. Genau diese Tatsache verhilft der aktuellen EP „68 Richtzahlen“ auch zu ihrem größten Pluspunkt: Texte mit Sinn und Verstand, stilistisch überdurchschnittlich gut.

Allerdings sollte man wissen, dass hier der Inhalt wichtiger ist, als die bloße Tatsache, dass sich der Text schön reimt. Besonders eindrucksvoll der Titel-Track, in dem Sprachtot achtundsechzig Zeilen (Richtzahlen) spittet.

Wie nicht schwer zu erraten ist, kommt man jetzt auch sehr schnell auf den größten Minuspunkt des Albums: die Beats. Zwar wird fast gänzlich auf Synthie-Sounds verzichtet, aber die Instrumentals im Einzelnen sind viel zu monoton geraten. Bestes Beispiel hierfür wäre „Mach So Weiter“. Eigentlich besitzt dieser Track sogar Hit-Potenzial, aber ein gerade mal drei Sekunden langes Klavier-Sample wirkt halt leider schon nach kurzer Zeit sehr langweilig.

Alles in allem machen die sieben Tracks Lust auf mehr, auch wenn der Funke nicht immer überspringen will. Aber wie heißt es so schön auf der Internet-Seite des Roh-Lexx Labels: Rohlexx baut keine Luftschlösser, alles braucht Zeit…

A.Alikes – Live Or Die

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A. Alikes sind ein neues amerikanisches Rap-Duo aus dem Dead Prez-Umfeld. Die beiden Rapper Ness (aka P. Red) und Karaam (aka A-Black) gehören der People Army/RBG an und sind nebenbei noch Black-Aktivisten, welche wie die Dead Prez für mehr Rechte und Gleichheit der schwarzen Bevölkerung kämpfen.

Nach mehreren Touren mit Dead Prez und der Lyricist Lounge 2003 releasen sie dieses Jahr ihr Debütalbum „Live Or Die“, welches schon massig Lob im amerikanischen HipHop Magazine „The Source“ einheimsen konnte. Auch waren die A. Alikes 2003 schon in der „Unsigned Hype“-Kolumne des Magazines erwähnt worden.

Die A. Alikes tun es ihren Partnern Dead Prez fast gleich – das Album widmet sich durchweg politischen Themen. Für die Produktion des Albums zeichnet sich Baby J (Shabazz the disciple, Skinnyman) verantwortlich, der zehn der vierzehn Tracks produzierte. Neben politischen Songs wie „F.T.P. (Fuck The Police)“, repräsentativem Zeug wie „Nigga Love“, gibt es auch einen Ladysong. „So Good (feat. Teresa)“ kommt mit einem extrem chilligen Beat daher, dessen Sample einem direkt bekannt vorkommt. (Ich denke es war „Bürger Lars Dietrich – Sexy Eis“, welcher das selbe Sample auch schon benutzte.) Zur Produktion muss man allerdings sagen, dass die Beats einem teilweise drucklos vorkommen. Baby J hat speziell bei „2 Sides“ eindeutig am Bass gespart.

Am Flow der beiden Rapper gibt es nichts auszusetzen. Ness erinnert stimmlich wie flowtechnisch an Mobb Deeps Havoc. Andere Features des Albums sind die Dead Prez, N.I.M.R.O.D. und I.G.. Leider wurde beim Mastering des Albums wie so oft bei Independent Produktionen am Budget gespart. Einige Stücke sind lauter als andere, was speziell bei dem sehr guten „F.T.P.“ ins Gewicht fällt.

Davon mal abgesehen ist das Album ein gutes Gesamtwerk. Lyrisch sehr interessant und Baby J’s Beats bieten Sample-Freaks viel Spaß beim Raten!

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