Start Blog Seite 3917

Mr. Hyde – Barn of the Naked Dead

0

Mr. Hyde releaset sein Debütalbum „Barn of the Naked Dead“ über Psycho Logical Records und wer Necro und seine Gefährten kennt, weiß was ihn erwartet. Textlich kann man manchmal schon gar nicht mehr hinhören, denn was Hyde da von sich gibt, ist definitiv hundert Nummern zu groß für zart besaitete Gemüter. Kleine Kinder haben böse Träume, weil ihnen Mr. Hyde in der Nacht begegnet und ein bisschen Geisterbahn spielt. Das Ganze ist dann auch noch so agressiv vorgetragen, dass man sich schon hin und wieder fragt, was in seiner Kindheit so alles schief gelaufen ist.

Zum Glück wird Dr. Jeckylls böses Ich nicht auch noch politisch, denn sonst würde man wahrscheinlich den Secret Sevice rufen, damit sie die vollgeschissenen Hosen von President Bush entsorgen und ihm gut zu reden, dass das alles ja nur Entertaiment sei. Ob das alles nun wirklich nur „Spaß“ ist, ist allerdings fragwürdig, hört man zum Beispiel Songs wie „Say my Name“, auf dem Mr. Hyde in der Hook den kleinen Little Britney featured, der fröhlich daher singt, „Hi, Hi, Mr.Hyde, everybody in this Room must die“. Das Ganze erinnert dann schon ein bisschen an Stephen Kings „Tommyknockers“, und Mr. Hyde lässt seinen brutalen Gewaltfantasien freien Lauf, was ohne Zweifel auch gut in den Kontext passt, sofern man in diesem Fall noch von Kontext sprechen kann.

Wer auf Heavy Metal Gitarren-Riffs steht, kann sich auch mal „Malignant Messiah“ anhören – gegen Ende des Songs mutiert der Track zu einer Rammstein-artigen Nummer, ist aber hierbei schon passend und musikalisch auch nicht unbedingt standard.

Viel mehr als Brutalitäten auf echt gelungenden Intrumentals hat sein Album eigentlich nicht zu bieten, was nicht heisst, das es schlecht wäre, denn technisch und aus der Sicht des Flows gesehen, ist „Barn of the Naked Dead“ auf jeden Fall sehr ordentlich. Rein inhaltlich ist die ganze Geschichte nur eben etwas unausgewogen und, seien wir mal ehrlich, auch einfach komplett durchgeknallt.

Cage & Tame 1: The Leak Brothers – Water World

0

Cage und Tame 1 formieren sich dieses Jahr als Leak Brothers, um „Water World“ über Eastern Conference Records zu releasen, und spätestens nach Cages „Agent Orange“ wird wohl jedem klar sein, dass hier kein Blümchen-Rap zu erwarten ist.

Die Beats sind wie immer krank, trotzdem melodisch und straighter Underground-Shit, genau wie die beiden es brauchen, um zu flowen, wie sie es auf dem 14 Track starken Album ziemlich konstant tun. Textlich ist angefangen bei bunt gestalteten Drogentrips über kranke Sexwünsche bis hin zu wüsten Mordfantasien alles drin.

Das Intro, produziert von Mighty Mi, baut gleich die richtige Atmosphäre auf und ist durch ein Regentropfensample mal ganz anders gestaltet, als man es von gewöhnlichen Intros kennt.

„Dead“ bricht dann jegliche Grenzen des guten Geschmacks, wird hier doch ausführlich berichtet, was mit Frauen alles passieren kann, wenn sie nicht so richtig wollen. Die Hook wird dann auch passend von Cage und Tame 1 gesungen, wozu man im Hintergrund immer wieder wimmernde und weinende Frauenstimmen hört. Ob man das cool finden muss, ist fraglich – technisch und flowmäßig geht der Song auf jeden Fall in Ordnung. „Delerium“ erklärt sich eigentlich durch den Titel, aber hört es euch ruhig mal an, wenn ihr glaubt ihr seid psycho und durchgeknallt. Die beiden belehren euch gerne eines Besseren. „Stargate“ schießt den Vogel dann endgültig ab, weil Cage einfach unzufrieden mit der Welt ist, und worauf das hinausläuft, kann sich jeder ausmalen: Natürlich gibt es tote Polizisten, und auch die städtische Notaufnahme hat wieder zu tun, bis Cage dann doch darüber nachdenkt, sein Leben vorzeitig zu beenden.

Wer den Texten genauer zuhört, stellt schnell fest, dass die zwei sicher oft vom Wickeltisch, dafür aber nicht auf den Mund gefallen sind. Rappen können sie auch besser als viele andere, was in Verbindung mit dem Gesamtsound zu einem durchaus gelungenen Album führt, das man sich gut anhören kann. Nur eben bitte nicht nachmachen, was die Herren da so erzählen.

Jay-Z & R.Kelly: Zweites Album steht kurz vor der Veröffentlichung

0

Nachdem die Gerüchteküche nun schon seit mehreren Monaten heftigst brodelte ist es nun offiziell bestätigt: R.Kelly & Jay-Z, bringen ein zweites gemeinsames Studioalbum auf den Markt. Der ,,König des R&B“ und der ,,König des HipHop“ wagen den Schritt, einen Nachfolger auf das in Europa weitgehend unbekannte Erstlingswerk ,,Best Of Both Worlds“ – welches in Amerika immerhin die Goldplakette bekam – zu releasen. Die beiden Künstler, welche ja schon nach dem Erscheinen des ersten Albums eine weitere Zusammenarbeit ankündigten, werden das Album während ihrer ,,Best Of Both Worlds“ Amerika-Tour, die am 29.September in Chicago startet und am 28.November in Phoenix endet, veröffentlichen. Als Releasedate wurde der 26.Oktober gewählt. Das Album trägt den passenden Titel ,,Best Of Both Worlds: Unfinished Business“ und wird in Europa über Jive/BMG vertrieben werden. Als erste Singleauskopplungen wurden die Titel ,,Big Chips“ und ,,Don’t Let Me Die“ gewählt, welche beide ab 4.Oktober für die amerikanischen Radios freigegeben werden.

Britney mit 16 Zeiler auf Mix-Tape

0

Nach mehreren Ausflügen in die HipHop-Welt (Produktionen von Puffy & den Neptunes, Feature von den Ying Yang Twins) wird Britney Spears Mitte Oktober ertstmals auf einem Mixtape zu hören sein. Dieses wirklich rare Exclusive konnte sich der Bostoner DJClinton Sparks sichern. Sparks verriet einer amerikanischen Internetseite, dass Britney auf seinem Mixtape nicht wie gewöhnlich singen sondern einen 16-Zeiler rappen werde. Allerdings ließ Sparks nicht durchsickern, was Britney in diesen 16 Zeilen lyrisch zu bieten hat. Zudem soll es sich um einen Freestyle handeln. Das Mixtape wird übrigens von einer anderen eher ungewöhnlichen Mediengröße gehostet. Der englische Komiker Ali G, der auch in Deutschland durch seine Show ,,Da Ali G Show“ und seinen Film ,,Ali G In Da House“ einen gewissen Kultstatus erreicht hat, bereichert das Tape mit einigen witzigen Kommentaren.

Rap kommt – per Truck

0

Während am 28.09.2004 in der Deutschlandhalle zu Berlin, das Eröffnungskonzert der diesjährigen POPKOMM stattfindet, steht direkt vor der Halle ein Truck, voll gepackt mit hiesigen HipHop-Acts. Für Unterhaltung vor Ort werden sorgen: Olli Banjo, Jack Orsen, Rhymin Simon, King Orgasmus One, Bass Sultan Hengzt, Berlin Tikk Mophia, Fumanschu, HFX, Big Derill Mack, Dissput, 2Big, Rookid, P-Dog und Deso Dogg. Das Ganze unter dem Motto: RapKommt.

SIDO meets Stefan Raab

0

Nachdem schon sämtliche HipHop Größen aus dem In- und Ausland (z.B. Lloyd Banks, Eminem mit D12, Sammy Deluxe und Eko) beim wohl erfolgreichstem Late-Night-Show Master auf der Couch gesessen haben, darf nun auch der Aggro-Berliner Sido neben Stefan Raab Platz nehmen. Am Montag den 27.09.04 wird der „Ars*hfi*kmann“ bei der Pro Sieben Sendung TV Total zu Gast sein und Herrn Raab Rede und Antwort stehen. Wir sind uns sicher das dies eine Erfolgreiche Sendung wird und sollte von niemandem verpasst werden.

Pitbull – M.I.A.M.I.

0

„M.I.A.M.I.“ von Pitbull, der vom wohl bekanntesten Dirty-South-Künstler Lil’ Jon produziert wird, zeichnet sich durch seine Vielzahl an verschiedenen Beats und Melodien aus.

Mit „305 Anthem“ feat. Lil’ Jon lässt Pitbull es gleich zu Beginn des Albums mit ordentlichem Crunk-Sound so richtig krachen, wobei zu diesem Eindruck vor allem der schnelle Beat, ein starker Bass und die aggressive Hook „I ride for my motherfuckin clique, I die for…!!!“ von Lil’ Jon beitragen.

„M.I.A.M.I.“ enthält aber nicht nur knallharte Crunk-, schnelle Miami Bass- und gefährliche Gangtsta-Beats, sondern auch Partysounds, wie z.B. „Culo“, welches zur Zeit in den meisten Black-Music-Clubs Deutschlands ziemlich angesagt ist. Durch den karibischen Beat und seine kubanische Hook lässt der aus Miami stammende Rapper seine Wurzeln bzw. seinen Ursprung ganz besonders zur Geltung kommen.

Außerdem sind bei Tracks wie z.B. „I Wonder“ feat. Oobie, auch ganz softe Beats und chillige Melodien vorzufinden. Oobie ist übrigens die entzückende Lady, die für den Backround-Gesang gesorgt hat. Auch sie wird von Lil’ Jon produziert und sicherlich noch Einiges von sich hören lassen.

Die Lyrics geben sowohl ernstere Erlebnisse, aber auch Partyleben und Alltag in Miami wider. Anhand des Tracks „Dirty“ feat Bun B. ist beispielsweise zu erkennen, dass Pitbull seine City Miami repräsentiert und dabei nicht nur die Sonnenscheinseiten, sondern auch die dunklen Seiten dieser Metropole zeigt.

Im Großem und Ganzen ist das Album „M.I.A.M.I.“ ein gelungenes Werk, selbst Miami-Native Dirty-South-Star Trick Daddy und Latino-HipHop Star Fat Joe haben es sich nicht nehmen lassen, Teil dieses Werkes zu sein. Empfehlenswert.

Pharcyde – The Humboldt Beginnings

0

The Pharcyde – back again. Und allen, die den Weggang von Tre und Fatlip noch immer nicht verkraftet, und den letzten Streich Imanis und Romyes„Plain Rap“ – noch schwer im Magen liegen haben, sei gesagt: „The Humboldt Beginnings“ spielt vielleicht nicht in einer Liga mit „Bizarre Ride II The Pharcyde“ , ist aber definitiv dope, und zwar im wörtlichen Sinne! Bereits im Intro wird „the healing herb“ heftig gepriesen, das Ganze untermalt mit wildem Getrommel. Ein Konzept-Album, wenn man so will, ganz im bekannten Sinne Pharcydes.

Anschließend geht es aber direkt ab. „The Uh-Huh“ ist wohl das, was der Club-Besucher einen Dancefloor-Burner nennen würde. Überhaupt bin ich von dem, das komplette Album über andauernden, Flow der Jungs echt überrascht. Zwar ändert sich fast mit jedem Song Beat und Rhymin´, es gibt aber nicht wirklich einen Song, den ich übles Machwerk nennen würde.

Nun ist „The Humboldt Beginnings“ auch nicht gerade Klassiker-geschwängert, aber nehmen wir z.B. „Illusions“. Dieser Track bewegt sich irgendwo zwischen Funk und Pop der frühen Achtziger – kitschig ohne Ende, und doch auf seine absonderliche Art und Weise irgendwie revolutionär. „Für „Fastlife“ wurden wahrscheinlich alte Soundsystem-Sampler „gecastet“ und der krasseste, darauf zu findende Scheiß wurde schließlich im Song verheizt – es wechseln sich Chorgesänge mit Gun- und Car-Race-Samples ab. Bei „Mixedgreens“ wiederum wird getestet, wie es sich anhört, wenn Imani und Browne auf Hardcore-Dancehall machen. Da scheppert auf einmal eine dermaßen räudige Bridge – Toastingstylee – aus der Box, dass es fast schon wieder saucool kommt. Und ich bin gewillt zu sagen: Big up.

Und wenn ich die Platte nicht als Muster erhalten hätte, Pionier-Ehrenwort, ich hätte sie glatt gekauft. Wie ich eingangs schon sagte: The Pharcyde – back again. Wirklich!

Featured