Start Blog Seite 378

Summer Cem & Gringo – Yallah Goodbye (prod. Young Mesh, Sizzy, Macloud & Miksu) [Video]

0

Summer Cem knüpft an „Tamam Tamam“ an und veröffentlicht mit „Yallah Goodbye“ einen Drum-basierten Electro-Brecher für den es Unterstützung vom Neuköllner Gringo gibt. Den elektrisierenden Beat mit seinen sturen Bässen und massig EDM-Anleihen haben Young Mesh, Sizzy, Macloud und Miksu in Teamarbeit produziert.

„Yallah Goodbye“ ist die zweite Auskopplung von Summer Cems kommendem Album „Nur Noch Nice“, das am 20. September diesen Jahres erscheint. Zuletzt gab es die Single „Diamonds“ als ersten Vorgeschmack.

[amazon box=“B07T1CPX5W“]

Die Orsons fragen Mozart: Wie findest du Rap? [Video]

Die Orsons wollen es einfach wissen. Tua, Bartek, Maeckes und Kaas fragen den ollen Mozart: „Wie findest du Rap?“

Sie selbst sind sich da sehr sicher, was die Antwort angeht. Perfekt, natürlich.

Überdreht, verspielt, bissle verrückt – das neue Orsons-Video vereinigt alle Eigenschaften der Boygroup wieder mal perfekt. Alles übrigens Attribute, die der Überlieferung nach auch auf den Salzburger Komponisten zutrafen. Da schließt sich doch wieder ein Kreis – das O.

Newcomerin Yetundey nimmt Berlin auseinander wie ’ne Werkstatt [Video]

Yetundey widmet Berlin ihre ganz persönliche Hymne. Dabei geht es um die längsten Nächte der Welt. Und wo gibt es die? Natürlich nur in der Hauptstadt, ihr Bauern.

Das Video wurde dann auch an den entsprechenden Orten gedreht: An der Arena, auf der Oberbaumbrücke, im Dönerladen, in der M10 – alles dabei. Drehbuch und Regie hat sie selbst übernommen.

Musikalisch steht die Rapperin klar in der Tradition von SXTN: Bisschen prollig, bisschen asi, bisschen durch. Ungefähr so wie Berlin halt.

Halbjahrescharts 2019: Die Favoriten der rap.de-Redaktion

0

Alle halbe Jahre wieder – gibt es die Halbjahrescharts. Wer hat überzeugt? Wer hat die Hitze? Auf diese wichtigen Fragen geben die rap.de-Redakteure Skinny, Alex und Oli Antworten. Der Einfachheit halber als Liste. Aufgeteilt nach Alben und Songs. Kleiner Spoiler, wer es in mehr als eine Top 10 geschafft hat: Shindy, Tua, Gucci Mane, Samra, OG Keemo, Fler und Apache 207. Let’s go:

Oliver Marquart

Alben:

01 Megan Thee Stallion – Fever

02 PNL – Deux Frères

03 Gucci Mane – Delusions of Grandeur

04 Octavian – Endorphins

05 Flying Lotus – Flamagra

06 13 Block – BLO

07 Kaaris – Or Noir 3

08 Curren$y & Statik Selektah – Gran Turismo

09 21 Savage – I am > I was

10 Daniel Caesar – Case Study 01

PA Sports, MoTrip & Jamule – Hellwach (prod. Miksu & Sizzy) [Video]

MoTrip, PA Sports und Jamule sind hellwach. Zusammen veröffentlichen sie ihren gemeinsamen Song, den Miksu und Sizzy produziert haben.

„Wie sehr müssen wir uns integrieren, damit sie uns akzeptieren“, rappt Trip. Doch das ist nur eine von vielen Fragen. Der Song dreht sich um Gefühlsleere und Enttäuschungen in einer kalten Welt.

Er stammt von PAs neuem Album „Keine Tränen“, das am 6. September erscheint.

[amazon box=“B07SQTL1CZ“]

Genetikk kündigen neues Album „MDNA“ für Oktober an

0

Genetikk kündigen ihr neues Album „MDNA“ an. Das Album soll bereits am 11. Oktober diesen Jahres erscheinen. Das Cover-Artwork wird gleich mitgeliefert und zeigt einen Schwarm Fledermäuse oder Flughunde, die am Vollmond vorbeiflattern. Beim Titel handelt es sich offenbar um ein Akronym, das auf die Droge MDMA anspielt. Wofür „MDNA“ genau steht, ist noch nicht bekannt.

Zuletzt erschien im Oktober 2018 das Album „Y.A.L.A.“ – das Kürzel steht für „You Always Live Again“. Dieses kam im Doppelpack mit „D.N.A. 2“, dessen Titel (bzw. der des Erstlings) im Namen der neuen Platte enthalten ist. Genug Abkürzungen für heute. „MDNA“ erscheint voraussichtlich über das eigene Label Outta This World der Genetikk-Jungs.

Widerstand gegen Auftritt von Gzuz beim Happiness Festival

24

Neuer Ärger für die 187 Strassenbande: Unter dem Motto „Keine Bühne für Sexisten“ fordert ein anonymes Kollektiv, Gzuz nicht beim Happiness Festival in Pforzheim auftreten zu lassen. Hintergrund sind die Belästigungsvorwürfe gegen den Hamburger.

In einem offenen Brief an die Veranstalter*innen fordert die Gruppe, Gzuz aus dem Line-Up zu streichen. Der Spot soll stattdessen an eine Rapperin gehen. Vorschläge liefert man auch gleich mit: Haszcara, Ebow, KeKe oder Sookee.

Das Kollektiv räumt ein, dass das Thema nicht neu ist. „Wir wollen hier nicht die Diskussion austragen, ob Sexismus im Deutschrap nun ein Abbild der Gesellschaft ist oder dieser doch generell sexistischer, als andere Genres und Kunstformen, ist. Fakt ist jedoch, dass sexistische Textzeilen sehr verbreitet sind“, heißt es auf indymedia.

Zudem verweist man darauf, dass Gzuz beim splash! dieses Jahr nicht auftritt. Laut einem Bericht der Vice ist dies ebenfalls den Belästigungsvorwürfen zuzuschreiben.

Hier den ganzen Brief lesen

Die Autor*innen ziehen es vor, anonym bleiben. Gegenüber einer Zeitung erklären sie, eine Gruppe aus verschiedenen Freundeskreisen zu sein. Sie hätten sich auf den letzten Happiness-Festivals kennengelernt.

Das Happiness Festival war erst kürzlich von Nura und den beiden Hoe_Mies-Macherinnen kritisiert worden. Grund: Im Line-Up finden sich so gut wie keine weiblichen Acts.

Review: Hanybal – Fleisch

3

In der Riege von Azzlackz-Superstars wie Haftbefehl, Celo & Abdi und deren ungleich erfolgreicheren Zöglingen spielt Hanybal seit jeher eine eher untergeordnete Rolle. Das ist schade, ist Hany doch einer der prägnantesten und scharfsinnigsten Straßenrapper unserer Zeit. Sein roher, wuchtig-behäbiger Signature-Flow und die authentischen, tristen Schilderungen des Gossenlebens fernab von schillernder Mafia-Romantik sind unbehaglich. Hanybal berichtet weder sonderlich witzig noch überzogen vom Alltag auf der Straße. Er glorifiziert nicht, er zeichnet ein Bild von der anderen Seite. Die Seite, auf der die Kilos einem keinen Sportwagen einbringen, sondern ein Leben voller Paranoia, Missgunst und Gefahren. So ist auch „Fleisch“ keine fluffige Kost für den Massenmarkt. Keine flotte Räuberpistole für Zwischendurch.

Eher wie „Weg von der Fahrbahn“

Dabei mutet Hanybals dritter Langspieler eher an wie der Nachfolger seines ersten Albums „Weg von der Fahrbahn“. Das zweite Album des schlaksigen Frankfurters, „Haramstufe Rot“, kam extrem rund und zusammenhängend daher, geizte trotz des über ganze 20 Songs zusammenhängenden Narrativs nicht mit Leuchttürmen wie „Realität“ und „Schöne neue Welt“ und gab sich in keinem Moment eine einzige Blöße. Nun knüpft „Fleisch“ nicht unbedingt an diesen Klassiker unterm Radar an, ähnelt eher dem ungeschliffenen Debüt.

Unter den 14 Anspielstationen finden sich vereinzelt unscheinbare gehört-und-vergessen-Songs. Hooks wie der windschiefe Singsang auf „Schleudern“ und „Blutverschmiert“ nerven eher als im Ohr zu bleiben. Wenn Hany auf „Geld fließt“ mit Kumpel SOLO439 ein bisschen abspitten will, wird nicht nur schnell klar, wo die eigentlichen Stärken, sondern eben auch die in diesem Song offensichtlichen Schwächen des Frankfurters liegen. Außerdem zeigt sich, dass ein unbeholfener Gastbeitrag offenbar so belanglos sein kann, dass es schlichtweg nervt.

Prodigy (RIP) liefert feurigen Part

Im krassen Kontrast dazu stehen Songs wie „Not Just Words“, auf dem der verstorbene Prodigy einen Part und die Hook übernimmt. Dabei scheint der Mobb-Deep-MC, dessen prägender Einfluss auf Hany ohnehin nicht zu überhören ist, nicht nur irgendeinen Archiv-Auswurf recyclet zu haben, sondern legt einen feurigen Part vor, der trotz der Sprachbarriere hervorragend mit einem Hany in Bestform harmoniert.

Das Highlight von „Fleisch“ ist aber klar der Titelsong, der bereits als erste Single ins Rennen geschickt wurde. Der Beat macht den kalten Asphalt, auf dem Hanybal stets am besten tanzt, mit seiner schiefen, knarzigen Violine und den sterilen Snares, die auf eine übersteuerte 808-Kick treffen, geradezu greif- und schmeckbar.

Dazu schildert der deutsch-ägyptischstämmige Rapper gewohnt beklemmende Bilder von Prostitution, Drogensucht und Knast in einer hoffnungslosen Hood, in der am Ende des Tages jeder sein Stück Fleisch auf den Tisch kriegen muss. Gelungene Gesellschaftskritik kann so einfach sein. Die dezente Referenz an Brotha Lynch Hungs „Meat“ sorgt für eine bündige Hook und Zeilen wie „Du gehst jeden Morgen raus wegen Fleisch / Mein Vater ist seit fuffzig Jahren am ackern wegen Fleisch // Hakan hat vier Kinder, drei Jobs und kommt jeden Abend heim mit ’nem dicken Stück Fleisch“ beweisen, dass Hanybal wohl genau das ist, was das Feuilleton einen „Straßenpoeten“ nennen würde.

Charisma und Wiedererkennungswert

Ja, das war anfangs recht viel Gemecker über Schönheitsfehler. Mit „Haramstufe Rot“ hat Hany seine eigene Messlatte in Rekordhöhe gehängt und kann sie mit „Fleisch“ nicht ganz überspringen. Das ändert aber nichts daran, dass auch Hanybals drittes Album aus der eintönigen Straßenrap-Landschaft herausragt und mit greifbaren, erschütternden Szenarien, einem smarten und charismatischen Protagonisten und jeder Menge Wiedererkennungswert punktet. Hanybal biedert sich nicht an und geht keine Kompromisse ein – Trends werden seelenruhig wegignoriert. Genauso straight wie sein markiger Flow klingt, ist die gesamte Vision von „Fleisch“ umgesetzt. Ein unaufhaltsamer Marsch geradeaus, bei dem leider auch die ein oder andere Hürde einfach umgerannt wird, statt sie elegant zu überspringen.

[amazon box=“B07PKY4Z19″]

Featured