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10. Mal – Red Bull Music Academy

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Musikschaffende aufgepasst! Für die zwei im Herbst stattfindenden Workshops, die die Red Bull Music Academy in Toronto, Kanada veranstaltet werden wieder jeweils 30 Interessierte aus aller Welt gesucht. Bewerben kann sich im Grunde jeder, es ist vollkommen egal, ob man DJ, Produzent, MC, Sänger, Tänzer, Tontechniker oder Gitarrist ist und ob man seine Musik professionell oder als Hobby betreibt. Die Hauptsache ist, man ist kreativ und liebt Musik. Nicht die Bekanntheit oder der Erfolg zählt, sondern allein die individuelle Persönlichkeit.
Die Bewerbungsfrist läuft noch einen Monat bis zum 4. Mai. Zählt man zu den sechzig glücklichen Auserwählten, die dieses Jahr mitmachen dürfen, wird Flug, Unterkunft und Verpflegung natürlich bezahlt. Informieren kann man sich nicht nur auf www.redbullmusicacademy.com, sondern auch auf einer der folgenden kostenlosen Infosessions:

Jena: 7. April, 18-21 Uhr mit DJ Skream (Tempa, London/UK) im Kassablanca.

München: 13. April, 18-21 Uhr mit Maurice Fulton (BubbleTease Communications, Sheffield) in der Disco Palermo. Im Anschluss Party mit Maurice Fulton.

Berlin: 14. April, 18-21 Uhr mit Henrik Schwarz und DJ Zinc im Loft über 103.

Frankfurt: 22. April, 16-20 Uhr mit Âme (Innervisions, Karlsruhe), Ata & Heiko MSO (Playhouse, Ffm) im Mousonturm, Cristallobar

Hamburg: 28. April, 18-21 Uhr mit Waajeed (PPP/Bling 47, Detroit) in der Hamburger Botschaft, im Anschluss Party im Waagenbau.

Rapper wird Kolumnenschreiber

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Ein MC, der nicht rappen kann, sollte Schriftsteller werden. Der in Chicago geborene Carl Terell Mitchell, besser bekannt als Twista, kann zwar wie Teufel rappen, schreibt aber trotzdem.
Im Red Eye, eine auf Unterhaltung spezialisierte Ausgabe der Chicago Tribune, kann man nun jede Woche unter dem Titel „Twista’s Turn“ eine Kolumne des „schnellsten lebenden Rappers“ lesen. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit für die Fans, ihm persönliche Fragen zu stellen. Es sollten aber originelle Fragen sein und nicht Fragen wie „Wie schnell kannst du tippen?“.
Die Frage „Wann kommt dein nächstes Album?“ könnt ihr euch auch sparen. Twistas siebtes Album „Adrenaline Rush 2007“ erscheint im August über Atlantic Records und wird Produktionen von Kanye West, Pharrell, Cuzo und Toxic enthalten. Die erste Single „Give It Up“ mit Pharrell wird schon diesen Monat zu hören sein.

Vorbote zum ersten Album

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Der Brooklyner Produzent Marco Polo veröffentlicht gemeinsam mit DJ Mick Boogie aus Cleveland, Ohio das Mixtape "The Newport Authority“ und wird dieses als kostenlosen Download veröffentlichen.
Das Mixtape soll als Vorgeschmack auf "Port Authority", das für den 15. Mai angekündigte Soloalbum Marco Polos dienen und neben einigen Stücken des Albums auch mehrere exklusiv für das Tape produzierte Tracks enthalten.
Als nächstes steht dann das Album an, das nach eigener Aussage Marcos seinen Umzug von Toronto nach New York widerspiegelt und mit einigen großen Namen auf der Gästeliste aufbieten kann.

Den Link zum Download gibt´s hier

TRACKLISTING

01 Newport Authority Intro
02 Skoob (of Das Efx) – How I Get Down REMIX (Cuts by Jayceeoh)
03 Special Teamz – 1 Call (Cuts By Jayceeoh)
04 Masta Ace Interlude
05 Masta Ace feat. Big Noyd – Do It Man
06 Large Professor – The Radar (Cuts By DJ Revolution)
07 Grand Daddy I.U. – Veteran (Cuts by DJ Linx)
08 Torae – Good God Interlude
09 Kool G. Rap and D.V. Alias Khryst – Hood Tales
10 Boot Camp Clik – He Gave His Life
11 Boot Camp Clik – Hate All You Want
12 Brooklyn Academy – The Growler
13 O.C. Interlude
14 Skyzoo – Block Sh*t (Cuts By DJ Linx)
15 Kardinal Offishall – War
16 O Dot Allstars feat. Catalyst, Copywrite, Tage and Kingdom – U Must
17 Torae – Casualty
18 Supernatural Interlude
19 Rasco – What Happened To The Game
20 Not A f*cking Game Interlude
21 Block McCloud feat. Jean Grae – All A Game (Cuts By DJ Linx)
22 Brand Nubian Interlude
23 Sadat X feat. Boss Money – If You
24 Pumpkinhead feat. Roc Marciano (of The UN) – Swordfish REMIX
25 Boot Camp Clik – Yeah
26 Pumpkinhead feat. Arch Rival – Exclusive  

Produzentendeal bei Def Jam

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Byron Thomas, den meisten besser bekannt als Mannie Fresh, hat bei Jay-Z´s Def Jam unterschrieben. Fresh willigte dem Deal ein nachdem Jay ihm das Angebot machte You can go do whatever it is you do. Die wichtigste Aufgabe des Produzenten wird darin bestehen, die Südstaaten-Acts des Labels zu beaufsichtigen und Ausschau nach neuen Talenten zu halten.
Um seine Tätigkeit als Produzent nicht zu vergessen ist Mannie Fresh gerade mit T.I. an der Arbeit um Tracks für dessen neues Album "T.I. vs. TIP“ fertig zu stellen.
In naher Zukunft sind außerdem Beats für das nächste Nas Album geplant, sowie ein neues Album von Juvenile, das komplett unter der Aufsicht von Manie aufgenommen wurde und voraussichtlich diesen Sommer erscheinen wird.

Bukue One – Intromission

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In den frühen 1990er Jahren gab es eine kurze Phase in der die ursprünglich parallel existierenden Welten von Hip Hop und Skateboarding kollidierten und miteinander verschmolzen. Zu diesem Zeitpunkt wurden beide noch vom Mainstream als anti-soziale Praktiken abgelehnt und als vorübergehende Trends bezeichnet. Hip Hop war keine „echte Musik“ und Skateboarding kein „echter Sport“. Ein heutiger Blickpunkt bringt natürlich eine völlig neue Perspektive, da beide Disziplinen inzwischen feste Bestandteile des Mainstreams und einer Industrie geworden sind, die jedes Jahr mehrere Milliarden Dollar umsetzt. Während dieser Entwicklung haben sich die ursprünglichen Brüder im Geiste aus dem Auge verloren und es gibt heute nur noch wenige die sich daran erinnern, dass Hip Hop ein wichtiger Bestandteil von Skating war. Tion Torrence, aka Bukue One,  ist einer von ihnen. Daher besteht für ihn Hip Hop auch aus fünf Elementen: Rapping, DJing, Breaking, Graffiti und eben Skateboarding, von denen das Multitalent mindesten drei beherrscht.
Bukue One ist in der Gegend um Berkeley und Oakland, Kalifornien aufgewachsen und wurde dort schon früh mit den unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen konfrontiert, als er zum einen die verschiedenen Skate-Videos mit ihrer Punk Musik sah und zum anderen den Hip Hop seiner Freunde für sich entdeckte. Als Teenager war er  bereits ein talentierter Skater und hatte sich einen Namen als Graffiti Künstler geschaffen. Sein großes Ziel war es jedoch immer seine Liebe für Hip Hop und Skating zu verbinden, was ihm zunächst als Veranstalter und Manager auch gelang. Mit seiner Firma Urban Productions organisierte er 1998 ein viertägiges Hip Hop- und Sportfestival in San Francisco mit zahlreichen Vertretern beider Disziplinen. Im Anschluss daran wurde Bukue unter anderem als Tourmanager für Aceyalone aktiv.
Nachdem er sich nun schon fast zehn jahre im Geschäft befindet ist endlich sein erstes Album "Intromision“ bereit.

"Intromission” is all about reintroducing good old party hip-hop to young kids[…]there´s enogh anger out there these days. I´m a party-rocking emcee.
Das erstaunliche ist, dass obwohl Bukue sich entschlossen hat Produzenten aus Deutschland zu rekrutieren, das Album so klingt als wäre es im Umfeld der Hieroglyphics entstanden. Für die Produktion des Albums zeigen sich Flaps, Krutsch, Ph-7, Ammbush, DJ Melrok, DJ Marius sowie verschiedene Turntable-Profis verantwortlich (Mr. Sinista, Ross Hogg, Zac Hendrix). Um Bukue Ones Fähigkeiten am Mic mit diesem Debüt möglichst umfassend präsentieren zu können, wird die Gästeliste so klein wie möglich gehalten. Die einzigen Audnahmen bilden "From Hell feat. EMC“, "Majah Knock feat. Saafir“ sowie der Track "Feral Version Ride feat. Abstract Rude, Del, Ammbush, Mikah9, Motion Man, EMC“. Inhaltlich hat Bukue ein breites Spektrum an Themen zu bieten. So geht es beispielsweise um die Fixierung auf Profit in der Musikindustrie in dem Song “WorkItOut“, es geht um Vertrauen in sozialen Beziehungen in "Decieved“. In "Beautiful Crime“ drückt Bukue seine tiefe Liebe zu Grafitti aus und in "Murder Sound“ kritisiert er die Gewalt in der heutigen Rap-Musik. Das Lied "U Make Me High“ zusammen mit der Sängerin Helen, ist ein wunderschöner, spiritueller Song gegen Ende der Platte.
Soundtechnisch wird die von Bukue versprochene positive Stimmung gehalten und "Intromission“ geht großteils in Richtung Boom Bap der alten Schule, ohne dabei jedoch angestaubt zu klingen. Die größte stilistische Abweichung bietet der Track “Ready Now“, der von Produzent Krutsch mit einem Dancehall-Beat unterlegt wurde.

Das Album setzt sich zwar sowohl textlich als auch musikalisch von der momentanen Masse ab, bietet aber zu wenig Neues um rundum zu begeistern.  Auch wenn der positive Ansatz Bukues durchaus gelobt werden muss und es ihm auch gelingt diesen auf dem Album durchweg stimmig umzusetzen, kann er nicht mit jedem Track von "Intromission“ voll überzeugen. Vielleicht hat er sich für sein erstes Album mit 18 Tracks etwas übernommen, und sollte sich für das nächste Projekt etwas kürzer fassen

MOT / Rhyfo – Aufnahmezustand

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Der 22 Jahre junge Mathias, aka M.O.T. ist ein ziemlich fleißiger Producer und Rapper. Nach seinem Solo-Projekt „Folgt Mir“ hat er im März mit „Aufnahmezustand“ schon sein zweites komplett allein produziertes Album fertig gestellt. Als Rap-Partner ist diesmal sein Freund Rhyfo dabei. Auch ein paar Featuregäste sind auf der 80 Minuten langen und 23 Tracks starken Scheibe der beiden Berliner Jungs zu hören.

Aus Berlin erwartet man normalerweise so genannten „Ghetto“- oder „Gangsta“Rap. „Aufnahmezustand“ erinnert eher an den „bürgerlichen“ Rap aus München. Das ist nicht negativ gemeint, aber auch nicht positiv. Motte und Fuchs machen sich Gedanken, die über Drogen, Sex und Gewalt hinausgehen, das ist gut. Die Texte drehen sich auch um gesellschaftliche oder spirituelle Themen, wie die deutsche Jugend („Lost Generation“) oder Glaubenskrieg („Heiliger Krieg“). Dabei stört mich manchmal der etwas altkluge Beigeschmack.
Party-Rap und Representer-Tracks kommen aber keineswegs zu kurz. Auch ruhige Songs zum chillen fehlen nicht.

Am meisten überzeugen die Jungs aber im Storytelling. Tracks wie das nach den Action-Film “Lethal Weapon” benannte Stück „Lethal Rappen“, das die fiktive Geschichte von drei Auftragskillern erzählt, die sich zufällig in einer Kneipe treffen, herausfinden, dass sie sich gerade gegenseitig auf den Fersen sind und schließlich gegenseitig umbringen, oder die mehr aus dem Leben gegriffene Geschichte über „Die Fahrkartenkontrollierten“, sowie auch die MOTek-Fabrik-Skits, in denen eine Führung durch MOTeks Beatfabrik beschrieben wird, beweisen ihre zwar nicht perfekte, aber interessante und ausbauungswürdige Fähigkeit, fantasievollen und lustigen „Action-Rap“ mit Handlung zu machen. 

MOTeks Beats sind technisch gut und sehr abwechslungsreich, doch nicht überragend. Es fehlen die neuen Ideen.

Insgesamt kann man sagen, dass MOT und Rhyfo sehr kreative und produktive Newcomer sind, auch wenn dabei  "Newcomer" groß geschrieben werden muss.

Rockstar Games – Grand Theft Auto: Vice City Stories

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Nachdem die Quasi-Fortsetzung von GTA: Vice City durch Vice City Stories auf der PSP eingeschlagen ist wie eine bunte Bombe, war eine Adaption für die Mutterkonsole Playstation 2 fast schon Pflicht. Und das, obwohl die Playstation 3 nun auch schon in Deutschland Einzug gehalten hat. Kann dieser dem Star Wars-Prinzip folgenden Teil einmal mehr begeistern? Durchaus!

Doch zur Story: Vice City Stories (VCS) spielt im Jahre 1984 – zwei Jahre VOR dem originalen Vice City, ähnlich wie bei den Star Wars-Trilogien. Somit ist der Grundriss der Stadt natürlich vorgegeben: Eine Insel östlich, eine westlich, zwei kleine dazwischen und eine Menge Wasser drumherum. Logischerweise ist das gesamte Gebiet kleiner als in San Andreas, aber größer als in Liberty City. Der Spieler steuert Victor "Vic" Vance, einem im Grunde ehrlichen Soldaten, der nichts mit illegalem Zeug zu tun haben möchte. Doch schon bei der ersten Mission bemerkt man, dass sich dies im Laufe des Spieles gehörig ändern wird. Denn der Vorgesetzte Sergeant Martinez schickt Vic auf eine vermeintlich harmlose Kurierfahrt. Doch schon kurze Zeit später wird Vance aus der Armee geworfen – wegen Drogenbesitzes (welches Martinez gehört). Durch Kontakte und Missionen baut sich Vic ein neues Leben auf, wobei er spieltypisch immer mehr in illegalere Aktionen gerät und sich nicht nur mit den Gangs der Stadt, sondern auch mit sämtlichen Behörden anlegen wird.

 

Die Missionen alleine können für Stunden fesseln. Diverse Fahrten, von aktiven und passiven Verfolgungsjagden bis hin zu Kurierfahrten, warten darauf gemeistert zu werden. Anschläge, Eskorten und Sabotagen dürfen natürlich nicht fehlen. Der Schwierigkeitsgrad schwankt allerdings unvorhersehbar zwischen Sonntagsfahrt, adrenalinsteigerndem Nervenkitzel und Missionen, die man wegen dümmster Fehler mehrmals frustrierend neu starten darf. Als Beispiel sei hier mal die wohl am furiosesten inszenierte Mission auf der ersten Insel zu erwähnen. In dieser gilt es, jemanden Altbekannten am Flughafen abzuholen: Lance Vance, seines Zeichens Bruder von Vic und vielen Vice City-Spielern ein Begriff. In VCS ist er noch ein nervender und unförmiger Hornbrillenträger. Jedenfalls werden die beiden bei der Abfahrt von einer der städtischen Gangs abgefangen, was in einer Fluchtsequenz endet, in der man aus dem Fenster lehnend die Verfolger abwimmeln muss, bevor der eigene Wagen in Flammen aufgeht. Allerdings muss man schon ziemlich genau wissen, wo die Fahrzeuge und Gangmitglieder auftauchen, der eigene Wagen explodiert viel zu schnell. Cool: Die geskriptete Musik für diese Flucht: „It’s like that“ von Run DMC. Frustrierend ist allerdings der folgende Schusswechsel mit den restlichen Gangmitgliedern und der Polizei. Zwischendurch abspeichern ist nicht möglich, aber das ist in vielen andere Missionen gar nicht notwendig, da sie kurz gehalten sind und so auch mal zwischendurch gespielt werden können.

Aber auch abseits der Story gibt es viel zu tun. Verdammt viel! So kann man natürlich wie gewohnt ein Feuerwehrvehikel (Truck oder Helikopter) stehlen und Brände bekämpfen, als Taxifahrer Passagiere oder als Krankenwagenfahrer Patienten kutschieren, mit den Polizeivehikeln mal auf der Seite des Guten agieren oder in Baywatch-Manier mit einem Strandbuggy Menschenleben entlang des riesigen Strandes der Ostinsel retten. Ist man erfolgreich genug, so wird man in jedem Fall auch mit diversen Fähigkeiten wie Feuerimmunität oder unendliche Ausdauer beim Sprinten oder Schwimmen belohnt. Es gibt auch Sonderfahrzeuge, die Rennen oder einen Hindernisparcours auslösen. Die Amokläufe und Monsterjumps dürfen natürlich auch nicht fehlen. Außerdem kann man in der ganzen Stadt 99 (rote) Luftballons finden. Die Anspielung auf den 1983er Hit von Nena (im englischen hieß er „99 red balloons“) ist dabei sehr gut gelungen.

Ein wichtiger Bestandteil des Spiels ist darüber hinaus der Ausbau des eigenen Imperiums. Nach einer bestimmten Mission übernimmt man die ersten der insgesamt 30 Betriebe, die man alle erobern kann. Und das wortwörtlich: Die Konkurrenz, in Form anderer Gangs, baut ebenfalls mit. Wer einen Angriff auf ein verfeindeten Betrieb wagt, sollte auf Gegenwehr vorbereitet sein. Außerdem rächen sich die anderen Gangs sehr gerne mal. Ist es aber gelungen, ein Gelände einzunehmen, kann man einen Betrieb (z.B. Raub, Drogen, Prostitution, Kredithai oder Schutzgeld) in drei verschiedenen Größen auf dieses Gelände bauen lassen. Danach dienen die Betriebe in erster Linie als Geldquelle, die durch Imperiumsmissionen (für jeden Betriebstyp separat) größer ausfallen können. Letztlich kann man auch einfach durch die Stadt cruisen und die Atmosphäre genießen, während aus dem Radio ein gewohnt gut abgestimmter Hitmix den Spieler beschallt.

Der Sound ist vielleicht nicht kinoreif, aber stimmig. Die Motorenklänge können den besseren Rennspielen nicht das Wasser reichen, aber das Blubbern eines V8 hört man auch in VCS gern. Die Stimmen der Passanten sind teilweise recht verwirrend, da sie manchmal dort erklingen, wo eigentlich kein Passant ist. Aber die Sprüche passen hervorragend in das Szenario. Auch in den Zwischensequenzen, die (englischen) Sprecher wissen ihre Rolle zu spielen. Die besten Töne aus Vice City erklingen jedoch wie gewohnt aus dem Radio. Ob Erzähl-Radio VCPR oder Sender wie Wave 103 und Emotion 98.3 – man fühlt sich in den 80ern! So wurden hervorragend in diese Zeit passende Tracks auf die verschiedenen Radiosender. Ob Phil Collins, Kiss oder Frankie goes to Hollywood, es sind eine Menge altbekannter Songs dabei. Mein Favorit ist Fresh FM, wo DJ Luke diverse knallige Songs (darunter auch „It’s like that“) zu einem heißen Remix verarbeitet.

Grafisch hat sich hingegen nicht allzu viel verändert. Allerdings ist der Sonnenuntergang in Vice City ein Augenschmaus: Der Himmel strahlt förmlich. Zeitweise auftretende Regengüsse vertiefen die Atmosphäre. Zudem scheint sich das Erscheinungsbild der Stadt mit der Tageszeit zu ändern. So kann die Hauptverkehrsstraße nachts auch mal komplett leer sein. Ein kleiner Wermutstropfen sind gelegentliche Pop-Ups von Laternenmasten u.ä., was einem schon mal fix von Bike holen kann. Außerdem kann die Kamera bei Schwenks schon mal für einen Bruchteil einer Sekunde in einer verwinkelten Ecke hängen bleiben, was kurzzeitig die Orientierung kostet.

Bei der Steuerung hat sich Rockstar Mühe gegeben. Gegenüber einer Maus und einer Tastatur kann ein Gamepad bei den Schusswechseln zwar nicht punkten. Aber das halbwegs intelligente Zielerfassungssystem erlaubt auch Neulingen schnelle Erfolge. Die Fahrzeuge steuern sich erfreulich unterschiedlich, aber vor allem geht das Lenken einfach von der Hand. Und das ist sowohl an Land, als auch auf Wasser oder in der Luft möglich. Von Familienkombis über Sportflitzer, Motorräder, Bikes und Trucks bis hin zu Motorbooten, Yachten, Helikoptern oder gar vielseitig einsetzbaren Amphibienfahrzeugen und einem Riesenrad – anscheinend ist das einzige nicht fahrbare Vehikel ein Fahrstuhl.

Abschließend lässt sich sagen, dass Grand Theft Auto: Vice City Stories ein würdigen Abschluss für die GTA-Ära auf der Playstation 2 darstellt. Man kann erleben, Frust rauslassen oder einfach nur genießen, wie man halt gerade Lust hat. Und das macht GTA auch so stark. Tageszeiten- und Wetterwechsel sowie eine erstklassige Auswahl an Radiosendern erhöhen das Wohlfühlgefühl in den bunten 80ern dieser Stadt. Dass die GTA-Welt nichts für zart besaitete Seelen ist, sollte man allerdings wissen. Für alle andere gilt: Schwingt euch auf ein Jet-Ski und hört auf Franky: „Relax!“

P.S.: >Hier< vorbeischauen und ein stylisches VCS T-Shirt gewinnen!

Bad Jokes – M.O.I. – Master Of Irony

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Aus dem Herzen Mecklenburgs, namentlich aus Güstrow, hat sich der Rapper Bad Jokes auf den Weg nach Berlin gemacht, um dort mit Mirror von den Creaturen der Nacht sein Debutalbum M.O.I. aufzunehmen. Der Backup von Galla, dem Kopf der Ruhrpott-Legende RAG, griff dabei auf Beats so namhafter Leute wie Illfated Tre, Gambit Entertainment, Beatologic, Mirror, V.Räter und Marcello vom Funkviertel zurück.

Das Album klingt auf den ersten Hinhörer sehr melodiös und kann mit durchweg starken Drums punkten. Auf 13 Anspielstationen macht die Scheibe einen sehr homogenen Eindruck und liefert uns die ein oder andere beattechnische Bombe. Beim zweiten Hinhören aber wird deutlich, dass auch der MC seinen nicht weniger gewichtigen Anteil an diesem Werk beizutragen hat. Bad Jokes representet mit vielen starken Vergleichen, er erzählt uns Geschichten, er schreibt Liebeslieder und er reflektiert seine Umwelt. Alles offen und ehrlich. Und man kann wahrhaft sagen, dass er seinen eigenen Style hat, denn teilweise fehlen dem Rapper über mehr als vier Bars jegliche Reime. Erstaunlich dabei ist nur, dass er den Text trotzdem sauber und variantenreich runterflowt und mit einer sehr abwechslungsreichen Betonung aufwartet.

Bad Jokes klingt auf jeden Fall anders als alle anderen Rapper, die sich dem Doppelreim und DEM deutschen Flow verschrieben haben. Auf seinem Debut kann der Newcomer also mit einer großen Bandbreite auftrumpfen, die jedoch nie krampfhaft wirkt oder darauf abzielt, möglichst viele Bereiche abzudecken. Seine Stimme, seine Technik und seine Betonung lassen auf noch einiges mehr auf dem nächsten Album hoffen und er hat auf jeden Fall ein gutes Händchen für die richtigen Beats.

Fazit: Gelungener Einstand.

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