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Azad: „Leben 2“ erscheint im Januar

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Es hat lang genug gedauert, aber jetzt ist es Gewissheit: Azad wird sein neues Album „Leben 2“ Anfang kommenden Jahres veröffentlichen. Das kündigt der Frankfurter in einer Pressemitteilung sowie auf Twitter an.

Der Nachfolger seines Debütalbums „Leben„, der seit einer gefühlten Ewigkeit immer wieder lose angekündigt worden war – zeitweise auch unter dem Titel „Nebel“ – , soll am 15. Januar 2016 erscheinen. Laut Pressemitteilung soll es ein „Manifest für ehrliche und authentische Musik“ werden.

Auf große Veränderungen im Azad’schen Weltbild muss man sich wohl nicht einstellen. „Mit „Leben 2“ erfindet sich Azad nicht neu. Kein Autotune, kein Trap, kein Pop, kein Singer-/Songwritertum. „Leben 2“ ist purer Rap. Ehrlich, authentisch, technisch, schmerzhaft“ verspricht der Pressetext.

Azads letztes Album „Azphalt Inferno 2“ liegt bereits bereits fünf Jahre zurück. Sein Debütalbum „Leben“ war 2001 erschienen – und führte den Frankfurter Straßenstyle voller Pathos, dichter Bilder und einer Mischung aus Melancholie, Aggressivität und Sprachgewalt in den Deutschrap-Kosmos ein.

Azad – Leben 2
VÖ Datum: 15. Januar 2016
Verkaufsrang: 17
Jetzt bestellen für 40,97

Maarkant feat. Tefla – Schluss (prod. FabsterMusic) [Video]

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Hände hoch: Wer erinnert sich noch an Tefla & Jaleel? Von ca. 2000 an macht die beiden Chemnitzer 3 Alben, lösten sich 2005 dann auf, legten 2010 nochmal das Mixtape „Weißt du noch?“ mit unveröffentlichten Tracks und Remixen nach – und das wars.

Nun scheint Tefla aber nochmal der Hunger auf Musik gepackt zu haben. Zusammen mit Maarkant, einem weiterem Chemnitzer Urgestein, veröffentlicht er das Video „Schluss“ . Passt vom Titel vielleicht nicht ganz – ist ja eher ein Neuanfang –  macht aber mit Klaviergeklimmperbeat und einer relaxten Herangehensweise Lust auf mehr. Denn egal, wie sehr der Job oder was auch immer nervt – für eine paar Blunts, Flunkyball und einen entspannten Besuch beim Barbershop ist immer Zeit. Der Osten rollt – auch gerne Kräuter…

Credibil – Renæssance [Review]

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Jetzt mal ganz ehrlich: Ich hatte ein bisschen Angst, mir „Renæssance“ anzuhören. Vor ein paar Wochen hatte Walde von der Famefabrik mir den Link geschickt – ich zögerte aber ein wenig, ihn mir anzuhören. Zu oft hatte ich schon Debütalben von vielversprechenden, hoffnungsfrohen jungen Acts gehört, die mich einfach nur enttäuscht hatten.

Und Credibil ist so ein vielversprechender, hoffnungsfroher. Die Vorschusslorbeeren von Savas mal außer acht gelassen: Was er mit seinem „Deutschen Demotape“ abgeliefert hat, war schon krass. Die EP „Molokopf“ zeigte, dass der Frankfurter auch eigene Konzepte umsetzen kann. Alles gute Vorzeichen also – aber trotzdem blieb etwas Skepsis.

Was dann, nachdem ich meine Hemmungen überwunden hatte, aus meinen Kopfhörern drang, fegte meine Unsicherheit nicht nur komplett beiseite. Nein, ich muss ehrlich sagen, dass meine kühnsten Erwartungen noch übertroffen wurden. Natürlich sollte man mit dem Gebrauch von Superlativen extrem vorsichtig sein, aber ich wage mich in diesem Fall einfach mal ganz weit raus: „Renæssance“ ist das beste deutsche Rapalbum der letzten Jahre.

Das fängt damit an, dass Credibil ein technisch wie lyrisch unglaublich guter Rapper ist, der ohne erkennbare Mühe Flowpatterns raushauen kann, die dich mit den Ohren schlackern lassen, und dabei trotzdem (oder gerade deshalb) interessante und tiefgreifende Thematiken behandeln kann. Nichts an seiner Kunst wirkt aufgesetzt oder gekünstelt, Arroganz oder Ignoranz sind Stilmittel, auf die er komplett verzichtet – ohne, dass dabei Langeweile aufkäme.

Nun war mir auch vor dem Album schon bekannt, dass er über die Fertigkeiten und Qualitäten verfügt – dass er es aber auch noch schafft, diese auf „Renæssance“ in ein schlüssiges Gesamtkonzept einzufügen, hätte ich so nicht erwartet. Das Album ist Kopfkino bzw. Kopftheater vom feinsten. Unterteilt durch sogenannte „Akt Apellas“ (wann hatte ein deutscher Rapper zuletzt überzeugende Skits?) folgt das Album einem roten Faden, der die Geschichte Credibils als Superhelden-Narrativ erzählt – jedoch nicht comicartig und plakativ, sondern (zum Teil bedrückend) ehrlich, fühlbar, ja, von mir aus auch deep, wenn dieser ausgelutschte Begriff denn der Wahrheitsfindung dient. 

Renæssance“ ist persönlich, politisch, philosophisch – und dabei zu keinem Zeitpunkt aufdringlich, klugscheißerisch oder weinerlich, Dabei wird weder der Zeigefinger ausgepackt noch das beliebte Selbstmitleid. Wenn Credibil in „Augenblick“ seine Verbitterung über seinen Erzeuger, der ihm nie ein Vater war, schonungslos in wütende Zeilen packt, dann ist das im Ergebnis der persönlichste deutsche Rapsong, den ich seit langem gehört habe. Das ist keine seichte, oberflächliche Verarbeitung von Klischee-Gefühlen, das hier tut weh.

Weh tut es auch, wenn Credibil  in „Bang Bang“ die Geschichte von Christy Schwundeck erzählt, die in einem Frankfurter Jobcenter von einer Polizistin erschossen wurde. Okay, denkt man vielleicht, klar, aktuelles Thema wegen der sog. Flüchtlingskrise. Löblich. Bisschen konstruiert aber. Und dann stellt man fest: Die Geschichte hat er sich nicht ausgedacht – die ist wirklich passiert.

Ich schreibe, weil ich muss, nur selten weil ich will“ rappt Credibil in „Toter Winkel“ , einem Song, in dem er der ebenfalls abgedroschenen Phrase vom Sichtbarmachen der Unsichtbaren, Stimme der Stimmlosen etc. einfach so neues Leben einhaucht, ohne viel Trara, einfach so, mit treffenden Zeilen. Ich habe keine neutrale Distanz zu diesem Werk, ich gebe es zu. Ich will sie auch nicht haben. Das ist einfach Gänsehaut. Punkt.

Gegen Ende, nachdem er seine eigene Kindheit sowie seine Heimatstadt Frankfurt und die Geschichten, die er und andere darin erlebt haben, erzählt hat, wagt er sich dann weit raus. „Goldener Sch(l)uss“ befasst sich mit existenziellen Fragen nach Leben, Tod und ob danach noch etwas kommt – das Nichts oder die Ewigkeit. Beinahe überflüssig zu erwähnen, dass auch hier keine billigen Phrasen oder tausendmal gehörten Klischees aufgewärmt werden.

Der Behauptung, dass Rapper die Dichter und Denker von heute seien, werden nicht viele Rapper gerecht. Credibil schon. Mit „Renæssance“ hat er ein unglaublich dichtes, atmosphärisches, stimmiges, kluges und gutgerapptes Debütalbum vorgelegt – meiner Meinung nach das beste Debüt seit „Embryo“ .

Credibil – Renæssance
VÖ Datum: 23. Oktober 2016
Verkaufsrang: 78
Jetzt bestellen für 39,97

Majoe – Zweimal auf Eins gegangen (prod. Joznez, Johnny Illstrument & Saiya) [Audio]

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Zwei Soloalben, „Zweimal auf Eins gegangen“ – ein Grund für Majoe einen Freetrack zu droppen, um einfach mal Danke zusagen. Welche Privilegien sich durch diesen Erfolg ergeben, erzählt der Duisburger ganz ehrlich auf einen gefühlvollen Beat: „Heute kann ich den Mercedes kaufen, ohne ihn anzuzahlen, damit zur Tanke fahren und auch den Tank bezahlen

BA2T“ hat am 16. Oktober sein Release gefeiert. Majoes Debütalbum „Breiter als der Türsteher“ wurde im Vorjahr veröffentlicht. Vielleicht knüpft Majoe mit seinem nächsten Album ja an diesen Erfolg erneut an. Wie es bis dahin wohl weitergeht? Majoe ist das egal, denn er ist zweimal auf Eins gegangen.

Credibil – Sandform (Beat-Manufaktur Remix) [Audio]

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Erst Freitag hat Credibil mit „Renæssance“ sein Debütalbum an den Start gebracht und schon hat die Beat-Manufaktur aus Potsdam einen Remix zu „Sandform“ angefertigt. Die Beat-Manufaktur hat dem Track einen dichteren und schweren Sound verpasst, als im Original zuhören ist.

Im rap.de-TV Interview haben wir mit dem Frankfurter über „Renæssance“ unterhalten, ein persönliches Album, das nach einem eigenständigen und originellen Konzept aufgebaut ist.

Lucky Looks & Caz veröffentlichen die „0230AM“-EP [Download]

Lucky Looks und Caz veröffentlichen ohne große Ankündigung die gemeinsame „0230AM“ -EP. Das fünf Tracks umfassende Werk steht als Free EP im Netz zum Download bereit. Produziert wurde „0230AM“ unter anderem von Menace. Als Vorgeschmack dient der Track „Stop Langsam“ mit Bausa, der als einziger Featuregast auf der EP vertreten ist.

Zuvor veröffentlichte Lucky Looks am 12. Oktober den ersten Teil seiner „Hallo, Ich bin… “ – Mixtapereihe und Ende letzten Jahres veröffentlichte Caz seine kostenlose „Karmasutra“ EP. Im Januar erscheint sein „92/8“ Mixtape.

Beide hatten wir kürzlich in einer Liste mit fünf Rappern, die auch ohne viel Gimmicks und Schnickschnack überzeugen – scheint fast, als ob sie uns mit ihrer Aktion bestätigen wollten.

Download: Lucky Looks & Caz – 0230AM (EP)

0230AM“ -Tracklist:

01 0230AM
02 Siegerpodest
03 Gegenüber
04 Mandala
05 Stop langsam

 

Jaysus – Ein Holocaust reicht/Mortal Combat (prod. Joshimixu & Bad Educated/Painveli) [Video]

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Jaysus liefert einen weiteren Vorgeschmack auf sein am Freitag erscheinendes Album „Sünde„. In einem Video präsentiert er gleich zwei neue Tracks: „Ein Holocaust reicht“ , der von Joshimixu und Bad Educated produziert wurde und „Mortal Combat“ , für dessen Beat Painveli verantwortlich ist.

Das 17 Tracks umfassende Album wird über Jaysus eigenes Label Macht Rap erscheinen. Neben „Ein Holocaust reicht“ und „Mortal Combat“ ist bereits zu „Kurt Cobain“ ein Video erschienen. Die bisherigen Auskopplungen lassen auf ein reines Battlerap-Album schließen.

Marvin Game – Offiziell (prod. Phrequincy) [Video]

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Marvin Game ist „Offiziell Original“. Was das heißt erklärt er uns in seinem neuem Video „Offiziell“. Wer den Berliner allerdings schon kennt, der weiß auch dass das vorallem eins heißt: Kiffen. Deshalb wird eine leicht bekleidete Lady im Video mit Weedbuds überschüttet, dazu die Ansage: „Der einzige der härter hustlet als ich ist mein Bruder, und der ist mein Bruder“ .

Einzige Frage, die bleibt, warum sich Mauli im Video zeigt, ohne seinen Part vom Track zu präsentieren. Das Ganze stammt nämlich aus Marvin Games aktuellem Mixtape „Freust du dich schon?“, wo auch Mauli einen Part abliefert. Man wird es wohl nie erfahren. Trotzdem erstmal einen drauf rauchen. Ganz offiziell.

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