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Payy – Fick die Regeln (prod. Remoe & KeReal)

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Payy präsentiert das Video zu „Fick die Regeln“. In seinen Lines rappt er smooth darüber, dass er Normen ignoriert und ihn dabei niemand aufhalten kann. Der Beat wurde von Remoe und KeReal produziert, die auch schon für die Instrumentals der vorherigen Videoauskopplungen zuständig waren. Die sommerliche Visualisierung zeigt Nachtleben, Meer und Stadtkulisse.

Vor kurzem hat Payy sein Debütmixtape „Panik in der Szene“ für den 30. September angekündigt. Aus diesem sind bisher Videos zu den Tracks „Bang“ und „Mach Platz“ erschienen.

257ers – Holland Akkplugged (Unplugged Version)

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Die 257ers bedanken sich für zehn Mio Klicks auf ihren Sommerhit „Holland“ mit einer Live eingespielten Version. Sie nennen die Version „Akkplugged“: Eingespielt haben sie den Track mit einer TR-505 Drummaschine und einem Synthie, wodurch „Holland“ stellenweise plötzlich ganz schön spacy anmutet. Das Video ist sehenswert, ausgeschmückt mit 257er mäßigem Humor, Bongos, Rasseln, verrückt spielenden Augen und einer dicken Dogge.

Holland“ stammt vom aktuellen Album der Essener Chaoten. Das heißt „Mikrokosmos“ und erschien vor einer Weile – eine Review gibt’s hier. Ein Interview mit dem Duo haben wir außerdem auch geführt.

Beginner – Advanced Chemistry [Review]

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Als mir aufgetragen wurde, eine Review über das neue Beginner-Album „Advanced Chemistry“ zu schreiben, musste ich an ein altes Zitat der Hamburger Crew denken: „Die Kritik an den Platten kann die Platten der Kritik nicht ersetzen“. Recht haben sie. Doch auch wenn die Beginner immer noch nicht davor zurückschrecken, Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen zu üben, kann eine Review über ihre neue Platte nicht ohne Kritik auskommen.

Natürlich ist es immer schwierig für Rapper der alten Schule, sich in der stetig wandelnden Deutschrapszene zu behaupten. Entweder wird ihnen vorgeworfen, sie seien sich nicht treu geblieben und würden einfach nicht mehr so wie früher rappen. Oder, dass sie nichts Neues mehr zu erzählen hätten und keine Entwicklung zu sehen sei. Irgendwas lässt sich immer finden.

Gerade Rap-Fans sind da eine schwierige Zielgruppe. So mancher HipHop-Head schwärmt noch heute von der „guten alten Zeit“, als Jan Delay noch Eizi Eiz hieß. Als die Beginner noch politisch waren bzw. als man ihnen ihre politische Haltung noch abgekauft hat. Als sie die erste Deutschrap-Crew waren, der es mit „Blast Action Heroes“ gelang, auf 1 in den Album-Charts zu landen.

Nun sind sie zurück, doch das Gefühl von damals will nicht so ganz aufgekommen. Sie sind nicht die einzigen Rapper, deren Comeback nicht nur wohlwollend aufgenommen wurde. Auch andere Kollegen ihrer Generation wie Curse oder Mr. Schnabel taten sich schwer damit, wieder Fuß zu fassen, nachdem sie einmal von der Bildfläche verschwunden waren.

Dendemann, der zurzeit hauptberuflich Vocalist der Showband vom Neo Magazin Royale ist, ist wohl der MC seiner Generation, dem es am besten gelang, einerseits peinliche Image- oder Stilwechsel zu vermeiden, andererseits aber auch interessant zu bleiben. Auch in seinem Gastpart auf „So schön“ liefert er wie gewohnt ab.

Was er und die Beginner gemeinsam haben: Schon früher wurden die Hamburger „Fun-Rapper“ von den Berliner Battle-MCs nicht ernstgenommen. Wahrscheinlich sollen die Features mit Gzuz und Haftbefehl dazu dienen, einerseits jüngere Rap-Fans anzulocken und andererseits dem Album etwas Street-Credibility zu verleihen.

Zu den Feature-Gästen zählen außerdem Samy Deluxe und Megaloh, was niemanden groß überraschen dürfte. Außerdem werden Vocal-Samples von Audio88 („Schelle“) sowie Afrob und Ferris MC („Rap & fette Bässe“) verwendet. Auch ein Shoutout von Torch, seines Zeichens Gründungsmitglied der namensgebenden Crew Advanced Chemistry, ist auf dem Album enthalten.

Dass die Beginner in den letzten Jahren das Rapgame aufmerksam verfolgt haben, merkt man auch daran, dass auf dem Album Trap- und Cloud Rap-Einflüsse zu finden sind. Aber auch andere Genres haben den Sound mitgeprägt, ganz nach dem Motto: „Wer HipHop macht, aber nur HipHop hört, betreibt Inzest“. So gibt es einerseits poppige Tracks, die auch aus einem Jan Delay-Album stammen könnten, andererseits lässigen Reggae auf „Schelle“. Der Track „Spam“ hingegen, gibt der Bezeichnung „Opa-Rapper“ eine völlig neue Bedeutung, handelt er doch von einem Thema, über das sich vermutlich auch mein Opa beklagen würde.

Ich kann nicht wirklich sagen, dass ich das Album musikalisch schlecht finde. Es ist nur so, dass kein Track darauf enthalten ist, den ich mir öfters anhören würde. Abgesehen davon bin ich wie bereits erwähnt auch inhaltlich nicht überzeugt. Man kann den Beginnern angesichts von Aussagen wie „Monsanto ist böse, Monsanto ist der Feind!“ durchaus vorwerfen, politische Probleme allzu vereinfacht darzustellen. Klar, auch früher hatten Denyo, Eizi Eiz und DJ Mad mit der Polizei ein klares Feindbild. Da haben sie sich aber wenigstens noch die Mühe gemacht, auf Songlänge die Gründe für ihre Abneigung zu benennen.

So wird man das Gefühl nicht los, dass sie krampfhaft versuchen, ihre linksalternative Attitüde aufrechtzuerhalten, indem sie ab und zu vom Steinewerfen und ihrem jugendlichen Engagement in der Antifa rappen, aber darüber hinaus kein wirkliches politisches Bewusstsein mehr haben. Das ist schade, gerade, da es zurzeit genug erwähnenswerte Themen auf diesem Gebiet gäbe.

Doch alle, die „Advanced Chemistry“ nicht viel abgewinnen können, und nach wie vor nostalgisch an früher denken, dürfen aufatmen: Für die gibt es nämlich „Foxy Music“, ein als Hidden Track getarntes Mixtape, auf dem die Beginner genau so rappen wie ’98. Dabei verwenden sie auch Beats aus alten Hits wie „Liebes Lied“ oder „Mikro in der Hand“. Das Ergebnis hat mich, als eigentlichen Skeptiker, sehr positiv überrascht.

Man könnte jetzt sagen: Wäre das Album so wie das Mixtape, wäre es genau das, was die meisten alten Fans hören wollen. Aber vermutlich würde dann kein Track im Radio laufen, wie „Ahnma“ es tut. Und abgesehen davon ist es doch völlig egal, ob in Form eines Albums oder eines Mixtapes – es ist auf jeden Fall für jeden etwas dabei, und es ist auch nicht so, dass die Beginner mit ihrem neuen Werk an ihrem eigenen Denkmal rütteln, wie es Samy mit „Männlich“ und seinem Alter Ego Herr Sorge getan hat. „Ich hör‘ nicht auf, und besonders nicht auf andere“ ist aber hoffentlich nicht als Drohung zu verstehen.

Luciano – Vato Mulatto

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Luciano bleibt seinem Sound treu und veröffentlicht den Track „Vato Mulatto“, mit dem er atmosphärisch an seine vorherigen Videos anknüpft. Er stellt sein Talent wieder einmal unter Beweis und zeigt, dass er ein Newcomer ist, von dem man in Zukunft wohl noch einiges hören wird. Das Video wurde von Skaf Films produziert und setzt Luciano und seine Jungs in Szene.

Der Berliner Rapper ist Teil des Locosquads, hat bisher aber noch kein größeres Release veröffentlicht. Lediglich vereinzelte Videos sind von ihm zu sehen – zuletzt gemeinsam mit Nikky Santoro zu dem Track „Mehr Geld“.

Kiosk & Qriffin – Motherlode/Silk Road (prod. Kiosk & 101)

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Kiosk und Qriffin präsentieren das Splitvideo „Motherlode/Silk Road“ aus ihrer am 9. September erscheinenden EP „kleiner drei“. Der Beat zu „Motherlode“ stammt von Kiosk selbst. Wenn man früher Sims gespielt hat, kommt einem der Titel auf jeden Fall bekannt vor – dies war nämlich der Cheat-Code, um sich quasi unendlich viel Geld zu erschummeln. Daher gibt es in dem Video auch mehrere lyrische und visuelle Sims-Referenzen. Das Instrumental zu Silk Road“ wurde von dem Produzentenduo 101 entworfen. Beide haben aber eine ähnliche Atmosphäre: „trippy“.

Die beiden Künstler sind Member der Berg Money Gang, über die das Tape auch veröffentlicht wird. Dort hat Kiosk zuletzt zusammen mit 101 die „3“-EP veröffentlicht. Qriffin hat auch erst in diesem Jahr das Tape „Dope Pope“ released. Ein anderer, noch aktueller Track, auf dem beide zu hören sind, ist „SIDGH“ mit A$lan.

Ufo361 feat. Greeny Tortellini – Down (Hörprobe)

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Ufo361 gibt uns den nächsten Einblick in sein Mixtape „ICHBIN2BERLINER“. Wieder performt einer seiner Feature-Gäste live über den Original Track, wie auch schon Soufian und Maxwell es taten. Diesmal ist es eine Hörprobe aus dem Part des Berliners Greeny Tortellini vom Song „Down“, dem achten Titel. Das Video zeigt Greeny oberkörperfrei am Strand tänzelnd – hören kann man einen potenziellen Ohrwurm.

Die Tracklist kannst du dir hier ansehen und das ganze Werk gibt es dann am 30. September auf die Ohren.

Ein von ICHBIN2BERLINER (@ufo361) gepostetes Video am

Tatwaffe bei Disslike

Tatwaffe muss bei Disslike negative Kommentare von Hatern über sich ergehen lassen. Er beweist auf jeden Fall, dass er sich selbst nicht zu ernst nimmt, wie man es manchen seiner Kollegen vorwerfen könnte.

Ob die Kritik an „Bikini“ tatsächlich etwas damit zu tun hat, dass Deutschland generell unlocker ist, sei dahingestellt. Wer mehr über die Entstehung des Songs erfahren will, kann sich hier noch mal das Interview durchlesen.

Das Album „Sternenklar“ ist am letzten Freitag über seine Labelheimat „Versunkene Fabrik“ erschienen. Die neueste Video-Auskopplung aus dem 23 Track starken Comeback-Album ist Halbwegs OK. Den Song widmet Tatwaffe seiner Frau, unterstützt wird er dabei von der Popstars-Finalistin Marcella McCrae.

Momo Black feat. MC Bogy – Paragraph 63

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Momo Black und MC Bogy machen „Gangstershit“ und rappen in ihrem gemeinsamen Track „Paragraph 63“ aggressiv über den Beat. Bei dem Paragraph 63 handelt es sich um ein Gesetz, das die eventuelle Schuldunfähigkeit bei einer rechtswidrigen Tat berücksichtigt und den Täter daraufhin in die Psychiatrie einweist.

„Ich bin der Kiffpräsident/ Und das Game, ist fake/ Rapper sind ängstlich/ machen auf Gangster/ doch fürchten Gefängnis“. Nimmt man Bogy hier beim Wort, dann trifft auf die beiden wohl eben jener berappter Paragraph zu, da sie bei ihren Straftaten high und daher schuldunfähig sind.  Ob das in der Realität auch so einfach geht, darf angezweifelt werden. Vielleicht weit hergeholt, aber lyrisch handelt es sich hierbei einfach um einen Straßenrap-Track, der auf das Thema nicht weiter eingeht.

MC Bogy hat zuletzt das Album „Biographie eines Dealers“ veröffentlicht. Momo Black hat die EP „Alle Waffen auf mich gerichtet“ über Berliner Miliz released, zu der es bereits mehrere Videos gibt.

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