Edit Entertainment – Zusammen stark

Berlin-Kreuzberg, ein Büro am Moritzplatz. Ein großer Kreis aus Stühlen steht mitten im Zimmer. Darauf sitzen fast alle Künstler, die bei Edit Entertainment ihre Musik veröffentlichen, also Amewu, Wakka, Shiranu, Estess, Gris, DJ Fiks, Phase von Team Avantgarde, dazu die neu dazu gekommenen S-Rok, Furious und Kenji451 sowie Jakob und Stella, die sich um Organisation etc. kümmern. Eine große Runde, die viele verschiedene Rapper und Produzenten vereint, ein großes Gespräch über HipHop, Ruhm, Untergrund, Erfolg, Promo, illegale Downloads, sich verändernde Hörgewohnheiten und vieles mehr.

rap.de: Wir sitzen hier in eurem wunderschönen neuen Büro. Hattet ihr vorher überhaupt eines?

Wakka: Ja, wir hatten vorher auch ein Büro, aber eines, das wir nicht extra gemietet haben. Wir hatten bei Stella zuhause ein Büro. Das war einfach ein Zimmer, wo ein Schreibtisch und ein Computer drin standen, wo der ganze Papierkram erledigt wurde. Aber das ist unser erstes richtiges Büro.

rap.de: Und was ist die Absicht, der Plan dahinter?

Wakka: Wahnsinnig viel Geld auszugeben, damit wir hinterher nicht so viele Steuern zahlen müssen. (Gelächter) Nee, das hat sich einfach so ergeben, Stella ist dabei, sich als Tanzlehrerin selbstständig zu machen und eröffnet ein Tanzstudio. Das hat ganz gut gepasst, deshalb haben wir gesagt, wir teilen uns hier das Büro. Und natürlich soll es nach vorne gehen.

rap.de: Ein Studio ist aber nicht mit dabei?

Wakka: Nee, momentan noch nicht. Es sind noch Räume frei, aber das müssen wir noch klären. Cool wär's auf jeden Fall. Aber in trockenen Tüchern ist es noch nicht.

rap.de: Einige Gesichter sind heute dabei, die beim letzten großen Edit-Interview noch nicht dabei waren. Welche Zuwächse habt ihr in letzter Zeit verzeichnet?

Wakka: Die meisten, Kenji451 und S-Rok kennen wir auch schon eine ganze Weile. Wir wollen ja weiter regelmäßig Musik rausbringen, bisher hatten wir eine halbe Handvoll Künstler, die regelmäßig releast. Dummerweise war es immer so, dass die Releases zu dicht aufeinander gefolgt sind. Dadurch wurde der Raum, in dem nichts passiert ist, auch immer relativ groß. Wir haben ja mindestens anderthalb Jahre nichts mehr rausgebracht. Uns gefällt die Musik, die die machen und dadurch wird alles noch ein bisschen größer. Es profitieren ja alle davon, Kenji macht Beats, alle MCs brauchen Beats, er macht gute Beats, wir suchen gute Beats. Und S-Rok ist Edit-Supporter seit Stunde 1. Er geht raus und repräsentiert das. Damit qualifiziert er sich automatisch. Bei Furious ist es so, der hat eine CD mit DJ Vadim aufgenommen….

Furious: …das ist jetzt hiermit offiziell. Ab jetzt weiß es jeder.

Wakka: Wir haben uns die angehört, die hat uns gefallen und uns gefällt auch Furious. Kann man also alles machen. Vergrößert die Möglichkeiten und bringt noch ein bisschen was Neues rein.

rap.de: Was sagen die Betroffenen denn selbst dazu?

S-Rok: Shiranu kenne ich noch ganz von früher, vom Skateboardfahren. Wir haben uns kennen gelernt, da haben wir beide noch gar nicht gerappt. Meyah und Gris kenne ich von Royalbunker noch, da war ich früher auch. Shiranu macht regelmäßig eine Open Mic-Veranstaltung, bei der ich Amewu kennengelernt habe. Dadurch, dass ich die Musik von den Leuten feiere, mich damit identifizieren kann und sowieso mit den Leuten zu tun habe, war es für mich ein logischer Schritt, bei Edit zu unterschreiben. Ich habe jetzt auch ein schönes neues Album gemacht mit Kenji451.

Furious: Ich habe wie gesagt ein Album mit DJ Vadim gemacht und wollte es dieses Mal auch aufgrund des namhaften Produzenten nicht irgendwann irgendwie irgendwo rausbringen, sondern es ein bisschen amtlich machen. Ich kannte die Edit-Leute auch von früher schon. Deshalb habe ich denen das Album vorgespielt und jetzt darf ich hier sitzen. (Gelächter)

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here