Irgendwie eine Art Liebeserklärung. Irgendwie eine Art Abschiedsbrief. Irgendwie ergibt alles Sinn.
Ich gucke nach links – Wedding-Milos dreht eine trichterförmige Zigarette – "Und?“, frage ich. "Gibt mir gar nichts.“ Okay, cool. "Was gefällt Dir an dem Eierkopp?“, fragt er zurück. "Hmmm“, ist alles, was ich sage. Ich nehme lieber ein paar Schluck Bier. Und, was gefällt Dir an Casper, frage ich mich selbst. Was unterscheidet ihn von beispielsweise von Curse? Curse kommt daher, ist etwas anders als die anderen, erzählt mir von einem Leben, mit dem ich nichts anfangen kann, erzählt was er durchmacht, wie scheiße alles ist, warum ausgerechnet er so leiden muss – ich hasse Curse.
Casper kommt daher, ist etwas anders als die anderen, erzählt mir von einem Leben mit dem ich nichts anfangen kann, erzählt was er durchmacht, wie scheiße alles ist, warum ausgerechnet er so leiden muss – ich liebe Casper. Warum?
Ich glaube, während Curse seinen Zeigefinger hebt und mich über seinen Brillenrand anguckend auf diese ekelige Art und Weise wie meine Erdkundelehrerin Frau Kluth belehren will, bricht Casper gerade zum vierten Mal auf der Bühne zusammen – nicht wirklich, aber es macht den Anschein. Casper ist real, real kaputt. Und wie er so kaputt geht, mehr und mehr, lässt er mich daran teilhaben. Danke. Ich meine es ernst. Danke.














