Lloyd Banks – The Hunger For More 2

Nachdem “Beamer, Benz or Bantley“ schon vor Albumrelease zum absoulten Clubhit avancierte, geht das große Hungern in die zweite Runde. “The Hunger For More 2“, das dritte Soloalbum von Lloyd Banks kommt mit so vielen Features daher, dass das Ganze auf den ersten Blick eher wie ein Mixtape aussieht…und so hört es sich im übrigen dann leider auch an.Zweifelsfrei ist der junge New Yorker ein technisch guter MC, vielleicht sogar der Beste im Hause G-Unit, doch es sind eben nicht immer die besten Rapper, die am Ende des Tages den besten Song herausbringen.

Natürlich beeindruckt es, wenn man sich die elegant vorgetragenen Flowpassagen auf “Father Time“ anhört, einem der seltenen Solosongs dieses Albums, wo Banks mit Zeilen wie: “Energies my ammunition like AK shells /  So think about that when you plan on dissin go straight to hell“, aufwartet. Hier ist diese besagte Energie wirklich zu spüren und man zeigt sich sichtlich beeindruckt, von der technischen Versiertheit des Künstlers. Zeitgleich ist das aber auch das Problem der Platte. Auf den meist so dahin plätschernden Instrumentals  ruht sich der Protagonist auf seiner „Skills-Bank“ aus und vergisst dabei den entscheidend bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Selbst wenn man sich das kommerziell angehauchte “Celebrity“ mit Akon und Eminem anhört, auf dem die drei den Struggle des Berühmtseins erläutern, will einem das Ganze nicht so recht ins Ohr gehen.

Daran ändern auch drei Hochkaräter der US-Szene nichts, die Banks auf den Track “start it up“ mit Swizz Beatz, Fabolous und Kanye West gebannt hat und so ist man für jeden Schmunzler dankbar, der einem serviert wird. Beispielweise, wenn der Good Music – Chef rappt: “told her beauty is why God invented eyeballs / and her booty is why God invented my balls”. Juhu…denke ich mir, die Platte hat ja doch noch was bei mir ausgelöst, selbst wenn es nur ein kleines Lächeln ist, das sich gerade zwischen meinen chauvinistisch angehauchten Mundwinkeln zu bilden drohte.

Achja…wie gerne würde ich diese Review noch irgendwie in die Länge ziehen, um über weitere Highlights eines im Mittelmaß rumdümpelnden Gesamtwerkes aus dem Hause der Guerilla-Einheit zu unterrichten, doch diese konnte ich schlichtweg nicht finden.

Und so fordere ich Euch auf, Euch selbst auf die Suche zu machen, um mir vielleicht zu erklären, warum es sich bei diesem Album tatsächlich um ein gutes Rap-Album handeln soll und nicht um größtenteils seichte Hintergrundmusik einer gediegenen Lounge. Ich bin gespannt.

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