G & D – The Message Universa

Declaime, oder Dudley Perkins wie ihn viele auch nennen und kennen, ist immer noch auf der Suche nach dem universellen Funk. Nachdem er es 2003 gemeinsam mit Madlib auf dem Album „A Lil Light“ probiert hatte hat er sich 2006 mit der ebenfalls schwer in Soul und Funk verwurzelten Sängerin Georgia Anne Muldrow zusammen getan. Nach ersten gemeinsamen Arbeiten für „Expressions (2012 A.U.)“ merkten die beiden, wie sehr die Chemie zwischen ihnen stimmt und ein gemeinsames Album sollte entstehen. Den Bandnamen bilden schlicht die Anfangsbuchstaben der beiden Protagonisten G & D, das daraus entstandene Album heißt „The Message Universa“. Das Album erscheint erstaunlicher Weise komplett ohne den Einfluss von Madlib und fast  ohne jegliche Beteiligung aus dem Stones Throw Umfeld über Look Records. Einziger Feature-Gast ist M.E.D. Dudley und Georgia haben die Produktion des Albums auch komplett in ihrer eigenen Hände genommen, was bei den Beiden natürlich kaum heißt, dass es hier weniger funk- und soulhaltig zugeht als auf den früheren ihren  Werken
In „GodUnit“ bedankt sich Dudley direkt bei seinem Kumpel Madlib und obwohl der Beat hier von Miss Muldrow stammt, klingt er stark von der Musik des Kaliforniers beeinflusst. Dudley´s einzigartiger Rapstyle und Stimme ergänzen sch hier wunderbar mit dem Gesang seiner neuen musikalischen Partnerin.  Auch bei „One“ packt die gute Georgia eine ordentliche Portion Funk auf die Platte. Spätestens bei „Good Mornin Amerikkka“ ist dann klar, dass der weibliche Teil von G & D im Wesentlichen für die Beats auf „The Message Universa“ zuständig ist, während Onkel Dudley, wie er sich auch nennt vor allem die Interlude-artigen Stücke wie „Piece Of Mind“ oder „U“ produziert. Zurück zu besagtem „Good Mornin Amerikkka“, hier gibt es verzerrte Bässe und schräge Sounds. Dudley´s Reime passen sich dem Track mal wieder großartig an, während der klare Gesang von Georgia Anne den Song davor bewahrt völlig abzudriften. Ein absolutes Highlight findet sich unter „War Drums“, bei erstaunlich zurückgenommener Produktion, was aber den beiden Hauptpersonen nur umso mehr Platz gibt, sich richtig zu entfalten. Besonders Georgia Anne kann hier mit einem starken Auftritt an der Hook überzeugen. Der Song „MGD“ muss nur wegen dem Feature von M.E.D. erwähnt werden, ansonsten nichts wirklich Aufregendes, sondern eher durchschnittlich. Auf dem letzten Song des Albums besingen Georgia und Dudley gemeinsam „The Message“, ein verspäteter Titel-Track. Aus Alten Erfahrungen wissen wir ja, dass Dudley durchaus auch auf Soul kann, ohne dabei schlecht auszusehen, dass seine Stimme nicht ganz ausreicht, um neben einer reinen Sängerin wie Georgia Anne Muldrow zu bestehen stört dabei dann auch nur die wenigsten.
Georgia Anne produziert hier als wäre sie Madlib´s kleine Schwester und auch wenn ihre Beats noch nicht unbedingt an dessen Großtaten heranreichen, fügt sie durch den Gesang doch eine zusätzliche Note hinzu, die bei manchen Beats aus dem Hause Stones Throw fehlt: den Soul.
Das ergibt dann ein Album, das tief im Funk, Soul und Jazz verwurzelt ist und das jeder Fan und Freund der älteren Produktionen von Declaime / Dudley Perkins und auch von Madlib mal anhören sollte. Alle die nach dem nächsten Street- oder Club-Joint suchen, schauen natürlich besser wo anders. Aber die haben wahrscheinlich bereits bei dem, meiner Meinung nach, sehr gelungenen Cover aufgegeben.

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