Ali A$ – Wie baut man eine Bombe?

 „Fick was du denkst – Junge ich bin nicer – ich bin ein Champ – pump dir diesen Scheiß da“ dröhnt es über einem Tai Jason Beat und verleitet unwillkürlich zum mitnicken. Technisch und textlich ein absoluter Hammer und damit für mich der etwas verspätete Einstieg in das 19 Track starke Mixtape von Ali A$Wie baut man eine Bombe???“.  

Es wurde ja auch mal wieder Zeit. Bekannt durch diverse Gastparts oder als Teil der Crew Der Neue Süden bringt der Münchner Ali A$ jetzt ein Mixtape mit Klassikerpotenzial für Punchlinefans auf dem er auf hochwertigen Beats von Tai Jason, den Goofiesmackerz, KD Supier und ihm selbst rappt. Gesigned ist der 29-jährige bei Deluxe Records und dort hat man viel vor: „Wie baut man eine Bombe??“ ist lediglich der Vorbote für das Album „Geld her – Ich habe eine Bombe“, welches ziemlich sicher entsprechend einschlagen wird. Natürlich kommen auch die Der Neue Süden Kollegen Pretty Mo (mit starkem Part) und Semi B (mit eher schwachem Part) zu Wort, auch die beiden anderen Gäste Megaloh und Emory sind nicht überraschend, aber passend.

Ein richtige Banger und damit auch Anspieltip ist „Schnappt euch den Jungen“: „Mach dir keine Mühe, deine Alte ist schon hier und ich bin ein schlechter Torwart, denn ich halte nichts von dir“. Gläser hoch in der  Hook. Das Battlerap längst nicht das einzige Metier ist was Ali A$ beherrscht zeigt sich auch in „Hoffnung“ in dem er Momente beschreibt, in denen er eben diese verloren und wieder gewonnen hat. „Spür wie der Beat boomt“ ist orientalisch angehaucht und einer der schnellen Tracks, auf denen Ali A$ Talent besonders gut erkennbar ist. Erwähnenswert übrigens auch der Hiddentrack, der locker auch als Nummer 20 durchgehen kann.    

Im Gegensatz zu vielen deutschen Rapalbem tut es „Wie baut man eine Bombe?“ gut, dass Ali A$ sich vornehmlich auf Punchlines konzentriert, denn die Vergleiche die er benutzt, die Wortspiele die er spielt, sind auf so hohem Niveau, dass selten Langeweile aufkommt, man könnte ihn hier seitenlang zitieren, es macht einfach Spaß ihm zuzuhören.
 
Auch technisch macht das vorliegende Mixtape Spaß und Ali A$ wechselt zum Beispiel auf „So wie ich“ oder „Was auch immer“ spielerisch zu Doubletimeflows und wieder zurück. Ali A$  Bonus sind die hochwertigen Beats, die durchaus Album Qualität besitzen, sein überdurchschnittlicher Flow und sein Wortwitz. Fazit: Aufdrehen – feiern.   

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