PS2 – Formel 1 2006

Während die Formel 1-Saison bereits in vollem Gange ist, wird uns nun das brandneue F1 2006  vorgestellt. Für die meisten eingefleischten Rennsportfans ist dieses Spiel natürlich ein Pflichtkauf, aber auch für Neulinge ist es ein guter Einstieg in die Welt der Formel 1. Anfangs stellt sich natürlich die Frage, ob es bei geringfügigen Änderungen geblieben ist oder ob wir mit etwas völlig Neuem rechnen müssen. Vorab sei zu erwähnen, dass Sony durch seine Exklusivlizenz keinem großem Konkurrenzdruck ausgesetzt ist, nicht wie beispielsweise die FIFA und PES-Reihe, bei der ein reger Wettbewerb zwischen den Spieleentwicklern herrscht.

Dementsprechend gibt es kaum Erneuerungen im Vergleich mit der Version des Vorjahrs. Größtenteils beschränken sich die Veränderungen auf eine leicht verfeinerte Grafik, einen neuen Menübildschirm und ein verbessertes Schadensmodell. Und weil diese geringfügigen Änderungen sich natürlich so gut wie kaum auf das Spiel auswirken, werden wir mit Originalfahrernamen und sämtlichen Originalkursen getröstet. Die Fahrphysik ist aber außerordentlich gut gelungen und ist sowohl für Simulations-, als auch Arcade-Fans geeignet. Dank neuer Optionen lassen sich jede Menge Rennhilfen einstellen, die gerade für Anfänger langsam in das Fahrverhalten eines Formel 1 Wagens einführen.

Abwechslung bieten unter anderem zusätzliche Bonusinhalte, wie Teststrecken und Nostalgiewagen, die sich über die Dauer der Saison freischalten lassen. Weiteres Feature ist die Umsätzung des Boxenstopps, bei dem vom Spieler durch Drücken bestimmter Tasten die gewünschten Aktionen ausgeführt werden, wo sich natürlich auch je nach Geschick einige Zeit rausholen lässt. Der Wagen lässt sich für jede Saison separat anpassen, indem man durch Testläufe vorher die optimalen Einstellungen für den Wagen ermittelt. Das Ganze verleiht diesem Spiel einen gewissen Reiz, da es über das übliche Regler Hin- un Hergeschiebe hinausgeht und so das Feeling der Formel 1 betont. Sehr gut gelungen sind auch der Boxenfunk und die RTL-Kommentatoren, die ihre Sätze aber leider schon nach kurzer Zeit wiederholen. Neben dem Fahren eines schnellen Rennens, einem Grand Prix-Wochenende oder einer kompletten Meisterschaft ist der Karrieremodus auch sehr interessant. Man beginnt als unbedeutender Fahrer, den man selber erstellen kann und erhält Jobangebote von verschiedenen unterklassigen Teams wie Torro Rosso und Super-Aguri. Dann muss man noch eine schnelle Proberunde abliefern und bekommt seinen Vertrag. Mit der Zeit kann man dann bessere Vertragsangebote bekommen und versuchen sich einen Namen in der Formel 1 zu machen.

Zum Schluss sei gesagt, dass Formel 1 2006 ein durchaus gelungenes Spiel ist, auch wenn die Grafik meiner Meinung nach nicht dem neuesten Stand entspricht und es nicht besonders viele Änderungen gibt. Deswegen werden die, die sehr viel Wert auf Grafik legen, wohl auf eine PS3-Version hoffen.

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