Mobb Deep – Blood Money

Havoc und Prodigy aka. Mobb Deep sind back.  Die beiden Queensbridge Veteranen bringen ihre nunmehr achte Langspielscheibe über 50 Cents Multimillionen Dollar Unternehmen G-Unit Records raus und beweisen damit, dass sie eine gute Nase für das Business haben. Trotz aller Kritik haben Prodigy und Havoc bei Fiddy unterschrieben und haben warscheinlich damit nicht nur Ihren Kontostand in die Höhe schnellen lassen, sondern jetzt auch die Chance sich im Mainstream durchzusetzen. Hätte ich (und wahrscheinlich jeder von euch) noch vor drei Jahren nie gedacht, dass man sich mit Hilfe eines Jamba „Supersparabos“ jetzt sogar Klingeltöne von Mobb Deep auf seine Funke laden kann wird durchaus deutlich, dass sie entgültig in die 1. Rapliga aufgestiegen sind.

 

„Blood Money“ hebt sich von den bisher bekannten Mobb Deep Scheiben ab, da sie nicht mehr nur über deepe, nachdenkliche Dinge rappen á la „Hell On Earth“ sondern eher in die Gangster, Moneten Schiene mit „Blood Money“ gehen, wie es für G-Unit Artists üblich ist. Für viele langjährigen Moob Fans ist das sicherlich „wie ein Schlag ins Gesicht“ (wie man in Foren oft liest), aber muss man gestehen das sie sich rhyme- und auch flowmäßig weiterentwickelt haben.

 

So flowen Havoc und Prodigy zusammen mit 50 Cent auf „Creep“ sehr professionell und passen sich, auf die etwas „verrückte“ Beatproduktion von Havoc, hervorragend an.
Für Mobb Deep Fans ist wohl „Speaking So Freely“ der beste Song auf dem Album, da hier Havoc einen Beat gebastelt hat, der  wohl am ehesten an den alten Mobb Deep Sound erinnert. Mein Favorite auf dem Album ist jedoch „Give It To Me“ feat. Young Buck. Ich bin zwar nicht unbedingt ein Fan von Young Buck, doch finde ich Prodigy und Havoc auf dem Instrumental von Profile sehr überzeugend. Dieser Song wäre in meinen Augen ein Singleauskopplung wert, denn dieser würde wohl im Club rauf und runter gespielt werden. Ein weiter Hit ist ohne Frage „Pearly Gates“ feat. 50 Cent. Dieser Song ist sehr melodisch und animiert stark zum nicken.

 

Ist das nicht genau das was Mobb Deep schon immer getan haben? Uns zum mitnicken animiert?

 

Das achte Album von Havoc und Prodigy ist ohne Zweifel „anders“ als man es von ihnen gewohnt ist, aber heißt anders gleich schlecht? Für mich auf jeden fall nicht. Leben heißt Veränderung, Weiterentwicklung heißt mit der Zeit und dem Trend zu gehen. Das haben Mobb Deep gemacht und mit „Blood Money“ eindrucksvoll bewiesen. Sie sind ins Boot zum einem der erfolgreichsten Geschäftsmänner der Welt gestiegen und sind nun erfolgreicher als je zuvor, sollte man ihnen deswegen einen Vorwurf machen? Ich denke nicht! Sie wollen nach all den Jahren endlich das große Geld verdienen. Seid doch mal ehrlich, wenn einer von uns diese Chance bekommen hätte, dann hätte jeder diese Entscheidung getroffen.

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