J MC – Austriaz Mozt Blunted

J MC aus Linz präsentiert auf „Austriaz Mozt Blunted“ seinen ersten Solo Output in Mixtape Format.

Zunächst als Crew mit DJ Stickle und Chakuza, welche beide jetzt bei Bushido´s ersguterjunge Label untergekommen sind, spielte J MC schon 2003 auf dem splash und gewann im selben Jahr den Austrian Newcomer Award als Beste Band. Außerdem wurde die EP „Verbales Fadenkreuz“ aufgenommen. Ab Jahre 2004 waren die drei unter dem Namen Beatlefield unterwegs und steuerten einen Track zu Spax´s „AllCity Compilation“ bei, bevor Chakuza und Stickle 2005 ein reines Produktionsteam wurden und unter anderem Bushido´s „Staatsfeind Nr.1“ zum zweifachen Gold begleiteten.

Seine ehemaligen Partner sind jedoch nicht völlig verschwunden, wurde sein Mixtape „Austriaz Mozt Blunted“ komplett von DJ Stickle gemastert und featured u.a. Chakuza. Das Mixtape bietet auf insgesamt 32 Tracks eine Mischung aus eigene Beats von Leuten wie 7inch, DJ Mezuian, Decay oder 22Beatstreet und einigen Ami-Beats. Dabei können mich die eigenständigen Produktionen eher überzeugen. Denn auf den „Oh Boy“ Beat von Cam´Ron hat man schon genug Variationen gehört. Genauso ist es bei Jay-Z´s „99 Problems“, welches zu „99 Punches“ umfunktioniert wurde. Auch „Von Mannheim nach Linz“ über Fifftys „Outer Control“ Beat kann mich trotz Mnemonic Feature nicht überzeugen.

J MC beweist auf jeden Fall guten Flow und Talent, welches er auch 2006 beim Austrian Newcomer Award in der Sparte Bester Einzelkünstler beweiste. Trotzdem fehlt mir noch ein wenig Einzigartigkeit. Über das Mixtape ziehen sich hauptsächlich Battle und Representer Texte. Leider kann J MC aber nicht durch übermäßigen Wortwitz oder Kreativität glänzen. Ein wenig mehr Themenvielfalt hätte der CD auf jeden Fall gut getan. Das Solo Debut des Linzers ist nicht schlecht, aber es fehlen noch die richtig überzeugenden Tracks. Das liegt auch zumeist an den Beats, die nicht schlecht sind, aber wo auch einfach keine Bomben dabei sind. Man sollte in „Austriaz Mozt Blunted“ auf jeden Fall wenigstens mal reinhören.    

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