Damian Marley – Welcome To Jamrock

[…] excuse me for a moment for an introduction […] like some fruits in due season a so Jr. Gong come […] it’s been a long time the world’s been waiting for this […] Jr. Gong him come again him have some brand new lyrics […]  

People get ready: Damian Marley, letzter Spross des Marley Bob´s, Grammy-Gewinner des Jahres 2001 (für „Halfway Tree“) und mit rasender Geschwindigkeit auf dem Weg Jamaikas wichtigstes Sprachrohr dieser Tage zu werden, macht die musikalische Triangel perfekt und präsentiert mit „Welcome To Jamrock“ ein Musikstück, welches da ansetzt, wo der Vorgänger „Halfway Tree“ aufgehört hat.  

Im Jahre 1998 fand ich im Schallplattengeschäft eine 12“ mit dem Titel „Me Name Jr. Gong”. Außerdem stand dazu vermerkt, dass dies der Alamo Remix feat. Grand Puba sei. Klang nicht schlecht, hab ich mitgenommen. Die zu Beginn meiner Ausführungen verwendeten Lines stammen eben aus diesem Tune, träfen aber genauso und nicht im Geringsten anders auf jeden weiteren Damian Marley-Release zu. Soviel steht fest. Da muss keiner diskutieren – und der HipHop-Fan darf dem Reggae-Head wohl gesonnen die Hand reichen, denn ein Jr. Gong ist der Deckel für jeden Topf! Ohne hippieesque zu wirken, wird hier das Erbe des Vaters geehrt wie verarbeitet, HipHop- und R´n´B-Beats fühlen sich, ohne dem charttauglichen Hype zu folgen, von karibischem Dancehall- und Reggae-Sound geküsst, und begleiten lyrische Bedeutsamkeit von Damian als auch Stephen Marley, sowie einer mächtig gewaltigen Künstlerpalette, begonnen bei Capleton, Bounty Killer und Bobby Brown bis hin zu Yami Bolo oder Nas. All jenes bildet eine perfekte Symbiose.  

Love Mr. (Damian) Marley, ´cause him … Lord…  

Im zu Ende gehenden Jahr 2000 schwappte vom jamaikanischen Island „It Was Written“ – eine kongeniale Vereinigung der Herren Damian Marley, Stephen Marley und Capleton als Ohrvorbote des darauf folgenden Albums „Halfway Tree“ – über´n großen Teich. Auf „Welcome To Jamrock“ konnte man sich bereits ein Jahr vor Albumrelease durch die weltweite Heavy Rotation gleichnamiger Single mental vorbereiten. Und was da nun als Longplayer zu kaufen ist, beeindruckt mich im Ganzen ebenso, wie allein des Juniors Stimme. Beides nimmt einen geradezu brachial ein (obgleich ich auch den frühen, eher melodiösen Voicings sehr viel bis  noch mehr abgewinnen konnte). Es ist einfach nicht drin, sich dem Ganzen zu verschließen. Spielt der Selector auf dem Dancefloor (und auch hier spreche ich sowohl von HipHop, als auch von Reggae-Dancehalls) „Jamrock“, „Move!" oder „Khaki Suit“ (feat. Bounty Killer und Eek-A-Mouse), geht’s unweigerlich mit viel Signal und Feuer zur Sache – bis die Daumenkuppe verhornt ist. Man wird einfach dazu getrieben.  

Aber Achtung: „Welcome To Jamrock“ ist nicht unbedingt ein Chiller. Laid-Back-Reggae findet hier noch weniger statt, als schon auf „Halfway Tree“. Dafür heißt es volle Treibkraft voraus (nicht zuletzt durch ausgeklügeltes Sound-Programming a la Stephen Marley), Statement abgeben (a la Damian), Jamaika (manchmal auch den Damen…) huldigen aber auch kritisch darstellen, dem Hörer nichts (vor allem den Bass nicht) schuldig bleiben.  

Jr. Gong is “There For You”! “All Night” “Confrontation", because "The Master Has Come Back"! That Record is dedicated to the "Khaki Suit"-Youths, same way "For The Babies", or just to say: "Move!"  

Fünf Sterne, Zehn Mikrophone, voller Zeigerausschlag, Barometer in den roten Bereich!  

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