Prinz Porno – Geschriebene Geschichte

Der junge Mann, der sich dieses Jahr schon sehr produktiv gezeigt hat, released nun auch noch ein „Best of Album“. Na gut, warum eigentlich nicht? Prinz Porno bewegt sich jetzt seit gut sieben Jahren im Rap-Geschehen und gibt uns mit diesem Release einen schönen Überblick über sein bisheriges Schaffen. Und das er überdurchschnittlich produktiv war in den letzten Jahren, war uns ja nicht nur allen klar, sonder es wird hier auch noch mal sehr schön verdeutlicht.  

Grafische Unterstützung bekommen wir dabei, durch das sehr gelungene Booklet. Auf fünf Seiten befindet sich eine sehr übersichtlich gestaltete Zeittafel, auf der wir chronologisch geordnet, alle Releases des Prinzen finden (mit Cover!). Wusstet ihr, dass der gute Mann in den letzten sieben Jahren neunzehn Releases hatte? Das da einiges zusammen gekommen seien musste, war mir schon klar, aber dass es soviel ist hat mich doch etwas beeindruckt. Aber wie sieht es nun mit der Musike aus? Auf fast achtzig Minuten, gibt es einen Querschnitt durch das Repartoir, des vielseitigen Berliners. Die Songs sind ebenfalls chronologisch geordnet, passend zur Zeittafel im Booklet, was ich sehr sinnvoll finde und was die Sache noch einfacher zu verfolgen macht. Das Einzige, was ich aber ganz klar bemängeln muss, ist, dass von den drei Releases aus diesem Jahr kein einziger Song vertreten ist. Ich hab ja Verständnis dafür, dass diese Scheiben noch ziemlich neu und im Handel noch sehr aktiv sind, aber der Vollständigkeit halber wäre es einfach unerlässlich gewesen, wenigstens einen Knaller von jeder Platte beizusteuern. So erhalten wir eben einen sehr schönen Überblick, aber eben nicht ganz vollständig.  

Über die Songs an sich brauche ich nicht viele Worte zu verlieren, denn den eingefleischten Porno-Fans sind sie natürlich alle ein Begriff. Wobei es einige Klassiker in neuen Gewändern gibt, wie z.B. „Keine Liebe“ im ´05 RMX – am Anfang etwas befremdlich, weil man immer die erste Version im Ohr hat, aber doch durchaus gelungen. Aber auch für die neuen Porno-Fans und die die es erst noch werden wollen, werde ich jetzt nicht die einzelnen Songs durchkauen. Das begründe ich einmal mit der stattlichen Anzahl von vierzig Trackmarken und damit, dass diese Scheibe eine sehr gute Möglichkeit bietet, Porno´s Schaffen in einer repräsentativen Auswahl, ganz einfach selbst kennen zu lernen. Ganz ehrlich, ich denke, dass der Künstler uns hier eine faire Möglichkeit gibt, sein „Gesamtwerk“ (mit bereits erwähnter Einschränkung) zu betrachten. Fair deshalb, weil man natürlich sehr gut die verschiedenen Entwicklungsphasen und Verbesserungsschritte von Prinz Porno miterleben kann. Ich finde damit traut er sich was, denn während viele Künstler ihre frühen Werke lieber unter den Tisch fallen lassen und oft nicht mehr zu ihren Anfängen stehen, zeigt er die Realität von Anfang an und seinen Werdegang ganz offen.  

Passend zu dem Namen dieses „Best Of Mix“, gibt es einen gleichnamigen Titel-Track, der praktisch eine Inhaltsangabe des betrachteten Zeitraums darstellt und noch mal sehr gelungen wieder gibt, was sich in dieser Zeit alles im Leben von Prinz Porno ereignet hat. Auch der zweite Exclusive-Track, namens „Reiß Es Ab!“, kann sich hören lassen.   Also insgesamt empfehlenswert und eine gute Hilfestellung für alle die tiefer in die Materie Porno eintauchen wollen.  

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