VA – Dancehallfieber Vol.5

Obwohl die Schweiz und Österreich ja auch deutschsprachige Länder sind, bekommt man hier in Deutschland relativ wenig von der Musik unserer Nachbarländer mit. Das ist in Puncto HipHop so und auch bei Dancehall und Reggae ncht viel anderster. DHF Records haben mit ihrem Sampler "Dancehallfieber", dessen fünfter Teil nun in den Läden erhältlich ist, sozusagen schon seit Anbeginn ihres Bestehens etwas für die Länderverständigung getan.

Knapp ein Jahr ist es nun her, da konnten eingefleischte Reggae- und Dancehall-Liebhaber und jene, die es noch werden wollten, zu "Dancehallfieber Vol.4" viben. Schön anzuhören und durchaus abwechslungsreich zeichnete sich der Sampler damals (und auch heute noch). In diese Fußstapfen tritt nun "Dancehallfieber Vol.5".

Zwischen Reggae, Ska und Dancehall tummeln sich namhafte Künstler wie D-Flame, Tolga, Nosliw und Kimoe aber auch weniger bekannte wie Mista Bomsh, Raggamafia und Ede Whiteman. So bekommt die Bashment-Sparte Eures Lieblings-Soundsystems mit D-Fame & Tolga und deren orientalischem Tune "Gwaany" und Raggamafia’s "Soundboy Dissness" neues Material aber auch für die Conscious-Fraktion lassen sich mehrere Big-Tunes verzeichnen, wie P.R. Kantate’s "In Balin", in welchem er das zwiespaltige Wesen seiner Heimatstadt beleuchtet. Ein neues pazfistisches Anthem schuff Ede Whiteman mit "Legt Eure Waffen nieder", welches mit Conscious-Lyrics und tiefem Stimmvolumen von Herrn Whiteman zu überzeugen weiß. Für die Frauenwelt erhebt Skyjuice auf "Augen auf" ihre Stimme und verweißt darauf, dass ohne Vertrauen wohl keine Freundschaft / Beziehung enstehen kann. True dat !

Sehr groß ist auch Nosliw vs Maxim und "Gut gemeint", in welchem man sich um die Gunst einer gewissen Lady clasht. Kleiner Tipp : Michael Jackson & Paul McCartney haben das in dieser Form auf "The girl is mine" vom "Thriller"-Album auch schon mal recht überzeugend dargeboten. Kimoe konnte ja schon mit seiner EP "Ein neuer Morgen" einen sehr guten Einstand feiern und macht mit "Sternstunden" auf gleichem Level weiter. Gleiches gilt für Mono & Nikitaman, die auf "S.O.S" ihr Potential voll auspielen.

Ansonsten findet man nichts wirklich berauschendes aber auch kein schlechtes Material, wobei die Ska-Tunes von Los Placebos und Roots Rockers doch eher eine Brücke zu Acts wie der Ersten Allgemeinen Verunsicherung schlagen als das sie mit "Lollipop" konkurrieren könnten. Im großen Ganzen ist "Dancehallfieber Vol.5" jedoch recht hörenswert und ist ein würdiger Nachfolger zum vierten Teil der Serie.

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