Symbolyc One & Illmind – The Art of Mind

Wenn ich in meinem Gedächtnis das Label BBE abrufe, dann denke ich an ganz große Namen wie Pete Rock, Jay Dee, Will.I.am, King Britt, Roy Ayers und DJ Premier, die alle schon über dieses Label veröffentlicht haben. BBE steht also für höchste Qualität und Roy Akward hat immer Wert darauf gelegt, dass er Musik für Liebhaber rausbringen kann.

Die Namen Symbolyc und Illmind werden bei den meisten Leuten wahrscheinlich eine ähnliche Frage aufwerfen, wie bei mir : “Wer ist das?”. Die beiden haben unter anderem schon für Leute wie Akrobatik (“Remind My Soul”) und die Last Poets (“Panthers”) gearbeitet. Obwohl Symbolyc aus Texas und Illmind aus New Jersey kommt, hat man sich irgendwann mal kennengelernt und ein gemeinsames Producer-Album auf die Beine gestellt. Herausgekommen ist eine Hommage an HipHop, die nur so vor Soul und Features strotzt.

Die Helden der aktuellen Stunde, Little Brother, haben auch ihren Weg auf das Album gefunden und berappen gemeinsam mit Median die laidback Granate “Right Here”. Big Pooh durfte dann noch mit der NuSoul-Hoffnung Darien Brockington auf “Night Like This” heran und bezierzt die Ladys mit seinem Flow, während Darien Brockington Nummern en masse einsackt.

Der Style des Duos lässt sich als chillig und soulful definieren, zeigt aber auch hier und da mal einen Ausbruch. “Club Aquarius” ist so ein Fall, der hauptsächlich durch Bongos und Synthies getragen wird, jedoch bis zum Ende nie ins Plastische abrutscht. Was sich weiterhin auffällig zeichnet, sind die ausgeprägten Bassspielereien, welche die Protagonisten an den Tag legen. “Been Gone” beispielsweise ist dermaßen minimalistisch produziert, dass es komplett vom Bass getragen wird.

Jazzfeeling kommt beim passend betitelten “Blue Notes”, das von den Free Agents, Oneself & Myone begleitet wird, die allesamt einen überragenden Part hinlegen. Auch Ghostface & Trife haben sich für ein Feature anwerben lassen und überzeugen auf dem eher dunkel gehaltenen “Milk’em”. So zieht der Hörer also durch eine ausgewogene, relativ relaxte Musiklandschaft und kommt kurz vor Schluß noch bei “Guilty Pleasures” an, dass von einer Angie Stone-soundalike Sängerin alias Thesis besungen und von Kenn Starr berappt wird. Ein schöner Abschluß mit einer sehr überzeugenden gesanglichen Darbietung.

BBE bleibt für mich fortwährend DAS Label mit der organischsten Musik und den prägnantesten Produzenten. Illmind & Symbolyc sind dort sehr gut aufgehoben. Ein Must-Have für Little-Brother-Liebhaber.

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