Black & Bruised

Black & Bruised

Ready… Fight!!!
Boxkämpfe sind spannend, schweißtreibend und vor allem sehr unterhaltsam. Das dachte sich auch das Entwicklerteam von Digital Fiction aus den USA, als sie sich an die Kreation dieses Spiels begaben. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Boxspiele, an denen man sich virtuell auf die Zwölf hauen kann. Jedoch gibt es wenige, die derart actionlastig und simpel sind wie Black & Bruised. Was dem Zocker sofort ins Auge fällt, ist die Cartoon-Grafik bzw. die Cel-Shading-Figuren, mit denen man gegen andere Gegner antreten muss. In Black & Bruised hat man die Wahl zwischen 18 irrwitzigen Figuren wie dem drahtigen Pharao, dem irischen Jüngling oder gar dem glatzköpfigen Knastbruder, die sehr stark an die humoristisch angehauchten Figuren bei Ready 2 Rumble erinnern. Jede Figur hat seine individuellen Stärken und Schwächen, die sie in sechs verschiedenen Modi wie Turnier, Training, Einzelmatch, Zweispieler-Duell, Survival- und Karriere Modus einsetzen muss. Betritt man einmal die völlig abgedrehte Welt der 18 Boxer, die jeweils ihren Lebensunterhalt aus einem anderen Grund mit Boxen verdienen, erkennt man sehr schnell, dass es sich hier um einen knallharten Sport handelt! Sobald die ersten Fäuste fliegen, bekommen Gesichter und Körper schnell blaue Flecken, und man kann sich vor Schwellungen kaum noch retten. Wer also als Sieger dastehen möchte, sollte gut vorbereitet sein und sich vor den gefährlichen Attacken der Rivalen in Acht nehmen.

Lets Get Ready to Rumble!
Bevor ihr euch in den Ring wagt, solltet ihr euch erst in den Trainings-Modus begeben und etwas an eurer Technik sowie an eurer Verteidigung arbeiten. Hier könnt ihr euch eine Figur aussuchen, mit der ihr euch an einem Dummy auslassen könnt. Wie jeder schnell merken wird, ist das Kampfsystem im Vergleich zu anderen Boxspielen wie Rocky oder Knockout Kings, sehr simpel gehalten. Mit den Feuerknöpfen verteilt ihr rechte und linke Haken, die ihr mit zusätzlicher Hilfe der Schultertaste zu Uppercuts oder Rippenschlägen abwandelt. Insgesamt stehen euch 8 verschiedene Attacken zur Verfügung, die sich natürlich zu effektiven Combos verbinden lassen. Combos sind in diesem Spiel auch äußerst wichtig, da ihr auf diese Weise eure Rivalen sehr schell ausknocken könnt. Ein nettes Feature sind die 18 verschiedenen Power-Ups. Mit Hilfe von Power-Ups wie Autoblock, Energiesauger, Heavy Punch oder dem äußerst effektiven Lähmungszauber, befindet man sich schnell auf der Siegerstrasse, sofern man diese auch clever einsetzt. Nach dem Absolvieren des Trainings, hat man nun die Möglichkeit gegen echte Gegner anzutreten. Der einzig erwähnenswerte Modus ist der Karriere-Modus. Hier hat jeder Boxer seine eigene Geschichte, die euch als FMV präsentiert wird. Der Karriere-Modus besteht aus sechs Kämpfen, in denen ihr auf verschiedene Art und Weise eure Rivalen außer Gefecht setzen müsst. Dabei wird nach Laune über bis zu zwölf Runden á 2 Minuten gekämpft. Gewinnt ihr fleißig genügend Kämpfe, winken euch viele Extras wie zusätzliche Boxer oder alternative Outfits.

Grafik

In punkto Grafik gibt es bei Black & Bruised nicht viel zu bemängeln, sofern man auf Cel-Shading-Grafik steht. Die humoristisch animierten Cel-Shading-Boxer stehen bei diesem Spiel im Rampenlicht. Die 2D-Hintergründe und Spezialeffekte sind eher Beiwerk.

Sound

Beim Sound hat man sich bei Digital Fiction sehr dezent zurückgehalten. Die Erzählerstimme, welche in der Anfangssequenz und im Karriere-Modus die Geschichte der Boxer wiedergibt, ist zwar noch vergleichsweise angenehm, jedoch lassen die Stimmen der Boxer sehr zu wünschen übrig. Entweder passen sie nicht zu den jeweiligen Figuren, oder man versteht kaum, was sie von sich geben. Die eingespielte Musik der jeweiligen Boxer ist allerdings schön klischeehaft in Szene gesetzt worden und passt wie die Faust aufs Auge. Der Surround-Aspekt im Bereich der Highend-Unterstützung ist bei diesem Spiel auch nicht von großer Bedeutung.

Fazit

Black & Bruised ist mit Sicherheit eine spaßige Angelegenheit für zwischendurch, aber leider auch nicht mehr. Wer auf Cel-Shading-Grafik steht, wird hier ne Menge Spaß haben, denn die Figuren sind echt witzig und abwechslungsreich in Szene gesetzt worden. Auch die erspielbaren Extras und die Power-Ups sind motivierend. Wer allerdings nach einer Box-Simulation in Knockout Kings Tradition sucht, ist bei diesem Spiel sicherlich verkehrt. Das Kampfsystem ist ein riesiger Dorn im Auge des Spielers, denn außer einem stupiden Knöpfe- Gehämmere wird sonst nichts abverlangt. Auf Dauer ist das Spiel aufgrund der schlichten Steuerung und der geringen Anzahl an Manövern sehr eintönig und langweilig. Als spaßige Boxkeilerei für die jüngere Generation ist das Spiel sicherlich eine Alternative, alte Haudegen entscheiden sich lieber für Knockout Kings oder Rocky.

Pro
– spaßige Boxkeilerei mit Cel-Shading-Optik
– nette Gesichts- und Hintergrundanimationen- witzige Boxer
– erspielbare Extras

Contra
– stupides Kampfsystem
– wenig Langzeitmotivation
– Soundkulisse enttäuschend- fade Handlungsstränge der Boxer

Entwickler: Digital Fiction, USA
Hersteller: Vivendi
USK: ab 6 Jahren
Spieler: 1-2
Bewertung: 3 / Für’n Aufzug
System: Playstation 2

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