Ninja Assault

Was macht eigentlich diese Faszination an Lightgun-Shootern aus? Kann es wirklich Spaß machen, auf seiner Couch zu sitzen, mit einer Plastik-Pistole auf seinen Fernseher zu zielen und auf diese Weise ganze Horden von Zombies, Monstern und ähnlichem Gesocks platt zu machen? Die Antwort: Ja, es kann…

Mit Ninja Assault bringt Entwickler uns nun einen weiteren Vertreter des Genres auf die PS2. Ihr entscheidet euch für einen von drei Charakteren, den ihr durch je acht Level schickt, in denen ihr allerlei Dämonen zurück ins Jenseits schicken müsst. Allerdings überschneiden sich die meisten Level, so dass ihr viele Gegenden mit allen drei Charakteren durchspielen „dürft“.Wo wir gerade dabei sind, müssen noch die verdammt schlechten und unfreiwillig komisch wirkenden deutschen Synchron-Sprecher erwähnt werden. „Wir müssen die Prinzessin retten“ oder „Mich wundert, dass ihr so weit gekommen seid, aber jetzt müsst ihr sterben“ sind da noch recht gelungene Dialoge aus dem Spiel.

Auch grafisch hat Namco sich nicht gerade selbst übertroffen. Weder die Animationen, noch das Design der Gegner ist der Rede wert. Zumindest laufen euch nicht immer dieselben Monster über den Weg, und so dürft ihr viele verschiedene Dämonen-Arten zur Hölle schicken. Auch die Hintergründe wirken trist. Die Zwischensequenzen nach jedem durchgespielten Level sind nur noch nervig: Hier paart sich die lieblose Grafik mit den lächerlichen Dialogen.

Die Soundeffekte sind zwar ordentlich, fallen beim Spielen aber nicht weiter auf, da man immer damit beschäftigt ist, den nächsten Gegner anzuvisieren. Dasselbe gilt für den Techno-Soundtrack.

Kommen wir endlich zu etwas Positivem: Das Gameplay ist einfach gelungen. Für den Fall, dass euch keine Lightgun zur Verfügung steht, haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen: Wenn ihr den Analog-Stick eures Controllers kurz in die Richtung eines Gegners antippt, bleibt das Fadenkreuz automatisch an diesem hängen. Es ist schwer, dieses Feature zu beschreiben, aber das Spiel wirkt dadurch auch mit dem Controller sehr actionreich und intuitiv. Mit Lightgun bringt`s natürlich trotzdem mehr Spaß.

Fazit:
Wenn ihr unbedingt einen neuen Lightgun-Shooter haben wollt, könnt ihr hier ruhig zugreifen (vorausgesetzt, schlechte Grafik und Lokalisierung stören euch nicht). Alle anderen sollten lieber bis zum Release von Resident Evil: Dead Aim warten (3. Quartal 2003).

Pro:
– gutes Gameplay
– actionreiche Steuerung (auch mit Controller)

Contra:
– triste und lieblose Grafik
– schreckliche Lokalisierung
– langweilige Präsentation

Entwickler: Namco
Publisher: SCEE
USK: ab 16 Jahren
Systeme: Playstation 2

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