Kinder Des Zorns – Rap Art War

Auf dem frisch gegründeten Mainzer Rap-Label Buckwheats Music erscheint mit „Rap Art War“ das erste Album der Gruppe „Kinder Des Zorns“ (KDZ). In dieser vereinen sich der Mainzer Separate, der mit einigen Releases über Royal Bunker von sich hören ließ, sowie Abroo aus Lemgo, Casper und Producer Fadee. Das Album wird von einem Double-Time-Verse von Separate eingeleitet – ein energiegeladener Beginn, dessen Style sich, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, durch das ganze Album zieht. Auch die Double-Time-Parts von Separate stechen immer wieder heraus, wie z.B. in dem Battletrack „Bis es sich rhymed“. Neben weiteren Battletracks, in denen wie in „Hate Mile“ mit Neidern abgerechnet wird, finden sich auch nachdenkliche und ernste Tracks wie „Schlechtes Gewissen“ oder „Hab Gesehen“ auf der Scheibe wieder.

Die Zusammensetzung von Beat und Rap ist leider nicht durchgehend gut gelungen, die Tracks sind mehr auf die Rapparts fokussiert, die Beats lassen sie aber bei dem ein oder andern Track etwas im Schatten stehen und wirken träge bis nervig. Auch wenn dies etwas enttäuschend ist, findet man zufriedenstellende Featureparts von Prinz Porno, Charon und Gnizzo, der bei dem herausstechenden „Schritt für Schritt“ gefeatured wird. Erwähnenswert ist auch der Song „Music Please“, bei dem Beat und Rap gut harmonieren und ehrliche Worte über das Rapgame und dessen Kehrseite gefunden werden.

Im Großen und Ganzen 13 gelungene Tracks mit coolem Intro sowie drei Skits. Obwohl ich nicht verschweigen kann, dass ich nach Solotracks von Separate wie z.B. „Image ist Rap“ von diesem Gruppending noch nicht so wirklich überzeugt bin.Doch an weiterem Output, der Überzeugungsarbeit leisten kann, scheint es nicht zu mangeln: Ein gemeinsames Album von Separate & Prinz Porno soll noch Ende September erscheinen, auf dem auch hervorstechende bzw. namhafte Features wie z.B. Kool Savas zu erwarten sind. Doch damit nicht genug der Buckwheats Releases für ’04. Ein Longplayer von Abroo & Separate ist noch für Ende des Jahres geplant – man darf also gespannt sein.

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