Was ich will: Ein Genetikk-Feature mit Shakira [Kolumne]


Wunschlos glücklich zu sein ist ein Zustand, der den wenigsten von uns gegeben ist. Wäre ja auch langweilig, so ganz ohne Träume und Wünsche. In unserer neuen Kolumne “Was ich will” führen wir aus, was Deutschrap guttun würde. Ganz subjektiv, nach Meinung des jeweiligen Autors, wie für eine Kolumne üblich. Nach der gestrigen Erstausgabe des Chefredakteurs Oliver Marquart folgt nun die zweite:  Felix KK wünscht sich eine Zusammenarbeit von Genetikk und Shakira.

Als ich  2013 Genetikks „D.N.A“ gepumpt habe, hat dieses Album meine Welt verändert. Meine Definition von Coolness hatte ein neues Gesicht: Sie trug definitiv eine Maske. Es war einfach kurz gesagt die dopeste Rapmusik, die meine Trommelfelle je massieren durfte. Neben den zeitlosen Kopfnickern „Packets in den Boots“ und „D.N.A“ fand ich noch ein weiteres, auf andere Art beeindruckendes Musikstück namens „A la muerte„. Ich feierte neben Kollegahs Hook vor allem die spanischen Einwürfe Karuzos, der mich auch auf „Fötus“ mit „Vaffanculo“ und „Buenos Dias“  von dieser bilingualen Schiene überzeugen konnte.

Was läge da näher als ein Feature mit einer der weltweit bekanntesten spanischsprachigen Sängerinnen? Genau, mit Shakira. Die Idee einer Zusammenarbeit der Kolumbianerin mit der GNKK Clique kam mir offen gesagt schon vor einiger Zeit, durch meine damalige Freundin. Für sie ist Shakira nämlich Musikerin numero uno und in Folge dessen kam ich oft nicht ganz freiwillig dazu, diese zu hören. Ich fand zwar die Musik anfangs durchschnittlich, aber respektabel, dass sie viele Texte selbst verfasst und einen Einfluss auf die Soundgestaltung ihrer Alben hat. Wie ich nach einiger Zeit bemerkte, fand ich die spanischen Versionen ihrer Charthits „Loca„, „Rabiosa“ oder des WM-Tracks „Dare (La La La)“ um Längen besser als die englischen Äquivalente: diese gewisse Extraportion Exotik verstärkt jeglichen guten Aspekt, den ich an Shakira Isabel Mebarak Ripoll finden konnte.

Auch wenn ich heute keine Musik von Shakira mehr höre, hat mich die Vorstellung einer Kollaboration von ihr und Genetikk nicht losgelassen. Wie geil wäre das denn? Karuzos Part im Stil von „Let’s go“ mit Method Man, diese versauten Parts, die sich um das Zusammenleben und den Drogenkonsum mit seiner „Ghetto Gringa“ drehen, konnte er schon immer gut, was er auf „Achter Tag“ mit „Jungs aus dem Barrio“ feat. Ssio erneut unter Beweis gestellt hat.

Dazu Shakira, die ebenfalls nicht vor anzüglichen Texten oder Mengen nackter Haut in Musikvideos zurückschreckt, man höre „Gordita“ (hier die deutschen Lyrics) oder bereits aufgeführtes „Rabiosa„. Und sehe: quasi jedes Musikvideo dass sie je veröffentlicht hat (besonders empfehlenswert jedoch; das Video zu „Can’t remember to forget you“ mit Rihanna).

Ein Text also, mit viel Spanisch, viel Anzüglichkeit und am besten einem gekonnten Dialog zwischen den zwei Vokalisten. Dazu ein Video, so dunkel und raw wie der Beat zu „Let’s go“, GNKK in weiten Designerklamotten und Shakira mit gewohnt spärlicher Bekleidung und vielleicht sogar einer Maske über dem hübschen Antlitz. Das, lieber Rap-Weihnachtsmann, ist was ich will für das kommende Jahrzehnt. Ein Track, den man vom Saarland bis nach Kolumbien pumpen kann. Olé.

1 KOMMENTAR

  1. „Es war einfach kurz gesagt die dopeste Rapmusik, die meine Trommelfelle je massieren durfte.“ Ab da hab ich aufgehört zu lesen, sry

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