Eko Fresh kündigt neues Format „Uncut“ an

Eko Fresh kündigt ein neues Format namens „Uncut“ an. Damit will der Kölner offenbar auf das immer weiter steigende Interesse vieler Rapfans und -hörer an Themen reagieren, die sich abseits der Musik abspielen, im Fachjargon auch Gossip genannt.

Mir geht’s auf’n Sack, dass einige respektlos sind„, so Eko in einem Ankündigungsvideo und richtet sich damit ausdrücklich sowohl an (sogenannte) Fans als auch an andere Rapper und Plattformen. „Ich muss irgendwo Dampf ablassen.“ Alles, was nichts mit Releases und der Musik zu tun hat, sollen die Zuschauer künftig in seinem neuen, eigenen Youtube-Format „Uncut“ erfahren.

Gossip-Scheiße“ nennt er das selbst. Er merke, es gebe eine große Nachfrage nach so etwas, anstatt es aber einfach zu boykottieren wolle er Themen lieber selbst kommentieren. Ganz offensichtlich möchte Eko in seinen künftigen Interviews nicht mehr darüber reden, wen er wo wann warum nicht gedisst hat, was er vom neusten Gilette Abdi-Video hält oder wen er mit dem kurzen Stöhnen in den Adlibs auf dem und dem Song wohl indirekt angesprochen haben könnte. Stattdessen will er solche Themen offenbar outsourcen.

Ob sich Ekos offensiver Ansatz als der richtige Weg erweisen wird, mit dem in der Rapszene seit jeher präsenten, in letzter Zeit aber immer mehr um sich greifenden Phänomen Gossip umzugehen, oder ob damit letztlich dem Thema noch mehr Raum gegeben wird, wird sich zeigen. In einer keineswegs spaßig gemeinten Erklärung zum 1. April hatte ich als rap.de-Chef letzte Woche angekündigt, dass wir Themen, die nur auf haltlosen Vermutungen, Sensationslust und unbestätigten Gerüchten basieren, ab sofort ignorieren werden.

2 KOMMENTARE

  1. Mimimi, ich hab keinen Bock auf andere Plattformen… Natürlich nicht. Da kann man nämlich nicht die Vergütung einheimsen, die man kriegt, wenn man den vermeintlich interessanten Gossip auf der eigenen Plattform rausmüllt. Aber nach außen hin immer den ehrlichen geraden Typen raushängen lassen. Eko ist nur mad, weil seine Youtube-Freunde, mit denen er ja schon eine Weile kollaboriert, um ihre Gefolgschaft einzuheimsen, zu recht immer mehr und mehr in der Kritik stehen. Und weil da ein paar Leute mit ihrer Kritik über die Stränge schlagen, sind gleich alle wieder die doofen Arschlöcher. Das mag der Eko gar nicht gerne hören und alle die das kritisieren sind nur noch „Geier“ und „keine echten Fans“. Fick dich, Ekrem.

    Und bevor hier wieder irgendein Fanboy antanzt und losweint: Es ist nichts falsch daran Geld zu verdienen. Auch wenn es durch Youtube passiert, nicht. Aber Menschen wie Simon Desue, Dagibee, BibisBeautyBitch, LionT und wie die ganzen Arschlöcher heißen, gehen einfach zu weit.

    Jeden Tag manipulieren sie ihre 10-14 jährigen Kinderfans, die in ihrer Persönlichkeitsentwicklung noch weit entfernt von fertig sind, indem sie ihnen erzählen wie sehr sie sie lieben und wie wichtig sie ihnen sind, nur um im nächsten Tweet wieder um massig Retweets, Votes und Favos zu betteln. Es sind mittlerweile hunderte, vielleicht sogar tausende Kinder so sektenmäßig unterwegs, dass es einfach nur noch beängstigend ist. Da ritzen sich kleine Mädchen die Namen ihrer Idole in den Arm, betteln um Aufmerksamkeit und instrumentalisieren dafür sogar Unglücke wie den kürzlichen GermanWings Absturz. Sie schotten sich von ihren Eltern ab, die diesem krankhaften Fanatismus völlig machtlos gegenüberstehen, weil sich ihre Kinder nicht mehr von ihnen verstanden fühlen.

    Das ist nicht mehr der gleiche Fanatismus, den man noch in den 90ern bei Boybands gesehen hat. Durch die direkte 24/7 Erreichbarkeit über Social Networks und Smartphones multipliziert sich dieses gestörte Verhalten um ein vielfaches. Stalker Persönlichkeiten wie „JanBaumi“ züchten als quasi inoffizielle Community-Manager wiederum neue gestörte Persönlichkeiten. Der hat mittlerweile auch 13.500 Follower auf Twitter. Jeder will am Ende der „beste Fan“ sein.

    Das wird alles zu keinem Zeitpunkt von einem dieser tollen Youtuber-Persönlichkeiten thematisiert, obwohl sie jeden Tag dabei zugucken und es eben wie schon erwähnt auch immer und immer wieder fördern und instrumentalisieren.

    Und jetzt möchte unsere Eule ernsthaft eine Analogie zur Rapszene schaffen? Nochmal: Fick dich, Ekrem.

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here